In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von König Josaphat aus 2. Chronik 20. Er zeigt, wie Josaphat und das Volk Juda in einer scheinbar aussichtslosen Lage durch Fasten, Gebet und Vertrauen auf Gottes prophetisches Wort den Sieg erringen. Die Botschaft betont, dass Gott für sein Volk kämpft und Lobpreis der Schlüssel zum Erfolg ist, selbst bevor der Sieg sichtbar wird.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 20:3-20:23
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Chronik, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Seite 494. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du als Richter dieser Welt nicht nur ein gerechtes Urteil sprichst, sondern dass du dich aktiv mit allem, was du hast, dafür einsetzt, uns zu helfen. Nicht zu nehmen, dass du uns davor bewahren möchtest, dass wir von dir abfallen, und dass du weder Kosten noch Mühen gescheut, um uns das zu zeigen, zu offenbaren und uns dazu zu befähigen. Herr, wir bitten von ganzem Herzen, dass du uns heute an diesem Tag das Bewusstsein schenkst, dass du dir so sehr wünschst, dass wir dir treu sind und dass wir anderen auch von deiner Treue erzählen. Herr, darum bitten wir dich jetzt auch, dass du durch dein Wort sprichst, damit wir wissen, was wir anderen in Notsituationen sagen können. Sprich du zu uns heute jetzt durch den Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:54] Wir sind in 2. Chronik 20. Josaphat hört davon, dass feindliche Völker, die Moabiter und die Ammoniter und auch andere, sich aufgemacht haben, um das Königreich Juda zu attackieren. Wir lesen in Vers 3: „Da fürchtete sich Josaphat und richtete sein Angesicht darauf, den Herrn zu suchen, und ließ in ganz Juda ein Fasten ausrufen.“
[2:25] Wir leben auch in Zeiten, in denen man sich durchaus fürchten kann. Manchmal, wenn wir attackiert werden, egal ob es persönlich in unserem geistlichen Leben ist, in unserer Familie, in unserer Umgebung, dann kann man es mit der Angst zu tun bekommen. Wir können von Josaphat lernen, dass wir gerade dann, wenn wir Angst haben, gerade dann, wenn uns Furcht überkommt, dass wir uns gerade dann an unseren Herrn wenden können und dass wir mit Fasten und Gebet den Herrn suchen dürfen, dass er uns hilft. Und Juda kam zusammen, um von dem Herrn Hilfe zu bitten. Auch aus allen Städten Judäas kamen sie, um den Herrn zu suchen. Also, das heißt natürlich, sie kamen nach Jerusalem zum Heiligtum. Und Josaphat trat unter die Gemeinde von Judäa und Jerusalem im Haus des Herrn vor dem neuen Vorhof und sprach: „Herr, du Gott unserer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? In deiner Hand ist Kraft und Macht, und niemand kann vor dir bestehen.“ Wir beten den Gott an, der über die ganze Erde herrscht und der eine solche Kraft hat, dass niemand, aber wirklich niemand ihn besiegen kann. „Hast du nicht, unser Gott, die Einwohner dieses Landes vor deinem Volk Israel vertrieben und hast es dem Samen Abrahams, deines Freundes, gegeben auf ewige Zeit?“
[4:04] Was für ein schöner Vers, der deutlich macht, dass Abraham der Freund Gottes gewesen ist. Durchaus du, lieber Freund, liebe Freundin, ein Freund Gottes sein. Josaphat erinnert sich und erinnert Gott – die man ja natürlich nicht in dem Sinne erinnern muss, dass er vergessen hat – aber er erinnert sich daran, dass Gott vor Jahrhunderten schon durch seine große Kraft Erlösung bewirkt hat. Und wir dürfen uns in Krisen auch erinnern, was Gott in unserem Leben früher getan hat. Ja, wir dürfen uns erinnern, dass Gott in früheren Zeitaltern getan hat und vor Jahrzehnten und viele Menschen erlebt haben, dass Gottes Verheißungen wahr sind.
[4:40] Sie haben sich darin niedergelassen und dir darin ein Heiligtum für deinen Namen gebaut und gesagt: „Wenn Unglück über uns kommt, Schwert des Gerichts oder Pest oder Hungersnot, und wir vor dieses Haus und vor dich hintreten – denn dein Name wohnt ja in diesem Haus – und wir in unserer Not zu dir schreien, so wolltest du hören und helfen.“ Und nun siehe, die Ammoniter und Moabiter und die vom Bergland Seir, also die Edomiter, durch deren Land zu ziehen du Israel nicht erlaubt hast, als sie aus dem Land Ägypten zogen, sondern von denen sie sich fernhielten und die sie nicht vertilgen durften. Also hier wird Bezug genommen auf die Geschichte, die ihr vielleicht einmal nachlesen könnt in 5. Mose 2, wo die Israeliten sowohl Edom als auch Moab umgehen sollten und auch Ammon nicht angreifen durften, weil Gott es ihnen verboten hatte, weil es eigentlich ihre Brüdervölker waren, weil sie in gewissem Grade nahe verwandt waren mit den Moabitern und Ammonitern, die von Lot abstammten, und den Edomitern besonders, die von Esau herkamen.
