In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Timotheus Kapitel 5. Er erklärt die praktischen Anweisungen des Paulus an Timotheus bezüglich des Umgangs mit verschiedenen Altersgruppen in der Gemeinde, der angemessenen Fürsorge für Witwen und der Wertschätzung und Korrektur von Ältesten. Zudem wird die Bedeutung von Integrität in der Gemeindeleitung und die ganzheitliche Sorge um das Wohl der Mitarbeiter thematisiert.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Timotheus 5:1-5:23
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. TimotheusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit 1. Timotheus 5. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns dein Wort geschenkt hast. Dein Wort, das uns zeigt, wie du bist, wie du über uns denkst und was du geplant hast und was du alles schon für uns getan hast. Herr, wir wollen in deiner Lehre bleiben, weil deine Lehre nicht einfach nur tote Theorie ist, sondern deine Lehre ist kraftvoll und offenbart dein Wesen. Durch deine Lehre kommen wir dir näher. Und so wollen wir uns all dem widersetzen, wo Menschen uns versuchen, von deiner Lehre abzubringen. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir es gut verstehen, dass wir dich dadurch besser kennenlernen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:24] Wir beginnen heute mit 1. Timotheus Kapitel 5. Paulus hat in Kapitel 4 einige Anweisungen gegeben, wie der noch junge Timotheus als ein Leiter in der Gemeinde sich einsetzen soll, dass die Lehre hochgehalten wird, dass man sich nicht mit menschlichen Theorien so viel beschäftigt, sondern dass Gottes Wort zentral ist und dass man sich vor den Irrlehren, die nach Aussage des Heiligen Geistes kommen würden, davor schützt, davor verwahrt und die Gemeinden darauf vorbereitet, dass diese Irrlehren sie einmal angreifen werden.
[2:06] Wir lesen weiter in 1. Timotheus 5 Vers 1: "Einen älteren Mann fahre nicht hart an, sondern ermahne ihn wie einen Vater, jüngere wie Brüder, ältere Frauen wie Mütter, jüngere wie Schwestern in aller Keuschheit." Hier finden wir ein paar sehr wichtige und praktische Ratschläge für den Umgang auch in der Gemeinde. Gerade wenn jemand jung ist und Verantwortung trägt, darf das nicht dazu führen, dass er die natürlichen Verhältnisse zwischen den Generationen ignoriert. Ein Mann, der deutlich älter ist, ist immer noch auch eine Respektsperson, auch wenn der Jüngere der Gemeindeleiter ist. Er soll ermahnen, wie man einen Vater ermahnt, und das ist ein sehr interessantes Prinzip. Auch soll er die weiblichen Gemeindeglieder in aller Keuschheit, das heißt mit Zurückhaltung, ermahnen, um deutlich zu machen, auch dass hier das angemessene Verhältnis, die angemessene Distanz auch gewahrt bleibt.
[3:04] "Ehre die Witwen, die wirklich Witwen sind. Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so sollen diese zuerst lernen, am eigenen Haus gottesfürchtig zu handeln und den Eltern Empfangenes zu vergelten, denn das ist gut und wohlgefällig vor Gott." Hier wird sichtbar, dass wir als Familienmitglieder eine Verantwortung haben, die wir nicht auf die Gemeinde abschieben dürfen und können.
[3:27] "Eine wirkliche und vereinsamte Witwe aber hat ihre Hoffnung auf Gott gesetzt und bleibt beständig im Flehen und Gebet Tag und Nacht. Eine genusssüchtige jedoch ist lebendig tot." Es gibt also ganz offensichtlich auch damals schon verschiedene Witwen, verschiedene Menschen, die die Hilfeleistung der Gemeinde in Anspruch nehmen wollten. Und Paulus sagt dem Timotheus, er soll die Sache differenziert nach dem Wort Gottes offen behandeln und er soll ganz offensichtlich auch dafür Sorge tragen, dass die sozialen Leistungen der Gemeinde nicht missbraucht werden. "Sprich das offen aus, damit sie untadelig sind." Paulus ermutigt den Timotheus, auch diese vielleicht unangenehmen Dinge deutlich klar zu kommunizieren, dass das Geld, das die Gemeinde für die Armen und für die Witwen ausgibt, auch wirklich dort ankommt, wo es tatsächlich gebraucht wird und wo auch tatsächlich dann auch im Namen Gottes dafür gedankt wird.
