In diesem Teil der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Chronik 28. Er analysiert die tragische Herrschaft König Ahas‘ von Juda, dessen Abfall von Gott zu militärischen Niederlagen und der Demütigung durch Assur führte. Trotz der Dunkelheit wird ein seltener Moment der Barmherzigkeit im Nordreich Israel hervorgehoben, der zeigt, wie das Hören auf Gottes Wort zu Mitgefühl führen kann. Das Video warnt eindringlich vor den Folgen, wenn Menschen Gottes Botschaft ignorieren und sich stattdessen Götzen zuwenden.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 28:7-28:24
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Teil 503. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass dein Wort uns deutlich und klar zeigt, um welche Themen es am Ende der Zeit gehen wird. Und dass wir, auch wenn wir im Alten Testament diese Geschichten der Könige lesen, trotzdem erkennen können, was die Herausforderungen der Endzeit sein werden. Also möchten wir dich bitten, dass wir aus der Geschichte von Ahas lernen, dass wir die Warnungen, die Gottes Wort uns gibt, ernst nehmen und dass wir aus jedem Wort lernen, das du uns sendest, Herr. Wir wünschen uns so sehr, versiegelt zu werden und dass wir das Malzeichen des Tieres niemals annehmen. Sprich jetzt auch durch dein Wort zu uns und hab Dank dafür. Im Namen Jesu, Amen.
[1:34] Wir sind in 2. Chronik 28. Es geht um König Ahas, der ein böser König in Juda ist, und infolgedessen gibt es Krieg. Die Aramäer bedrängen das Südreich. Das Nordreich Israel fügt Juda eine dramatische Niederlage zu. Wir lesen ab Vers 7: "Zudem erschlug Sichri, ein Held Ephraims, Maaseja, den Sohn des Königs, und Asrikam, den Vorsteher des Königshauses, und Elkana, den zweiten nach dem König." Also ganz wesentliche Leute für die Regierung sind hier in diesem Krieg gefallen. Und die Kinder Israels führten von ihren Brüdern 200.000 Frauen, Söhne und Töchter gefangen hinweg und machten dazu große Beute unter ihnen und brachten die Beute nach Samaria. Ein gewaltiger Schlag für das Südreich. Es war aber dort, also in Samaria, im Nordreich, ein Prophet des Namens Oded, der ging hinaus dem Heer entgegen, das nach Samaria kam, und sprach zu ihnen: "Siehe, weil der HERR, der Gott eurer Väter, über Juda zornig ist, hat er sie in eure Hand gegeben, und ihr habt sie niedergemetzelt mit einer Wut, die zum Himmel schreit."
[3:00] Hier finden wir ein interessantes Prinzip, das wir immer und immer wieder in der Bibel sehen: dass Gott zum Gericht das Vorgehen einer Armee zulässt und entsprechend dieses Gericht sendet, aber dass dann die Grausamkeit der Angreifer selbst eine Sache ist, die Gott nicht gefällt. Man sieht das auch bei den Assyrern in Jesaja 10 zum Beispiel könnt ihr das finden oder auch an anderen Stellen. "Und nun gedenkt ihr, die Kinder Judas und Jerusalems niederzutreten, dass sie eure Knechte und Mägde werden sollen? Was habt ihr denn anderes als Schulden bei dem HERRN, eurem Gott?" Mit anderen Worten: Ihr habt zwar diesen Krieg gewonnen, aber sieht es nicht in eurem Nordreich Israel, dass es zu dem Zeitpunkt wieder tief im Götzendienst verstrickt war? Sieht es da nicht mindestens genauso schlimm aus? "So hört nun auf mich und schickt die Gefangenen wieder zurück, die ihr von euren Brüdern weggeführt habt, denn der brennende Zorn des HERRN lastet auf euch."
[4:03] Da standen einige Männer von den Häuptern der Kinder Ephraims auf, nämlich Asarja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Meschillemots, Jehiskija, der Sohn Schallums, und Amasa, der Sohn Hadlais, gegen diejenigen, welche vom Feldzug zurückkehrten. Sie sprachen zu ihnen: "Ihr sollt die Gefangenen nicht hierher bringen! Ihr würdet Schuld auf uns bringen vor dem HERRN. Ihr gedenkt, unsere Sünde und Schuld zu vermehren, und doch ist unsere Schuld schon groß genug und der brennende Zorn über Israel." Es würde ja auch nicht mehr viele Jahre dauern, und dann würde Samaria fallen.
[4:43] Da ließen die Krieger die Gefangenen und die Beute vor den Obersten und der ganzen Gemeinde frei. Die Männer aber, die mit Namen genannt sind, machten sich auf und nahmen sich der Gefangenen an und bekleideten alle, die unter ihnen ohne Kleidung waren, mit Kleidern von der Beute, zogen ihnen Schuhe an und gaben ihnen zu essen und zu trinken und salbten sie und führten alle, die zu schwach waren, auf Eseln und brachten sie nach Jericho, zur Palmenstadt, in die Nähe ihrer Brüder und kehrten dann wieder zurück nach Samaria.