[5:59] „Siehe, diese vergelten uns das damit, dass sie kommen, um uns aus seinem Besitz zu vertreiben, den du uns doch zum Besitz gegeben hast.“ Wir sehen also, dass genau diese drei Völker, die von Gott verschont worden waren, sich jetzt verbünden gegen Gottes Volk.
[6:16] „Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn uns ist keine Kraft gegen diesen großen Haufen, der gegen uns herangerückt ist, und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet.“ Gott besucht heute noch Menschen, die angesichts der Gefahren, seien sie persönlich als auch größere Art, feststellen: „In mir ist keine Kraft, und der Feind ist größer als ich alleine. In eigener Kraft werde ich niemals siegen können, und deswegen schaue ich auf Jesus.“ Nicht, weil Jesus mich dann stark macht, dass ich alleine stark den Feind besiegen kann, sondern weil Jesus mit seiner Kraft in meiner Schwachheit Sieger sein wird über jede Attacke.
[7:05] Und ganz Juda stand vor dem Herrn samt ihren Kindern, Frauen und Söhnen. Da kam der Geist des Herrn auf Jahasiël, den Sohn Sacharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jeïëls, des Sohnes Mattanjas, den Leviten von den Söhnen Kahats, mitten in der Gemeinde. Wenn wir von Herzen zu Gott beten, antwortet Gott durch den Geist der Weissagung, durch das prophetische Wort. Gott hat eine Antwort, eine prophetische Antwort für jeden, der ihn ernstlich sucht und feststellt, dass er von Gottes Kraft abhängig ist.
[7:39] Und sprach: „Horcht auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Josaphat! So spricht der Herr: Fürchtet euch nicht und schreckt nicht vor diesem großen Haufen, denn nicht eure, sondern Gottes Sache ist der Kampf.“ Gottes Botschaft in seinem Wort ist schon immer gewesen: „Du musst nicht alleine kämpfen. Fürchte dich nicht!“ Nicht, weil du dich für stark halten sollst, sondern weil du wissen darfst, dass der unendliche, ewige, allmächtige Gott mit dir sein möchte und für dich kämpfen wird. So haben es die Israeliten damals im Auszug aus Ägypten erlebt, und so haben es Gottesmänner und Gottesfrauen durch alle Jahrhunderte erlebt. So durfte ich es in meinem Leben und du sicherlich auch schon. Lasst uns immer nach dieser Erfahrung streben.
[8:27] „Morgen sollt ihr gegen sie hinabziehen. Siehe, sie kommen auf der Anhöhe Ziz herauf, und ihr werdet sie am Ende des Tales antreffen, vor der Wüste Jeruel. Aber es ist nicht an euch, dort zu kämpfen.“ Ganz deutlich wird gesagt, dass es nicht die Israeliten sein sollen, die – die Judäer in diesem Fall – die den Kampf führen sollen. „Tretet nur hin und bleibt stehen und seht die Rettung des Herrn, der mit euch ist. Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und verzagt nicht! Zieht morgen aus gegen sie, und der Herr ist mit euch.“ Hier wird nicht nur gesagt, dass Gott den Sieg schenken wird, hier wird sogar gesagt, dass sie nicht einmal selbst Hand anlegen müssten.
[9:06] Dann beugte sich Josaphat mit seinem Angesicht zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem Herrn nieder und beteten den Herrn an. Hier haben wir ein interessantes Muster: Wir haben ein Problem, die Erkenntnis, dass man selbst das Problem nicht lösen kann, und ein Hinwenden zu Gott im Gebet und dem Fasten und ein Anerkennen seiner Macht und der eigenen Schwachheit. Das führt dazu, dass Gott durch den Geist der Weissagung ganz konkret spricht oder eine Verheißung gibt, und das führt zu wahrer Anbetung.
[9:40] Und die Leviten von den Söhnen Kahats und von den Söhnen der Korachiter machten sich auf, um den Herrn, den Gott Israels, zu loben mit laut schallender Stimme. Noch war gar keine Schlacht geschlagen worden, noch war kein Sieg eigentlich errungen, aber die Israeliten, die Judäer, lobten Gott bereits jetzt für das, was er versprochen hatte tun zu wollen und was er tun würde.
