In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Regentschaften von König Asa und seinem Sohn Josaphat aus 2. Chronik 16-18. Er zeigt auf, wie Asa trotz eines guten Anfangs tragisch scheiterte, weil er sich in Krankheit nicht auf Gott verließ. Im Gegensatz dazu führte Josaphat eine echte Erweckung herbei, indem er das Wort Gottes im ganzen Land verbreitete und mutig gegen Götzendienst vorging. Die Episode mahnt eindringlich, Gott bis zum Lebensende zu vertrauen und warnt vor unheiligen Allianzen, selbst wenn man Gottes Rat einholen möchte.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 16:12-18:4
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Chronik, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Heute mit Seite 491. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass unser Herz durchforscht wird. Wir möchten dich bitten, dass du uns zeigst, wo es Dinge gibt, die uns von dir wegbringen würden, wo wir vielleicht uns zu sehr auf Menschen verlassen oder auf uns selbst. Herr, ich möchte dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir ein völlig ungeteiltes Herz haben, dass alles, was wir sagen und tun, dir zur Ehre ist. Herr, schenk uns ein solches Herz. Sprich du heute durch den Heiligen Geist zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:23] Wir sind in 2. Chronik Kapitel 16. Es geht um den König Asa, der jahrzehntelang ein guter König gewesen ist, der gerungen hat und Gottes Werk sehr gefördert hat. Aber als er gegen Ende seiner Regierung, als es wieder Krieg gab mit dem Nordreich Israel, als der König Bascha ihn angreifen wollte, statt auf Gott zu vertrauen, ein Bündnis mit den Aramäern eingegangen ist. Da hat der Prophet Hanani ihn getadelt, aber Asa hat diesen Tadel nicht angenommen, sondern Hanani unterdrückt und auch viele im Volk. Und so lesen wir in Vers 12 in 2. Chronik 16: „Und Asa wurde krank an seinen Füßen im 39. Jahr seines Königtums, und seine Krankheit war sehr schwer. Doch suchte er auch in seiner Krankheit nicht den Herrn, sondern die Ärzte. So legte sich Asa zu seinen Vätern und starb im 41. Jahr seiner Regierung.“ Was für eine traurige Geschichte!
[2:26] Der König in Juda, der ein Millionenheer besiegte durch Gottes Kraft, der jahrzehntelang auf Gottes Seite gestanden und gekämpft hat für ihn, der sich nicht gescheut hat, auch Götzendiener, engste Verwandte aus ihren Positionen zu entfernen, weil sie nicht für Gott wirkten. Der endet so tragisch, weil er es nicht annehmen konnte, dass Gott ihn persönlich getadelt hat, und statt auf Gott zu vertrauen, vertraute er wieder auf Menschen, vertraute den Ärzten mehr als Gott. Und so endet sein Leben tragisch. Und das sollte uns jedem Einzelnen eine persönliche Lehre sein, dass wir bis ans Lebensende, bis zum letzten Atemzug, Gott mehr vertrauen als Menschen.
[3:30] Und dann begrub man ihn in seinem Grab, das er sich in der Stadt Davids hatte aushauen lassen, und sie legten ihn auf ein Lager, das man angefüllt hatte mit Gewürzen und allerlei Spezereien nach der Kunst desselben bereitet. Und sie zündeten ihm ein sehr großes Feuer an. Und seinen Sohn Josaphat wurde König an seiner Stelle.
[3:51] Und er wurde mächtig gegen Israel, denn er legte Kriegsvolk in alle festen Städte Judas und legte Besatzungen in das Land Juda und in die Städte Efraims, die sein Vater Asa erobert hatte. Also die Städte, die jetzt zur Grenze gegenüber dem Nordreich Israels geworden waren. Und der Herr war mit Josaphat, denn er wandelte in den früheren Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baale auf, sondern er suchte den Gott seines Vaters und wandelte in seinen Geboten und handelte nicht wie Israel. Er, ein guter König, orientierte sich an dem, was David getan hatte, und er wandelte in Gottes Geboten. Wenn wir uns an dem orientieren, was die Bibel sagt, dann ist Gott mit uns. Und wenn wir uns nicht an der Welt orientieren, dann werden wir erleben, wie Gott unser Leben segnet und uns Kraft schenkt.
[4:52] Darum befestigte der Herr das Königtum in seiner Hand, und ganz Juda gab Josaphat Geschenke, so dass er viel Reichtum und Ehre hatte. Und da sein Herz in den Wegen des Herrn mutig wurde, hatte er auch noch die Höhen und die Aschera-Standbilder aus Juda hinweg. Er war schon gläubig, aber als er Mut fasste, war er bereit, auch gegen den Götzendienst aktiv anzugehen. Gott wünscht sich, dass wir Mut fassen gegen die Sünde in unserem eigenen Leben, aber auch gegen falsche Gewohnheiten, gegen Götzendienst in der Gemeinde, in der Familie, in unserer Umgebung. Wo immer wir von Gott einen Auftrag erhalten, für die Wahrheit einzustehen, dass wir mutig vorangehen.
