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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video beleuchtet Rabea Kramp den Übergang von König Ahas‘ gottloser Herrschaft zu seinem Sohn Hiskia, der sofort nach Regierungsantritt eine umfassende Tempelreinigung und -wiederherstellung einleitet. Sie erklärt, wie Hiskia die spirituelle Ursache der Probleme Judas erkannte und das Heiligtum als oberste Priorität behandelte. Die Predigt endet mit einer Ermutigung, den eigenen „Tempel des Heiligen Geistes“ zu reinigen und Gott darin Raum zu geben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Heute wollen wir zusammen die Seite 504 lesen und darüber nachdenken. Und bevor wir das tun, gemeinsam beten.

[0:46] Herr, wir bitten dich, lass uns dein Wort immer an die erste Stelle setzen in unserem Leben. Lass unser Ohr willig auf dein Wort hören und unser Herz die Worte annehmen. Amen.

[1:03] Wir beschäftigen uns heute mit 2. Chronik 28 und 29. Und gestern haben wir gesehen, wie Israel über Juda gesiegt hat und wie übel Israel Juda behandelt hat, wie Brüder gegen Brüder gekämpft haben. Und es ist dem Propheten Oded zu verdanken gewesen, dass dort Gnade Einzug gehalten hat und die Brüder aus Juda wieder nach Hause gehen konnten und nicht weiter gefangen wurden. Aber König Ahas suchte sich daraufhin Hilfe beim Assyrerkönig. Aber statt Hilfe zu bekommen, kam Tiglat-Pileser und zog gegen Ahas hinauf. Als Konsequenz davon verfiel Ahas immer mehr dem Götzenkult und er hat es wirklich sehr übertrieben. Er hat schwer gesündigt. Er hat am Ende das Heiligtum geschlossen, er hat es zugenagelt, er hat es so gemacht. Und an dieser Stelle wollen wir anknüpfen in 2. Chronik 28 in Vers 25.

[2:13] Und das heißt: „Und in jeder einzelnen Stadt Judas machte er Höhen, um anderen Göttern zu räuchern und er reizte den Herrn, den Gott seiner Väter, zum Zorn. Was aber mehr von ihm zu sagen ist, und alle seine Wege, die früheren und die späteren, siehe, das ist aufgezeichnet im Buch der Könige von Juda und Israel. Und Ahas legte sich zu seinen Vätern und man begrub ihn in der Stadt in Jerusalem, doch man bestattete ihn nicht in den Gräbern der Könige Israels. Und sein Sohn Hiskia wurde König an seiner Stelle.“

[2:52] Ahas stirbt mit nur 36 Jahren, ein früher Tod. Aber er hinterlässt nichtsdestotrotz ein sehr schlimmes Erbe in Israel. So schlecht, dass man ihn nicht einmal in den Königsgräbern bestattet. Und dieses Schicksal ist nicht so vielen Königen beschieden gewesen, aber doch einigen. Und man stellt fest, wenn man Könige und Chronik liest, trifft es immer die Könige, die besonders viel Götzendienst gemacht haben, dass sie nicht in die Gräber der Könige bestattet wurden.

[3:26] Wir lesen weiter in 2. Chronik 29 ab Vers 1: „Hiskia war 25 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 29 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Abija, die Tochter Secharjas. Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz wie sein Vater David es getan hatte.“ Der junge Hiskia, der Sohn von Ahas, ist hier genau das Gegenteil seines Vaters.

[3:52] Wir werden vielleicht erstmal im Himmel erfahren, wie es möglich war, dass so schlechte Könige so gottergebene Söhne haben konnten. Und ich bin sehr gespannt zu erfahren, welche Faktoren eine Rolle gespielt haben, welche Rolle vielleicht die Mütter gehabt haben oder irgendwelche Priester, die vielleicht an Erziehung beteiligt waren oder irgendwelche Leute im Staat oder am Hof, im Palast, die vielleicht diese jungen Könige beeinflusst haben zum Guten wie auch zum Schlechten. Denn auch gute Könige hatten sehr schlechte Söhne, wie wir leider, leider schon erfahren haben. Aber das ist doch eine interessante Frage, die man sich stellen kann, der wir jetzt nicht auf den Grund gehen können, weil wir zu wenig Informationen haben, aber die doch sehr interessant ist.

