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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp 2. Chronik 33, beginnend mit der tiefen Gottlosigkeit König Manasses. Sie zeigt auf, wie Manasse nach Jahren der Sünde und des Götzendienstes in der Gefangenschaft zu Gott umkehrt und sein Leben radikal ändert. Die Predigt unterstreicht Gottes unermüdliche Gnade und die Hoffnung, dass selbst die verlorensten Herzen zu ihm finden können, bevor sie kurz auf die tragische Herrschaft seines Sohnes Amon eingeht.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute wollen wir zusammen die Seite 510 lesen und verstehen. Und bevor wir das tun, möchte ich mit euch beten.

[0:45] Lieber Gott, wir möchten dir dankbar sein für den Segen, den du auch uns ausschüttest. Wir möchten dich bitten, dass du uns immer ein dankbares Herz gibst, ein fröhliches Herz und auch ein Herz, was bereit ist zu geben. Und dafür danken wir dir. Amen.

[1:04] Wir haben den zweiten Teil von 2. Chronik 33 vor uns und wir haben gestern gesehen, wie viel Segen Hiskia von Gott bekommen hat, aber auch, dass sein Herz sich überhob und dass er stolz geworden ist. Und ich möchte eine Sache nachtragen von gestern: Ich habe gesagt, dass der Stolz wie ein Virus ist und dass es keine Impfung dafür gibt. Es gibt aber ein Medikament, ein Medikament, das wir täglich einwerfen müssen, und das ist das Wort Gottes. Und natürlich gibt es gegen diesen Stolz eine Waffe, das solltet ihr unbedingt wissen, denn wir sollen ja gewappnet sein jeden Tag, dass wir gegen die Versuchungen ankämpfen können. Und das sind wir durch das Schwert, durch das Wort Gottes. Wir haben auch gestern den Anfang von Manasses Regentschaft gelesen, wie er mit zwölf Jahren König wurde und wie er all das Gute, was Hiskia eingeführt hat, zunichtegemacht hat. Und heute wollen wir dort weiterlesen, wie es Manasse erging in seinem Leben und welche große Wendung es genommen hat. Und wir starten dafür in 2. Chronik 33 ab Vers 7.

[2:14] Er setzte auch das Götzenbild, das er machen ließ, in das Haus Gottes, von dem Gott zu David und seinem Sohn Salomo gesagt hatte: „In dieses Haus und nach Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels gewählt habe, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich. Und ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Land vertreiben, das ich ihren Vätern bestimmt habe, wenn sie nur darauf achten, alles zu tun, was ich ihnen geboten habe, in dem ganzen Gesetz, in den Satzungen und Rechten durch Mose.“ Aber Manasse verführte Juda und die Einwohner von Jerusalem, sodass sie Schlimmeres taten als die Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertilgt hatte.

[2:58] Manasse tut alles denkbar Schlimme, was ein Mensch Gott und anderen Menschen antun kann. Das tat Manasse. Wir werden hier unterrichtet von verschiedenen Dingen wie Götzendienst, Zauberei, Wahrsagerei, Geisterbefragung, Gotteslästerung, Verführung und die Liste ließe sich noch weiter fortführen. All das tat Manasse. Und wenn wir uns ein bisschen in Gott hineinversetzen, dann glaube ich, dass Gott in solchen Zeiten, als Menschen wie Manasse sein Volk geführt haben, es Gott doch etwas schwerfiel, sein Versprechen, was er David gegeben hatte, nämlich sein Haus auf ewig fortbestehen zu lassen, dass Gott ein bisschen Mühe gehabt haben muss, dieses Versprechen aufrechtzuerhalten. Aber Gott steht immer zu Versprechen und so hat er das auch hier gehalten. Wir lesen weiter Vers 10:

[3:53] Und der Herr redete zu Manasse und zu seinem Volk, aber sie achteten nicht darauf. Da ließ der Herr die Heerführer des Königs von Assur über sie kommen, die fingen Manasse mit Haken und banden ihn mit zweifachen Ketten und führten ihn nach Babel ab. Als er nun in der Not war, flehte er den Herrn, seinen Gott, an und demütigte sich vor dem Gott seiner Väter. Und als er zu ihm betete, ließ sich Gott von ihm erbitten, so dass er seine Pläne hörte und ihn wieder nach Jerusalem zu seinem Königreich brachte. Da erkannte Manasse, dass der Herr Gott ist. Danach baute er eine äußere Mauer an der Stadt Davids, westlich von der Gihonquelle im Tal und bis zum Eingang beim Fischtor und rings um den Ophel und machte sie sehr hoch. Und er legte Hauptleute an alle festen Städte Judas.

