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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf meiner Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Regentschaften der Könige Usija, Jotam und Ahas aus 2. Chronik 26-28. Er analysiert Usijas Hochmut, der zu Aussatz führte, und interpretiert dies als Vorbild für das „Wahrzeichen des Tieres“. Die Sendung kontrastiert Jotams anfängliche Rechtschaffenheit mit der tiefen Bosheit König Ahas‘, dessen Götzendienst und Kinderopfer verheerende Folgen für Juda hatten. Kramp betont die Wichtigkeit, Gottes Korrektur anzunehmen und ein reines Herz zu bewahren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“ heute mit Seite 502. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für allen Segen, den du schenkst, tagein, tagaus. Du kümmerst dich immer um uns und bist so gut zu uns. Und Herr, so oft vergessen wir das. So oft denken wir, dass das, was wir erreicht haben, unsere eigene Kraft, unsere Intelligenz gewesen wäre und der eigenen Beharrlichkeit. Aber alle Kraft kommt von dir und die Klugheit und Weisheit von dir. Alle Standhaftigkeit und Beharrlichkeit ist nur dein Geschenk. Und Herr, wir möchten dir die Ehre geben und Danke sagen, dass du auch in Schwierigkeiten uns nicht verlässt. Und Herr, so möchten wir jetzt unser Leben in deiner Hand legen und dich bitten, dass du durch dein Wort zu uns heute sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:28] Wir sind in 2. Chronik Kapitel 26. Es geht um König Usija, der besonders lange regierte, lange Zeit ein sehr guter König gewesen war, Macht und Reichtum, militärische Stärke gewonnen hat. Aber dass er sich dann erhob und meinte, selbst im Tempel räuchern zu dürfen. Die Priester haben ihn versucht, davon abzuhalten und ihm gesagt, er solle doch Gott die Ehre geben. Und diese Vermischung von Kirche und von Religion und politischer Führung gibt Gott nicht die Ehre. Wir lesen ab Vers 19: „Da wurde Usija zornig, während er die Räucherpfanne in seiner Hand hielt, um zu räuchern. Als er aber seinen Zorn gegen die Priester ausließ, da brach der Aussatz an seiner Stirn aus, vor den Augen der Priester im Haus des Herrn beim Räucheraltar.“

[2:29] Hat sich hier haben ist ein Typus auf das Zeichen des Tieres. Kirche und Staat sollen miteinander verbunden werden. Es gibt eine Botschaft, die deutlich macht, dass das nicht Gottes Wille ist, für alle, die das vielleicht bisher nicht gewusst haben. Aber dann gibt es hier vom König nicht ein Einsehen, nicht ein Einlenken, nicht eine Bekehrung, sondern ein Zorn, der sich gegen die Priester, gegen die Boten Gottes richtet und das offenbart, was in seinem Herzen ist. Er will gar nicht Gottes Willen tun, obwohl er nach außen hin zumindest als Priester agieren möchte. Und der Aussatz, das ist in der Bibel immer ein Symbol für die Sünde und für die Rebellion gegen Gott. Und die Stirn zeigt natürlich das Denken an. Das Siegel Gottes soll an der Stirn sein, oder von dem Wahrzeichen des Tieres heißt es, entweder an der Stirn oder an der Hand angebracht wird. Das Wahrzeichen des Tieres bezeichnet eine Einstellung, wo man zwar äußerlich den Eindruck erweckt, Gottesdienst zu tun, aber in Wirklichkeit gegen die wahre Botschaft Gottes rebelliert und auf die noch zornig ist, die für Gottes echte Botschaft einstehen und auf die wirkliche Form der Anbetung Gottes vorgesehen hat.

[4:03] „Denn als sich der Oberpriester Asarja und alle Priester zu ihm hinwandten, siehe, da war er aussätzlich an seiner Stirn. Da jagten sie ihn rasch hinaus, und auch er selbst machte sich schnell davon, weil der Herr ihn geschlagen hatte. So war der König Usija aussätzlich bis zum Tag seines Todes und wohnte als Aussätziger in einem abgesonderten Haus, denn er war vom Haus des Herrn ausgeschlossen. Und seinen Sohn Jotam stand dem Haus des Königs vor und richtete das Volk des Landes.“ Der König blieb auch aussätzig, und sein Sohn hat dann schon als Kind die Herrschaft in seinen Zügeln, in seinen Händen gehabt. Was aber mehr von ihm zu sagen ist, die früheren und die späteren Begebenheiten, das hat der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, aufgezeichnet. Und wie gern hätten wir heute noch diese Aufzeichnung, da im Buch Jesaja selbst sind sie nicht enthalten, wie man leicht durch Lesen des Buches sehen kann. Aber hier sehen wir auch, dass also die Propheten neben den Prophezeiungen sich auch als Geschichtsschreiber betätigt haben, als Historiker, die gezeigt haben, wie Gottes Hand in der Geschichte gewirkt hat. Wir sehen dadurch, dass Propheten nicht nur die Aufgabe hatten, in die Zukunft zu blicken, sondern das, was sie in der Zukunft sahen, fügte sich ganz nahtlos in die geschichtliche Betrachtung dessen, was schon passiert ist. Diese Verbindung von Vergangenheit und Zukunft ist ein echtes Kennzeichen der biblischen Prophetie. Und auch deswegen ist der Historismus die Auslegungsmethode der Prophetie, wo man sieht, wie die Prophezeiungen sich in der Geschichte Stück für Stück erfüllt haben, die beste Auslegungsmethode, die einzige, die wirklich der biblischen Prophetie gerecht wird.