[4:46] Also Hiskia besinnt sich auf die alten Werte, auf das Heiligtum. Und wir erfahren in den nächsten Versen, was er tut.

[5:00] Ab Vers 3: „Im ersten Monat des ersten Jahres seiner Regierung öffnete er die Türen am Haus des Herrn und besserte sie aus. Und er ließ die Priester und Leviten kommen und versammelte sie auf dem Platz gegen Osten. Und er sprach zu ihnen: Hört mir zu, ihr Leviten! Heiligt euch jetzt und heiligt das Haus des Herrn, des Gottes eurer Väter, und schafft das Unreine aus dem Heiligtum hinaus! Denn unsere Väter haben sich versündigt und getan, was böse ist in den Augen des Herrn, unseres Gottes, und haben ihn verlassen. Denn sie haben ihr Angesicht von der Wohnung des Herrn abgewandt und ihr den Rücken gekehrt. Auch haben sie die Türen der Vorhalle zugeschlossen und die Lampen ausgelöscht und dem Gott Israels kein Räucherwerk angezündet und kein Brandopfer dargebracht im Heiligtum. Daher ist der Zorn des Herrn über Juda und Jerusalem gekommen und er hat sie der Misshandlung und Verwüstung preisgegeben, dass man sie auszischt, wie ihr mit euren Augen seht.“

[6:02] Hiskia macht hier diese Verriegelung des Heiligtums wieder rückgängig. Er lässt die Türen ausbessern, er lässt sie öffnen. Alles das, was Ahas geschlossen hatte, das öffnet Hiskia. Und zwar nicht irgendwann, sondern gleich ganz zu Beginn seiner Regierung. Es ist sozusagen seine erste Amtshandlung, das erste, seine Priorität Nummer eins, was er tut. Aber nicht nur das.

[6:27] Er fordert die Priester und Leviten auf, sich selbst zu heiligen und dann das Heiligtum zu heiligen. Das heißt, sich für den Dienst am Heiligtum wieder bereit zu machen, sich abzusondern, sich zu weihen. Hiskia hat eine Sache verstanden. Er hat nämlich verstanden, dass das Unheil, was Juda ereilt hatte, ganz eng zusammenhing mit dem Schließen des Heiligtums.

[6:54] Dieses Schließen des Heiligtums hat sozusagen den Fluch heraufbeschworen, der über Juda lag. Und Hiskia wusste, dass er, er hat das verstanden.

[7:04] Wir lesen weiter Vers 9: „Denn siehe, eben deswegen sind unsere Väter durch das Schwert gefallen. Und unsere Söhne, unsere Töchter und unsere Frauen gefangen weggeführt worden. Nun habe ich im Sinn, einen Bund zu machen mit dem Herrn, dem Gott Israels, damit sein brennender Zorn sich von uns abwende. Nun, meine Söhne, seid nicht nachlässig! Denn euch hat er erwählt, damit ihr vor ihm steht und ihm dient und damit ihr seine Knechte seid und das Räucherwerk darbringt.“ Da machten sich die Leviten auf: Mahath, der Sohn Amasais, und Joel, der Sohn Asarjas, von den Söhnen der Kehathiter; und von den Söhnen Meraris: Kisch, der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn Jehalelels; und von den Gerschonitern: Joah, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joahs; und von den Söhnen Elizafans: Schimri und Jehiël; und von den Söhnen Asafs: Secharja und Mattanja; und von den Söhnen Hemans: Jehiël und Schimi; und von den Söhnen Jedutuns: Schemaja und Usiël. Und sie versammelten ihre Brüder und heiligten sich und sie gingen nach dem Gebot des Königs und entsprechend den Worten des Herrn hinein, um das Haus des Herrn zu heiligen.