[4:54] Dieser Manasse, er erlebt hier eine unglaubliche Wendung und macht eine 180-Grad-Drehung. Und wir können sehen, wie jemand, von dem man nie und nimmer gedacht hätte, dass er noch zu Gott findet, genau das tut. In der Not findet er zu seinem Gott zurück. Und das gibt uns wirklich Hoffnung, dass jemand, der in unseren Augen so was von verloren scheint, dass auch so eine Person zu Gott finden kann. Und Gott hat Wege und Mittel, Menschen zur Umkehr zu bewegen. Es ist nur die Frage, wie Menschen darauf reagieren, aber Gott versucht es immer und immer wieder. Und er hat auch Manasse nach so vielen schlimmen Jahren seiner Regierung nicht aufgegeben und hat ihn in diese Not kommen lassen, damit er darüber nachdenkt, wem man eigentlich gehört und wer eigentlich sein Gott ist. Und es hat funktioniert. Manasse hat sich hier, abgeführt durch die Assyrer nach Babel, bekehrt in den eisernen Ketten. Wir lesen

[6:02] weiter Vers 15: Er tat auch die fremden Götter weg und entfernte das Götzenbild aus dem Haus des Herrn und alle Altäre, die er auf dem Berg des Hauses des Herrn und in Jerusalem gebaut hatte, und warf sie vor die Stadt hinaus. Und er richtete den Altar des Herrn wieder auf und opferte darauf Friedensopfer und Dankopfer und befahl Juda, dass sie dem Herrn, dem Gott Israels, dienen sollten. Zwar opferte das Volk noch auf den Höhen, aber nur dem Herrn, seinem Gott.

[6:37] Was aber mehr von Manasse zu sagen ist und sein Gebet zu seinem Gott und die Reden der Seher, die im Namen des Herrn, des Gottes Israels, zu ihm redeten, siehe, das steht im Geschichtsbuch der Könige von Israel. Sein Gebet und wie sich Gott von ihm hatte bitten lassen und alle seine Sünde und seine Treulosigkeit und die Stätten, wo er die Höhen baute und die Aschera-Standbilder und Götzenbilder aufstellte, ehe er gedemütigt wurde, siehe, das ist beschrieben im Geschichtsbuch Hoseis. Und Manasse legte sich zu seinen Vätern und man begrub ihn in seinem Haus. Und sein Sohn Amon wurde König an seiner Stelle.

[7:18] Wir haben hier ein kleines Déjà-vu, nämlich ein schlechter König, ein Volk, das dem Götzendienst erlegen ist, dreht sich hin zur wahren Anbetung. Aber wir müssen auch konstatieren, dass das Volk Israel natürlich ein halbes Jahrhundert geprägt war durch bösen Götzendienst, durch schlimme Anbetung, durch Dinge, die Gott wirklich herausgefordert haben, die Gott missfallen haben. Und es mag sich ja erstmal gut möglich sein, dass ein Mann wie Manasse sich bekehrt, aber ein ganzes Volk, das sich bekehrt, das ist eine viel größere Sache. Und das hat natürlich viel Arbeit erfordert und da hätten viele Herzen gedemütigt werden müssen, und das ist leider nicht so passiert, wie wir dann auch gleich sehen werden. Interessant, und das möchte ich erwähnen, ist am Ende von Vers 19 die Erwähnung eines Geschichtsschreibers Hosei. Und wir lesen nur hier in der Bibel von diesem Mann und anscheinend gab es noch weitere Bücher, die genau diese Sachen aufgezeichnet haben, Geschichtsschreiber. Und was würde man darum geben, wenn man die heute hätte, wenn man die lesen könnte, das wäre natürlich grandios. Aber wir haben hier nur ihre Erwähnung und wissen – und das ist uns mehrmals in Chronik und Könige begegnet – dass es durchaus andere Bücher gab, auch von Propheten, die nicht den Eingang in die Bibel gefunden haben, die anscheinend ja das Buch doch noch dicker gemacht hätten, aber die nicht so relevant waren, dass Gottes Meinung war, sie sollten hinein, auch wenn sie vielleicht interessant gewesen wären.

[9:07] Wir lesen ab Vers 21: Amon war 22 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte zwei Jahre lang in Jerusalem. Er tat aber, was böse war in den Augen des Herrn, wie es sein Vater Manasse getan hatte. Und Amon opferte allen Götzen, die sein Vater Manasse gemacht hatte, und diente ihnen. Aber er demütigte sich nicht vor dem Herrn, wie es sich sein Vater Manasse gedemütigt hatte, sondern Amon lud große Schuld auf sich. Und seine Knechte machten eine Verschwörung gegen ihn und töteten ihn in seinem Haus. Aber das Volk des Landes erschlug alle, welche die Verschwörung gegen den König Amon gemacht hatten. Und das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia zum König an seiner Stelle.

[9:56] Ja, der Amon, der junge Amon, wird hierfür nur zwei Jahre König und tritt voll in die Fußstapfen des Manasse, des früheren Manasse, der Götzendienst betrieben hatte. Und Amon ereilt ein für eine Verschwörung. Wir lesen öfter in Könige und Chronik von Verschwörungen, die gemacht wurden. Und seine eigenen Knechte ermorden ihn. Kein schönes Ende für den 24-jährigen Amon. Morgen werden wir sehen, wie sein Sohn Josia, der erst acht Jahre alt ist, König wird und wie für das Volk wieder bessere Zeiten anbrechen. Lasst uns gemeinsam beten.

[10:41] Herr, wir haben heute gesehen, dass du Gebete hörst, dass du Menschenherzen bewegen kannst, die so böse sind, und du kannst daraus Gutes machen. Herr, du hast in deinem Wort gesagt, du willst das steinerne Herz herausnehmen und das fleischerne hineingeben. Das hast du bei Manasse getan, das tust du bei so vielen Menschen. Wir möchten dich bitten, dass du es auch bei uns tust, dass du uns ein neues Herz schenkst und einen neuen Geist und einen neuen Sinn, damit wir dir von ganzem Herzen dienen. In deinem Namen. Amen.


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