In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beginnt Rabea Kramp mit dem Buch 2. Chronik und beleuchtet die Anfänge der Königsherrschaft Salomos. Sie konzentriert sich auf Salomos demütige Bitte um Weisheit zur Führung seines Volkes, anstatt um Reichtum oder Macht zu bitten. Die Sprecherin zeigt auf, wie Gott Salomos selbstlose Bitte erhört und ihm darüber hinaus großen Reichtum und Ehre schenkt, was als Ermutigung für unser eigenes Gebetsleben dient.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 1:1-1:15
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute auf Seite 476, und wir wollen heute das Buch 2. Chronik beginnen. Und bevor wir daran einsteigen, gemeinsam beten. Wir danken, dass Segen keine Grenzen kennt, dass der Segen grenzenlos ist. Deine Güte, so weit der Himmel reicht und so weit die Wolken gehen, so sagt es der Psalmist. Wir wollen darauf vertrauen, dass du genau so bist, wie es dein Wort sagt, und danken dir dafür. Amen.
[1:04] Wir haben gestern am Ende des Buches 1. Chronik gesehen, dass David sich zu seinen Vätern gelegt hat und Salomo nun das ganze Königreich und der Tempelbau übergeben wurde. Und wir starten heute in 2. Chronik 1, Vers 1: „Und Salomo, der Sohn Davids, stark in seiner Königsherrschaft, und der HERR, sein Gott, war mit ihm und machte ihn überaus groß.“
[1:30] Und Salomo redete zu ganz Israel, zu den Obersten der Tausendschaften und der Hundertschaften, zu den Richtern, zu allen Fürsten in Israel, zu den Familienhäuptern. Und sie gingen hin zur Höhe, die in Gibeon war, Salomo und die ganze Gemeinde mit ihm.
[1:48] Denn dort war die Stiftshütte Gottes, die Mose, der Knecht des HERRN, in der Wüste gemacht hatte. Die Lade Gottes aber hatte David von Kirjat-Jearim herausgebracht an den Ort, den David ihr bereitet hatte, denn er hatte für sie in Jerusalem ein Zelt aufgeschlagen.
[2:05] Aber der Altar, den Bezalel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, gemacht hatte, war dort vor der Wohnung des HERRN. Und Salomo und die Gemeinde suchten ihn dort auf. Und Salomo opferte vor dem HERRN auf dem Brandopferaltar, der vor der Stiftshütte stand, und er opferte auf ihm 1000 Brandopfer.
[2:30] Uns wird wiederum vor Augen geführt, dass der Opferdienst in der Stiftshütte und am ehernen Altar immer noch getrennt ist von der Bundeslade.
[2:42] Und wir sehen hier, wie Salomo nach Gibeon zieht, nicht alleine, sondern mit der ganzen Gemeinde, mit den Obersten und den Fürsten und den Familienoberhäuptern zusammen, um dort ein ganz großes Opfer zu bringen, gleich zu Beginn seines Dienstes.
[2:58] Und wir wissen noch, dass David ja immer auf der Tenne Ornan geopfert hat. Seit dieser Volkszählung, seit er den Engel mit dem Schwert über Jerusalem gesehen hat, war diese Tenne für David einfach der Ort der Anbetung. Aber Salomo geht hier noch nach Gibeon, und das war ja auch der Anbetungsort, den alle anderen Israeliten immer noch genutzt haben für den Opferdienst. Wir lesen weiter, Vers 7:
[3:25] „In jener Nacht erschien Gott Salomo und sprach: „Bitte, was ich dir geben soll.“ Und Salomo sprach zu Gott: „Du hast an meinem Vater David große Gnade erwiesen, und du hast mich an seiner Stelle zum König gemacht. So lass nun, HERR Gott, deine Worte meinem Vater David wahr werden, denn du hast mich zum König gemacht über ein Volk, das so zahlreich ist wie der Staub auf Erden. So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, damit ich vor diesem Volk aus- und einzuziehen weiß, denn wer kann dieses dein großes Volk richten?““
[4:00] Salomo ist sich dieser Riesenaufgabe, dieser Verantwortung sehr bewusst, die auf ihn zukommt. Und er muss noch sehr, sehr jung gewesen sein. Und er bittet Gott hier um Weisheit und Weisheit für die Führung seines Volkes. Vers 11:
[4:19] „Sprach Gott zu Salomo: „Weil dir das am Herzen liegt und du nicht um Reichtum, Güter und Ehre, noch um den Tod deiner Feinde, noch um langes Leben gebeten hast, sondern um Weisheit und Erkenntnis, damit du mein Volk richten kannst, über das ich dich zum König gemacht habe, so sei dir nun Weisheit und Erkenntnis gegeben. Dazu will ich dir Reichtum, Güter und Ehre geben, wie sie kein König vor dir gehabt hat noch nach dir haben soll.““
[4:46] Salomo bittet um nichts Selbstsüchtiges: um kein Reichtum, um kein langes Leben, um keinen Tod seiner Feinde. Er bittet um Weisheit und Erkenntnis, damit er ein guter und gerechter König sein kann. Und Gott mag diese Bitte sehr, schätzt diese Bitte, dass Salomo um nichts Selbstsüchtiges bittet, sondern nur darum, dass er ein guter und gerechter König sein kann. Und trotzdem gibt Gott ihm alles andere hinzu, worum er nicht gebeten hat. Und das erinnert uns wiederum an Matthäus 6,33, wo es heißt, dass die, die Gott lieben und die Gott an die erste Stelle setzen, dass denen alles dann hinzugefügt wird.
