Veröffentlicht am
238 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Chronik 18:27-20:2. Er analysiert die Geschichte von König Josaphat, der trotz einer Warnung des Propheten Micha mit dem gottlosen König Ahab in den Krieg zieht und nur durch Gottes Gnade gerettet wird. Die Episode zeigt, wie Josaphat aus seinen Fehlern lernt, das Volk zu Gott zurückführt und das Rechtssystem reformiert, und betont Gottes Interesse daran, uns nicht nur aus Notlagen zu retten, sondern uns auch unsere Fehler aufzuzeigen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:19] [Musik]

[0:32] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 493. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, in einer Zeit, in der es so viel Durcheinander gibt, wollen wir uns auch heute allein auf dein Wort berufen und allein auf dein Wort stützen und sagen: Was du uns gesagt hast, erfülle uns heute mit deinem Heiligen Geist und sprich du durch dein Wort, so wie du es versprochen hast. Das bitten wir im Namen Jesu und danken dir dafür. Amen.

[1:09] Wir sind in 2. Chronik Kapitel 18. Ahab und Josaphat bereiten sich auf einen Kriegszug im Ostjordanland vor, und fast alle Propheten haben einen Sieg geweissagt. Doch Micha, der wahre Prophet Gottes, hat den Tod Ahabs vorhergesagt. Ahab wollte das aber nicht hören und hat ihn ins Gefängnis werfen lassen, bis zu dem Tag, wo Ahab in Frieden wiederkommen würde. Wir lesen weiter in Vers 27.

[1:45] Micha aber sprach: Wenn du in Frieden wiederkommst, dann hat der Herr nicht durch mich geredet. Und dann sagt er: Hört es, ihr Völker alle! Gottes prophetisches Wort soll international bekannt werden, allen Völkern kundgetan werden. Da zogen der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, hinauf nach Ramot in Gilead. Josaphat macht leider mit, obwohl der einzig wahre Prophet des Herrn, den er extra noch angefordert hatte, davor gewarnt hatte. Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Ich will verkleidet mit in den Kampf ziehen. Du aber zieh die Gewänder an. Da verkleidete sich der König von Israel. Sie zogen in den Kampf.

[2:36] Ahab hat offensichtlich doch Angst. Er ist wahrscheinlich irgendwo unter der Herzens, kann man sich nicht ganz sicher, oder vielleicht ahnt er sogar, dass der Prophet des Herrn doch recht haben könnte und er in tödlicher Gefahr ist. Und um das zu verhindern, stellt Josaphat diesen Vorschlag, der den Josaphat in viel größere Gefahr jetzt bringt, weil er der einzige sichtbare König ist oder als einziger König sich als König in den Kampf zieht und dadurch wahrscheinlich auch, wie wir gleich sehen werden, auch tatsächlich von den Feinden für den König Israels, für den Ahab, gehalten werden könnte. Aber der König von Aram hatte seinen Obersten über die Streitwagen geboten und gesagt: Ihr sollt weder gegen Kleine noch Große kämpfen, sondern nur gegen den König von Israel. Ahab hat das wohl geahnt. Die Kriegsstrategie bestand darin, den König des Nordreiches zu töten und damit das gesamte Heer letztlich zur Auflösung zu bringen.

[3:35] Und es geschah, als die Obersten der Streitwagen Josaphat sahen, da sprachen sie: Das ist der König von Israel! Und sie gingen, um zu kämpfen. Aber Josaphat schrie, und der Herr half ihm, und Gott lenkte sie von ihm weg. Man fragt sich förmlich, ob der Ahab vielleicht gerade deswegen den Josaphat dabei haben wollte, damit sozusagen der Josaphat wie ein Schutzschild vor ihm steht und Ahab weniger in Gefahr ist. Es wäre beinahe aufgegangen, dieser menschliche Plan, und Josaphat wäre beinahe draufgegangen, vor lauter Gutgläubigkeit. Dem gegenüber aber als er in seiner Not schrie, hat Gott ihm geholfen, und Gott hat dafür gesorgt, dass seine Feinde weggezogen worden sind.

