Veröffentlicht am
301 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die chaotische Königszeit im Nordreich Israel und den Übergang zu König Ahaz im Südreich Juda. Er zeigt auf, wie das Versäumnis notwendiger Reformen trotz guter Könige letztlich zu einem Abfall vom Glauben und zur Abhängigkeit von Assyrien führte. Die Episode warnt davor, das Böse durch Untätigkeit Raum zu geben, und ermutigt zu echter Erweckung und Reformation.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite, heute mit Seite 429. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns in deinem Wort vor der Sünde warnst und vor ihren katastrophalen Resultaten in unserem Leben.

[0:49] Wir möchten beten, dass wir diese Warnung ganz deutlich verstehen, und nicht nur, wenn wir uns jetzt dieses Video anschauen, dein Wort lesen, sondern auch im Alltag, wenn wir mit Sünde, mit Versuchung konfrontiert werden, uns daran erinnern, welchen Schaden sie immer anrichtet in unserem Leben, in unseren Familien, den Gemeinden, der Gesellschaft. So bitten wir dich, dass du nach deiner Verheißung jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:23] Wir sind in 2. Könige Kapitel 15.

[1:31] Im Nordreich Israel bricht das Chaos aus. Die Dynastie der Jehu ist ebenfalls beendet worden.

[1:38] Der Putschist Schallum kann sich nicht an der Macht halten, denn Menahem gründet eine neue Dynastie, die allerdings nur durch die grausamen Assyrer bestätigt und am Leben erhalten werden kann. Als er stirbt, kommt sein Sohn Pekachja auf den Thron.

[1:56] Wir lesen in Vers 25: Pekach aber, der Sohn Remaljas, sein Hauptmann, machte eine Verschwörung gegen ihn und schlug ihn in Samaria in der Burg des Königshauses, ebenso Argob und Arie mit ihm, aber es waren 50 Mann von den Söhnen der Gileaditer. Und er tötete ihn und wurde König an seiner Stelle.

[2:19] Jetzt folgt eine Verschwörung auf die nächste. Man hat den Eindruck, dass Nordreich Israel sich selbst zersetzt.

[2:28] Was aber mehr von Pekach zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Israel. Im 52. Jahr Usijas, des Königs von Juda, wurde Pekach, der Sohn Remaljas, König über Israel in Samaria, und er regierte 20 Jahre lang. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn. Er ließ nicht ab von den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte.

[2:57] Zu den Zeiten Pekachs, des Königs von Israel, kam Tiglath-Pileser, der König von Assyrien, den wir das letzte Mal schon auch unter seinem Geburtsnamen oder dem vermutlichen Geburtsnamen Pul kennengelernt haben, und nahm Ijon ein und Abel-Bet-Maacha, Janoach, Kedes, Hazor, Gilead, Galiläa, das ist das ganze Land Naftali, und er führte die Bewohner gefangen nach Assyrien.

[3:21] Diese Vorgänge können wir auch in Inschriften von Tiglath-Pileser dem Dritten selbst fassen, wo Pekach mit Namen genannt wird. Übrigens auch schon Menahem, den wir ebenfalls in diesem Kapitel schon kennengelernt haben. Sogar einige der Städte sind bruchstückhaft erwähnt, wie zum Beispiel Abel-Bet-Maacha, und so, dass man also tatsächlich hier auch durch eine außerbiblische Quelle die Wahrhaftigkeit dieses Berichtes überprüfen kann.

[3:52] Und Hoschea, der Sohn Elas, machte eine Verschwörung gegen Pekach, den Sohn Remaljas, und schlug ihn tot und wurde König an seiner Stelle im 20. Jahr Jotams, des Sohnes Usijas.

[4:05] Es gibt nun im Nordreich nach Generationen, ja, man kann sagen, nach Jahrhunderten des Götzendienstes, überhaupt gar keine Stabilität mehr. Eine Verschwörung jagt die nächste. Das Volk stürzt buchstäblich in das reinste politische, militärische Chaos, geistlich, was ja schon lange in die Finsternis abgeglitten war.

[4:28] Was aber mehr von Pekach zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Israel.

[4:36] Im zweiten Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, des Königs von Israel, wurde Jotam König, der Sohn Usijas, des Königs von Juda. Er war 25 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 16 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Jeruscha, die Tochter Zadoks. Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz so wie sein Vater Usija gehandelt hatte. So handelte auch er, nur dass die Höhen nicht wegkamen, denn das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen. Er baute das Obertor am Haus des Herrn.

[5:12] Wir haben hier im Südreich Juda jetzt also über mehrere Generationen Joas, Amazja, dann Usija (oder auch Asarja) und dann Jotam – vier Könige hintereinander, die allesamt gut gewesen sind, die aber die notwendigen Reformen im Gottesdienst nicht angepackt haben.

[5:33] Was aber mehr von Jotam zu sagen ist und alles, was er getan hat, ist das nicht aufgezeichnet in der Chronik der Könige von Juda?

