In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die ersten Kapitel des 1. Timotheusbriefs. Er spricht über Paulus‘ Ermahnungen an Timotheus zum Glaubenskampf, die Bedeutung der Fürbitte für alle Menschen – einschließlich der Regierenden – und die biblischen Anweisungen für den Lebensstil und die Rollen von Männern und Frauen in der Gemeinde. Ein Schwerpunkt liegt auf den Qualifikationen und der Verantwortung von Gemeindeleitern, um die Integrität der Lehre zu wahren.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Timotheus 1:17-3:6
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. TimotheusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite.
[0:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du so viel Gnade und Erbarmen mit uns hast und gib, dass wir das niemals vergessen, dass wir es niemals aus den Augen verlieren, dass wir allein aufgrund deiner Gnade und deiner Liebe und aufgrund des Kreuzes von Golgatha dort sind, wo wir heute sein dürfen. Und dass wir in allem, was wir tun, das immer reflektieren, dass deine Liebe durch den Heiligen Geist durch uns spricht. Herr, wir möchten dich bitten, dass du auch heute unser Lehrer bist, dass du uns genau erklärst, was dein Wort heute uns persönlich sagen soll, was du damit gemeint hast. Und hab Dank dafür, dass wir zu deinen Füßen sitzen dürfen und lernen dürfen von dir. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:41] Wir sind in 1. Timotheus Kapitel 1. Paulus schreibt darüber, wie Gott großes Erbarmen mit ihm gehabt hat, da er ein Verfolger der Gemeinde gewesen ist, der größte aller Sünder, wie er selbst schreibt. Und doch hat Gott ihm vergeben. Er hat ihn verändert, ihm Kraft gegeben und in einen besonderen Dienst eingesetzt, sodass noch viele Menschen anhand der Erfahrung des Paulus lernen dürfen, dass Gott gerne Sünder erretten möchte von der Sünde und sie in seinem Werk gebrauchen möchte.
[2:17] Wir lesen weiter in Kapitel 1 Vers 17: "Dem König der Ewigkeit aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, allein weisen Gott sei Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen."
[2:36] "Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, gemäß den früher über dich ergangenen Weissagungen, damit du durch sie gestärkt den guten Kampf kämpfst, indem du den Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst. Dieses haben einige von sich gestoßen und darum im Glauben Schiffbruch erlitten."
[2:56] Paulus sagt an seinen Mitarbeiter, an den, den er vorbereitet, irgendwann einmal den Staffelstab zu übernehmen, dass er den guten Kampf kämpfen soll. Als Christ, als Mitarbeiter Gottes werden wir Kämpfe zu kämpfen haben. Und wir sollen uns daran erinnern, dass das, was Gott vorher gesagt hat für uns, dass wir daran festhalten, dass wir den Glauben bewahren und ein gutes Gewissen. Dass, wenn wir in Sünde fallen, wir unsere Sünde zu Jesus bringen und sie vergeben lassen, uns reinwaschen lassen durch das Blut von Jesus, dass wir unser Gewissen nicht belasten mit Sünden, die dann als unvergebene Sünden unser Gewissen kaputt machen. Denn wenn wir den Glauben verlassen und wenn wir unser Gewissen kaputt machen, dann werden wir auch im Glauben Schiffbruch erleiden und werden irgendwann Gottes Werk verlassen.
[4:05] "Zu ihnen gehören Hymenaeus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie gezüchtigt werden und nicht mehr lästern."
[4:14] Diese Formulierung sagt, dass Paulus dafür gesorgt hat, dass diese beiden Irrlehrer, die im Glauben Schiffbruch erlitten haben, dass sie aus der Gemeinde ausgeschlossen worden sind, damit sie noch einmal die Möglichkeit bekommen, über ihren Irrtum nachzudenken, um, wenn möglich, doch noch gerettet zu werden.
[4:34] "So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit."
