In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Reaktion König Hiskias auf die assyrische Bedrohung und die lästerliche Propaganda des Rabschake. Er zeigt, wie Hiskia in seiner Not nicht auf menschliche Argumente setzt, sondern den Brief des Feindes vor Gott ausbreitet und auf die prophetische Botschaft Jesajas vertraut. Das Video ermutigt dazu, in schwierigen Zeiten im Gebet zu Gott zu kommen und seiner rettenden Kraft zu vertrauen.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Könige 18:32-19:14
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. KönigePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[1:06] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 434. Lasst uns gemeinsam beten.
[1:13] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für die Geschichten des Alten Testamentes. Wir danken dir für die Prinzipien, die wir dort entdecken können und dass wir sehen können, dass du ein Gott bist, der auch in der größten Not helfen kann.
[1:31] Das Südreich war damals so klein und hilflos, die Assyrer so übermächtig und grausam, und doch hast du dich herrlich offenbart und dein Wesen gezeigt und deine Kraft demonstriert. Auch wir sind oft ganz schwach und hilflos gegenüber den Problemen in unserem Leben, den Dingen, die uns zu schaffen machen. Aber Herr, du kannst auch in dieser Welt, die immer verrückter wird, ein deutliches Zeichen setzen, dass du für uns da bist und für uns kämpfst. Und darum bitten wir dich, dass wir heute ermutigt und gestärkt werden, dass wir wissen dürfen, dass wir dich an unserer Seite haben und dass, wenn wir dir vertrauen, niemand uns etwas anhaben kann, was uns wirklich schadet und gegen deinen Willen ist. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.
[2:28] Wir sind in 2. Könige Kapitel 18. Der assyrische Großkönig Sanherib ist in das Südreich eingefallen, hat Lachisch, die große Stadt, erobert und hat seinen einen Teil seiner Armee unter dem Rabsaris und dem Tartan und dem Rabschake nach Jerusalem geschickt, um dort die Bevölkerung einzuschüchtern.
[2:54] Die Propaganda des Rabschake ist sehr eindrücklich. Er behauptet, Gott selbst habe die Assyrer gerufen, um die Juden zum Frieden zu bewegen, damit dann etwas mit ihnen geschehen soll, was wir jetzt ab Vers 32 lesen können: "Bis ich komme und euch in ein Land führe, das eurem Land gleich ist, ein Land voll Korn und Most, ein Land voll Brot und Weinbergen, ein Land voller Bäumen und Honig. So werdet ihr am Leben bleiben und nicht sterben. Hört nicht auf Hiskia, er führt euch, wenn er sagt: 'Der Herr wird uns retten!' Hat etwa irgendeiner von den Göttern der Heidenvölker sein Land aus der Hand des Königs von Assyrien retten können? Wo sind die Götter von Hamat und Arpad? Wo sind die Götter von Sefarwajim und Hena und Iwwa? Haben sie etwa Samaria aus meiner Hand errettet?"
[3:48] Die Geschichte vom Fall Samarias war ja noch frisch im Gedächtnis. Es gibt archäologische Hinweise darauf, dass so mancher aus dem Nordreich sich noch in den Süden hat retten können und Jerusalem zur Zeit von Hiskia sehr vergrößert worden ist, unter anderem vermutlich auch wegen dem Zustrom von Flüchtlingen aus dem Nordreich.
[4:07] Das Volk aber schwieg still und antwortete ihm nicht ein Wort, denn der König hatte das Gebot erlassen und gesagt: "Antwortet ihm nichts!" Es gibt Situationen, da müssen wir den Glauben bezeugen, aber es gibt Situationen, in denen ist Schweigen das Beste, was man tun kann.
[4:25] Denn der Rabschake wollte nicht wirklich belehrt werden. Er hatte kein Interesse an der Wahrheit. Er wollte blenden und verführen. Er war ein Meister der Propaganda, und darauf antwortet das Volk Gottes am besten mit Schweigen.
[4:48] Darauf kamen Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, der Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der Kanzleischreiber, mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte des Rabschake.
[5:00] Und es geschah, als der König Hiskia dies hörte, da zerriss er seine Kleider, hüllte er sich in Sacktuch und ging in das Haus des Herrn. Was tun, wenn die eigene Not groß wird? Was tun, wenn die Propaganda des Feindes mächtig ist? Was tun, wenn kein Ausweg zu finden ist?
[5:21] Wir können immer zum Haus des Herrn gehen. Wir können uns immer an unseren Gott wenden, der im himmlischen Heiligtum für uns da ist. Salomo hatte damals ja schon gebetet, dass das Gebet der Gläubigen, die zum Tempel hin beten, erhört werden soll von Gott im Himmel.
[5:40] Und Hiskia sandte Eljakim, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, den Schreiber, samt den Ältesten der Priester, in Sacktuch gehüllt, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz.
