In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Details der Tempelgeräte und die Fertigstellung des salomonischen Tempels gemäß 2. Chronik 4-5. Er vergleicht die Ausstattung des Tempels mit der Stiftshütte und betont die theologische Kontinuität trotz der Vergrößerung. Der Höhepunkt ist die feierliche Überführung der Bundeslade in das Allerheiligste, die Davids Wunsch erfüllt und die Einheit von Gottes Erlösungswerk und Seinem Gesetz symbolisiert.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 4:6-5:8
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Seite 479. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, der du im Himmel thronst, in deinem himmlischen Heiligtum, wo Jesus jetzt für uns eintritt, und bitten dich, dass die Kraft des Heiligen Geistes uns dein Wort aufschließt, dass wir es verstehen können und dass wir in unserem alltäglichen Glauben gestärkt werden. Herr, wir brauchen deine Hilfe und bitten dich, dass du uns führst, sei unser Lehrer nach deiner Verheißung. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:14] Wir sind im 2. Chronik Kapitel 4. Es geht gerade um die Geräte des Tempels, für den Tempel, den Salomo durchführt. In Vers 6 lesen wir in 2. Chronik 4: "Und er stellte zehn Becken her und setzte fünf zur Rechten und fünf zur Linken, da durfte man darin waschen, was zum Brandopfer gehörte. Das spülte man daran ab. Das Wasserbecken aber war für die Waschungen der Priester bestimmt. Er fertigte auch zehn goldene Leuchter nach ihrer Vorschrift und setzte sie in den Tempel, fünf zur Rechten und fünf zur Linken."
[1:57] Es würde sich sicher lohnen, noch die Details des salomonischen Tempels zu studieren. Soweit ich sehen kann, hat man sich vor allem in der Vergangenheit viel um die Stiftshütte gekümmert und die einzelnen Gegenstände dort genauer analysiert. Aber ich für mich selbst habe festgestellt, dass gerade der salomonische Tempel noch einige Details enthält, die noch nicht so klar verstanden werden oder wo man wahrscheinlich noch sehr viel mehr entdecken könnte.
[2:29] Fest steht, die Geräte sind nicht nur größer gewesen, zum Teil gibt es sie auch sehr viel öfter. Statt nur einen siebenarmigen Leuchter in der Stiftshütte, gibt es hier zehn Leuchter, was also deutlich macht, dass mit der Veränderung der Größe, mit der größeren Skala, sozusagen, in der gearbeitet wird, auch bestimmte Details angepasst werden. Und das würde sich sehr lohnen, darüber nachzudenken, was das praktisch für die Heiligtumslehre bedeutet.
[3:04] Er machte zehn Tische und stellte sie in den Tempel, fünf zur Rechten und fünf zur Linken. Auch machte er 100 goldene Sprengschalen. Er machte auch einen Vorhof für die Priester und den großen Vorhof, sowie Türen für den Vorhof und überzog die Türen mit Erz. Und er setzte das Wasserbecken auf die rechte Seite nach Südosten hin. Und Hiram machte die Töpfe, die Schaufeln und die Sprengschalen. Und so vollendete Hiram das Werk, das er für den König Salomo am Haus Gottes zu machen hatte, nämlich die zwei Säulen und die Kugeln der Kapitelle oben auf den Säulen und die beiden Geflechte um die zwei Kugeln der Kapitelle auf den Säulen zu bedecken, sowie die 400 Granatäpfel an beiden Geflechten, zwei Reihen Granatäpfel an jedem Geflecht, um die zwei Kugeln der Kapitelle oben auf den Säulen zu bedecken. Auch machte er die Gestelle und die Becken auf den Gestellen und das große Wasserbecken, wo die zwölf Rinder darunter waren, und die Töpfe, Schaufeln, Gabeln und alle ihre Gefäße machte Hiram Abis dem König Salomo für das Haus des Herrn aus glänzendem Erz. In der Jordan-Ebene ließ der König gießen in lehmiger Erde zwischen Sukkot und Zeredata. Und Salomo machte alle diese Geräte in sehr großer Menge, so dass das Gewicht des Erzes nicht zu ermitteln war. Und Salomo machte alle Geräte, die zum Haus Gottes gehörten, nämlich den goldenen Altar, die Tische, auf denen die Schaubrote liegen, und die Leuchter mit ihren Lampen aus lauterem Gold, um sie nach der Vorschrift vor dem Allerheiligsten anzuzünden, und das Blumenwerk und die Lampen und die Lichtschere aus Gold. Das alles war aus feinstem Gold. Dazu die Messer, Sprengschalen und Rauchopfern aus reinem Gold. Auch den Eingang des Hauses, seien die inneren Türen zum Allerheiligsten, die Türen der Tempelhalle waren vergoldet. Es muss ein prachtvoller Anblick gewesen sein.
