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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Chronik 10:9-11:16. Er analysiert König Rehabeams folgenschwere Entscheidung, den weisen Rat der Ältesten zu ignorieren, was zur Spaltung Israels führte. Die Episode betont die Wichtigkeit, auf Gottes prophetische Warnungen zu hören, und zeigt, wie treue Priester und Leviten aufgrund von Jerobeams Götzendienst nach Juda fliehen mussten, um den wahren Glauben zu bewahren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 486. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:41] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir Dich haben und danke, dass durch Dich alle Weisheit im Himmel und auf Erden uns zur Verfügung steht für unser Leben. Herr, wir brauchen so oft, ja eigentlich jedes Mal, in jeder Situation Deine Weisheit. Und wir danken Dir, dass Du in Deinem Wort direkt zu uns sprichst. Wir danken Dir, dass wir für jeden Tag die Kraft und die Einsicht bekommen können, die Du uns schenken möchtest. Und Herr, wir bitten Dich, dass Du jetzt auch durch Dein Wort zu unserem Herzen sprichst. Bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:20] Wir sind in 2. Chronik Kapitel 10. König Rehabeam ist auf seinen verstorbenen Vater Salomo gefolgt und nun König über Israel, oder er soll jetzt König über Israel werden. Und das Volk unter Führung des Jerobeam fordert einen milderen Kurs und weniger Unterdrückung.

[1:40] Die alten Ratgeber haben ihn gebeten, dem Volk milde zu antworten und Verständnis zu zeigen. Doch jetzt verwirft er den Rat der Ältesten und wendet sich an die Jungen, mit denen er gemeinsam aufgewachsen ist. Wir lesen ab Vers 9: Und er sprach zu ihnen: „Was ratet ihr, dass wir diesem Volk antworten sollen, das zu mir gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt, uns auferlegt hat?“ Da antworteten ihm die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren: „Dem Volk, das zu dir gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht, du aber erleichterst uns – dem sollst du antworten: Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters! Und nun, wenn mein Vater euch ein schweres Joch aufgeladen hat, so will ich euer Joch noch schwerer machen! Hat mein Vater euch mit Geißeln gezüchtigt, so will ich euch mit Skorpionen züchtigen!“

[2:40] Lebenserfahrung führt dazu, dass man oft deeskalierend wird und versteht, dass mit Druck nur Gegendruck erzeugt wird. Es ist oft sinnvoll und hilfreich, sich von Menschen Rat zu holen, die schon über eine längere Lebenserfahrung verfügen und die abschätzen können, wohin ein Konflikt sich entwickeln wird.

[3:06] Als nun Jerobeam samt dem ganzen Volk am dritten Tag zu Rehabeam kam, wie der König gesagt hatte: „Kommt am dritten Tag zu mir!“, da antwortete ihnen der König hart. Denn der König Rehabeam verwarf den Rat der Ältesten und er redete zu ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: „Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will es noch schwerer machen! Mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen!“ So schenkte der König dem Volk kein Gehör, denn es wurde von Gott so gefügt, damit der Herr sein Wort erfüllte, das er durch Ahija von Silo zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, geredet hatte.

[3:48] Das bezieht sich auf die Geschichte, die man in 1. Könige nachlesen kann, auf die offensichtlich auch der Schreiber von Chronik hier zurückgreift, die er in gewisser Weise voraussetzt. Daran sieht man sozusagen, dass das Buch der Könige die erste grundlegende Geschichte der israelitischen Königreiche gewesen ist, während das Buch Chronik jetzt eine zweite Erzählung ist, die bestimmte Elemente aufgreift. Wir werden noch sehen, dass das Buch Chroniken vor allem die Geschichte des Südreiches herausgreift und dabei insbesondere immer wieder den Fokus auf den Tempel und den Heiligtumsdienst legt.

[4:29] Als nun ganz Israel sah, dass der König ihnen kein Gehör schenkte, da antwortete das Volk dem König und sprach: „Was haben wir für einen Anteil an David? Wir haben kein Erbteil an dem Sohn Isais! Auf, Israel, zu deinen Zelten! Sorge du nun für dein Haus, David!“ So gingen ganz Israel zu seinen Zelten. Diese Formulierung bedeutet, dass die meisten der zwölf Stämme Israels sich von der davidischen Dynastie abkoppelten und ein eigenes Königreich jetzt begründeten. Hier ist die Teilung in Nordreich und Südreich, die in all den folgenden Jahrhunderten nie wieder aufgegeben worden ist. Es war eine katastrophale, weitreichende Fehlentscheidung. Wir wissen nie, was unbedachte, unkluge Worte in unserem Leben und im Leben anderer Menschen anrichten. Der Rehabeam hat nicht vermutet, dass er mit dem Verwerfen des guten Rates und dieser harten Rede das Königreich spalten würde, und zwar so sehr, dass es tatsächlich nie wieder vereint werden würde und auch nie wieder vereint werden konnte.