[5:52] Was wir noch tun können: Wir können uns dem Wort Gottes nähern. Wir können uns der prophetischen Botschaft widmen, die eine Botschaft auch für uns in der größten Not hat. Und sie sprachen zu ihm: "So spricht Hiskia: Das ist ein Tag der Not und der Züchtigung und ein Tag der Schmach. Denn die Kinder sind bis zum Durchbruch gekommen, aber es ist keine Kraft zum Gebären." Eine Situation, die immer wieder vorkam damals und sie eine lebensgefährliche Situation war, die das Leben des Kindes bedrohte. "Vielleicht wird der Herr, dein Gott, all die Worte des Rabschake hören, den sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen."
[6:33] Wir erinnern uns vielleicht ein bisschen auch an die Geschichte von Goliath, der den lebendigen Gott verhöhnt hat und David das nicht akzeptieren konnte. "Und er wird die Worte bestrafen, die der Herr, dein Gott, gehört hat. So lege doch Fürbitte ein für den Überrest, der noch vorhanden ist."
[6:49] Große Teile des Südens waren verwüstet worden, aber alle, die nach Jerusalem gekommen waren, die waren sicher, das waren die Überreste. Und ihr könnt in Joel Kapitel 3 einen ganz guten Vers finden, der das sehr gut zusammenfasst, was es bedeutet, Übrige zu sein, nach Jerusalem zu kommen und dort gerettet zu werden, weil man dort den Namen des Herrn anruft.
[7:14] Als nun die Knechte des Königs Hiskia zu Jesaja kamen, da sprach Jesaja zu ihnen: "So sollt ihr zu eurem Herrn sprechen: 'So spricht der Herr: Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört hast, mit denen die Knechte des Königs von Assyrien gelästert haben. Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, dass er ein Gerücht hören und wieder in sein Land ziehen wird. Ich will ihn in seinem Land durch das Schwert fällen.'"
[7:39] Und als der Rabschake zurückkehrte, fand er den König von Assyrien, Sanherib, im Kampf gegen Libna, denn er hatte gehört, dass er von Lachisch abgezogen war. Da hörte Sanherib von Tirhaka, dem König von Kusch, der zu der Zeit auch Pharao, König von Ägypten, war, denn damals herrschte die sogenannte kuschitische Dynastie.
[8:04] Da hörte Sanherib, dass der König von Kusch ausgezogen sei, um mit ihm zu kämpfen. Da sandte er nochmals Boten zu Hiskia und sprach: "So sollt ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sprechen: 'Lass dich von deinem Gott, auf den du vertraust, nicht verführen, indem du sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden!' Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern angetan haben, wie sie sie in den Bann getan haben. Und du solltest errettet werden? Haben die Götter der Heidenvölker etwa die gerettet, welche meine Väter vernichtet haben, nämlich Gosán, Haran, Rezeph und die Söhne Edens? Das bezieht sich hier nicht auf den Garten Eden, 1. Mose 2, sondern auf Telassar, eines der großen arabischen Königreiche zu jener Zeit, die in Telassar waren. Wo ist der König von Hamat und der König von Arpad und der König der Stadt Sefarwajim, von Hena und Iwwa?"
[9:02] Als dann Hiskia den Brief aus der Hand des Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf in das Haus des Herrn. Und Hiskia breitete ihn aus vor dem Herrn. Da war der große König, der lästerte, der stolz sich brüstete und der den Glauben an die rettende Kraft Gottes als eine Verführung und Manipulation ansah. Aber er wusste: Der Glaube an die rettende Kraft Gottes ist keine Manipulation, ist keine Verführung, sondern Realität.
[9:34] Und er brachte all das zum Haus des Herrn im Gebet. Lieber Freund, liebe Freundin, was immer dich bedroht – seien es Versuchung, seien es äußere Umstände, Schwierigkeiten – du darfst alles im Gebet zum Allerheiligsten bringen, wo Jesus jetzt für dich eintritt und derselbe ist, der damals mächtig gewirkt hat. Lasst uns lernen zu beten und zu vertrauen, dass Gott retten kann, will und wird.
[10:10] Lasst uns gemeinsam beten.
[10:12] Lieber Vater im Himmel, wir leben in einer Welt, in der so viel über dich gelästert wird, so viel Propaganda gegen dich betrieben wird. Aber Herr, du hast uns nicht gerufen, in jede Debatte einzusteigen. Du hast uns gerufen, deine Wahrheit zu verkündigen und deinen Charakter zu bezeugen. Aber oftmals, wenn die Menschen gar nicht die Wahrheit wissen wollen, ist es besser zu schweigen. Danke, dass du uns das heute oft noch einmal deutlich gezeigt hast. Aber danke, dass wir nicht immer schweigen müssen, sondern dass wir reden dürfen, zwar mit dir. Dass, wenn auch unser Gegenüber vielleicht nicht bereit ist für sinnvolle Argumente, dass du bereit bist, uns zuzuhören, was immer passiert. Herr, danke für das Vorrecht, dass wir beten dürfen und dass wir wissen dürfen, dass du auch jetzt unser Gebet erhörst. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
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