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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video beleuchtet die dramatischen Ereignisse aus 2. Könige 24 und 25, die zur Zerstörung Jerusalems und zur babylonischen Gefangenschaft führten. Christopher Kramp erklärt, wie die wiederholte Rebellion der Könige Jojakim und Zedekia gegen Babylon trotz göttlicher Warnungen schrittweise zum Untergang Judas führte. Anhand biblischer Texte und archäologischer Funde wird die historische Zuverlässigkeit der Ereignisse untermauert und die bitteren Konsequenzen der Untreue aufgezeigt. Eine eindringliche Mahnung, aus der Geschichte zu lernen und auf Gottes Stimme zu hören.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Seite 442. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir so danke sagen, dass wir dein Wort haben und dass dein Wort zu uns persönlich spricht, dass wir viele interessante Dinge daraus entnehmen können, vor allem auch, dass wir sehen können, wie auch Quellen außerhalb der Bibel, archäologische Quellen, historische Quellen uns zeigen, dass dein Wort zuverlässig ist. Aber noch mehr als das wollen wir deine Stimme durch die Verse hindurch hören, zu uns. Nicht nur Daten und Fakten, sondern verstehen, was du uns dadurch sagen wolltest. Herr, sprich du zu mir und zu jedem Einzelnen von uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:24] Wir sind in 2. Könige Kapitel 24. König Nebukadnezar von Babel hat Jerusalem bereits einmal belagert und einige Gefangene mitgenommen. Jojakim hat wieder gegen ihn rebelliert und ist dann gestorben. Und jetzt ist sein Sohn Jojachin, in jungen Jahren mit 18 Jahren, König geworden. Und die Babylonier, dann auch Nebukadnezar als König selbst, belagern die Stadt erneut. Wir schreiben den 16. März 597 vor Christus. Und das heißt in Vers 12: „Aber Jojachin, der König von Juda, ging zu dem König von Babel hinaus, er samt seiner Mutter, seinen Knechten, dann den Obersten und seinen Kämmerern. Und der König von Babel nahm ihn gefangen im achten Jahr seiner Regierung.“

[2:15] Und er ließ von dort alle Schätze im Haus des Herrn und die Schätze im königlichen Haus wegbringen. Und er ließ alle goldenen Geräte in der Tempelhalle des Herrn zerschlagen, die Salomo, der König von Israel, gemacht hatte, wie der Herr es gesagt hatte. Dies ist jetzt die sogenannte zweite Wegführung, die zweite Belagerung, sehr viel größer und schwerwiegender als die erste, die wir aus Daniel 1 Vers 1 kennen, als ein paar Gefäße und ein paar königliche Geiseln mitgenommen worden sind. Und er führte ganz Jerusalem gefangen hinweg, nämlich alle Obersten und alle kriegstüchtigen Männer, 10.000 Gefangene, alle Handwerker und alle Schlosser, und ließ nichts übrig als das geringe Volk des Landes.

[2:59] So führte er Jojachin nach Babel hinweg, auch die Mutter des Königs und die Frauen des Königs und seine Kämmerer. Dazu führte er die Mächtigen des Landes von Jerusalem gefangen nach Babel. Wir kennen aus archäologischen Funden, aus einer kleinen Tontafel im Fragment, das heute noch im Vorderasiatischen Museum in Berlin liegt, sogar die Ration, die der König Jojachin dort in Babel als Gefangener erhalten hat.

[3:32] Auch alle Kriegsleute, 7.000, dazu die Handwerker und die Schlosser, im Ganzen 1.000, alles kriegstüchtige Männer. Und der König von Babel brachte sie gefangen nach Babel. Und der König von Babel machte Mattanja, Jojachins Onkel, zum König an seiner Stelle und änderte seinen Namen in Zedekia.

[3:52] Dieser ganze Bericht hier ist in ähnlicher Weise auch in der fünften babylonischen Chronik etwas kürzer zusammengefasst, dabei mit der gleichen Grundaussage erhalten und belegt uns, dass wir hier der Bibel auch wirklich, auch in diesem Fall, vertrauen können. Durch diese babylonische Chronik können wir sogar das Datum auf den Tag genau festlegen.

[4:12] Zedekia war 21 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte elf Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hamutal, sie war die Tochter Jeremias von Libna. Er war also ein Nachzügler gewesen und ein direkter Vollbruder von Joahas, der mittlerweile in Ägypten schon lange gestorben war, und damit ein Halbbruder von Jojakim, dem Vater von Jojachin.

[4:39] Er tat, was böse war in den Augen des Herrn, ganz wie es Jojakim getan hatte. Denn wegen des Zornes des Herrn kam es so weit mit Jerusalem und Juda, bis er sie von seinem Angesicht verwarf. Und Zedekia fiel ab von dem König von Babel. Wir werden später noch beim Propheten Jeremia sehen, wie sehr Gott durch Jeremia diese Könige, das Volk dazu aufgefordert hatte, dem König von Babel die versprochene Treue auch zu halten. Aber stattdessen rebellierten sie und rebellierten sie noch, in der Hoffnung auf neue Unterstützung aus Ägypten, als dort ein Thronwechsel stattfand, als der Apries an die Macht kam, der sehr gegen Babylon agierte. Und man hoffte von den Ägyptern jetzt vielleicht Befreiung zu bekommen.

