Veröffentlicht am
280 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in 2. Könige 1:14-2:14 ein. Er beleuchtet die dramatische Himmelfahrt Elias und die unerschütterliche Entschlossenheit Elisas, der seinem Meister bis zum Schluss folgt, um einen doppelten Anteil seines Geistes zu empfangen. Die Predigt ermutigt dazu, Gottes Segen voll auszuschöpfen und seinem Wort treu zu bleiben, da Gott oft größere Pläne hat, als wir uns vorstellen können. Entdecke, wie Hartnäckigkeit im Glauben zu gigantischem Segen führen kann.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit 2. Könige 1:14-2:14. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir dein Wort haben und dass du jeden Tag die Antwort zu uns sprichst. Herr, gib, dass wir die richtige Einstellung dazu haben, dass wir nicht unsere eigene Meinung über dein Wort stellen, sondern dass wir bereit sind, uns korrigieren zu lassen, auch dann, wenn es vielleicht unangenehm ist. Und danke, Herr, dass wir dadurch die allergrößten Erfahrungen mit dir machen dürfen. Ich möchte dich bitten, dass du auch heute durch deinen Heiligen Geist direkt zu unseren Herzen sprichst. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.

[1:22] Wir sind in 2. Könige Kapitel 1. Elia hat dem kranken König Ahasja aus dem Nordreich Israel sagen lassen, dass er an seiner Krankheit sterben wird, weil er sich bei Baal-Sebub, dem Gott von Ekron, hat erkundigen wollen. Der König hat versucht, den Elia zu kriegen, indem er mehrere militärische Abteilungen gesandt hat. Die ersten beiden wurden mit jeweils Feuer vom Himmel vernichtet, weil die Hauptmänner sich arrogant gegenüber dem Elia verhalten haben und ihn aufgefordert hatten, herabzukommen. Aber der dritte, der zittert um sein Leben und um das Leben seiner Knechte und kommt mit einer anderen Einstellung zum Mann Gottes.

[2:05] Wir lesen in Vers 14, was er sagt: "Siehe, das Feuer ist vom Himmel gefallen und hat die ersten zwei Hauptleute über 50 samt ihren 50 verzehrt. Nun aber lass mein Leben etwas vor dir gelten." Da sprach der Engel des Herrn zu Elia: "Gehe mit ihm hinab und fürchte dich nicht vor ihm." Und er machte sich auf und ging mit ihm hinab zum König. Und er sprach zu ihm: "So spricht der Herr: Weil du Boten hingesandt hast, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, befragen zu lassen, als gäbe es keinen Gott in Israel, dessen Wort man sich fragen könnte, deshalb sollst du von dem Bett, auf das du dich gelegt hast, nicht herunterkommen, sondern du wirst gewisslich sterben." So starb er nach dem Wort des Herrn, das Elia geredet hatte. Und Joram wurde König an seiner Stelle im zweiten Jahr Jorams, des Sohnes Josaphats, des Königs von Juda, denn er hatte keinen Sohn. Was aber mehr von Ahasja zu sagen ist, was er getan hat, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Israel.

[3:24] Und es geschah, als der Herr den Elia im Sturmwind zum Himmel auffahren lassen wollte, da gingen Elia mit Elisa von Gilgal hinweg. Und Elia sprach zu Elisa: "Bleibe doch hier, der Herr hat mich nach Bethel gesandt." Elisa aber sprach: "So wahr der Herr lebt und so wahr deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht." So kamen sie hinab nach Bethel. Da gingen die Prophetensöhne, die in Bethel waren, zu Elisa heraus und sprachen zu ihm: "Weißt du auch, dass der Herr deinen Herrn heute über seinem Haupt hinwegnehmen wird?" Er aber sprach: "Ich weiß es auch, schweigt nur still."

[4:01] Elisa wusste, dass an diesem Tag Elia in den Himmel auffahren würde, und er wollte unter allen Umständen dabei sein. Er wollte die letzten Momente mit Elia noch voll auskosten. Er wollte bis zum letzten Moment in der Gegenwart dieses Mannes Gottes sein. Als Elia ihm anbietet, zurückzubleiben, lehnt er ab. Er möchte den Segen Gottes völlig ausschöpfen. Auch wir sollten den Segen Gottes, soweit wir ihn haben können, so weit wie möglich ausschöpfen und uns nicht mit weniger zufriedengeben.