[4:38] "Wenn aber jemand für die Seinen, besonders für seine Hausgenossen, nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger." Hier sehen wir, wie entscheidend es ist, dass sich unser theologisches Bekenntnis, unser Glaube, auch im Alltag in der Familie tatsächlich zeigt, dass wir auch bereit sind, für unsere Familienangehörigen zu sorgen, so wie es notwendig und richtig ist.
[5:02] "Eine Witwe soll nur in die Liste eingetragen werden – es gab damals offensichtlich Listen, mit denen die Gemeinden auch ihre sozialen Dienste, ihre karitativen Dienste organisiert haben – wenn sie nicht weniger als 60 Jahre alt ist, die Frau eines Mannes war und ein Zeugnis guter Werke hat, wenn sie Kinder aufgezogen, Gastfreundschaft geübt, die Füße der Heiligen gewaschen, Bedrängten geholfen hat, wenn sie sich jedem guten Werk gewidmet hat."
[5:32] "Jüngere Witwen aber weise ab, denn wenn sie gegen den Willen des Christus begehrlich geworden sind, wollen sie heiraten und kommen damit unter das Urteil, dass sie die erste Treue gebrochen haben. Zugleich lernen sie auch, untätig zu sein, indem sie in den Häusern herumlaufen und nicht nur untätig, sondern auch geschwätzig und neugierig zu sein, und sie reden, was sich nicht gehört." Paulus spricht hier ein delikates, aber wichtiges Thema an, dass wenn man Menschen, die es nicht unbedingt dringend benötigen, zu früh zu viel materielle Unterstützung gibt, dass man sie letztendlich sogar darin fördert, dann einen Lebensstil zu leben, der ihrem eigenen Charakter schadet.
[6:18] "So will ich nun, dass jüngere Witwen heiraten, Kinder gebären, den Haushalt führen und dem Widersacher keinen Anlass zur Lästerung geben, denn etliche haben sich schon abgewandt, dem Satan nach." Das Ganze war also keine Nebensächlichkeit, sondern eine, die das Wohl und das Gedeihen der Gemeinde deutlich beeinflusst hat. Sein Ratschlag, sein Gebot ist, dass wenn jemand noch im heiratsfähigen Alter ist und eigentlich Unterstützung von der Gemeinde haben möchte, dass er zunächst einmal diesen Weg hier wählt, den Paulus in Vers 14 empfiehlt.
[6:57] "Wenn ein Gläubiger oder eine Gläubige Witwen hat, so soll er sie versorgen, und die Gemeinde soll nicht belastet werden, damit diese für die wirklichen Witwen sorgen kann." Das Anliegen von Paulus ist also nicht Knausrigkeit. Das Anliegen ist, dass tatsächlich dann die, die keine andere Möglichkeit haben, wirklich auch versorgt werden können, dass nicht jemand am Ende herunterfällt und vergessen wird, weil das Geld woanders schon ausgegeben und investiert worden ist, wo es nicht so nötig gewesen wäre. Und das ist auch ein wichtiges Prinzip, dass wir mit dem Geld der Gemeinde nicht einfach blind es ausgeben, sondern wirklich überlegen, wer hat es wirklich nötig und wo können wir den meisten Segen damit erreichen und wo ist unser Geld wirklich gefordert.
[7:43] "Die Ältesten, die gut vorstehen, sollen doppelter Ehre wert geachtet werden, besonders die, welche im Wort und in der Lehre arbeiten." Also die, die sozusagen auch das tun, was heute die Prediger tun. "Denn die Schrift sagt: Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt, und der Arbeiter ist seines Lohnes wert." Also hier macht Paulus ganz deutlich, dass jemand, der Vollzeit als Prediger, als jemand, der das Wort Gottes lehrt, predigt, als Evangelist arbeitet, dass er auch entsprechend so versorgt werden soll, dass er dieser Vollzeitarbeit nachgehen kann.
[8:22] "Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an, außer aufgrund von zwei oder drei Zeugen." Also Gemeindeleiter sollen auch mit einem ganz besonderen Respekt behandelt werden. Sie haben eine wichtige Aufgabe. Man sollte nicht einfach irgendwelche Gerüchte über sie glauben, sondern wenn es wirklich ein Problem gibt, dann wird das auch klar und deutlich von mehreren so belegt werden können. Ansonsten sollte man Älteste nicht leicht mit einem Schatten des Zweifels und des Misstrauens belegen.