[4:55] Paulus sagt: Lasst uns für alle Menschen beten, lasst uns Bitten und Fürbitten darbringen und ganz besonders auch für die Herrschenden, für die Obrigkeit, für die Regierenden, damit wir ein gutes und ruhiges und stilles Leben führen können. Die Frage ist auch, gerade in den Zeiten, in denen wir leben: Beten wir für unsere Regierenden, so wie es hier der Apostel Paulus uns sagt? Und wenn nicht, sind wir bereit, umzukehren von falschen Gedanken, um das zu tun, was hier steht?
[5:30] "Denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." Auch zur Zeit von Paulus waren die allermeisten Regierenden keine Christen. Sie haben sich zum Teil sehr schlecht benommen, sie waren korrupt, sie haben schlimme Dinge getrieben, sie waren Götzendiener. Und doch sagt Paulus: Lasst uns für sie beten, denn Gott möchte, dass alle Menschen gerettet werden. Vielleicht kann auch der ein oder andere Regierende gerettet werden. So wie wir für die Menschen auf der Straße beten, so wie wir für unseren Nachbarn beten, sollen wir auch für die in hoher Stellung beten. Wir sollen keinen Unterschied machen und uns dafür einsetzen, dass möglichst in allen Schichten und Gesellschaftsklassen das Evangelium sich verbreitet.
[6:14] "Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat. Das ist das Zeugnis zur rechten Zeit." Paulus will damit nicht sagen, dass Jesus nicht Gott sei, das sagt die Bibel an vielen anderen Stellen sehr deutlich, sondern hier möchte er deutlich machen, dass Gott alle Menschen retten will. Es ist nur ein Gott, der Vater, der sie alle retten will, und es gibt nur einen Vermittler, nämlich Jesus, der jetzt im himmlischen Heiligtum immer noch Mensch ist. Wir wissen aus anderen Bibelstellen, dass er auch Gott ist und deswegen als Gott und Mensch, als Immanuel, als Gott mit uns, diese Verbindung herstellt. Aber Paulus bringt in dieser Stelle den Fokus auf seine Menschheit, dass er der Einzige ist, dass nur durch ihn der Zugang zum Vater möglich ist. Er hat sich selbst als Lösegeld für alle gegeben. Er hat sein Leben hingegeben am Kreuz von Golgatha für dich und für mich. Das ist das Zeugnis zur rechten Zeit, für...
[7:19] "...dass ich eingesetzt wurde als Verkündiger und Apostel – ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht – als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit." Paulus sagt: Die Botschaft, für die ich auserwählt worden bin, ist die, dass Jesus Christus sein Leben gegeben hat als Lösegeld für alle Menschen. Gott möchte, weil Gott möchte, dass alle Menschen Rettung finden. Deswegen sagt Paulus: Bin ich als Lehrer der Heiden eingesetzt. Zu seiner Zeit gab es noch viele auch in der Urgemeinde, die das nicht so richtig verstanden, vielleicht auch verstehen wollten, dass Gott die gläubigen Heiden auf derselben Stufe sah wie die gläubigen Judenchristen. Und deswegen betont Paulus diesen Punkt: Gott möchte alle Menschen retten. Er hat keine Lieblinge, die aufgrund einer genetischen Abstammung oder so besonders bevorzugt. Er möchte, dass alle gerettet werden. Deswegen sucht er Menschen, die bereit sind, auch ihr Leben in den Dienst zu stellen, damit Menschen, die bisher das Evangelium nicht gehört haben und nicht kennen, auch die Möglichkeit bekommen, Rettung zu finden.
[8:37] "So will ich nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben ohne Zorn und Zweifel." Wenn wir beten, lasst uns nicht zornig sein. Und wenn wir beten, dann lasst uns nicht zweifeln. Lasst uns stark im Glauben. Das sage ich mir und uns allen, dass wir im Gebet festhalten daran, dass Gottes Verheißung niemals uns im Stich lassen.