[5:40] Wie viele gibt es auch heute, die im Grunde genommen eigentlich ganz gute Christen sind, wirklich Gott lieben, aber bestimmte notwendige Reformen, zum Beispiel in der Gemeinde, in ihren Familien, einfach nicht anpacken und somit dem Bösen immer wieder auch Raum geben, dass es sich entfalten kann.

[6:01] In jenen Tagen fing der Herr an, Rezin, den König von Aram, und Pekach, den Sohn Remaljas, gegen Juda zu senden.

[6:08] Diese Allianz zwischen Rezin, der übrigens auch in den Inschriften von Tiglath-Pileser dem Dritten namentlich erwähnt wird, und Pekach wird dann noch eine Rolle spielen auch in den Kapiteln 7 und 8 des Propheten Jesaja.

[6:26] Und Jotam legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt seines Vaters David. Und Ahaz, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

[6:35] Vier Könige waren hintereinander gut gewesen, aber niemand hatte die Höhen beseitigt. Vielleicht hatte man dem Volk gedacht, nach all diesen Jahrzehnten eines im Grunde genommen ja eigentlich guten Kurses, indem man einfach das Übel der Höhen so ein bisschen ignoriert hat, wird sicherlich auch der Ahaz genau in dieser gleichen Schiene weitermachen.

[6:56] Aber es heißt in Kapitel 16 Vers 1: Im 17. Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, wurde Ahaz König, der Sohn Jotams, des Königs von Juda. Ahaz war 20 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 16 Jahre lang in Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in den Augen des Herrn, seines Gottes, wie sein Vater David, denn er wandelte auf dem Weg der Könige von Israel. Er ließ sogar seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den Gräueln der Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte. Und er opferte und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln unter allen grünen Bäumen.

[7:34] Nach vier guten Königen, die die notwendigen Reformen nicht angepackt hatten, kam Ahaz, und einer, der es besonders schlimm trieb und wie das schlimmste Befürchtung wecken musste, einer, der sich wieder völlig an das Nordreich orientierte, ja sogar an den Kanaanitern und ihren Bräuchen, wie sie eigentlich schon längst hätten ausgerottet sein sollen.

[7:55] Damals zog Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn Remaljas, der König von Israel, zum Kampf auf gegen Jerusalem und belagerten Ahaz, konnten die Stadt aber nicht erstürmen. Das ist der sogenannte syrisch-ephraimitische Krieg in den Jahren 734/733 vor Christus, ungefähr in dieser Zeit. Wichtig auch für die Chronologie der assyrischen Geschichte und dann auch ein wichtiges Thema, wie gesagt, in Jesaja 7 und den folgenden Abschnitten dort.

[8:28] Zu jener Zeit brachte Rezin, der König von Aram, Elat wieder an sich, denn er vertrieb die Juden aus Elat, und die Aramäer kamen nach Elat und ließen sich darin nieder bis zu diesem Tag.

[8:40] Ahaz aber sandte Boten zu Tiglath-Pileser, dem König von Assyrien, und ließ ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn. Komm herauf und rette mich aus der Hand des Königs von Aram und aus der Hand des Königs von Israel, die sich gegen mich aufgemacht hatten.

[8:54] Tiglath-Pileser der Dritte war gerade ohnehin dabei, im Westen in der Levante das assyrische Weltreich weiter auszudehnen und so richtig zu etablieren. Er hatte ein alarmierendes Königreich nach dem anderen unterworfen, und Aram-Damaskus und Israel standen ohnehin bald auf dem Plan.

[9:13] Ahaz hatte sich nicht an seinen Gott gewandt, der ihm zur Verfügung gestanden hätte, sondern vielmehr an den, der später selbst zum Feind werden würde, nämlich an den assyrischen König.

[9:24] Und Ahaz nahm das Silber und das Gold, das sich im Haus des Herrn und in den Schätzen des königlichen Hauses vorfand, und sandte es dem König von Assyrien als Geschenk. Und der König von Assyrien hörte auf ihn, und der König von Assyrien zog herauf nach Damaskus und nahm es ein und führte Leute gefangen nach Kir und tötete Rezin.

[9:45] Hier endet die große Macht von Aram-Damaskus, die wir über viele Generationen und Kapitel hier mit den Königsbüchern haben verfolgen können. Die Aramäer aus Damaskus wurden gefangen weggeführt in ein anderes Land, aber das war nur ein Vorbote dessen, was dem Nordreich und später auch dem Südreich selbst passieren sollte.

[10:06] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir aus der Geschichte lernen können. Wir sehen, was passiert, wenn man zwar gute Könige hat, die aber die wichtigen Reformen nicht wirklich vornehmen, dass dann irgendwann das Böse plötzlich wieder überhandnimmt. Herr, du kennst die Situation in unseren Familien, in unseren Gemeinden, und du weißt, was eigentlich verändert werden müsste. Gib uns den Mut, wirklich echte Erweckung und Reformation zu leben, damit nicht am Ende plötzlich überraschenderweise wieder das Böse die Überhand gewinnt. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.