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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von König Hiskia aus 2. Könige 20. Er spricht über Hiskias wundersame Heilung und das außergewöhnliche Zeichen der zurückgehenden Sonnenuhr. Die Episode thematisiert auch Hiskias Fehler, seine Reichtümer den babylonischen Gesandten zu zeigen, was zu einer ernsten Prophezeiung führt. Abschließend regt der Sprecher zur Selbstreflexion an, was unser Leben über unseren Glauben offenbart.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:52] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 436. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:59] Lieber Vater im Himmel, danke für die Erlösung, die wir in Jesus Christus haben. Danke für den tiefen Frieden, den er schenkt. Danke für die Freude, die wir erleben dürfen als Erlöste, weil wir wissen dürfen, dass alle unsere Sünden bezahlt sind, die wir dir bekannt und bereut haben, weil Jesus am Kreuz für uns gestorben ist. Dass, obwohl der Satan viel stärker ist als wir, er uns doch nichts anhaben kann, solange wir fest auf Jesus vertrauen. Und wir danken dir für die Gelegenheit, auch heute aus deinem Wort zu lernen und dass du mit deinem Heiligen Geist uns ansprechen möchtest. Halte alles Störende fern und gib, dass wir deine Botschaft für unser persönliches Leben heute entdecken. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:03] Heute beginnen wir 2. Könige 20. Wir sind gerade in der Regierungszeit von Hiskia, dem König von Juda, der ein besonderer Reformator war und große Erfahrung mit Gott gemacht hat.

[2:15] Wir lesen in Vers 1: „In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank. Da kam der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der Herr: Bestelle dein Haus, denn du sollst sterben und nicht am Leben bleiben.“ Da wandte er sein Angesicht gegen die Wand und betete zum Herrn und sprach: „O Herr, gedenke doch daran, dass ich in Wahrheit mit ganzem Herzen vor dir gewandelt bin und getan habe, was gut ist in deinen Augen.“ Und Hiskia weinte sehr. Er wollte leben.

[2:52] Als aber Jesaja noch nicht aus dem mittleren Hof hinausgegangen war, da geschah es, dass das Wort des Herrn folgendermaßen an ihn erging: „Kehre um und sage zu Hiskia, dem Fürsten meines Volkes: So spricht der Herr, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört, deine Tränen angesehen. Siehe, ich will dich heilen. Am dritten Tag wirst du in das Haus des Herrn hinaufgehen. Und ich will zu deinen Lebenstagen noch 15 Jahre hinzufügen. Und ich will dich und diese Stadt aus der Hand des Königs von Assyrien erretten, und ich will diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.“

[3:35] Es gibt unterschiedliche Ansichten, wie diese Geschichte hier chronologisch zu der in Kapitel 18/19 zu setzen ist. Das ist heute hier nicht unser Thema, aber Fakt ist, dass Gott hier erneut ein Gebet von Hiskia ganz auf besondere Weise erhört.

[3:53] Und Jesaja sprach: „Bringt eine Feigenmasse her!“ Und als sie eine solche brachten, strichen sie diese als Salbe auf das Geschwür, und er wurde gesund.

[4:04] Interessant ist, dass Gott nicht immer nur durch Wunder wirkt, sondern dass er auch ganz simple Heilmethoden zur Anwendung kommen lässt. Auch wir sind heute aufgerufen, uns im Rahmen der medizinischen Missionsarbeit mit den natürlichen Heilmethoden zu beschäftigen, mit den Dingen, die uns die Natur gibt, um dem Körper zu helfen, mit Krankheit besser umgehen zu können. Und hier haben wir ein Beispiel, das uns einfach exemplarisch zeigen soll, wie Gottes Kraft mit natürlichen Heilmethoden zusammenwirken können und sollen.

[4:41] Hiskia aber sprach zu Jesaja: „Welches ist das Zeichen, dass mich der Herr gesund machen wird und dass ich am dritten Tag in das Haus des Herrn hinaufgehen werde?“ Jesaja sprach: „Dies sei dir das Zeichen von dem Herrn, dass der Herr das Wort erfüllen wird, das er gesprochen hat: Soll der Schatten der Sonne zehn Stufen vorwärts gehen oder zehn Stufen zurückkehren?“ Was für eine interessante, gigantische Frage! Jesaja sprach: „Es ist ein Leichtes, dass der Schatten zehn Stufen vorwärts geht. Nein, sondern der Schatten soll zehn Stufen zurückgehen.“

[5:13] Was für ein Glaube, der sagt, dass die Sonnenuhr sich in diese Richtung verändert, ist zu leicht! Hier haben wir einen Mann, der einen ähnlichen Glauben hat wie Josua, der damals in der Schlacht gegen die Kanaaniter, Josua 10, die Bitte hatte, dass die Sonne und der Mond stehen bleiben sollen – so zumindestens nach dem Eindruck der Menschen, die dort das beobachteten –, dass sie nicht weiter auf ihrem Kurs gehen würden, solange die Schlacht noch nicht zu Ende ist. Und damals hatte Gott das Gebet Josuas erhört auf eine ganze atemberaubende Art und Weise. Und auch hier erhört Gott das Gebet des Hiskia, der so voller Glauben um ein solches Zeichen gebeten hat.

