In dieser Andacht aus 2. Könige 21-22 beleuchtet Christopher Kramp die Regentschaft von König Amon und seinem Sohn Josia. Er zeigt auf, wie Josia eine tiefgreifende Erweckung in Juda auslöste, nachdem das lange vergessene Buch des Gesetzes im Tempel wiederentdeckt wurde. Die Botschaft ermutigt dazu, Gottes Wort neu zu entdecken und sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen, um persönliche und gemeindliche Reformation zu erleben.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Könige 21:21-22:15
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Könige, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
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[0:33] Lasst uns gemeinsam beten, lieber Vater im Himmel. Danke, dass wir wissen dürfen, dass egal, was wir getan haben, egal wie dunkelrot unsere Sünde ist, egal wie groß unsere Schuld ist, dass wenn wir zu dir kommen dürfen, wenn wir zu dir kommen und deine Verheißungen in Anspruch nehmen, dass dein Wort auch heute immer noch gilt, dass du uns reinwäschst von aller Schuld und alle Sünden vergibst und uns Kraft schenken möchtest heute für diesen Tag, dass wir in deinem Evangelium aus deinem Wort leben und in deinem Evangelium gehen. Herr, wir möchten dich bitten, dass du heute jetzt durch die Worte sprichst, dass wir deine Erlösung, die du für uns erworben hast, dass wir sie persönlich auf unser Leben anwenden. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
[1:32] Wir sind in 2. Könige 21. Es geht jetzt um den König Amon von Juda in Vers 21: "Und er wandelte ganz auf dem Weg, den sein Vater gewandelt war, und diente den Götzen, denen sein Vater gedient hatte, und betete sie an. Und er verließ den Herrn, den Gott seiner Väter, und wandelte nicht im Weg des Herrn. Und die Knechte Amons machten eine Verschwörung gegen ihn und töteten den König in seinem Haus. Aber das Volk des Landes schlug alle, die sich gegen den König Amon verschworen hatten, und das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia zum König an seiner Stelle."
[2:12] Ammons Vater Manasse hatte sich am Ende seines Lebens, wie wir noch in den Chronikbüchern lesen werden, bekehrt, und doch war sein Sohn dann, als er die Macht kam, wiederum ein böser König, der Gott fern war. So kann es also sein, dass, obwohl wir nach vielen Jahren der Rebellion am Ende zu Gott finden, unsere nächste Generation trotzdem auf diesem Weg des Abfalls weitermacht. Wir haben das auch schon bei Salomo gesehen und seinem Sohn Rehabeam.
[2:45] Interessant ist hier, dass es offensichtlich eine Auseinandersetzung gibt, auch eine quasi innenpolitische Auseinandersetzung. Das Volk des Landes ist nicht einverstanden mit diesem Putsch gewesen von den Knechten Amons und hat jetzt diesen König Josia auf den Thron gesetzt. Dieses "Volk des Landes", ein Begriff, der immer wieder auftaucht, wenn es unklare Thronfolgen gibt in der israelitischen Geschichte. Möglicherweise handelt es sich dabei um einen größeren Rat von Menschen aus dem ganzen Territorium Judas, die hier also bedeutende Männer ihrer Dörfer und Städte, die zusammengekommen und sich entschieden, diesen Josia zum König zu machen, der schon in der Zeit von Jerobeam, zu Beginn des Nord- und Südreichs, gerade kurz nach der Teilung, von dem Mann Gottes aus dem Süden vorhergesagt worden ist.
[3:37] Was aber mehr von Amon zu sagen ist und was er getan hat, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Juda? Und er wurde begraben in seiner Grabstätte im Garten Usas, und sein Sohn Josia wurde König an seiner Stelle. Josia war acht Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Jedida, eine Tochter Adajas von Bozkath. Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, und wandelte in allen Wegen seines Vaters David und wich davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken. Das ist Gottes Wunsch für mein und für dein Leben, dass wir den geraden Weg gehen, dass wir weder rechts noch links vom Weg des Lebens abweichen. Das hat Gott sich schon gewünscht in 5. Mose Kapitel 5. Ihr könnt dort den Vers selbst finden.
[4:29] Und im achtzehnten Jahr der Regierung des Königs Josia sandte der König den Schreiber Schafan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, in das Haus des Herrn und sprach: "Geh hinauf zu Hilkija, dem Hohenpriester. Er soll das Geld bereitstellen, das zum Haus des Herrn gebracht worden ist, das die Hüter der Schwelle vom Volk gesammelt haben, damit man es den Werkmeistern gebe, die am Haus des Herrn die Arbeit beaufsichtigen. Diese sollen es den Arbeitern am Haus des Herrn geben, damit sie die Schäden am Haus ausbessern." Wie schon einige Könige vor ihm, hat auch Josia dieses Anliegen gehabt, den Tempel, das Heiligtum Gottes, auszubessern, wiederherzustellen, zu verschönern, die Schäden dort gab wieder gut zu machen.
