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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp den immensen Reichtum und die göttliche Weisheit König Salomos aus 2. Chronik 9. Er zeigt auf, wie Salomos Weisheit Menschen aus aller Welt anzog und wie das Streben nach Gottes Gerechtigkeit alle anderen Segnungen nach sich zieht. Der Vortrag geht dann über zu Salomos Sohn Rehabeam und dessen folgenschwerer Entscheidung, den weisen Rat der Ältesten zu ignorieren, was die Spaltung des Reiches einleitet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Ein Willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 485. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:42] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir nicht von den Worten anderer abhängig sind. Danke, dass wir direkt zu dir sprechen können, dass du uns in deinem Wort direkt begegnest. Danke, dass du mit deinem Heiligen Geist uns Weisheit schenkst und Fragen beantwortest, wie niemand sonst auf dieser Welt, in diesem Universum. Danke, dass wir von dir lernen dürfen und dass wir jeden Tag von deiner Weisheit im Alltag profitieren dürfen. Herr, gib, dass wir dieses Vorrecht von Herzen schätzen und annehmen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:30] Wir sind in 2. Chronik Kapitel 9. Die Königin von Saba hat Salomo besucht und ist außer sich vor Staunen über die Pracht und den Luxus am Hof in Jerusalem. Es geht jetzt um den großen, außergewöhnlichen Reichtum, den Salomo gehabt hat. Wir lesen in Vers 17: „Ferner ließ der König einen großen Thron aus Elfenbein anfertigen und mit dem edelsten Gold überziehen. Und der Thron hatte sechs Stufen und einen goldenen Fußschemel, der an dem Thron befestigt war. Und es befanden sich Armlehnen an beiden Seiten des Sitzes, und zwei Löwen standen neben den Armlehnen. Und zwölf Löwen standen dort auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. Etwas Derartiges ist niemals in irgendeinem Königreich gemacht worden.“

[2:23] Die Königsherrschaft Salomos war international, weltgeschichtlich außergewöhnlich. Auch alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus Gold, und alle Geräte im Haus des Libanon-Waldes waren aus feinem Gold. Denn zu Salomos Zeit wurde das Silber für nichts geachtet. So sehr war Gold verfügbar, und so viel Gold hat es gegeben, dass man Silber schon gar nicht mehr großartig als Edelmetall betrachtete. Denn die Schiffe des Königs fuhren nach Tarsis mit den Knechten Hirams. Diese Tarsis-Schiffe kamen alle drei Jahre einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen. Tarsis wird ganz im Westen des Mittelmeeres, vermutlich in Südspanien, vermutet, wo auch dann gute Handelsbeziehungen zu Afrika bestanden haben müssen. So war der König Salomo größer an Reichtum und Weisheit als alle Könige auf Erden. Gott hatte alle seine Verheißungen versprochen. Salomo hatte um Weisheit gebetet. Gott hatte ihm Weisheit geschenkt und Reichtum, so wie er es vorher gesagt hatte. Wenn wir Gott darum bitten, dass seine Gerechtigkeit in unserem Herzen wohnen wird, dann wird er uns diese Gerechtigkeit schenken und auch alles andere hinzufügen, wie wir in Matthäus 6 und den Versen selbst in der Verheißung Jesu finden.

[3:55] Und alle Könige auf Erden suchten das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hören, die ihm Gott ins Herz gegeben hatte. Die Weisheit, die Gott schenkt, macht auch attraktiv für andere Menschen. Andere Menschen haben ein Interesse an Wahrheit und an Weisheit. Menschen, die Gott sonst nicht kennenlernen, Gott kennen durch Menschen, die die Weisheit Gottes angenommen haben. Jesus Christus ist in der Bibel die Weisheit Gottes. Und wenn wir mit seinem Heiligen Geist erfüllt sind, dann werden unsere Worte, werden unsere Gedanken so sein, dass auch Weltmenschen, die Gott bisher nicht oder kaum kennen, angezogen werden, sich unsere Worte. Möge Gott uns das heute schenken.