[9:06] "Ebenso will ich auch, dass sich die Frauen in ehrbarem Anstand mit Schamhaftigkeit und Zucht schmücken, nicht mit Haarflechten oder Gold oder Perlen oder aufwendiger Kleidung, sondern durch gute Werke, wie es sich für Frauen geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen." Paulus spricht hier auch über Dinge des Lebensstils, die wichtig sind für das christliche Leben, die leider heute oft in Vergessenheit geraten oder als unwichtig abgetan werden. Paulus sagt, dass es nicht richtig ist, sich durch Schmuck besonders hervorzutun. Wir sollten uns – und das gilt natürlich nicht nur für die Frauen, aber in diesem Fall werden die Frauen besonders hier angesprochen – wir sollten uns dadurch schmücken, dass Gott in uns wirken kann, die guten Werke, die Gott vorbereitet hat, wie es in Epheser 2 Vers 10 steht. Das ist der wahre Schmuck. Gott ist also nicht gegen Schmuck, aber er möchte, dass wir mit seinem Schmuck geschmückt sind und nicht mit dem Schmuck dieser Welt.
[10:08] "Eine Frau soll in der Stille lernen in aller Unterordnung. Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht, dass sie über den Mann herrscht, sondern sie soll sich still verhalten." Ja, die Bibel lehrt, dass Frauen in der Gemeinde keine Lehrautorität haben. Natürlich sagt die Bibel, dass Frauen über Jesus erzählen dürfen. Natürlich dürfen Frauen die gute Botschaft verbreiten, so wie es die Frauen am Grab von Jesus, vom Grab von Jesus kommend, getan haben. Natürlich dürfen Frauen Prophetinnen sein und auch Weissagungen geben, so wie wir es in der Bibel überall finden. Darum geht es nicht. Und wir haben übrigens dazu auf VI Media eine Predigt unter dem Titel "Frauen im Dienst für Jesus", die dieses Thema ausführlich betrachtet. Wenn ihr euch damit noch nie beschäftigt habt, das würden wir euch da ans Herz legen. Was dieser Vers hier zeigt, ist, dass in Gottes Ordnung, so wie es im Alten Testament keine weiblichen Priester gab – Priester hatten die Aufgabe, darüber zu wachen, dass in der Gemeinde Gottes die Lehre so bleibt, wie Gott sie gegeben hat. Und diese Aufgabe, diese Verantwortung für die Integrität der Lehre, dass sie nicht verändert wird, hat Gott allein dem Mann übertragen im Alten Testament und auch im Neuen Testament. Und deswegen gibt es, biblisch gesehen, keine Ordination von Frauen, auch wenn das heutzutage hier und da entgegen der Bibel praktiziert wird. Und deswegen sollte eine Gemeinde, eine Ortsgemeinde, auch von einem Gemeindeleiter und nicht einer Gemeindeleiterin geleitet werden, weil der Gemeindeleiter, anders wie es heute oft praktiziert wird, wo nur noch ein Manager ist, biblisch gesehen derjenige ist, der über die Lehre wacht, der darauf Acht gibt, wie ein Hirte sozusagen auf bei seiner Herde, dass keine Irrlehren in die Gemeinde kommen und der einmal vor Gott dafür gerade stehen muss, was in seiner Gemeinde gelehrt worden ist.
[12:19] Das ist, worum es hier geht. "Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und geriet in Übertretung. Sie soll aber davor bewahrt werden durch das Kindergebären, wenn sie bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht."