[5:15] Nämlich den Handwerkern und Bauleuten und den Maurern, um Holz und behauene Steine für die Ausbesserung des Hauses zu kaufen. "Doch soll man nicht abrechnen mit ihnen wegen des Geldes, das ihnen in die Hand gegeben wird, denn sie handeln treu." Ein ganz außergewöhnliches Zeugnis hier auch für das Vertrauen, das Josia in die Mitarbeiter des Werkes Gottes hatte. Vielleicht ist das etwas, was wir auch in unserem Leben, in unseren Gemeinden lernen dürfen, dass wir nicht ständig alles bis ins letzte kleinste Detail kontrollieren müssen, sondern dass wir auch Vertrauen haben dürfen. Natürlich sollten wir auch verantwortlich umgehen mit dem Geld, das uns gegeben ist, aber so eine Grundeinstellung des Vertrauens auch in andere Arbeiter ist sicherlich etwas, was förderlich ist und das Gottes Wort uns auch hier nahelegen möchte.
[6:05] Und Hilkija, der Hohepriester, sprach zu Schafan, dem Schreiber: "Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn gefunden." Und Hilkija übergab Schafan das Buch, und er las es. Als sie am Tempel arbeiteten, als sie ausbesserten und wiederherstellen wollten, entdeckten sie einen Schatz. Sie entdeckten ein Teil des Buches des Gesetzes, einen Teil des Buches 5. Mose, eines der großartigsten Bücher überhaupt in der Bibel, eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Und ich kann euch nur empfehlen, euch mit diesem Buch auch intensiv zu beschäftigen. Wir haben eine Serie auf Joel Media, die den Titel "Höre Israel" trägt, die Kapitel für Kapitel dieses Buch analysiert. Als Josia dieses Buch findet, löst es buchstäblich eine Erweckung und Reformation in Juda aus, wie es sie in dieser Form noch gar nicht gegeben hatte in den letzten Jahrhunderten.
[7:00] Und Schafan, der Schreiber, kam zum König und brachte dem König Bericht und sprach: "Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet, das im Haus vorhanden war, und haben es den Werkmeistern gegeben, die im Haus des Herrn die Arbeit beaufsichtigen." Dann berichtete Schafan, der Schreiber, dem König und sprach: "Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben." Und Schafan las es vor dem König. Und es geschah, als der König die Worte des Gesetzbuches hörte, da zerriss er seine Kleider. Er war schon jahrelang König gewesen, und niemand wusste überhaupt von der Existenz dieses Buches. So weit war es gekommen mit dem Volk Gottes. Aber als das Buch wiederentdeckt wurde und seine Botschaft die Herzen erreichte, da bewirkte Gott eine echte Erweckung durch den Heiligen Geist. Vielleicht gibt es auch in unserem Leben Botschaften im Wort Gottes, im Geist der Weissagung, die wir schon völlig vergessen haben, die Gott uns wieder schenken möchte, die wir wiederentdecken dürfen und durch die er uns zu Herzen ansprechen möchte.
[8:01] Und der König gebot dem Priester Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und dem Schreiber Schafan und Asaja, dem Knecht des Königs, und sprach: "Geht hin und befragt den Herrn für mich und das Volk und für ganz Juda wegen der Worte dieses Buches, das gefunden worden ist. Denn groß ist der Zorn des Herrn, der gegen uns entbrannt ist, weil unsere Väter nicht auf die Worte dieses Buches gehört haben, dass sie nicht alles getan haben, was uns darin vorgeschrieben ist." Eine echte Wiederentdeckung der biblischen Botschaft führt zu echter Buße, zu echter Reue, zu Umkehr, zur Erkenntnis, dass man auf dem falschen Weg ist, und zu dem Drang, noch mehr zu verstehen vom prophetischen Wort, damit Gott uns Hoffnung und Zuversicht geben kann.
[8:44] Da gingen der Priester Hilkija und Ahikam und Achbor und Schafan und Asaja zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tikwas, des Sohnes Harhas', des Hüters der Kleider. Sie wohnte aber in Jerusalem im zweiten Stadtteil. Und sie redeten mit ihr. Es gibt in der Bibel nicht nur Propheten, es gibt auch Prophetinnen. Und das sehen wir sowohl im Alten Testament als auch später im Neuen Testament, wo es zum Beispiel die vier Töchter des Diakons Philippus gibt, die ebenfalls weissagten. Biblisch kann es genauso Prophetinnen geben, wie es auch Propheten gegeben hat. Und wenn Gott heute durch sein Wort zu uns spricht, dann wird er auch durch sein Wort uns zum prophetischen Wort, zum Geist der Weissagung, führen, der uns dann zeigt, wie die biblische Botschaft auf unsere Zeit im konkreten, praktischen Detail anzuwenden ist. Sie aber sprach zu ihnen: "So spricht der Herr, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:"
[9:49] Lasst uns gemeinsam beten, lieber Vater im Himmel. Danke, dass du uns Schätze entdecken lässt in deinem Wort, dass du uns dazu führen wirst, dass wir die Botschaft, die du uns verfasst hast, das Gesetz Gottes, das ewige Evangelium, die Botschaft für diese Zeit, dass wir sie neu entdecken dürfen, dass eine Erweckung und Reformation durch diese Themen in unserem persönlichen Leben, in unseren Familien und unseren Gemeinden entstehen soll. Und dass uns diese Erweckung, diese Erkenntnis der wahren Botschaft Gottes, auch zum Geist der Weissagung führen wird, damit wir noch besser verstehen, was du dir in unserem Leben wünschst. So bitten wir dich, dass du jedem von uns diese Erfahrung schenkst, eine persönliche Entdeckung deines Wortes zu erleben, um zu wissen, was du zu uns sagst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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