Veröffentlicht am
345 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Gründe für den Untergang des Nordreiches Israel, wie sie in 2. Könige 17 beschrieben werden. Er erklärt, wie Israels bewusste Missachtung von Gottes Geboten und die Einführung von Götzendienst, initiiert durch Jerobeam, zu einer dauerhaften Abkehr und schließlich zur assyrischen Gefangenschaft führten. Der Sprecher betont die ernsten Konsequenzen von Sünde über Generationen hinweg und die Bedeutung, auf Gottes prophetisches Wort zu hören.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 431.

[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass die Geschichten der Bibel in unsere Zeit hineinsprechen und dass wir auch in den Geschichten des alttestamentarischen viele wichtige Lektionen auch für unsere Zeit, für die Zeit der Endzeit, sehen können. Bitte bewahre uns davor, dass wir die Wahrheiten, die du uns gegeben hast, wie den Sabbat, das Heiligtum und andere Wahrheiten nicht kompromittieren, weil wir falsche Verbindungen und Allianzen eingehen wollen, sondern dass wir ganz treu und fest zu dem stehen, was du uns in deinem Wort gezeigt hast. Sprich du auch jetzt durch dieses Wort zu uns, dass dein Heiliger Geist deine Worte ganz tief in unser Herz einpflanzt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:27] Wir sind in 2. Könige 17. Das Nordreich Israel ist von den Assyrern besiegt worden, Samaria erobert worden, und die Bewohner und die Einwohner Israels verschleppt worden in ferne Provinzen des assyrischen Weltreiches. Die Geschichte des Nordteils Israels ist an ein Ende gekommen, und der oder die Schreiber von dem Königsbuch geben nun eine recht ausführliche Begründung, die den gesamten Verlauf der Geschichte geistlich bewertet und aus der Perspektive Gottes interpretiert.

[2:09] Das heißt, in Vers 11: "Und sie räucherten auf allen Höhen wie die Heiden, die der Herr vor ihnen weggeführt hatte, und trieben böse Dinge, um damit den Herrn zu erzürnen." Die Israeliten hatten oftmals genau das getan, was die Kanaaniter, die vernichtet worden waren, den Gesetzen schon vorher getan hatten. Und sie dienten den Götzen, von denen der Herr ihnen gesagt hatte: "Ihr sollt so etwas nicht tun." Sie wussten genau, dass es verkehrt war und haben es trotzdem getan. Sie haben also Gottes Wort bewusst ignoriert. Sie sind nicht gescheitert an Sünden, die sie gar nicht als Sünde...

[2:44] "Wenn der Herr gegen Israel und Juda durch alle Propheten und alle Seher" – ein alter Begriff für Propheten – "Zeugnis ablegte, indem er ihnen sagen ließ: 'Kehrt um von euren bösen Wegen und haltet meine Gebote und meine Satzungen nach dem ganzen Gesetz, das ich euren Vätern geboten habe und das ich durch meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt habe.' So gehorchten sie nicht, sondern machten ihren Nacken hart, gleich dem Nacken ihrer Väter, die nicht an den Herrn, ihren Gott, geglaubt hatten." Gott hatte sich sehr um sie bemüht. Er hatte seine Propheten gesandt, und wir haben im Laufe der Geschichte viele Propheten kennengelernt. Manche mit vielen Geschichten, manche nur am Rande, manche vielleicht sogar namenlos, aber sie alle haben immer wieder in verschiedenen Momenten den Königen und dem Volk deutlich gemacht, was Gottes Wille ist und dass Sünde überwunden werden muss, dass Sünde von Gott vergeben werden kann, wenn das Volk es denn möchte. Aber statt auf die prophetische Botschaft der Buße und Umkehr zu hören, haben sie es meistens ignoriert.

[3:48] "Dazu verachteten sie seine Satzungen und seinen Bund, den er mit ihren Vätern geschlossen hatte, und seine Zeugnisse, die er bezeugt hatte, und sie wandelten der Nichtigkeit nach und wurden nichtig." Damit ist auch der Götzendienst hier besonders angesprochen. Das, was sie vor Augen hatten, was ihnen wichtig war, das hat dann sie selbst geprägt. Denn durch Anschauen werden wir verwandelt, wie die Bibel sehr deutlich in 2. Korinther 3, Vers 18 sagt. Und indem sie die Nichtigkeit der Götzen anschauten, wurden sie selbst nichtig. "Und sie folgten den Heidenvölkern nach, die um sie herum waren, deren Wegen ihnen der Herr geboten hatte, sie sollten nicht so handeln wie diese. Und sie verließen alle Gebote des Herrn." Interessanterweise: Sie verließen nicht nur ein oder zwei, sie verließen alle Gebote des Herrn ihres Gottes und machten sich Bilder, zwei gegossene Kälber, und machten ein Aschera-Standbild und beteten das ganze Heer des Himmels an und dienten dem Baal. Und sie ließen ihre Söhne und ihre Töchter durchs Feuer gehen und trieben Wahrsagerei und Zauberei und verkauften sich, zu tun, was böse ist in den Augen des Herrn, um ihn zu erzürnen. Wir sehen ja eine Zusammenfassung all des Schlimmen, was im Nordreich Israel insbesondere geschehen ist.