[8:21] Hiskia will ganz von vorn anfangen. Und was tut er dafür? Er sagt: „Ich möchte einen Bund machen.“ Für diesen Bund braucht es aber ein intaktes Heiligtum mit Opferdienst, mit geweihten Priestern, mit geheiligten Leviten, die genau das ausführen können, diese Brandopfer, diese Dankopfer, Friedensopfer, und die dann auch am Räucheraltar Rauch aufsteigen lassen können und Gebet zu Gott schicken. In kürzester Zeit veranlasst Hiskia all diese Dinge. Er hat nichts, keine Zeit zu verlieren. Er fackelte nicht lange und ihm ist es so sehr daran gelegen, dass alles wieder herzustellen. Das ist seine Priorität Nummer eins.

[9:08] Vers 16: „So gehen die Priester hinein in das Innere des Hauses des Herrn, um es zu reinigen und schafften alles Unreine, das in der Tempelhalle des Herrn gefunden wurde, hinaus in den Vorhof am Haus des Herrn. Und die Leviten nahmen es und trugen es hinaus zum Tal Kidron.“

[9:29] Ja, zuerst mussten sich die Priester heiligen und reinigen, Vers 15. Und dann sollten sie das Heiligtum reinigen. Diese Reihenfolge, die haben wir jetzt schon zweimal gelesen. Und das wirkt irgendwie, als wäre das Heiligtum eine Art Abstellkammer für Götzen gewesen, dass das erstmal alles geheiligt und gereinigt und aufgeräumt werden musste. Und wie wir gelesen haben, wird all das in das Tal Kidron geworfen, es wird abtransportiert, sozusagen beseitigt, aus den Augen, weggefegt.

[10:03] Wir lesen weiter Vers 17: „Und zwar begannen sie mit der Heiligung am ersten Tag des ersten Monats, also ganz am Anfang der Regierung von Hiskia. Und am achten Tag desselben Monats kamen sie in die Vorhalle des Herrn. Und sie heiligten das Haus des Herrn acht Tage lang. Und am 16. Tag des ersten Monats wurden sie fertig.“ Also gut zwei Wochen haben sie gebraucht. „Da gingen sie hinein zum König Hiskia und sprachen: Wir haben das ganze Haus des Herrn gereinigt, den Brandopferaltar und alle seine Geräte, auch den Schaubrot-Tisch und alle seine Geräte, auch alle Geräte, die der König Ahas während seiner Regierung entweiht hat, als er sich versündigt. Haben wir wieder hergerichtet und geheiligt. Und siehe, sie sind vor dem Altar des Herrn.“

[10:57] Also acht Tage aufräumen, acht Tage Heiligen des Heiligtums. Und was können wir daraus lernen?

[11:03] Was können wir von diesem Hiskia lernen, dem es so sehr daran gelegen war, das Heiligtum wieder instand zu setzen? Das Heiligtum hatte den höchsten Stellenwert für ihn im Staat. Er hat keine Regierungsgeschäfte gemacht, sondern das Erste, was von seiner Regierung berichtet wird – und er war erst 25 – war das Heiligtum. Er hat es verstanden, dass in der richtigen Anbetung sowohl das Heil seines Volkes lag.

[11:34] Lasst uns heute darüber nachdenken, ob wir unseren eigenen Tempel – denn wir sind ja auch der Tempel des Heiligen Geistes, ein Heiligtum – ob wir unser Herz, unser Geist, unseren Sinn, unseren Körper auch gereinigt haben, so dass Gott darin wohnen kann und sich wohlfühlen kann. Lasst uns noch gemeinsam beten.

[11:53] Lieber Herr Jesus, auch wir sind ein Heiligtum, das gereinigt und geheiligt werden sollte. Wir bitten dich, dass wir alles hinaustun und in ein tiefes Tal werfen, was dort nicht hineingehört, damit du darin wohnen kannst und dass du es erfüllen kannst, so wie Hiskia es mit dem irdischen Heiligtum gemacht hat. Herr, wir danken dir dafür, dass du uns überhaupt zu solchen Heiligtümern machst und dass wir deinen Geist in uns haben dürfen. Amen.


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