[5:34] Unsere Bitten sollen sich nicht nur um uns drehen. Und ich erwische mich auch oft dabei, wenn ich Gott bitte im Gebet, dass ich mich sehr um meine Belange drehe, um die Dinge, die mich beschäftigen. Aber es ist so viel wichtiger, auch um andere Dinge zu beten, für andere Geschwister da zu sein, für andere Menschen, für andere Menschen zu beten, die Gott noch nicht kennen. Und Gott mag diese Gebete, wenn wir uns um andere drehen und nicht nur um uns selber. Wir lesen weiter, Vers 13:
[6:05] „Und Salomo kam von der Höhe, die in Gibeon war, von der Stiftshütte nach Jerusalem und regierte über Israel. Und Salomo sammelte Streitwagen und Reiter, sodass er 1400 Streitwagen und 12.000 Reiter hatte. Die legte er in die Wagenstädte und zum König nach Jerusalem. Und der König machte das Silber und das Gold in Jerusalem der Menge der Steine gleich und das Zedernholz den Maulbeerfeigenbäumen in der Schephela.“
[6:35] So fällt der Reichtum zu, der Reichtum, um den er nicht gebeten hat. Es ist nicht sein Hauptaugenmerk, ein reicher König zu werden. Sein Fokus liegt darauf, ein gerechter König zu sein. Und wir werden das in den nächsten Kapiteln noch sehen, dass genau dieser, dieses Gebet sich auch erfüllt und diese Vision und dieses Gespräch, das Salomo im Traum mit Gott hatte, dass das Wahrheit wird. Denn Salomo gilt dann für alle Zeiten als weisester Mensch, der je gelebt hat.
[7:07] Wir werden das sehen im Besuch der Königin von Saba, die beim Besuch sieht, dass Salomo nicht nur reich ist, sondern auch klug und ihn sehr dafür bewundert. Und der König Salomo wird ein König sein, der sehr geschätzt wird und ja, sehr viel Einfluss hat auf die umliegenden Völker. Und genau so hatte es Gott eigentlich von Anfang an geplant. Salomo war nur leider der einzige König, bei dem das so zutage trat. Alle anderen Könige hätten auch so sein sollen.
[7:42] Aber Gottes Wege sind gut, und Gott findet immer einen Weg, seinen Segen trotzdem auszuschütten und sein Volk zu führen. Und wir wollen heute darum beten, dass er das tut.
[7:57] Ja, wir wollen dir danken, dass du uns auch gibst, worum wir nicht bitten, dass du uns Gutes angedeihen lässt, wovon wir gar keine Vorstellung haben, dass du es uns geben möchtest. Aber ja, wir wollen dich auch bitten, dass du uns zu Lichtern machst in dieser Welt, so wie Salomo Licht war. Danke, dass du uns damit ausrüstest mit Gaben, aber auch mit einem Charakter, der auffällt in dieser Welt, dass wir anders sind, dass wir Christen sind, dass wir auffallen durch Charaktereigenschaften, die andere Menschen nicht haben. Und wir möchten dich bitten, dass wir dadurch dein Werk bereichern dürfen und Instrument in deiner Hand sind, so wie Salomo einst war. Bewahre uns vor Verfall, davor, dafür den Glauben zu verlassen, und bewahre unsere Herzen bis auf den Tag, wo du wiederkommst. In Jesu Namen. Amen. [Musik]
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