[4:23] Auch wenn wir Fehler machen und Warnungen übersehen oder nicht wahrhaben wollen und dann in große Gefahr kommen und uns dann an Gott wenden, lässt er uns trotzdem nicht im Stich, wenn wir unsere Fehler von Herzen einsehen. Und es geschah, als die Obersten der Streitwagen sahen, dass er nicht der König von Israel war, da wandten sie sich von ihm ab. Aber ein Mann spannte seinen Bogen aufs Geratewohl, also quasi zufällig, so empfand es der Mann zumindest, und traf den König von Israel zwischen den Fugen seines Panzers. Da sprach er zu seinem Wagenlenker: Wende um und bringe mich aus dem Heer, denn ich bin verwundet. Aber der Kampf wurde immer heftiger an jenem Tag, so blieb der König von Israel auf seinem Streitwagen stehen, den Aramäern gegenüber, bis zum Abend, und er starb zur Zeit des Sonnenuntergangs.

[5:19] Alle menschliche Strategie hatte nichts geholfen. Gottes Wort traf genauso ein, wie Micha es vorhergesagt hatte. Wir können mit menschlicher Klugheit und Weisheit nichts gegen die Kraft des Wortes Gottes unternehmen. Aber Josaphat, der König von Juda, kehrte in Frieden heim nach Jerusalem. Er war mit dem Leben davon gekommen. Aber natürlich war das, was er getan hatte, nicht gut gewesen und konnte Gott nicht gefallen. Und Jehu, der Sohn Hananis, der Seher, ein Prophet, ging hinaus ihm entgegen und sprach zum König Josaphat: Solltest du so dem Gottlosen helfen und die lieben, welche den Herrn hassen? Deswegen ist Zorn auf dich vonseiten des Herrn.

[6:12] Gott hatte ihm geholfen und trotzdem sollte Josaphat wissen, dass das nicht gut gewesen ist. Die Tatsache, dass Gott uns aus einer Patsche heraus hilft, dass er uns aus einer Notsituation in einer Notaktion rettet, bedeutet nicht, dass er gutheißt, wie wir durch eigene Fehler und Versagen in diese Notsituation hineingeraten sind. Es reicht nicht nur, gerettet zu werden von Gott. Wir müssen auch die prophetische Botschaft hören, die uns zeigt, wo wir falsch abgebogen sind, welche Dinge wir nicht richtig gemacht haben, wo wir Gottes Wort missachtet haben und dadurch überhaupt erst in jene Notlage gekommen sind. Lasst uns nicht nur Gott um Hilfe bitten, weil es uns schlecht geht, sondern auch aus seinem prophetischen Wort lernen, warum wir oft in solchen Notlagen gekommen sind, weil wir Dinge nicht so getan haben, wie Gott es gesagt hat.

[7:02] Er hätte sich nicht mit dem Gottlosen verbinden dürfen. Auch wir dürfen nicht aus politischen oder freundschaftlichen Gründen Allianzen mit denen eingehen, die Gott hassen. Dennoch ist etwas Gutes an Josaphat gefunden worden, weil du die Ascherabilder aus dem Land ausgerottet und dein Herz darauf gerichtet hast, Gott zu suchen. Gott sieht das. Gott sieht, dass es Menschen gibt, die sündigen, weil sie sowieso grundsätzlich gegen Gott rebellieren, und dass es Menschen gibt, die in Sünde gefallen sind, die Falsches getan haben, die aber in ihrem Leben grundsätzlich eigentlich Gott suchen und ihr Herz darauf richten, eigentlich das zu tun, was Gott möchte. Und denen kann Gott mit seinem Heiligen Geist zeigen, dass sie auf dem falschen Weg sind, und sie sind bereit dann umzukehren, so wie es auch bei Josaphat hier der Fall gewesen ist.

[7:49] Danach blieb Josaphat in Jerusalem. Dann ging er wieder aus unter das Volk von Beerscheba bis zum Bergland von Ephraim, also vom ganz vom Süden bis an die Grenze des Nordreiches Israel und führte sie zu dem Herrn, dem Gott ihrer Väter zurück. Hier sieht man, dass Josaphat den Tadel wirklich angenommen hat, denn er bringt seine Landsleute zu Gott zurück. Ein Mensch, der Gottes Zurechtweisung in seinem Leben angenommen hat, der wird gerne anderen Menschen helfen, Gott besser kennenzulernen. Und das macht Josaphat hier. Er war ein guter König, der seine Aufgabe darin sah, den Glauben an den wahren Gott im Land zu fördern.