[5:50] Und Rehabeam regierte nur über die Kinder Israels, die in den Städten Judas wohnten, das heißt also das sogenannte Südreich Juda. Und der König Rehabeam sandte den Fronmeister Hadoram hin, aber die Kinder Israel steinigten ihn so, dass er starb. Der König Rehabeam aber sprang rasch auf seinen Streitwagen, um nach Jerusalem zu fliehen. So fiel Israel ab vom Haus Davids bis zu diesem Tag. Der Schreiber der Chronik kann auch hier Hunderte später sagen, dass diese Trennung niemals aufgehoben worden ist.

[6:20] Als aber Rehabeam nach Jerusalem kam, versammelte er das Haus Juda und Benjamin – das waren die beiden Stämme, die zusammen das Südreich Juda bilden, deren zehn andere Stämme dann das Nordreich Israel bildeten – 180.000 ausgelesene Krieger, um gegen Israel zu kämpfen und das Königtum wieder an Rehabeam zu bringen. Aber das Wort des Herrn erging dann an Schemaja, den Mann Gottes, folgendermaßen: „Rede zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zu ganz Israel, das unter Juda und Benjamin ist, und sprich: So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht gegen eure Brüder kämpfen! Jeder zu seinem Haus, denn von mir aus ist diese Sache geschehen!“ Und sie hörten auf die Worte des Herrn und kehrten um und zogen nicht in den Kampf gegen Jerobeam.

[7:13] Einer der Fälle, in denen ein König einmal auf einen Propheten gehört hat, und dadurch konnte viel Blutvergießen abgewendet werden. Gott sendet uns auch prophetische Nachrichten, in denen er uns warnt, einen bestimmten Kurs weiter zu verfolgen. Und wenn wir auf die Prophetie hören, wenn wir das prophetische Wort ernst nehmen, dann kann er uns auch vor Leid und Unglück bewahren.

[7:43] Und Rehabeam blieb in Jerusalem und baute Städte in Juda zu Festungen aus. Und zwar baute er Bethlehem und Etam und Tekoa und Bet-Zur und Socho und Adullam und Gat und Marescha und Siph und Adoraim und Lachisch und Aseka und Zora und Ajalon und Hebron, die in Juda und in Benjamin lagen, feste Städte. Das heißt also, Städte, die militärisch auch zu verteidigen waren, weil sie befestigt waren. Und er verstärkte die festen Städte und verteilte Befehlshaber auf sie und Vorräte an Nahrung, Öl und Wein. Das ist natürlich Vorkehrung für den Kriegsfall. Er brachte in alle Städte Schild und Speere und machte sie sehr fest, so gehörten Juda und Benjamin ihm.

[8:23] Der Rehabeam wollte also sicherstellen, dass kein anderer Feind das jetzt geschwächte Haus Davids angreifen konnte. Überall sollte militärischer Schutz präsent sein. Auch die Priester und Leviten aus ganz Israel und aus allen ihren Gebieten stellten sich bei ihm ein. Denn – und das berichtet uns dann das Buch der Könige, weil das Buch der Chronik, wie gesagt, vor allem dem Südreich gedanklich folgt – im Nordreich unter Jerobeam sind ja dann die goldenen Kälber eingeführt worden, ein Götzendienst, eine Veränderung des Gottesdienstes, Veränderung der Feste, sodass treue Gläubige jetzt vom Norden in den Süden gingen.

[9:08] Die Leviten verließen ihre Bezirke und ihr Besitztum und kamen nach Juda. Und Jerobeam und seine Söhne hatten sich nämlich aus dem Priesterdienst für den Herrn verstoßen. Er hat aber für sich selbst Priester eingesetzt für die Höhen und für die Böcke und Kälber, welche er machen ließ. Jerobeam hatte also den Gottesdienst verändert, hatte götzendienerische Elemente eingefügt und hatte die wahren Gläubigen aus den verantwortungsvollen Positionen im Volk Gottes entfernt und vertrieben. Wir sehen hier die Agenda Satans, die Irrtum in den Gottesdienst Israels bringt und diejenigen, die davor warnen würden, aus ihren Positionen entfernt.

[9:52] Jenen Leviten aber folgten aus allen Stämmen Israels diejenigen, denen es am Herzen lag, den Herrn, den Gott Israels, zu suchen. Diese kamen nach Jerusalem, um dem Herrn, dem Gott ihrer Väter, zu opfern. Es gab also überall gläubige Menschen, die tatsächlich an dem wahren Glauben der Bibel, des Abrahams und des Isaaks und des Jakobs, des Moses und des Davids festhalten wollten und die jetzt sich gezwungen sahen, den Norden zu verlassen und im Süden geistliches Asyl zu suchen.

[10:28] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Dich von ganzem Herzen bitten, dass Du uns, so wie Du Rehabeam vor dem Angriff auf die Israeliten bewahrt hast durch das Wort des Propheten Schemaja, das Du in unser Leben hineinsprichst und durch Dein Wort vor falschen Entscheidungen bewahrst. Gib, dass wir darauf hören, dass wir nicht das machen, was Rehabeam vorher mit den Ratgebern gemacht hat, dass wir den guten Rat verwerfen und den schlechten annehmen, sondern dass wir wirklich den Rat, den Du uns gibst, annehmen, befolgen und durch Deine Kraft dann auch sehen können, dass es der beste Rat gewesen ist, den wir nur hätten annehmen können. Erfülle uns mit Deinem Heiligen Geist heute auch an diesem Tag. Amen.


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