[5:59] Da rief der Prophet Jesaja den Herrn an, und er ließ an der Sonnenuhr des Ahas den Schatten, der vorwärts gegangen war, zehn Stufen zurückgehen.

[6:12] Zu jener Zeit sandte Berodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König von Babel, einen Brief und Geschenke an Hiskia. Es handelt sich hier um den aus assyrischen Quellen auch bekannten Marduk-apla-iddina, der zu drei Zeiten innerhalb kurzer Zeit versucht hat, das babylonische Königreich wieder für sich zu gewinnen. Die Assyrer waren ja so mächtig, dass auch Babylonien unter ihrer Herrschaft stand.

[6:35] Der König von Babel sandte einen Brief und Geschenke an Hiskia, denn er hatte gehört, dass er krank gewesen war.

[6:41] Und es war jetzt die goldene Gelegenheit, den Abgesandten Babels etwas von der wunderwirkenden Kraft des einzig wahren Gottes zu erzählen. Hiskia aber schenkte ihnen Gehör und zeigte ihnen sein ganzes Haus: das Silber und das Gold und die Spitzereien und das kostbare Öl und sein ganzes Zeughaus samt allem, was sich in seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in seinem Haus oder im ganzen Bereich seiner Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt hatte.

[7:11] Da kam der Prophet Jesaja zum König Hiskia und fragte ihn: „Was haben diese Männer gesagt und woher sind sie zu dir gekommen?“ Und Hiskia antwortete: „Sie sind aus einem fernen Land zu mir gekommen, aus Babel.“ Denn zu der Zeit war Babel für einen Israeliten noch sehr, sehr weit weg. Das letzte Mal, dass in der Bibel bezeugt Menschen aus Babel etwas mit Menschen in Kanaan zu tun hatten, war zur Zeit Abrahams gewesen. Babel war zu der Zeit weit entfernt, war ohnehin weit entfernt und zu der Zeit auch sehr bedeutungslos politisch und militärisch, denn die Assyrer hatten es vollkommen unter Kontrolle.

[7:46] Er aber fragte: „Was haben sie in deinem Haus gesehen?“ Liebe Freunde, diese Frage gilt auch uns heute: Wenn Menschen zu uns nach Hause zu Besuch kommen, wenn wir ihnen etwas aus unserem Leben zeigen dürfen, was sehen sie? Nutzen wir die Gelegenheit, etwas über den Glauben weiterzugeben, oder rühmen wir uns nur unserer Taten und unserer Errungenschaften?

[8:14] Wenn Menschen mit uns auch persönlich, privat Kontakt gehabt haben, merken sie? Haben sie erfahren, welche wunderwirkende Kraft Gott in unserem Leben gezeigt hat? Haben sie erlebt, dass wir Gott um Hilfe gebeten haben und er uns geholfen hat? Ich möchte in meinem Leben ein Zeugnis dafür sein, was Gott in meinem Leben getan hat. Du auch?

[8:48] Und Hiskia antwortete: „Sie haben alles gesehen, was in meinem Haus ist. Es gibt nichts in meinen Schatzkammern, was ich ihnen nicht gezeigt hatte.“ Da sprach Jesaja zu Hiskia: „Höre das Wort des Herrn: Siehe, es kommt die Zeit, da alles, was in deinem Haus ist, was deine Väter bis zu diesem Tag gesammelt haben, nach Babel weggebracht werden wird. Es wird nichts übrig bleiben, spricht der Herr. Und von deinen Söhnen, die von dir abstammen werden, die du zeugen wirst, wird man welche nehmen, und sie werden Kämmerer sein im Palast des Königs von Babel.“

[9:18] All das erfüllt sich dann etwa 100 Jahre später, als das neubabylonische Reich plötzlich ganz unerwartet die Assyrer überrennt und besiegt und der Sohn Nabopolassars, Nebukadnezar II., dann Menschen wie Daniel und seine Freunde an den Palast nach Babel bringt.

[9:42] Da sprach Hiskia zu Jesaja: „Das Wort des Herrn, das du geredet hast, ist gut.“ Denn, sprach er: „Es wird ja doch Frieden und Sicherheit sein zu meinen Lebzeiten.“ Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist und alle seine großen Taten und wie er den Teich und die Wasserleitung gebaut und das Wasser in die Stadt leitete, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Könige von Juda?

[10:05] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, diese Frage trifft auch uns persönlich: Was haben sie in meinem Haus, in meiner Wohnung, in meiner WG, an meinem Arbeitsplatz, an meinem Studienplatz, in meiner Schule gesehen? Was haben sie gesehen? Herr, hilf uns, dass wir so eng mit dir verbunden leben, dass jeder, der uns trifft und eine längere Zeit mit uns zusammen ist, definitiv merkt und spürt, dass du die Priorität in unserem Leben bist. Das bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.


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