Christopher Kramp beginnt die Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit einer tiefgehenden Betrachtung von 2. Könige 1, Verse 1-13. Er analysiert die Geschichte von König Ahasja, der Baal-Sebub befragt, und Elias mutiges Eintreten für Gottes Wort. Das Video beleuchtet die Bedeutung von Gottes Autorität gegenüber menschlicher Anmaßung und ruft dazu auf, Gottes Wort mit Ehrfurcht und Gehorsam zu begegnen.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Könige 1:1-1:13
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Könige, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 409.
[0:39] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir die Bibel haben. Danke, dass es dieses Buch, einen solchen Schatz, darstellt an Wahrheiten, an Lektionen, an Illustrationen, die uns zeigen, wie du in unserem persönlichen Leben wirken kannst und möchtest.
[0:59] Herr, wir möchten dich bitten, dass wir jeden Tag voller Freude aus deinem Wort solche Lektionen herausziehen können, die uns helfen können, im Alltag ein Licht für dich zu sein und fest verbunden zu sein mit dir.
[1:12] Danke auch für das Buch der Könige, das uns zeigt, wie über Generationen hinweg der Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum geführt worden ist und wie du dich um dein Volk bemüht hast durch prophetische Botschaft.
[1:27] Herr, wir möchten dich jetzt von ganzem Herzen bitten, dass du alles Störende verhältst, dass wir uns gut konzentrieren können auf dein Wort und dass du durch den Heiligen Geist es unseren Herzen sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:45] Wir beginnen heute mit 2. Könige. Eigentlich bilden ja 1. und 2. Könige ein einziges Buch, wie wir sehen werden. Es ist ungefähr in der Mitte geteilt worden, und zwar ziemlich genau in einem zusammenhängenden Abschnitt über den König Ahasja.
[2:02] Wir haben das letzte Mal gesehen, dass Ahasja, als Sohn des Ahab, der gestorben war, nun neuer König im Nordreich Israel geworden ist und genauso den Götzendienst und die Kultschuld seines Vaters und seiner Mutter Isebel, die noch lebte, fortgeführt hat.
[2:21] Wir lesen jetzt in 2. Könige 1, Vers 1: „Als aber Ahab tot war, wurden die Moabiter von Israel abtrünnig.“
[2:31] Diese Geschichte kann man übrigens auch nachlesen in der berühmten Mescha-Stele, die im Louvre ausgestellt ist, einem großen, bei ihnen im schwarzen Stein, eine Inschrift, einer Königsinschrift des moabitischen Königs Mescha. Wir werden noch mehr davon hören, wenn wir über 2. Könige 3 sprechen.
[2:52] Und Ahasja fiel in seinem Obergemach in Samaria durch das Gitter und wurde krank. Und er sandte Boten und sprach zu ihnen: „Geht hin und befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron – also von einer Stadt der Philister –, ob ich von dieser Krankheit genesen werde.“
[3:09] Übrigens, dieser Baal-Sebub ist dann später im Neuen Testament auch Beelzebub genannt worden. Da kommt dieser Name her. Und Jesus ist später angeklagt worden von den Pharisäern, er würde seine Heilungen durch den Beelzebub vornehmen.
[3:23] Also, was sie eigentlich damals ausdrücken wollten – wir können das nachlesen in Matthäus 12 unter dem Vers –, war, dass Jesus angeblich durch einen philistischen Gott seine Handlungen durchführt, was natürlich völliger Unsinn war, aber was zeigt die Boshaftigkeit der Pharisäer, die ihn hier anschuldigen.
[3:44] Aber der Engel des Herrn sprach zu Elia, dem Tischbiter: „Mache dich auf und gehe den Boten des Königs von Samaria entgegen und sprich zu ihnen: Gibt es denn keinen Gott in Israel, dass ihr hingeht, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen?“
[3:59] „Und darum spricht der Herr: Du sollst von dem Bett, auf das du dich gelegt hast, nicht herunterkommen, sondern du wirst gewisslich sterben.“ Und Elia ging.
[4:10] Die Boten aber kehrten wieder zu dem König zurück. Da fragte er sie: „Warum kommt ihr wieder?“
[4:14] Sie sprachen zu ihm: „Ein Mann kam uns entgegen, er sprach zu uns: Kehrt wieder zurück zu dem König, der euch gesandt hat, und sagt zu ihm: So spricht der Herr: Gibt es denn keinen Gott in Israel, dass du hinsendest, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? Darum sollst du von dem Bett, auf das du dich gelegt hast, nicht herunterkommen, sondern du wirst gewisslich sterben.“
[4:36] Wir haben das Privileg, das Vorrecht, dass wir uns an unseren Gott wenden dürfen. Wir müssen nicht uns an die Welt wenden, um zu wissen, ob es mit uns besser wird.
[4:49] Wir sind dankbar für jede wahre Wissenschaft, die in Übereinstimmung ist mit dem Wort Gottes. Aber wenn wir die Wahl haben zwischen dem Wort Gottes und weltlicher Philosophie, egal auf welchem Wissensgebiet es ist, ist es unser Vorrecht als gläubige Menschen, als gläubige Christen, Gott selbst zu befragen im Gebet und im Bibelstudium, was er uns zu sagen hat.