[5:38] Und im dritten Jahr seiner Regierung sandte er seine Fürsten Ben-Hail, Obadja, Secharja, Netanel und Michaja, dass sie in den Städten Judas lehren sollten. Und mit ihnen sandte er Leviten, nämlich Schemaja, Netanja, Sebadja, Asael, Schemiramot, Jonatan, Adonija, Tobija und Tob-Adonija, die Leviten, und mit ihnen Elischama und Joram, die Priester. Und sie lehrten in Juda und hatten das Buch des Gesetzes des Herrn bei sich. Die zogen in allen Städten Judas umher und lehrten das Volk. Hier sehen wir das geheime Rezept,
[6:11] das König Josaphat gehabt hat, das zur echten Erweckung und zur echten Reformation führte, nämlich dass das Wort Gottes nicht nur ab und zu gepredigt wird an einer zentralen Stelle, sondern das Wort Gottes in die Heime gebracht, dort, wo die Menschen wohnen. Er hatte eine Mission, eine Gruppe auf Mission gesandt, die überall in allen Dörfern und Städten das Wort Gottes, so wie es in den Büchern Mose zu finden war, predigte, erklärte, auslegte. Das Wort Gottes sollte zu den Familien kommen, zu den Menschen in ihrer Arbeit, dort, wo sie gerade waren. Wenn wir uns wünschen, dass die Gemeinde in ihrem geistlichen Stand gehoben wird, wenn wir uns wünschen, dass unsere Familien geistlicher werden, dann müssen wir das Wort Gottes in den Mittelpunkt stellen, und zwar dort, wo die Menschen sind.
[7:05] Der Schrecken des Herrn kam über alle Königreiche der Länder, die ringsum Juda lagen, so dass sie nicht gegen Josaphat kämpften. Und dann brachte Josaphat Geschenke von den Philistern und Silber als Tribut, und die Araber brachten ihm Kleinvieh, 7.700 Widder und 7.700 Böcke. Und Josaphat wurde immer größer, bis er sehr groß war. Er baute Burgen und Vorratsstädte, und er hatte große Vorräte in den Städten Judas und in Jerusalem Kriegsmänner, tapfere Helden. Und dies ist das Ergebnis ihrer Musterung nach ihren Vaterhäusern: In Juda waren Befehlshaber über Tausende: Adna, der Oberste, und mit ihm 300.000 tapfere Helden. Und neben ihm war Johanan, der Oberste, und mit ihm 280.000. Und neben ihm Amasja, der Sohn Sichris, der sich dem Herrn freiwillig zur Verfügung gestellt hatte, und mit ihm 200.000 tapfere Helden. Gott sucht heute Menschen, die sich ihm freiwillig zur Verfügung stellen. Von Benjamin war Eljada, ein tapferer Held, und mit ihm 200.000 Mann, die mit Bogen und Schild bewaffnet waren. Und neben ihm Josabad und mit 180.000 zum Heeresdienst gerüstet. Diese standen alle im Dienst des Königs, außer denen, welche der König in die festen Städte von ganz Juda gelegt hatte.
[8:27] Als nun Josaphat großen Reichtum und Ehre erlangt hatte, da verschwägerte er sich mit Ahab. Das war wahrscheinlich eine der schlechtesten Entscheidungen, die Josaphat überhaupt hat tun können. Ahab war einer der bösesten, finstersten Könige im Nordreich, der Sohn des Omri, der jetzt eine neue Dynastie gegründet hatte, nachdem auch die Dynastie des Bascha gescheitert war. Und nach etlichen Jahren zog er zu Ahab hinab nach Samaria, der neuen Hauptstadt des Nordreiches, die von Omri gegründet worden war. Und Ahab ließ für ihn und das Volk, das bei ihm war, viele Schafe und Rinder schlachten und überredete ihn, nach Ramot in Gilead hinaufzuziehen.
[9:09] Denn Ahab, der König von Israel, sprach zu Josaphat, dem König von Juda: „Willst du mit mir nach Ramot in Gilead hinaufziehen?“ Er sprach zu ihm: „Ich will sein wie du und mein Volk sei wie dein Volk, und ich will mit dir in den Kampf ziehen.“ Obwohl Ahab ein solch böser König war, der tief im Baalskult verstrickt war, und Josaphat ein so guter König war, hat er diesen Fehler gemacht, mit diesem Ahab jetzt hier eine Allianz einzugehen. Und Josaphat sprach zum König von Israel: „Befragen doch heute das Wort des Herrn.“ Er wollte zumindest wissen, was Gott über diese Angelegenheit sagt.
[9:48] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, schenk, dass wir dein Wort haben und Herr, gib, dass wir von ganzem Herzen dieses Wort schätzen und uns darum bemühen, dass andere Menschen dein Wort besser verstehen. Dass wir auch wie Josaphat Sorge dafür tragen, dass dein Wort überall bekannt gemacht wird, dass Menschen so wunderbare Bücher wie 4. und 5. Mose und andere Bücher der Bibel besser kennenlernen oder dass wir ihnen zeigen, dass wir die Initiative ergreifen und auch Opfer bringen, damit das Wort Gottes zu den Menschen gelangt. Herr, wir bitten dich, dass du dafür sorgst, dass viele Menschen mit deinem Wort in Berührung kommen und dadurch lernen, wie du wirklich bist. Und wir möchten uns heute dir freiwillig zur Verfügung stellen, dass du uns dazu benutzen darfst und gebrauchen kannst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.