[4:40] Und Elia sprach zu ihm: "Elisa, bleibe doch hier, denn der Herr hat mich nach Jericho gesandt." Er aber sprach: "So wahr der Herr lebt und so wahr deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht." So kamen sie nach Jericho. Wir haben hier jemanden, der buchstäblich dem Mann Gottes hin folgt, wohin er auch geht, und damit einen vielleicht auch einen Typus auf die Gläubigen der Endzeit, die kurz vor der Entrückung, kurz vor der Wiederkunft, wenn die Gläubigen der Endzeit lebendig entrückt werden, dem nachfolgen werden, wohin es auch geht.

[5:23] Da traten die Prophetensöhne, die in Jericho waren, zu Elisa und sprachen zu ihm: "Weißt du doch, dass der Herr deinen Herrn heute über seinem Haupt hinwegnehmen wird?" Er aber sprach: "Ich weiß es auch, schweigt nur still."

[5:37] Elia hat übrigens in den letzten Stunden seines Lebens es für wichtig erachtet, die Prophetenschulen zu besuchen und noch einmal die angehenden Propheten, diejenigen, die ausgebildet wurden im Wort Gottes, in der Prophetie, in der Verkündigung oder Erklärung des Wortes Gottes, sie zu stärken. Auch wir sollten alles dafür tun, dass Menschen, die sich ausbilden lassen, Gottes Wort für diese Zeit, Gottes Botschaft der gegenwärtigen Wahrheit in die Welt zu tragen, dass sie gestärkt und gefördert werden.

[6:10] Und sprach zu ihm: "Bleibe doch hier, denn der Herr hat mich an den Jordan gesandt." Er aber sprach: "So wahr der Herr lebt und so wahr deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht." Und so gingen sie beide miteinander. Elisa lässt nicht von Elia, egal welche Umstände das bereitet, egal wie viel noch zu laufen ist. Er möchte bei ihm bleiben bis ans Ende.

[6:30] Und 50 Mann von den Prophetensöhnen gingen hin und stellten sich ihnen gegenüber in einiger Entfernung auf, während diese beiden am Jordan standen. Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug damit das Wasser. Da teilte es sich nach beiden Seiten, so dass sie beide auf dem Trocknen hindurchgingen. Und das erinnert uns natürlich an die Geschichte von Josua, als das Volk Israel das Land Kanaan eroberte, als dort der Jordan sich teilte vor dem Volk, das jetzt in das gelobte Land gehen sollte. Möglicherweise eine interessante Verbindung zu dieser Geschichte hier, denn Elia soll ja jetzt in das gelobte Land im Himmel, das himmlische Kanaan, kommen.

[7:23] Und es geschah, als die hinübergegangen waren, da sprach Elia zu Elisa: "Bitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde." Und Elisa sprach: "Möchte mir doch ein zweifacher Anteil an deinem Geist gegeben werden."

[7:41] Elisa war nicht mit wenig zufrieden. Er war nicht damit zufrieden, noch am Tag, an dem Elia in den Himmel aufgenommen worden ist, noch mal bei ihm gewesen zu sein, sondern er wollte seine Gegenwart so lange auskosten, wie möglich. Und als er etwas erbitten konnte, da erbat er sich nicht einfach nur eine Kleinigkeit, sondern noch mehr Segen, als Elia selbst gehabt hat.

[8:03] Er sprach: "Du hast etwas Schweres erbeten. Wirst du mich sehen, wenn ich von dir hinweggenommen werde, so wird es dir zuteil werden. Wenn aber nicht, so wird es nicht geschehen." Wenn er gar nicht erst mitgekommen wäre, wenn er ihm nicht gefolgt wäre, wohin auch Elia gegangen ist, dann wäre es unmöglich gewesen für Elisa, einen solchen Segen zu erhalten. Aber durch seine Hartnäckigkeit, an Elia dranzubleiben, wurde solch ein gigantischer Segen möglich. Wodurch wird der besonders große Segen Gottes möglich in unserem Leben? Dadurch, dass wir nicht lassen vom Wort Gottes, egal welche Schwierigkeiten sich dadurch ergeben. Wenn wir festhalten, dann beim Versuchen, so viel wie möglich herauszuholen aus dem Segen, den Gott geben möchte, dadurch kommt der größte Segen.