[10:08] Und sie machten sich am Morgen früh auf und zogen zur Wüste Tekoa. Und als sie auszogen, trat Josaphat hin und sprach: „Hört mir zu, Juda und ihr Einwohner von Jerusalem! Vertraut auf den Herrn, euren Gott, so könnt ihr getrost sein, und glaubt seinen Propheten, so werdet ihr Gelingen haben.“ Das ist ein Wahlspruch für jeden wahren Christen auch heute.
[10:35] Lasst uns in jede Auseinandersetzung, welcher Art sie auch sein mag, in diesem Geist gehen: auf den Herrn, unseren Gott, zu vertrauen und seinen Propheten zu glauben. Den Propheten des Alten Testamentes, den Propheten des Neuen Testamentes, und wann immer und wo immer Gott auf biblisch nachvollziehbare und prüfbare Weise den Geist der Weissagung wirken lässt, da sollen wir glauben und vertrauen, dass Gott uns führen wird. Wenn wir einen Propheten als Propheten des Herrn nach der Bibel geprüft haben, dann dürfen ja, dann sollen wir ihm glauben und auf seinen Rat und auf den Rat Gottes durch ihn, durch diesen Propheten, diese Prophezeiung in die Auseinandersetzung gehen.
[11:23] Und er beriet sich mit dem Volk und stellte die ein, welche in heiligem Schmuck dem Herrn singen und ihn preisen sollten im Zug vor die gerüsteten Kriegern, um zu singen: „Dank dem Herrn, denn seine Gnade währt ewiglich!“ Das ist der Gesang des Heiligtums. Wir haben gesehen, dass das die Botschaft war, die David schon den Sängern am Heiligtum aufgetragen zu singen, die dann auch bei der Einweihung des Tempels unter Salomo gesungen worden ist. Man nahm quasi gedanklich das, was die Israeliten im Heiligtum singen und am Heiligtum hören sollten. Der Gesang sollte hier in die Schlacht hineingebracht werden, und zwar an allererster Position. Noch vor den gerüsteten Kriegern sollten die Sänger gehen. Die Front des Volkes Gottes sollte Lob und Dank sein. Ein Lob und ein Dank, das vom himmlischen Heimat, vom Heiligtum, in unserem Fall also jetzt insbesondere vom himmlischen Heiligtum her inspiriert ist.
[12:25] Und als sie anfingen mit Jauchzen und Loben, ließ der Herr einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter, Moabiter und die vom Bergland Seir, die gegen Juda gekommen waren, und sie wurden geschlagen. In dem Moment, wo wir Gott loben und preisen in der Krise, in dem Problem, in der Anfechtung, schenkt Gott uns den Sieg.
[12:51] Und die Ammoniter und Moabiter stellten sich denen vom Bergland Seir entgegen, um sie zu vernichten und zu vertilgen. Sie kämpften jetzt gegeneinander, und als sie die vom Bergland Seir aufgerieben hatten, halfen sie selbst einander zur Vertilgung. Die Israeliten mussten tatsächlich keinen Schuss abgegeben, weil Gott dafür sorgte, dass die Feinde sich gegenseitig vernichten würden. So wird es auch am Ende der Zeit sein, in der Schlacht von Harmagedon. So wird es sein, ganz am Ende, nach den 1000 Jahren, wenn die Gottlosen vor der Stadt Jerusalem, sich des neuen Jerusalems, sich gegenseitig ebenfalls vertilgen werden. Und wir dürfen heute wissen, dass egal wie groß die Herausforderung, die Anfechtung heute ist, die Versuchung ist: Wenn wir Gott loben und ihm danken mit dem Blick auf das himmlische Heiligtum, wird er uns den Sieg schenken. Das hat er versprochen.
[13:48] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr Danke sagen, dass wir nicht auf eigene Kraft vertrauen müssen, sondern auf deine Kraft, auf das, was du tun kannst in unserem Leben. Herr, wir möchten dich loben und preisen, nicht erst wenn du Sieg geschenkt hast, sondern weil du versprochen hast, uns den Sieg zu schenken. Wir möchten, dass Lob und Dank das Erste sein, was man hört und sieht, wenn man auf uns trifft, so wie Lob und Dank die Front der Armee Israels gewesen ist. Lasst uns lernen als Einzelne und auch als Gemeinden, Lob und Dank mit dem Blick auf das himmlische Heiligtum zu dem zu machen, was unsere Front bildet. Herr, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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