[6:00] „Er legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn bei seinen Vätern auf dem Feld bei der Grabstätte der Könige, denn sie sprachen: „Er ist aussätzig.“ Also er wurde nicht selbst in den Königsgräbern begraben, sondern nur in der Nähe. Und seinen Sohn Jotam wurde König an seiner Stelle. Jotam war 25 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 16 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Jeruscha, Tochter Zadoks. Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz wie sein Vater Usija getan hatte, nur dass er nicht in die Tempelhalle des Herrn ging. Aber das Volk handelte noch verderblich. Jotam war ein guter König, über den allerdings nicht allzu viel berichtet wird. Er baute das obere Tor am Haus des Herrn. Auch an der Mauer des Ophel baute er viel. Er baute auch Städte auf dem Berg in Juda und in den Wäldern baute er Burgen und Türme. Und er kämpfte mit dem König der Ammoniter und überwältigte sie. So gaben die Ammoniter in jenem Jahr 100 Talente Silber und 10.000 Kor Weizen und 10.000 Kor Gerste. Dies entrichteten eben die Ammoniter auch im zweiten und dritten Jahr. So stark wurde Jotam, denn er richtete seine Wege aus vor dem Angesicht des Herrn, seines Gottes. Wie kannst du, lieber Freund, liebe Freundin, stark werden? Wenn wir unseren Weg ausrichten und uns bewusst machen, dass Gott auf uns schaut und wir so im Leben gehen, so wandeln, dass uns bewusst ist, dass Gott auf uns schaut und wir mit ihm gehen, dann werden wir auch Kraft bekommen für alles, was an Pflichten vor uns liegt.“

[7:36] „Was aber mehr von Jotam zu sagen ist und alle seine Kriege und seine Wege ist, siehe, das ist aufgezeichnet im Buch der Könige von Israel und Juda. Mit 25 Jahren war er König geworden, und er regierte 16 Jahre lang in Jerusalem. Und Jotam legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und seinen Sohn Ahas wurde König an seiner Stelle. Ahas war 20 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 16 Jahre lang in Jerusalem. Aber er tat nicht, was recht war in den Augen des Herrn, wie sein Vater David, sondern er wandelte in den Wegen der Könige von Israel. Und er machte sogar gegossene Bilder für die Baale. Die vorherigen Könige waren ja im Grunde genommen alle gut gewesen, auch wenn sie teilweise dann später im Laufe des Lebens immer wieder auch abgefallen sind und schlechte Entscheidungen getroffen haben. Aber im Grunde genommen waren Jotam und Usija und auch Usija zumindest lange Zeit ihrer Regierung oft gute Könige gewesen. Mit Ahas haben wir jetzt nach vielen Jahrzehnten den ersten König, der von Beginn an böse war und sich am Nordreich Israel und dessen Götzendienst orientierte. Und er räucherte im Tal des Sohns Hinnom und ließ seine Söhne durchs Feuer gehen nach den Gräueln der Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte. Was für eine traurige Sache, dass Kinder geopfert worden sind für den Götzendienst. Und er opferte und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und unter allen grünen Bäumen. Darum gab ihn der Herr, sein Gott, in die Hand des Königs der Aramäer, die ihn schlugen und von den Seinen eine große Menge gefangen wegführten und nach Damaskus brachten. Auch wurde er in die Hand des Königs von Israel gegeben, der brachte ihm eine große Niederlage bei. Auch das Buch der Könige und auch das Buch Jesaja berichtet von dieser Allianz der Aramäer von Damaskus und des Nordreiches Israel, Rezin und Pekach, die sich gemeinsam verbünden, um gegen Ahas in Juda zu kämpfen. Denn der Sohn Remaljas machte in Juda an einem Tag 120 tausend Mann nieder, lauter tapfere Leute, weil sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten.“

[10:01] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sehen in der Geschichte von Usija ein Typus, ein Bild auf das Wahrzeichen des Tieres. Wir sehen, dass es eine ganz schlimme Sache ist, wenn wir schon einen Fehler gemacht haben oder in Sünde gefallen sind, dass wir dann die Korrektur, die du uns durch dein prophetisches Wort gibst, dass wir die dann ignorieren und dagegen vorgehen. Herr, gib, dass unser Herz sich nicht so verhärtet, dass wenn wir einen Fehler gemacht haben, wir statt selbst Buße zu tun, auf diejenigen zornig sind, die uns den Fehler zeigen. Herr, bitte schenk uns ein reines Herz und gib, dass in unserem Herzen sich kein Siegel aufprägen lässt und aufprägen kann und nicht dieses Mal Zeichen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. [Musik]


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