[8:54] Und es geschah, während sie noch miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander, und Elia fuhr im Sturmwind auf zum Himmel. Der zweite Mensch nach Henoch, was wir in 1. Mose 5 nachlesen könnt, der ohne zu sterben in den Himmel aufgenommen worden ist. Der dritte Mensch, der im Himmel jetzt gewesen ist, neben Henoch und Elia, und Mose, der gestorben war und dann wieder auferweckt worden ist, wie uns das Neue Testament auch deutlich zeigt.

[9:41] Elia hatte darum gebetet, sterben zu dürfen, in 1. Könige 19. Aber hier sehen wir, dass dieses Gebet nicht nur nicht zu dem Zeitpunkt erhört worden ist, sondern das ist ein Gebet in der Bibel, das Gott niemals erhört hat und auch niemals erhören wird. Elia gehört zu den wenigen Menschen, die nicht ein einziges Mal gestorben sind. Er dachte, das wäre das größte Glück zu sterben, in 1. Könige 19. Gott hat viel größere Pläne. Manchmal glauben wir, dass wir am Ende sind, und wir wissen gar nicht, was Gott noch alles für uns vorhat. Lasst uns aus dieser Geschichte lernen und wissen, dass Gott größere Pläne hat und manchmal ein Gebet vielleicht gerade deswegen nicht erhört, weil er uns etwas viel Besseres geben will, was wir uns gar nicht vorstellen können.

[10:37] Elisa aber sah ihn und rief: "Mein Vater, mein Vater, der Wagen Israels und seine Reiter!" Damals waren Streitwagen das Wichtigste in einer Armee, eine besondere militärische Waffe. Was Elisa zum Ausdruck bringen will, ist, dass Elia die wichtigste Waffe Israels im Kampf zwischen Gut und Böse gewesen ist, sozusagen der erdige Krieger, in diesem Kampf an der vordersten Front, durch den Gott besonders gewirkt hat. Was würde passieren, wenn Elia nicht mehr da wäre? Das war die Frage. Aber Elisa wusste nun, dass, als er gesehen hat, dass er die doppelte Portion des Heiligen Geistes bekommen würde, und da er ihn nicht mehr sah, nahm er seine Kleider und zerriss sie in zwei Stücke und erhob den Mantel des Elia auf, der von diesem herabgefallen war, und kehrte um und trat an das Ufer des Jordan. Und er nahm den Mantel des Elia, der von ihm herabgefallen war, und schlug damit das Wasser und sprach: "Wo ist der Herr, der Gott des Elia?" Was für ein Glaube, dass er genau dasselbe jetzt auch in Anspruch nimmt, was Elia in Anspruch genommen hat. Und als er so das Wasser schlug, teilte es sich nach beiden Seiten, und Elisa ging hindurch.

[11:54] Auch wir dürfen heute die Frage stellen: Wo ist der Gott Elias? Denn wenn wir uns so sehr mit dem prophetischen Wort beschäftigen und dem Elia nacheifern, dann dürfen wir auch glauben, dass derselbe Gott, der Elia gesegnet hat, auch uns segnet und für uns da ist. Denn Gott ist immer derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.

[12:19] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass du so gut gewesen bist, dass du das Gebet des Elia, der unbedingt sterben wollte, ignoriert hast. Du hast es nicht erhört. Du hast das gesehen und gehört, was eigentlich ganz am tiefsten in seinem Herzen gewesen ist, und hast ihm etwas viel Besseres gegeben. Danke, Herr, dass wir wissen dürfen, dass wir aus dieser Geschichte sehen können, dass du wirklich nur das Beste für uns willst und dass wir vertrauen dürfen, auch wenn wir nicht immer alles entlang des Weges verstehen können. Danke, dass du so gut zu uns bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.