[8:31] Und er bestimmte Richter im Land in allen festen Städten Judas, Stadt für Stadt. Er sprach zu den Richtern: Habt Acht, was ihr tut, denn ihr haltet das Gericht nicht für Menschen, sondern für den Herrn, und er ist mit euch beim Urteilsspruch. So sei denn der Schrecken des Herrn über euch. Nehmt euch in Acht, was ihr tut, denn bei dem Herrn, unserem Gott, gibt es weder Bestechlichkeit noch Ansehen der Person, noch Unrecht. Man kann sehr gut sehen, wie Josaphat sich hier explizit auf die Aussagen in 5. Mose 1 – ihr könnt die Verse dort selber finden – bezieht, die offensichtlich hier die Grundlage waren. Er hat nicht nur das Volk zu Gott zurückgeführt, sondern auf der Grundlage des Gesetzes Gottes, der Grundlage des Wortes Gottes, das Zusammenleben der Menschen wieder neu geordnet und reformiert.

[9:23] Auch in Jerusalem bestimmte Josaphat etliche von den Leviten und Priestern und Familienhäuptern Israels für das Gericht des Herrn und für die Rechtshändel, als sie wieder nach Jerusalem gekommen waren.

[9:34] Interessanterweise werden hier also Menschen, die in besonderer Weise auch mit dem Heiligtum verbunden sind, Priester und Leviten, neben den Familienhäuptern für das Gericht auserkoren. Und das zeigt uns ein weiteres Mal, wie eng das Heiligtum auch mit der Idee des Gerichtes verbunden ist. Etwas, was man dann auch für Daniel 7 und 8 gut gebrauchen kann. Und er gebot ihnen und sprach: So solltet ihr handeln in der Furcht des Herrn, in Wahrheit und mit ungeteiltem Herzen. In jedem Rechtsstreit, der vor euch gebracht wird vonseiten eurer Brüder, die in ihren Städten wohnen, sei es zwischen Bluttat und Bluttat oder zwischen Gesetz und Gebot, Satzungen und Rechten, solltet ihr verwarnen, damit sie sich nicht an dem Herrn versündigen und sein Zorn nicht über euch und eure Brüder komme. So sollt ihr handeln, damit ihr euch nicht schuldig macht.

[10:33] Das ist sehr interessant in dieser Idee von Recht, also Fall von Rechtsstreitigkeiten oder von Gerichtsbarkeit, besser gesagt, ist, dass die Richter nicht einfach nur kühl und unbeteiligt ein Urteil zu fällen, sondern er hat ein ganz lebhaftes Interesse, uns vor der Sünde zu bewahren.

[11:12] Und siehe, Amaria, der oberste Priester, ist über euch gesetzt für alle Angelegenheiten des Herrn. Sebadja aber, der Sohn Ismaels, der Fürst des Hauses Juda, für alle Angelegenheiten des Königs. Und als Vorsteher stehen euch die Leviten zur Verfügung. Seid stark und handelt! Er aber sei mit dem Rechtschaffenen. Gott ist in besonderer Weise mit dem, der von Herzen aufrichtig tut, was recht ist vor den Augen Gottes.

[11:40] Und es geschah danach: Da kamen die Moabiter und die Ammoniter und mit ihnen andere neben den Ammonitern, um Josaphat zu bekämpfen. Und man kam und meldete es Josaphat und sprach: Eine große Menge rückt gegen dich heran von jenseits des Toten Meeres aus, und siehe, sie sind bei Hazezon-Tamar, das ist En-Gedi.

[12:02] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns nicht nur aus Notsituationen heraus rettest, sondern dass du uns auch zeigst, durch welche Fehler wir in solchen Notsituationen herein geraten sind. Danke, dass du nicht nur die Symptome bekämpfst in unserem Leben, sondern vielmehr die Probleme an ihrer Wurzel packst. Und Herr, auch wenn das manchmal unangenehm ist zu hören, danke, dass du uns so wirklich heilst. Und darum bitten wir dich heute, dass du zu uns sprichst und dass wir erkennen können, welche Fehler wir in der Vergangenheit gemacht haben, damit wir sie nicht wiederholen und mit Freunden anderen jetzt das zeigen können, was du uns gelehrt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. [Musik]


Lizenz

Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.