[8:54] "Die, welche sündigen, weise zurecht vor allen, damit sich auch die anderen fürchten." Wenn also Älteste tatsächlich schwer Dinge tun, die falsch sind, dann sollen sie auch öffentlich zurechtgewiesen werden, weil sie auch ein öffentliches Amt haben, weil sie eine Verantwortung haben für die ganze Gemeinde, weil sie ein Vorbild sein sollen. Und wenn sie dann öffentlich dafür getadelt werden, dann verstehen auch alle anderen, dass diese Sünde so nicht geduldet werden kann in der Gemeinde, und sie lernen selbst daraus etwas.
[9:25] "Ich ermahne dich ernstlich vor Gott und dem Herrn Jesus Christus und den auserwählten Engeln, dass du dies ohne Vorurteil befolgst und nichts aus Zuneigung tust." Wie leicht passiert es, dass wir alle einen guten Freund besser behandeln als jemand, den wir nicht kennen. Wie leicht passiert es, dass wir die Prinzipien strikter Gradlinigkeit aufgeben, weil wir einem Menschen einen Gefallen tun wollen. Aber es ist wichtig, dass wir im Werk Gottes, in der Gemeinde Gottes, wirklich echte Gerechtigkeit praktizieren, wie sie Gott auch praktiziert, bei dem es kein Ansehen der Person gibt.
[10:06] "Die Hände lege niemand schnell auf. Mache dich auch nicht fremder Sünden teilhaftig. Bewahre dich selbst rein." Bevor man Menschen für den Dienst, bevor gläubige Männer für den Dienst ordiniert werden sollten, sollten sie sich erst bewähren. Sie sollten erst eine Zeit lang zeigen, dass Gott sie wirklich gerufen hat, damit auch die Gemeinde, wenn sie durch die Handauflegung ihren besonderen Dienst in der Verkündigung bestätigt, dann auch wirklich bewährte Menschen dort ordiniert.
[10:39] "Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein um deines Magens willen und wegen deines häufigen Unwohlseins." Paulus hatte nicht nur das theologische Wohl seines Mitarbeiters Timotheus vor Augen. Er hat ihn ganzheitlich gesehen. Er hat auch gesehen, dass der Timotheus vielleicht ängstlich sein könnte, weil er noch sehr jung ist, dass es vielleicht Konflikte, Generationskonflikte geben könnte. Und er hat auch die Gesundheit seines Mitarbeiters im Blick gehabt. Und auch wenn wir in der Gemeinde tätig sind und Mitarbeiter haben, als Mentoren junge Menschen heranziehen, dann ist es unsere Aufgabe, dass wir ihnen natürlich vor allem primär das Wort Gottes nahebringen und die Prinzipien, mit denen im Werk Gottes gearbeitet wird, aber dass wir auch ganzheitlich auf sie achten und ihnen auch gute Ratschläge geben, wie sie ihre Gesundheit erhalten können.
[11:26] Paulus hat natürlich nicht dem Trinken von alkoholischem Wein zum Genuss hier eine Erlaubnis erteilt, sondern in der Bibel wissen wir, dass Wein sowohl für alkoholischen Wein als auch für Traubensaft verwendet werden kann. Und Traubensaft hat tatsächlich eine Reihe von sehr guten gesundheitsfördernden Eigenschaften, die sich gut auf unseren Körper auswirken. Und so können wir tatsächlich dieses Prinzip für uns mitnehmen, dass wir auch als Evangelisten, als Missionare, als Menschen, die in der Verkündigung des Wortes Gottes tätig sind, wissen sollten, wie man mit kleinen, einfachen Maßnahmen die Gesundheit des Körpers erhalten oder auch stärken und verbessern kann.
[12:13] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dich nicht nur um unseren Intellekt kümmerst und unser Herz und unser theoretisches Verständnis und unser geistliches Empfinden, sondern auch um unsere Gesundheit. Und danke, dass du für uns in allen Lebensbereichen Ratschläge hast. Wir möchten dich bitten, dass wir in allem, was wir sind, dir folgen, dass du uns ganz durch und durch heiligst und dass wir, wo immer wir auch in der Gemeinde aktiv sind, wo immer wir eine Aufgabe haben, sie so ausführen, dass sie dir zur Ehre gereicht. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. [Musik]
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