[5:10] Es muss ein prachtvoller Anblick gewesen sein. Wir erkennen dieselben Prinzipien wie in der Stiftshütte, und auch damals war ja schon alles sehr prächtig innen drin in der Stiftshütte angefertigt worden. Wir sehen, wie die Größe des Baus einige Änderungen mit sich bringt. Es gibt mehrere Schaubrote, mehrere Leuchter, aber das Ganze führt nicht zu einer Veränderung der theologischen Idee, denn noch immer ist der Schaubrot-Tisch die theologische Idee, noch immer ist der siebenarmige Leuchter präsent, sondern es ist im Grunde eigentlich eine Verstärkung, eine
[5:43] Erweiterung, eine Vergrößerung des Ganzen, was uns natürlich auch wieder vor Augen führt, dass das himmlische Heiligtum ja noch viel herrlicher gewesen ist. Wenn schon hier ein Unterschied besteht zwischen dem salomonischen Tempel und der Stiftshütte in der Wüste, wie viel größer ist dann der Unterschied zwischen dem wahren himmlischen Heiligtum, von dem Hebräer 8, Vers 1 berichtet, und all diesen irdischen Kopien, diesen Abbildern, die ja nur ein Schatten dessen gewesen sind, was im Himmel herrliche Realität ist.
[6:16] Und so wurde das ganze Werk vollendet, das Salomo für das Haus des Herrn ausführte. Und Salomo brachte hinein, was sein Vater David geheiligt hatte, nämlich das Silber und das Gold und alle Geräte, und er legte es in die Schatzkammern des Hauses Gottes. Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser der Kinder Israels in Jerusalem, um die Lade des Bundes des Herrn hinaufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion.
[6:49] Wir haben mehrmals davon gesprochen, wie es das Anliegen von David gewesen ist, Bundeslade und Stiftshütte wieder zu vereinen, die jahrzehntelang getrennt gewesen sind. Zuletzt war die Bundeslade schon nach Jerusalem gekommen, aber das Heiligtum als solches war noch in Gibeon. Davids Wunsch, ein Heiligtum in Jerusalem zu bauen, hatte Gott noch abgelehnt, weil es von Salomo ausgeführt werden sollte. Und jetzt war der große Moment gekommen: Seit Jahrzehnten zum ersten Mal würde die Bundeslade wieder mit dem restlichen Heiligtum vereinigt werden. Sie kam aus der Stadt Davids, das ist die eigentliche ursprüngliche Zitadelle und die Burg Zion, die alte kanaanäische Stadt, die Israeliten durch David erobert hatten.
[7:38] (Südosthügel des heutigen Jerusalems). Und alle Männer von Israel versammelten sich zum König an dem Fest, das heißt im siebten Monat. Gemeint ist das Laubhüttenfest, das letzte der sieben Feste Israels. Und es kamen alle Ältesten von Israel, und die Leviten trugen die Lade. Und sie brachten die Lade hinauf samt der Stiftshütte und allen heiligen Geräten, die in der Stiftshütte waren. Das trugen die Priester und Leviten hinauf. Die alte Stiftshütte und das neue Heiligtum werden jetzt verbunden, in eins gemacht, so dass deutlich wird, dass dieses neu gebaute Heiligtum, dieser Tempel, genau die Funktion der ehemaligen Stiftshütte übernehmen wird. Und König Salomo und die ganze Gemeinde Israels, die sich zu ihm versammelt hatten, standen vor der Lade und opferten Schafe und Rinder, so viele, dass man sie wegen der Menge weder zählen noch berechnen konnte. Und die Priester brachten die Bundeslade des Herrn an ihren Ort, in den Sprachort des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim, dort, wo sie nach dem Willen Gottes schon zur Zeit von Mose ihren Platz gehabt hatte. Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Ort, wo die Lade stand, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.
[9:04] Lasst uns gemeinsam beten.
[9:09] Lieber Vater im Himmel, so viele Christen verstehen nicht, wie das Erlösungswerk und die Zehn Gebote zusammengehören. Aber dein großer Wunsch ist es, dass die Zehn Gebote als Teil, ja, als großes Ziel des Erlösungsplanes integriert werden in unsere Verkündigung, dass die Botschaft vom Kreuz und die Botschaft von der Rechtfertigung und Heiligung, die Botschaft von dem Mittlerdienst Jesu, verbunden wird mit der Botschaft vom Gesetz Gottes. Herr, gib, dass wir das nicht nur theoretisch verstehen, sondern in unserem Leben erfahren und anderen mit Begeisterung und Überzeugung weitergeben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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