[12:36] "Glaubwürdig ist das Wort: Wer nach einem Aufseherdienst trachtet, der begehrt eine vortreffliche Tätigkeit." Und hier sehen wir, dass es tatsächlich auch um dieses Amt der Gemeindeleitung geht. Der Zusammenhang macht das sehr deutlich. Diese Stellen sind nicht isoliert, sondern die stehen sehr eng beieinander. Es geht dem Paulus also nicht darum, dass eine Frau niemals etwas sagen darf. An anderer Stelle im Korintherbrief hat er sogar deutlich gemacht, dass sie betet im Gottesdienst. Es geht also nicht darum, dass eine Frau sich im Gottesdienst nicht beteiligen darf. Es geht um die Leitung, was er hier auch als "herrschen" bezeichnet, in Bezug auf die Lehre, die Lehrautorität, die dafür sorgt, dass in der Gemeinde die Wahrheit gepredigt und diese Verantwortung. Es geht eigentlich weniger um eine bestimmte Tätigkeit, denn Frauen können biblisch gesehen genau das Gleiche tun. Sie können über Gottes Wort reden, sie können lehren, dass sie einen Hauskreis leiten, Bibelstunden geben. All das können Frauen genauso tun wie Männer, aber die Verantwortung für eine Ortsgemeinde theologisch zu haben, das ist einem Mann vorbehalten, wie jetzt deutlich hier zu sehen ist.
[13:50] "Glaubwürdig ist das Wort: Wer nach einem Aufseherdienst trachtet, der begehrt eine vortreffliche Tätigkeit. Nun muss aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfreundlich, fähig zu lehren, nicht der Trunkenheit ergeben, nicht gewalttätig, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder in Unterordnung hält mit aller Ehrbarkeit." Ein Leiter, ein theologischer Leiter, ein Gemeindeleiter – ich möchte auch sagen: Leiter einer Vereinigung, eines Verbandes in der Struktur des Volkes Gottes – muss ein Mann sein. Untadelig, anständig und auch fähig zu lehren. Das heißt, er muss auch theologisch mit den Glaubensüberzeugungen der weltweiten Adventbewegung übereinstimmen. Wenn du einmal in einer Gemeinde damit beauftragt bist, auch herauszufinden, wer vielleicht für das nächste Jahr, die nächsten Jahre ein guter Gemeindeleiter sein könnte, weil eine Wahl ansteht, dann achte darauf: Wer hat zu Hause in seiner Familie durch gute Erziehung gezeigt, dass er Menschen geistlich gut vorstehen kann, dass er auch in schwierigen Situationen ein gutes Vorbild sein kann, dass er seine eigenen Kinder gut erzogen hat? So jemand ist in der Regel auch dann gut geeignet, um der Gemeinde Gottes vorzustehen.
[15:29] "Wenn aber jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen?" Ist ein ganz wichtiges Prinzip: Wer im Kleinen treu ist, der kann auch im Größeren treu sein. "Kein Neubekehrter, damit er nicht aufgeblasen wird und in das Gericht des Teufels fällt."
[15:45] Paulus gibt hier viele praktische, sehr wertvolle Ratschläge, um die Gemeinden vor Schwierigkeiten zu bewahren. Menschen, die gerade frisch bekehrt sind, frisch getauft sind, gerade erst die ersten Schritte im Glauben machen, sollten nicht gleich in wichtige Leitungsämter gepusht werden, weil sie dadurch selbst, weil sie noch gar nicht das Fundament haben, um die Gemeinde dann entsprechend leiten zu können. Und das sind Dinge, all diese Dinge, die wir persönlich anwenden können in unseren Gemeinden und durch die der Segen Gottes noch viel stärker wirken kann, wenn wir uns wirklich nach dem Wort der Bibel hier richten.
[16:22] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du uns lieb hast. Wir möchten dir Danke sagen, dass du uns auch praktische Anweisungen gibst, wie die Gemeinde Gottes geführt und geleitet werden kann. Herr, vergib uns, so wir in der Vergangenheit diesem Maßstab nicht gerecht geworden sind. Und wir wissen, dass bei dir viel Vergebung ist und dass du bereit bist, alle Sünden zu vergeben. Aber schenk uns auch die Bereitschaft, uns neu auszurichten, dem zu folgen, was dein Wort sagt, dass wir es nicht wegdiskutieren, wegrationalisieren, sondern in demütigem Gehorsam umsetzen durch deinen Heiligen Geist zu deiner Ehre und zum Segen für alle Gemeinden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.