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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die ambivalenten Taten Jehus im Nordreich Israel, der zwar den Baalskult ausrottete, aber an den Sünden Jerobeams festhielt. Anschließend wird die dramatische Rettung des jungen Joasch im Südreich Juda vor der blutrünstigen Athalja thematisiert, die die davidische Dynastie auslöschen wollte. Der Vortrag regt zur Selbstreflexion über die Ganzherzigkeit im Glauben an und zeigt Gottes Treue inmitten menschlichen Versagens.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 423. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, du sagst uns, dass wir eifrig sein sollen. Du sagst durch deinen Sohn Jesus, dass wir eifrig sein sollen und Buße tun sollen. Erschenk uns diesen echten, geheiligten Eifer, der bei uns selbst anfängt. Bewahre uns davor, dass wir einen äußerlichen Eifer zur Schau stellen und dabei in Fanatismus geraten. Herr, ich möchte dich bitten, dass du heute durch dein Wort uns die Augen öffnest und uns auf deinem Weg der Wahrheit leitest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:16] Wir sind in 2. Könige Kapitel 10.

[1:20] Jehu hat durch eine List alle Baalspriester an einem Tag, bei einem vermeintlichen Baalsfest, umbringen lassen und damit den gesamten Baalskult im Nordreich Israel mit einem Schlag beenden lassen. Es heißt dann Vers 27: "Und sie rissen die Gedenksteine – das waren die zerstörten – auch das Haus des Baal und machten Aborte daraus. Die sind dort bis zu diesem Tag." Das war so die schlimmste Demütigung, die man überhaupt machen konnte. Der Kult des Baal, diese Religion, die ja eigentlich eine kultische war, die durch diese Bilder auch besonders gefördert worden war, die sollte für alle Zeiten ausgerottet werden. So vertilgte Jehu den Baal aus Israel.

[2:07] Aber von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte, ließ Jehu jedoch nicht ab, nämlich von den goldenen Kälbern von Bethel und von Dan. Die eigentliche Grundsünde, die im Nordreich Israel seit den ersten Tagen nach der Spaltung vorherrschte, seit König Jerobeam diese goldenen Kälber eingeführt hatte, die wurde auch von diesem Grundübel, wurde von Jehu nicht beseitigt. Nur das weiterführende Übel, nur die schlimmere Stufe des Baalskults. Es war wohl offensichtlich so, dass die Israeliten dachten im Nordreich, dass wir den wahren Gott durch die Kälber anbeten können. Und Jehus Überlegung war also, einen falschen Gott auszurotten mit seinem Götzendienst. Dabei kam er nicht auf die Idee, dass auch die Form des Gottesdienstes, das für den wahren Gott durch die Kälber, nicht akzeptabel war eigentlich.

[3:12] Interessanterweise hatte ja schon Joram, der König zuvor, zumindestens in diese Richtung gearbeitet und den Baalskult etwas vernachlässigt. In gewisser Weise hat also Jehu, obwohl er ihn getötet hat und das Haus Ahabs ausgerottet hat, hier in seinen Fußstapfen etwas gefolgt und nicht das getan, was eigentlich hätte auch getan werden können.

[3:31] Da sprach der Herr zu Jehu: "Weil du dich gut gehalten und getan hast, was recht ist in meinen Augen, weil du am Haus Ahabs gehandelt hast nach allem, was in meinem Herzen war, sollen Nachkommen von dir bis in das vierte Glied auf dem Thron Israels sitzen." Interessanterweise hat Gott trotzdem auch gesehen, was er Gutes getan hat, trotz der Fehler, trotz der Schwierigkeiten, trotz des Fanatismus, der sich bei ihm gezeigt hat, trotz des Festhaltens an alten Sünden. Hat Gott auch den Fortschritt gesehen, das Gute bewertet und entsprechend auch gewertschätzt. Interessant ist, dass er eben keine Dynastie, die unendlich verstrickt, wie es David versprochen hat, sondern nur vier Generationen wurden. Es deutet sich schon an, dass natürlich auch diese Generation aufgrund dem Festhalten an Sünden von kurzer Dauer sein würde.

[4:18] Aber Jehu achtete nicht darauf, von ganzem Herzen nach dem Gesetz des Herrn, des Gottes Israels, zu wandeln, denn er ließ nicht ab von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte. Zu jener Zeit fing Hasael an, Israel zu schmälern, denn Hasael, der König von Aram, von dem wir öfter gehört haben, schlug sie an allen Grenzen Israels, westlich vom Jordan, das ganze Land Gilead, die Gaditer, die Rubeniter und die Manassiter, von Aroer, das am Arnon-Fluss liegt, sowohl Gilead als auch Baschan. Das ganze Ostjordanland gerät jetzt in schwere Bedrängnis.