[5:28] Und es geschah im neunten Jahr seiner Königsherrschaft, am zehnten Tag des zehnten Monats, da kam Nebukadnezar, der König von Babel, und sein ganzes Heer gegen Jerusalem und belagerte die Stadt. Und sie bauten Belagerungstürme rings um sie her. Mit jeder Belagerung wurde es schlimmer: die erste, dann die zweite, und dann die dritte war die schlimmste von allen. Und die Stadt wurde belagert bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia.

[5:52] Am neunten Tag des vierten Monats aber wurde die Hungersnot in der Stadt so stark, dass das einfache Volk nichts zu essen hatte. Jetzt erfüllte sich im Detail das, was im 5. Mose 28 geschrieben wurde, es von den Schrecknissen einer Belagerung durch ein Volk, dessen Sprache man nicht versteht. Gott hatte das verhindern wollen. Die erste Belagerung war sehr milde gewesen. Man hatte einige königliche Geiseln stellen müssen, man hatte ein paar Geräte abgeben müssen. Man hätte dann in Frieden mit Babylon leben können, solange Gott das vorgesehen hatte. Stattdessen hat man rebelliert, und dann kam es zur zweiten Belagerung. Diesmal wurden schon sehr viele wichtige Menschen weggeführt und man musste viele Schätze abgeben. Aber auch da hätte man noch in Frieden leben können. Die Worte Jeremias waren immer wieder darauf gerichtet gewesen. Aber stattdessen hat man immer weiter rebelliert.

[6:41] Während Daniel in Babylon bereits ein Zeugnis war für die Kraft Gottes und die Schönheit seines Wortes, war das Volk Gottes in Jerusalem so rebellisch, dass selbst die Heiden erschüttert waren über so viel Untreue, die in Jerusalem verübt worden ist, politisch und gegenüber dem König von Babel. Und so kam es jetzt zur größten Flucht, so kam jetzt die qualvolle Konsequenz der Sünde auf Jerusalem, und es kam zu dramatischen und bitteren Szenen.

[7:13] Es heißt ja in Vers 4: „Da brach der Feind in die Stadt ein, und alle Kriegsleute flohen bei Nacht durch das Tor zwischen den beiden Mauern beim Garten des Königs. Und da die Chaldäer, das ist die Babylonier, rings um die Stadt her lagen, zog man den Weg zur Araba. Aber das Heer der Chaldäer jagte dem König nach und holte ihn ein auf den Ebenen von Jericho, nachdem sein ganzes Heer sich von ihm zerstreut hatte. Sie überfingen den König und führten ihn hinauf zum König von Babel, von Babel nach Ribla. Ribla ist weit im Norden, in Hamat, im heutigen Libanon/Syrien, der Gegend. Man sprach das Urteil über ihn. Und sie metzelten die Söhne Zedekias vor dessen Augen nieder. Danach stachen sie Zedekia die Augen aus und banden ihn mit zwei ehernen Ketten und führten ihn nach Babel. Was für ein bitteres Ende für den letzten König Judas!“

[8:09] Oder am siebten Tag des fünften Monats, das ist das 19. Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, dieser des Königs von Babel, nach Jerusalem und er brannte das Haus des Herrn, den Tempel, und das Haus des Königs, den Palast, und alle Häuser von Jerusalem, ja, alle großen Häuser verbrannte er mit Feuer.

[8:29] Und das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Obersten der Leibwache war, riss die Mauern von Jerusalem ringsum nieder. Den Überrest des Volkes aber, der in der Stadt noch übrig geblieben war, und die Überläufer, die zum König von Babel übergegangen waren, und den Überrest der Menge führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, hinweg. Doch von den Geringsten im Land ließ der Oberste der Leibwache Weingärtner und Ackerleute zurück.

[8:55] Es war der absolute Tiefpunkt in der Geschichte Israels. Seit den Tagen Abrahams: Jerusalem, die Stadt, die Gott erwählt hatte, mit Feuer verbrannt, und bis auf ein paar Bauern und Ackerleute niemand mehr im Land.

[9:15] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, lass uns lernen aus dieser Geschichte, dass deine Gerichte nicht sofort mit voller Wucht kamen, sondern abgestuft, so dass zu jedem Zeitpunkt man durch Buße und Erweckung und Reformation, durch Umkehr und durch ein Hören auf die prophetische Botschaft, zum Beispiel von Jeremia, das restliche Unheil hätte abwenden können. Herr, es ist, wenn wir immer weiter in der Rebellion verharren, dass unser Leben immer dramatischer und immer schlimmer wird. Herr, bewahre uns davor. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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