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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ wird 2. Könige 20:21-21:20 behandelt. Sprecher Christopher Kramp beleuchtet den Übergang von König Hiskia zu seinem Sohn Manasse. Er zeigt auf, wie Manasse, trotz der großen Erweckung seines Vaters, zum schlimmsten König Judas wurde und das Volk in tiefen Götzendienst führte, was Gottes Gericht über Jerusalem zur Folge hatte. Die Episode betont Gottes Unparteilichkeit und die Notwendigkeit, Reformation im persönlichen und gemeinschaftlichen Leben beizubehalten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:51] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 437. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:58] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du heute noch derselbe bist zur Zeit von Hiskia, dass du heute noch genauso Wunder tun kannst, dass wir heute noch im selben Glauben zu dir beteten dürfen, dass du heute noch auch dieselben prophetischen Wahrheiten an uns richtest, um uns auch zu warnen vor der Selbstüberheblichkeit und Selbstüberschätzung. Hey, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir täglich Erfahrung machen können mit dir und erleben können, dass du real in unser Leben eingreifst, dass wir dafür auch danken und anderen davon erzählen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:44] Wir sind in 2. Könige Kapitel 20. Es geht um den großen König Hiskia, der wie kein anderer im Südreich Juda Erweckung und Reformation herbeigeführt hat. Er hat große Erfahrung mit Gott gemacht, als die Assyrer vernichtet wurden, die assyrische Armee durch den Engel des Herrn. Der von seiner Krankheit geheilt worden ist und der dieses große Zeichen erbeten hat, dass die Sonne sich verändern würde.

[2:15] Der allerdings auch der Abgesandtschaft aus Babel statt einer Bibelstunde und einem Erfahrungsbericht über seine Erfahrung mit Gott, wie er alle Schätze gezeigt hat und so die ernüchternde Prophezeiung von Jesaja erhalten hat, dass einmal die Babylonier, die fernen Babylonier, tatsächlich all diese Schätze rauben würden. Wir lesen in Vers 21:

[2:39] "Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern, und sein Sohn Manasse wurde König an seiner Stelle."

[2:47] Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 55 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hephzibah. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, nach den Gräueln der Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte. Er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte, und er richtete Baal-Altäre und machte ein Aschera-Standbild, wie es Ahab, der König von Israel, getan hatte. Und er betete das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen.

[3:22] Man hatte gehofft, dieses Schreckgespenst des Götzendienstes sei beseitigt worden, aber stattdessen hat es jetzt hier ein großes Comeback. Der Manasse orientiert sich wieder an den Kanaanitern und an ihrer falschen Religion und an dem, was im Norden Israels, der schon längst untergegangen ist, damals Gang und Gäbe zur Zeit von Ahab, dem schlimmsten dieser Könige, gewesen ist.

[3:45] Er baut auch Altäre im Haus des Herrn, von dem der Herr gesagt hatte: "In Jerusalem will ich meinen Namen wohnen lassen." Er hat nicht einmal Ehrfurcht vor dem Tempel, den Salomo hatte bauen lassen, sondern bringt den Götzendienst überall hin.

[4:00] Er ließ auch seinen Sohn durchs Feuer gehen und er baute dem ganzen Heer des Himmels Altäre in beiden Vorhöfen am Haus des Herrn. Er ließ auch seinen Sohn durchs Feuer gehen und trieb Zeichendeuterei und Zauberei und hielt Geisterbefrager und Wahrsager. Er tat vieles, was böse ist in den Augen des Herrn, um ihn herauszufordern.

[4:24] Man hat den Eindruck, er war der schlimmste von allen. Nach dem besten König, den man seit den Tagen Davids und Salomos gehabt hat, kommt jetzt in Juda der schlimmste. So oft schlägt das Pendel oft stark aus. Nach großer Erweckung, Reformation, wenn sie nicht beibehalten wird, kommt plötzlich enorm starker Abfall.

[4:47] Er setzt auch das Standbild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus, von dem der Herr zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt hatte: "In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich. Und ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Land wandern lassen, das ich ihren Vätern gegeben habe, wenn sie nur darauf achten, nach allem zu handeln, was ich ihnen geboten habe, ja, nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen befohlen hatte."

[5:16] Wird schon angedeutet, dass genau diese Verheißung dann eben nicht eintreffen konnte, weil das Volk Israel, in dem Fall das Volk Juda, diese Gebote nicht gehalten hat, abgelehnt hat und so auch sie nicht im Land haben bleiben können.

[5:30] Aber sie gehorchten nicht, und Manasse verführte sie so, dass sie Schlimmeres taten als die Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels verdrängt hatte. Sie haben sich nicht nur an den Kanaanitern orientiert, sie haben die Kanaaniter in ihrem Götzendienst und ihrer Unreinheit und ihrer Boshaftigkeit sogar noch übertrieben.