[5:12] Da sprach er zu ihnen: „Wie sah der Mann aus, der euch begegnete und dieses Zeug sagte?“ Sie sprachen zu ihm: „Der Mann trug einen Mantel aus Ziegenhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden.“ Er sprach: „Es ist Elia, der Tischbiter.“
[5:24] Propheten zeichneten sich, wie hier Elia, durch eine besonders einfache Kleidung aus, einen Umstand, der später auch Johannes den Täufer dazu veranlasste, als Prophet für seine Zeit ebenfalls eine solche schlichte Kleidung zu tragen und sich in die Tradition auf dieses Erbe der männlichen Propheten Elia zu stellen.
[5:45] Es gibt eine besondere Parallele zwischen Elia und Johannes dem Täufer in vielerlei Hinsicht.
[5:54] Diese Geschichte zeigt uns aber auch, dass wir als Kinder Gottes aufgefordert sind, in unserer Kleidung ebenfalls einfach und schlicht zu sein und uns nicht durch unnötigen Luxus in der Welt versuchen zu behaupten.
[6:06] Man konnte den Elia an seiner Kleidung erkennen. Die Frage ist: Kann man an unserer Kleidung unser Bekenntnis zu Gott erkennen in dieser Welt?
[6:16] Und er sandte einen Hauptmann über 50 zu ihm mit seinen 50 Leuten. Als der zu ihm hinaufkam, siehe, da saß er oben auf dem Berg. Er sprach zu ihm: „Du Mann Gottes, der König sagt: Komm herab!“
[6:29] Hier ist ein Mann, der genau weiß, dass in Elia ein Prophet ist, aber er befiehlt ihm im militärischen Befehlston und sagt sozusagen, dass der Prophet, der repräsentativ das Wort Gottes darstellt, sich dem König unterordnen soll: „Komm herab!“
[6:44] Aber Elia antwortete dem Hauptmann über 50 und sprach zu ihm: „Wenn ich ein Mann Gottes bin, so soll Feuer vom Himmel fallen und dich und deine 50 verzehren!“ Da fiel Feuer vom Himmel und verzehrte ihn und seine 50.
[7:00] Und er sandte nochmals einen anderen Hauptmann über 50 zu ihm mit seinen 50. Der redete und sprach zu ihm: „Du Mann Gottes, so spricht der König: Komm rasch herab!“
[7:09] Elia antwortete und sprach zu ihnen: „Wenn ich ein Mann Gottes bin, so soll Feuer vom Himmel fallen und dich und deine 50 verzehren!“ Da fiel das Feuer Gottes vom Himmel und verzehrte ihn und seine 50.
[7:20] Das Feuer Gottes in der Bibel ist in der Regel ein Symbol für seine Liebe, die aber Sünde vernichtet. Und hier wird deutlich, dass diese Menschen in ihrer Sündhaftigkeit meinten, dem Wort Gottes Befehle erteilen zu können, das sich hier in der Person durch Elia repräsentierte.
[7:40] Elia war der Mann Gottes, der Gottes Wort auf den Lippen führte.
[7:46] Da sandte er noch einen dritten Hauptmann über 50 mit seinen 50. Als nun dieser dritte Hauptmann über 50 bittend zu ihm hinaufkam, beugte er seine Knie vor Elia und bat ihn und sprach zu ihm: „Du Mann Gottes, lass doch mein Leben und das Leben deiner Knechte, dieser 50, etwas vor dir gelten!“
[8:02] Was für eine komplett andere Einstellung gegenüber dem Wort Gottes! Zwei Hauptmänner meinten einfach befehlen zu können dem Propheten, der für Gott sprach, aber einer, der zitterte vor dem Wort Gottes.
[8:16] Die Bibel sagt uns, dass Gott auf diejenigen schaut, die vor seinem Wort zittern, die sein Wort nicht herumdirigieren und meinen, bestimmen zu können, was Gottes Wort zu sagen hat und nicht zu sagen hat, sondern die sich bewusst machen, dass sie, wenn sie sich den Prophezeiungen der Bibel nähern, dass sie sich dem lebendigen Gott nähern, der durch diese Prophezeiung zu ihnen spricht.
[8:39] Lasst uns auch diese Einstellung haben und vor Gottes Wort zittern, weil wir wissen, dass Gott Macht hat, durch sein Wort unser Leben zu verändern.
[8:48] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass wir keine Angst vor dir haben brauchen, weil du uns lieb hast.
[8:58] Aber bewahre uns vor Anmaßung, bewahre uns davor, dass wir dein Wort bestimmen wollen, sondern dass wir wirklich durch deinen Geist eine solche Einstellung an den Tag legen, dass wir vor deinem Wort zittern, nicht aus Angst vor der Strafe, sondern auch in dem Bewusstsein, welche Macht mit deinem Wort steht und wie mächtig und heilig du bist.
[9:24] Ja, darum bitten wir dich für den heutigen Tag im Namen Jesu. Amen.
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