In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Höhen und Tiefen von König Asas Herrschaft in 2. Chronik 15:9-16:11. Er zeigt, wie Asa zunächst eine tiefgreifende Reformation anführte und das Volk dazu inspirierte, Gott von ganzem Herzen zu suchen. Doch später verlässt sich Asa auf menschliche Bündnisse statt auf Gottes Hilfe, was zu einer prophetischen Zurechtweisung führt und die Konsequenzen eines geteilten Herzens aufzeigt.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 15:9-16:11
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute ist 2. Chronik 15:9-16:11 dran.
[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dich kennen dürfen, dass du für uns bist und dass du dich finden lässt, wenn wir dich von ganzem Herzen suchen, auch wenn wir eine Zeit lang ohne dich gewesen sind, wenn wir dein Wort vernachlässigt haben. Danke, dass du dich finden lässt, wenn wir von ganzem Herzen nach dir suchen. Und wir möchten dich bitten, dass wir heute an diesem Tag bei dir bleiben und dich nicht aufgeben. Segne uns jetzt durch das Studium deines Wortes. Sprich durch deinen Heiligen Geist zu uns, und hab Dank dafür. Amen.
[1:10] Wir sind in 2. Chronik Kapitel 15. König Asa hat einen großen Sieg über das Kuschiterheer errungen, und ein Prophet hat ihn ermutigt und gestärkt und ihn aufgefordert, stark zu sein in Gott. Und gestärkt durch diese prophetische Botschaft hat Asa mit einer weitergehenden Reformation im Land Juda begonnen und hat noch mehr Götzendienst beseitigt.
[1:42] Wir lesen in Vers 9: "Und er versammelte ganz Juda und Benjamin und die sich sammelten bei ihnen aus Israel, Manasse und Simeon, denn eine große Zahl von Leuten lief aus Israel hinüber, als sie sahen, dass der Herr, sein Gott, mit ihm war." Wir hatten schon bei Rehabeam gesehen, dass Gläubige aus dem Nordreich in den Süden gekommen waren, und hier haben wir ein ähnliches Phänomen: Aus den großen Stämmen Ephraim und Manasse kommen Gläubige zu Asa, weil sie sehen, dass anders als im Nordreich hier im Südreich tatsächlich Erweckung und Reformation gepredigt und gelebt wird. Interessant ist, dass offensichtlich – das ist einer der wenigen Verse der Bibel, die das so deutlich sagen – der Stamm Simeon, der ja eigentlich in der Gegend des Südreiches lokalisiert ist, dass der zum Nordreich Israel offensichtlich wohl dazugehört hat. Jedenfalls gehörte er, sehen wir, ganz offensichtlich nicht zu Juda, eigentlich politisch.
[2:41] Und sie versammelten sich in Jerusalem im dritten Monat, im fünfzehnten Jahr der Regierung Asas. Und sie opferten dem Herrn an jenem Tag von der Beute, die sie mitgebracht hatten, 700 Rinder und 7000 Schafe. Und sie gingen den Bund ein, dass sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, suchen wollten mit ihrem ganzen Herzen, mit ihrer ganzen Seele. Das geht natürlich zurück auf entsprechende Passagen in 5. Mose, wo es darum geht, dass wir Gott von ganzem Herzen suchen sollen, zum Beispiel in 5. Mose 4 oder 5. Mose 30, wo ihr die Verse selbst finden könnt. "Jeder aber, der den Herrn, den Gott Israels, nicht suchen würde, er sollte sterben, ob klein oder groß, ob Mann oder Frau." Und auch hier sehen wir, dass die Idee des Bundes, Gottes, nicht völlig verstanden worden war. Gott hatte niemals vorgesehen, dass alle, die nicht freiwillig diesen Bund mit ihm eingehen würden, automatisch vom Staat bestraft werden sollten.
[3:42] Wir sehen hier also, wie aus der Dunkelheit des Götzendienstes heraus kommend noch nicht alles hundertprozentig in allen Aspekten ganz klar gewesen ist, auch für den König Asa. Und sie schworen dem Herrn mit lauter Stimme, mit Jauchzen, Trompeten und Hörnern. Und ganz Juda freute sich über den Eid, denn sie hatten mit ihrem ganzen Herzen geschworen, und sie suchten ihn mit ihrem ganzen Willen, und er ließ sich von ihnen finden. Und der Herr gab ihnen Ruhe ringsumher.
[4:12] Suchst du Gott auch mit deinem ganzen Herzen, mit deinem ganzen Willen? Willst du, dass Gott in deinem Leben ist? Wünschst du dir das so sehr, dass er dein Leben bestimmt? Dann möchte ich mir wünschen, ich will, dass Gott mein Leben regiert. Du auch?
[4:33] Setzte der König Asa seine Mutter Maacha ab, dass sie nicht mehr Gebieterin war, weil sie der Aschera ein Gräuelbild gemacht hatte. Und Asa hieb das Gräuelbild um und zermalmte es und verbrannte es im Tal Kidron. Aber die Höhenheiligtümer kamen nicht weg aus Israel. Doch war sein Herz ungeteilt sein Leben lang.
[5:01] So sehr hat er an Gott festgehalten, dass er sogar eigene Verwandte aus hohen Positionen entfernte, weil sie gegen Gott handelten. Er duldete nicht aus Verwandtschaftsgründen dort Götzendienst, sondern er war konsequent und unparteiisch. Jemand, der Gott liebt, wird Sünde nirgendwo, auch in seiner eigenen Nähe, dulden können. Auch nicht in seiner eigenen Nähe. Und er brachte das, was sein Vater geheiligt und was er selbst geheiligt hatte, in das Haus Gottes, nämlich Silber, Gold und Geräte.