[5:04] "Da wurde der Herr sehr zornig über Israel und tat sie von seinem Angesicht hinweg, so dass nur der Stamm Juda, das heißt also das Südreich, übrig blieb. Aber auch Juda befolgte die Gebote des Herrn, seines Gottes, nicht, sondern sie wandelten nach den Satzungen Israels, die sie gemacht hatten. Darum verwarf der Herr den ganzen Samen Israels und demütigte sie und er gab sie in die Hände von Räubern, bis er sie von seinem Angesicht verstieß." Man hat den Eindruck, dass gerade dieser Vers 20 dann auch unter dem Eindruck der Katastrophe, die dann kurze Zeit später in Könige noch berichtet werden, geschrieben worden ist.

[5:40] "Denn Israel hatte sich vom Haus Davids losgerissen und hatte Jerobeam, den Sohn Nebats, zum König gemacht. Und Jerobeam warnte Israel ab von der Nachfolge des Herrn und verführte es zu schwerer Sünde." Diese schicksalsschwere Entscheidung von Jerobeam dem Ersten, diese goldenen Kälber aufzustellen in Bethel und in Dan, im Süden und im Norden des Nordreiches, weil er Angst hatte, dass die Israeliten wieder zum Südreich zurückkehren könnten, wenn sie dann jährlich nach Jerusalem gehen würden zu den eigentlichen Festen, die Gott geboten hatte. Diese aus politischen Erwägungen eingeführten Götzen sind niemals überwunden worden in den kommenden 200 Jahren, sondern waren ein konstanter Faktor, das Volk weg von Gott zu bringen. Jeder weitere König, der kam, hat daran festgehalten, und schlussendlich ist alles in einer Katastrophe geendet. Das zeigt uns: Wenn wir Sünde tun und etablieren und nicht bereuen, dann kann es sein, dass wir eine Bewegung in Gang setzen, die noch über Generationen möglicherweise hinweg das Böse prägt und Entscheidungen getroffen werden, die so schnell nicht wieder rückgängig gemacht werden können oder nicht gemacht werden.

[6:58] "Und die Kinder Israels wandelten in allen Sünden, die Jerobeam getan hatte, und ließen nicht davon, bis der Herr Israel vor seinem Gesicht entfernte, wie er durch alle seine Knechte, die Propheten, geredet hatte. So wurde Israel aus seinem Land nach Assyrien weggeführt bis zu diesem Tag." Es war nicht nur eine kurze, zeitweise Wegführung, sondern eine dauerhafte, eine für immer. Gott hatte sie gewarnt, und wir hatten in den vorigen Geschichten gesehen, dass Gott sie auch gesegnet hatte, immer wieder noch Pläne mit ihnen gemacht hatte, immer wieder gehofft hatte, dass sie doch auf seine Propheten hören würden. Aber wer auf Gottes Propheten nicht hört, ist irgendwann hilflos verloren.

[7:40] "Aber der König von Assyrien ließ Leute aus Babel und Kuth, auch das eine babylonische Stadt, aus Avva, Hamath und Sepharvaim kommen und siedelte sie anstelle der Kinder Israels in den Städten Samarias an. Und sie nahmen Samaria in Besitz und wohnten in dessen Städten." Das war ja die Politik der assyrischen Könige, die Bevölkerungen auszutauschen, dass sich nirgendwo ein so richtig festes Nationalgefühl bilden konnte. In diesen Jahrzehnten der assyrischen Vorherrschaft ist die ganze ethnische Zusammensetzung des Alten Orients dauerhaft völlig durchmischt worden.

[8:18] "Und es geschah, als sie zu Anfang ihrer Niederlassung dort den Herrn nicht fürchteten, da sandte der Herr Löwen unter sie, die richteten Verheerungen unter ihnen. Darum ließen sie dem König von Assyrien sagen: 'Die Völker, die du weggeführt und in den Städten Samarias angesiedelt hast, kennen das Recht des Landes Gottes nicht. Darum hat er Löwen unter sie gesandt, und diese töteten sie, weil sie das Recht des Landes Gottes nicht kennen.'" Wenn nichts passiert wäre, hätten diese Menschen überhaupt gar nicht mehr gewusst, dass es den Gott Israels gegeben hat. "Da befahl der König von Assyrien und sprach: 'Bringt einen der Priester dahin, die ihr von dort weggeführt habt, und sie sollen hinziehen und dort wohnen, und der soll sie das Recht des Landes Gottes lehren.'" Da kam einer von den Priestern, die von Samaria weggeführt, die sie von Samaria weggeführt hatten, und ließ sich in Bethel nieder und lehrte sie, wie sie den Herrn fürchten sollten. Da gab es also jetzt zumindest eine theoretische Unterweisung, wer der Gott Israels ist und was seine Gebote, was seine Botschaft eigentlich gewesen ist.

[9:17] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dein prophetisches Wort uns. Danke, dass wir die Bibel und den Geist der Weissagung haben. Und bitte gib, dass wir lernen, auf ihn zu hören und nicht unseren Nacken hart machen, sondern bereit sind, von dir geführt zu werden und das zu glauben, was du uns sagst, weil du weißt, dass wir sonst in der Katastrophe enden. Herr, hilf uns, diesen Glauben zu haben durch deine Kraft. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.