[4:52] Als aber mehr von Jehu zu sagen ist und alles, was er getan hat, und alle seine großen Taten, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? Bis hierhin. Und wir können schon leider verraten, dass auch danach alle anderen Könige des Nordreiches Israel grundsätzlich böse und schlecht waren. Jehu ist der Einzige, der zumindestens eine geteilte Bewertung bekommt, an dem einiges Gutes sozusagen gefunden worden ist.

[5:22] Der durchaus auch gelobt wird dafür, dass er den Baalskult ausgerottet hat. Und doch, so stellen wir leider fest, war er nicht von ganzem Herzen dem Herrn zugetan. Er hat Dinge getan, die der Prophetie sprachen. Er war überzeugt von der prophetischen Botschaft des Elia. Er war davon überzeugt, dass Gottes Wort wahr ist und sich erfüllt. Er war davon überzeugt, für den Herrn eifern zu möchten. Aber er war nicht von ganzem Herzen Gott untertan. Er hatte nicht von ganzem Herzen Gott geliebt. Wie viele gibt es heute, die an die Prophetie glauben, die Erfüllung der Prophetie sich herbeisehnen, die glauben, dass sie aufrichtig und eifrig sind, aber doch nicht von ganzem Herzen dem Gesetz Gottes nachfolgen? Und vielleicht muss ich mich fragen und vielleicht musst du dich fragen, ob das nicht auch auf mich und auf uns zutrifft.

[6:23] Und Jehu legte sich zu seinen Vätern und sie begruben ihn in Samaria. Und Joahas, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle. Die Zeit, die Jehu über Israel in Samaria regierte, betrug 28 Jahre.

[6:39] Als aber Athalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte alle königlichen Nachkommen um. Sie war ja aus dem Hause Omri, sie war eine Tochter Ahabs. Obwohl im Nordreich der Baalskult ausgerottet war, regierte sie jetzt sozusagen ebenso siegreich durch die Athalja, die jetzt tatsächlich die Dynastie des Davids auslöschen möchte. Dahinter natürlich der Versuch Satans stand, den Messias zu verhindern.

[7:13] Obwohl wir schon eine Ankündigung gesehen haben, in dem es hieß, eben nicht durch diese Königssöhne kam nämlich eine andere Linie Davids durch einen anderen Sohn.

[7:25] Aber Joscheba, die Tochter des Königs Joram, die Schwester Ahasjas, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn weg aus der Mitte der Königssöhne, die getötet worden waren, und brachte ihn samt seiner Amme in eine Schlafkammer. Und sie verbargen ihn vor Athalja, und er wurde nicht getötet.

[7:41] Einer bleibt übrig aus der Dynastie, aus dem Kreis der Königssöhne. Und er war sechs Jahre lang bei ihr im Haus des Herrn verborgen, während Athalja über das Land herrschte. Es sah so aus, als ob das Fortbestehen der Dynastie Davids am seidenen Faden hing.

[8:01] Aber im siebten Jahr ließ Jojada die Obersten über die Hundertschaften der Kariter und Läufer holen und zu sich in das Haus des Herrn kommen. Und er machte mit ihnen einen Bund und nahm einen Eid von ihnen im Haus des Herrn und er zeigte ihnen den Sohn des Königs. Wir werden noch sehen, er war jetzt sieben Jahre alt. Er war also als Baby, als Säugling, verborgen worden. Und sprach: "Das ist es, was wir tun sollen: Der dritte Teil von euch, die ihr am Sabbat antretet, soll Wache halten im Haus des Königs, und ein Drittel am Tor Sur, und ein Drittel am Tor hinter den Läufern. Und ihr sollt Wache halten beim Haus zur Abwehr. Und zwei andere Abteilungen von euch, alle, die am Sabbat abtreten, sollen im Haus des Herrn um den König Wache halten. Und ihr sollt euch rings um den König scharen, jeder mit seinen Waffen in der Hand. Wer aber in die Reihen eindringt, der soll getötet werden. Und ihr sollt bei dem König sein, wenn er aus- und eingeht."

[8:51] Und die Obersten über die Hundertschaften taten alles, wie es ihnen der Priester Jojada geboten hatte. Und sie nahmen jeder seine Männer, die am Sabbat antraten, samt denen, die am Sabbat abtraten, und kamen zu Jojada, dem Priester. Und der Priester gab den Obersten über die Hundertschaften die Speere und Schilde, die dem König David gehört hatten und die im Haus des Herrn waren.

[9:12] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich um Verzeihung bitten, wenn wir selbst in unserem eigenen Leben zwar sehr für die Prophetie und die prophetische Botschaft geeifert haben, aber in unserem persönlichen Leben nicht völlig von ganzem Herzen dem Gesetz Gottes gefolgt sind.

[9:31] Herr, du weißt, was in unserem Herzen ist, und wir möchten dich bitten, dass du uns das offenbarst, wo unser ganzes Herz an sündigen Anteilen krank ist, dass du es reinwaschen kannst, dass du uns ein neues Herz geben kannst, dass du uns dein Gesetz in unser Herz schreiben kannst, deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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