[5:48] Da redete der Herr durch seine Knechte, die Propheten, und sprach: "Weil Manasse, der König von Juda, diese Gräuel verübt hat, die schlimmer sind als alle Gräuel, welche die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen sind, und weil er auch Juda mit seinen Götzen zur Sünde verführt, darum spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich will Unheil über Jerusalem und Juda bringen, dass jedem, der es hören wird, beide Ohren gellen sollen."

[6:12] Gott ist nicht parteiisch. Wenn sein Volk das Gleiche tut, ja, es noch schlimmer tut als die Heiden, die schon gerichtet worden sind, kann Gott nicht auf Dauer sein Volk ungerichtet lassen. Denn wenn die Heiden für solche bösen Taten gerichtet werden, wie viel mehr das Volk Gottes, das es besser weiß, gewarnt worden ist, auch viel deutlicher Art und Weise, und jetzt es sogar noch schlimmer treibt.

[6:35] "Und ich will über Jerusalem die Messschnur Samarias ausspannen und das Senkblei des Hauses Ahabs." Mit anderen Worten: Ich will den gleichen Maßstab, den ich an das Nordreich Israel angelegt habe, auch an das Südreich anlegen. Und ich will Jerusalem auslöschen, wie man eine Schüssel auswischt – ein Bild für Vernichtung und Zerstörung. Wenn man sie ausgewischt hat, dreht man sie um auf ihre Oberseite. Jerusalem wurde völlig zerstört werden. Und die Überreste meines Erbteils will ich verwerfen und sie in die Hand ihrer Feinde geben, und sie sollen alle ihren Feinden zum Raub und zur Beute werden, weil sie getan haben, was böse ist in meinen Augen, und mich erzürnt haben von dem Tag an, als ihre Väter aus Ägypten gezogen sind bis zu diesem Tag.

[7:17] Hier geht es nicht um einen plötzlichen Abfall, sondern um eine Grundtendenz, die jetzt schon viele Jahrhunderte alt ist, die immer nur von kurzen Momenten der Erweckung und der Reformation, wie zur Zeit von Samuel oder David oder auch Hiskia, unterbrochen worden sind.

[7:32] Auch vergoss Manasse sehr viel unschuldiges Blut, dass Jerusalem erfüllte von einem Ende bis zum anderen, abgesehen von seiner Sünde, zu der er ja verführt hatte, sodass sie taten, was böse war in den Augen des Herrn. Er war nicht nur ein böser König, er hat nicht nur das Volk von Gott weggebracht, sondern auch ein Tyrann, ein Mörder, der sich mit okkulten Dingen befasst. Mit anderen Worten: der schlimmste König, den man sich überhaupt nur vorstellen kann.

[8:03] Also, über Manasse sozusagen ist und alles, was er getan hat und seine Sünde, der Tat, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Juda? Was das Buch der Könige nicht sagt, aber das Buch der Chroniken dann offenbart, ist, dass dieser Manasse gegen Ende seines Lebens sich doch noch und tatsächlich bekehrt hat. Eines der ganz eindrucksvollsten Zeugnisse für die Macht und die Kraft der Gnade Gottes, selbst die schlimmsten und verworfensten doch noch retten zu können.

[8:37] Wir werden das dann zu gegebener Zeit uns auch noch anschauen. Und Manasse legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben im Garten seines Hauses, im Garten Usas. Und sein Sohn Amon wurde König an seiner Stelle. Amon war 22 Jahre alt, als er König wurde, regierte zwei Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Meschullemeth, eine Tochter des Haruz von Jotba. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, wie es sein Vater Manasse getan hatte.

[9:07] Lasst uns gemeinsam beten.

[9:09] Herr, bitte öffne uns die Augen dafür, dass die Sünden, die wir tun, nicht dadurch gerechtfertigt werden, nur weil wir uns Volk Gottes nennen, und nicht dadurch beschönigt werden in deinen Augen, weil wir auch große Dinge mit dir erfahren haben, sondern dass dieselben Sünden, die zum Gericht bei Heiden und weltliche Menschen führen, auch zum Gericht bei uns führen werden, wenn wir sie nicht bereuen und von Herzen lassen durch die Kraft der Buße und Vergebung, die du allein geben kannst.

[9:42] Herr, lass uns das Beispiel von Manasse ein warnendes Beispiel sein, dass auch nach großen geistlichen Erfahrungen manchmal schwerer Abfall folgen kann, wenn nicht die Reformation beibehalten wird. So bitten wir dich, dass du uns hilfst, nicht nachlässig zu sein in der Reformation unseres eigenen Lebens und auch in der Gemeinde, sondern festzuhalten, egal was passiert. Dafür danken wir dir, dass du das tun wirst in unserem Leben. Im Namen Jesu. Amen.


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