[5:18] Ein seltener Lichtblick in diesen vielen Kriegsgeschichten, der deutlich macht, dass es durchaus auch Mitleid und Erbarmen gab und dass dort, wo man auf das Wort Gottes hört, wo die prophetische Botschaft in das Herz hineindringt, man Mitleid auch mit dem Feind hat und für ihn sorgt und nicht auf Kosten anderer sich bereichert, sondern sich dafür einsetzt, dass Menschen, die alles verloren haben, wieder das zurückerhalten, was ihnen eigentlich zusteht. Hier sieht man, was passiert, wenn Menschen auf das Wort Gottes hören und es nicht stolz zurückweisen.
[6:02] Zu jener Zeit sandte der König Ahas Botschaft zu den Königen von Assur, dass sie ihm helfen sollten. Zu dieser Zeit begannen die Assyrer wiederum zu erstarken und Stück für Stück Königreich für Königreich in Nordwest-Mesopotamien, in Nordwest-Syrien muss ich sagen, zu erobern.
[6:27] Auch die Edomiter waren wieder gekommen und hatten Juda geschlagen und führten Gefangene hinweg. Nun also bedrängt von den Aramäern, von dem Nordreich Israel, jetzt auch aus Südosten von den Edomitern. Dazu fielen die Philister in die Städte der Schefela und des Südens von Juda ein und hatten Beth-Schemesch, Ajalon, Gederoth, Socho mit seinen Tochterstädten, Timna mit seinen Tochterstädten und Gimso mit seinen Tochterstädten eingenommen und wohnten darin.
[6:56] Denn der HERR demütigte Juda um Ahas willen, des Königs von Israel; denn er hatte in Juda Zügellosigkeit getrieben und sich schwer an dem HERRN versündigt.
[7:05] Da rückte Tiglath-Pileser – das ist der berühmte Tiglath-Pileser III., der letztendlich Assyrien zu einem Weltreich gemacht hat durch zahlreiche Eroberungen – gegen ihn heran und er bedrängte ihn, anstatt ihn zu stärken. Ahas dachte, dass er durch ihn Hilfe bekommt. Er wollte ihn ja gegen die Aramäer senden. Aber Tiglath-Pileser hatte ohnehin vorgehabt, weiterzuziehen, auch gegen Israel und dann gegen Juda. Ahas beraubte das Haus des HERRN und das Haus des Königs und die Fürsten und gab alles dem König von Assyrien, aber es half ihm nichts.
[7:43] Ja, zu der Zeit, als er bedrängt wurde, verging er sich noch mehr gegen den HERRN, der König Ahas. Anstatt in der Not zu Gott zu rufen, umzukehren, wie es andere vor und nach ihm getan haben, hat er sich immer weiter tiefer in das Schlamassel hineingedrückt.
[8:02] Er opferte nämlich den Göttern von Damaskus, die ihn geschlagen hatten, indem er sprach: "Weil die Götter der Könige von Aram ihnen helfen, so will ich ihnen opfern, damit sie mir auch helfen." Aber sie dienten nur dazu, ihn und ganz Juda zu Fall zu bringen.
[8:19] Und Ahas nahm die Geräte des Hauses Gottes weg, zerbrach die Geräte des Hauses Gottes und er verschloss die Türen im Haus des HERRN und machte sich Altäre an allen Ecken von Jerusalem.
[8:32] Hier ist einer der Tiefpunkte in der Geschichte des Reiches Juda. Das Heiligtum wird zugeschlossen. Nicht nur wird dort falscher Gottesdienst gemacht oder werden Dinge entwendet, es wird zugemacht, geschlossen. Was für eine dramatische Entwicklung! Menschen, die zum Heiligtum kommen wollten, um dort anzubeten, die Gott verehren wollten, standen vor verschlossenen Türen. Was würdest du denken mit einer Gemeinde, wenn dort die Türen verschlossen werden und wo man nicht mehr hineingehen darf? Aber Gott war auch hier noch nicht fertig mit seinem Volk.
[9:11] Lasst uns gemeinsam beten.
[9:14] Lieber Vater im Himmel, Herr, du weißt, was in unserem Leben alles vor sich geht, und du weißt, wo wir auch anderen Menschen helfen könnten. Schenk du uns Weisheit und Kraft dazu, dass wir in einer Welt, in der sich die Welt immer weiter polarisiert und wo immer mehr die Liebe erkaltet, dass wir auch denen helfen, die nominell unsere Feinde sind, dass wir uns dadurch auszeichnen, liebevoll zu sein und auch für das Wohl anderer darauf zu denken, darauf zu achten und darauf bedacht zu sein.
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