[4:49] Und sie brachten jeder sein Geschenk: silberne und goldene Geräte, Kleider, Waffen und Gewürze, Pferde und Maultiere. Salomo hatte 4000 Stellplätze für Streitwagen und 12.000 Reiter, die legte er in die Wagenstädte und zum König nach Jerusalem. Aber hier lag schon die Gefahr dessen, was dann kommen sollte. Denn das Buch 5. Mose hatte Gott hatte in dem Buch 5. Mose künftige Herrscher Israels davor gewarnt, nicht viele Pferde anzuhäufen. Und er war Herrscher über alle Könige vom Euphratstrom bis an das Land der Philister und bis an die Grenzen Ägyptens. Fast die gesamte Levante war unter der Herrschaft des Salomo. Und der König machte das Silber in Jerusalem an Menge den Steinen gleich und das Zedernholz den Maulbeer-Feigenbäumen in der Schefela, oder die Schefela ist das Hügelland, das zwischen der Küstenebene im Westen und dem eigentlichen Bergland Juda bzw. Ephraim da in der Mitte dazwischen liegt. Und man brachte Salomo Pferde aus Ägypten oder aus allen Ländern. Was aber mehr von Salomo zu sagen ist, die früheren und die späteren Begebenheiten, ist das nicht aufgezeichnet in der Geschichte des Propheten Nathan und in der Weissagung Ahias von Silo oder den Gesichtern Iddos, des Sehers, über Jerobeam, den Sohn Nebats. Wir sehen hier, dass es Aufzeichnungen gegeben haben muss von inspirierten Propheten, die wir heute nicht mehr in der Bibel finden. Wir wissen, es gibt kanonische Propheten, Propheten, deren Bücher und schriftliche Erzeugnisse Eingang in die Bibel gefunden haben. Und es gibt genauso gleich inspirierte und gleich wahre Propheten, deren Bücher und Aufzeichnungen aus gewissen Gründen nicht in der Bibel aufgenommen worden sind. Und hier sehen wir ein paar gute Beispiele dafür.

[6:52] Und Salomo regierte in Jerusalem 40 Jahre lang über ganz Israel. Und Salomo legte sich zu seinen Vätern. Man begrub ihn in der Stadt seines Vaters David. Und Rehabeam, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle. Und Rehabeam zog nach Sichem. Ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen. Noch war Jerusalem nicht die selbstverständliche, alleinige Zentrum der israelitischen Welt. Sichem war der Ort, an dem Abraham ganz am Anfang seiner Wanderschaft sein Zelt aufgeschlagen hatte, einen Altar gebaut hatte, ein wichtiger Ort, der auch später noch eine Rolle in der politischen Geschichte spielen würde. Und das geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, dies hörte. Er war aber noch in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war. Und Jerobeam blieb in Ägypten. Diese ganze Geschichte mit Jerobeam lässt sich nachlesen in 1. Könige, wo auch der Abfall Salomos beschrieben ist, der hier in 2. Chronik nicht extra noch einmal aufgerollt wird.

[8:03] Und man sandte hin und rief ihn. Da kamen Jerobeam und ganz Israel und redeten mit Rehabeam und sprachen: „Dein Vater hat unser Joch hart gemacht. So erleichtere du nun den harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er uns auferlegt hat, so wollen wir dir dienen.“ Er sprach zu ihnen: „Kommt in drei Tagen wieder zu mir!“ Und das Volk ging weg. Da beriet sich der König Rehabeam mit den Ältesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch lebte, und sprach: „Wie ratet ihr mir, diesem Volk zu antworten?“ Sie antworteten ihm und sprachen: „Wenn du gegen dieses Volk freundlich und ihm gefällig bist und ihnen gute Worte gibst, so werden sie allezeit deine Knechte sein.“ Freundlichkeit und Entgegenkommen, Verständnis zahlen sich immer aus in zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber er verwarf den Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben hatten, und beriet sich mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm standen.

[9:05] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, da möchte ich von ganzem Herzen bitten, dass du uns mit Weisheit erfüllst. Unser erster Wunsch ist dabei nicht, dass wir alle Geheimnisse der Naturwissenschaft oder andere intelligente Themen, Themen, die Intelligenz erfordern, verstehen, sondern dass wir zuallererst mit deiner Gerechtigkeit bekleidet und erfüllt werden; dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst; dass das Reich Gottes die oberste Priorität in unserem Leben ist. Du hast versprochen, dass alles andere, was uns sonst noch Sorgen machen könnte, an materiellen Dingen, geistigen Dingen, dann an zwischenmenschlichen Dingen, dass du all das hinzufügen wirst, so wie es uns am besten ist. Herr, gib, dass die Weisheit, die du uns schenken möchtest, in unserem Leben so sichtbar wird, dass Menschen auf uns aufmerksam werden und den Glauben an dich wahrhaft attraktiv finden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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