[5:42] Und es gab keinen Krieg bis zum 35. Jahr der Regierung Asas. Das war also eine 20-jährige Friedenszeit, die sicherlich sehr viel Eindruck auf die Menschen im Land Juda gemacht hat. Eine Zeit, in der man Gott sucht, eine Zeit, in der es zu echter Reformation kam, eine Zeit, in der das Gesetz Gottes einen hohen Stellenwert im Volk Gottes hatte.
[6:10] Im 36. Jahr der Regierung Asas zog Baascha, der König von Israel, der mittlerweile im Nordreich eine neue Dynastie begonnen hatte, nachdem der Sohn von Jerobeam getötet worden war, der König von Israel, herauf gegen Juda. Und er baute Rama zur festen Stadt aus, um Asa, dem König von Juda, keinen Ausgang und Eingang mehr zuzulassen. Es kam also wieder zur Konfrontation zwischen den beiden Königreichen.
[6:41] Da nahm Asa aus dem Schatz im Haus des Herrn und im Haus des Königs Silber und Gold und sandte zu Ben-Hadad, dem König von Aram, der in Damaskus wohnte, und ließ ihm sagen: "Es besteht ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater. Siehe, ich sende dir Silber und Gold. Geh hin, brich den Bund mit Baascha, dem König von Israel, damit er von mir abzieht." Und Ben-Hadad hörte auf den König Asa und sandte seine Heerführer gegen die Städte Israels. Die schlugen Ijon, Dan, Abel-Maim und alle Vorratsplätze der Städte im Nordreich, die also vor allem im Norden des Nordreiches Israel lagen. Als Baascha das hörte, ließ er davon ab, Rama zu bauen, und stellte seine Arbeiten ein. Da holte der König Asa ganz Juda herbei, und sie trugen die Steine und das Holz, womit Baascha gebaut hatte, von Rama weg, und er baute damit Gebah und Mizpa zur festen Stadt aus. Es sah so aus, als ob dieser politische Schachzug geholfen hatte, und statt jetzt bedroht zu sein, konnte man selbst noch mit dem Material, mit dem der Baascha bedroht hatte, selbst die eigenen Verteidigungsanlagen stärken und festigen.
[7:54] Aber zu jener Zeit kam Hanani, der Seher, also ein Prophet, zu Asa, dem König von Juda, und sprach zu ihm: "Weil du dich auf den König von Aram verlassen hast und hast dich nicht auf den Herrn, deinen Gott, verlassen, darum ist das Heer des Königs von Aram deiner Hand entkommen."
[8:15] Mit anderen Worten: Die Aramäer sind ja auch Feinde Gottes.
[8:23] Der Prophet tadelte ihn dafür, dass er sich nicht auf Gott verlassen hat, sondern auf menschliche, politische Hilfe. "Waren nicht die Kuschiter und die Libyer ein gewaltiges Heer mit sehr vielen Streitwagen und Reitern? Dennoch gab sie der Herr in deine Hand, als du dich auf ihn verlassen hattest. Es erinnere dich, mit anderen Worten, was Gott vor 20 Jahren, ungefähr 20 Jahren, für dich getan hatte. Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. Du hast hier töricht gehandelt, darum wirst du von nun an Krieg haben." Gott sucht Menschen, die nicht ab und zu ihm folgen und ansonsten mit politischen Schachzügen und menschlicher Hilfe versuchen, ihr Leben zu meistern, sondern er sucht Menschen, die von ganzem Herzen ihm folgen, mit ungeteiltem Herzen.
[9:19] Aber Asa wurde zornig über den Seher und warf ihn ins Gefängnis, denn er erzürnte ihn deswegen. Asa unterdrückte auch etliche von dem Volk zu jener Zeit. Was für eine traurige Geschichte!
[9:29] Als Asa einen Sieg errungen hatte und der Prophet ihn stärkte, da war er so begeistert und so vom Heiligen Geist erfüllt, dass er noch mehr Götzendienst entfernte und noch mehr Erweckung und Reformation förderte. Als aber der Prophet, ein anderer Prophet, ihn tadelte, dann konnte er das nicht annehmen. Wie viele waren begeistert für die Bibel, begeistert für den Geist der Weissagung, bis zu dem Zeitpunkt, wo sie gemerkt haben, dass Gottes prophetisches Wort ihre eigene Praxis verdammt und gegen das spricht, was sie tun? Dann zeigt sich, ob man Gott wirklich von ganzem Herzen liebt.
[10:13] Und siehe, die Geschichte Asas, die frühere und die spätere, ist aufgezeichnet im Buch der Könige von Juda und Israel.
[10:22] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, bitte bewahre uns davor, dass wir prophetische Aussagen, Warnungen, die aus deinem Wort kommen, zurückweisen, nur weil sie unser Tun kritisieren. Gib, dass wir nicht nur die stärkenden und die aufmunternden Botschaften annehmen, sondern auch die, die uns herausfordern, die, die uns zeigen, dass wir gefehlt haben, dass wir falsch gehandelt, dass wir gesündigt haben. Schenke echte Buße und Reue und gib, dass wir niemals dein Wort verwerfen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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