Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die tiefgreifende Reformation König Josias, wie sie in 2. Könige 23 beschrieben wird. Josia geht radikal gegen Götzendienst und Abfall vom Glauben vor, beseitigt jahrhundertealte Übel und richtet das Volk wieder präzise nach Gottes Wort aus. Trotz seiner beispiellosen Hingabe und der umfassenden Erneuerung zeigt die Bibel, dass Gottes Zorn über die tief verwurzelte Sünde des Volkes Juda bestehen bleibt. Die Folge ermutigt dazu, Gottes Wort kompromisslos im eigenen Leben umzusetzen.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Könige 23:12-23:28
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Könige, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 440. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:38] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort uns erweckst und auch reformieren möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du uns auch heute zeigst, was in unserem Leben anders sein muss, was du in unserem Leben verändern möchtest durch die Kraft des Wortes, das Wirken des Heiligen Geistes. Ja, wir möchten unser Herz dir öffnen. Wir möchten dich bitten, dass du zu uns sprichst und dass wir im Glauben vorangehen dürfen und lernen dürfen, was heute für unser Leben wichtig ist. Sprich durch den Heiligen Geist jetzt zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:15] Wir sind in 2. Könige 23. Der König Josia hat nicht nur eine große Erweckung, sondern eine große Reformation veranlasst. Alle Reste von Götzendienst in Jerusalem und auch im ganzen Königreich Juda werden entfernt. Die Statuen werden verbrannt und entweiht, und ganz gründlich wird das Volk und das Land von allem Götzendienst gereinigt.
[1:42] In Vers 12 lesen wir: „Der König brach auch die Altäre auf dem Dach bei dem Obergemach des Ahas ab, welche die Könige von Juda gemacht hatten, ebenso die Altäre, die Manasse in den beiden Vorhöfen des Hauses des Herrn gemacht hatte. Er schaffte sie fort und warf ihren Staub ins Tal der Kidron.“
[2:02] Ahas hatte über 100 Jahre zuvor regiert, aber trotzdem waren noch Überreste seines Götzendienstes immer noch gegenwärtig, was uns auch zeigt, wie lange wir die Konsequenzen des Abfalls von Gott sehen können. Und es brauchte jemanden wie Josia, um diese Langzeitfolgen des Abfalls einmal grundsätzlich und ganz gründlich zu entfernen.
[2:24] Und der König verunreinigte die Höhen, die östlich von Jerusalem zur Rechten am Berg des Verderbens waren, die Salomo, der König von Israel, für die Astarte der Zidonier, den Kemosch der Moabiter und den Milkom der Ammoniter gebaut hatte.
[2:41] Es gab sogar Götzen, die seit den Tagen Salomos nicht entfernt worden waren unter keinem der anderen guten Könige. Es gab ja einige gute Könige in Juda, die durchaus Gott gefolgt sind, vor allem auch Hiskia, aber unter keinem von denen sind diese Götzen bisher entfernt worden. Es gab manche Dinge, die schienen vielleicht so zur Tradition und zur Kultur dazuzugehören, aber Josia entschied sich, alles, was Götzendienst ist, auch wenn es von anderen guten Königen bisher noch geduldet worden war, somit nicht abgebrochen worden war, alles zu entfernen, und zwar grundsätzlich. Und das ist der Geist, den wir brauchen. Also keine Kompromisse machen, auch wenn andere gute, gläubige Menschen es vielleicht noch übersehen haben. Wollen wir alles entfernen aus unserem Leben, was gegen Gottes Gebote ist.
[3:28] Er zerbrach die Gedenksteine und hieb die Ascherastandbilder um und füllte ihren Platz mit Menschengebeinen. Das war eine Art, das Ganze dann zu verunreinigen, dass es nicht wieder als sakraler Ort genutzt werden konnte.
[3:43] Ebenso auch den Altar von Bethel und die Höhe, die Jerobeam, der Sohn des Nebat, der Israel zur Sünde verführt, gemacht hatte. Auch diesen Altar und die Höhe brach er ab und verbrannte die Höhe zu Staub und verbrannte das Ascherastandbild.
[4:00] Zu diesem Zeitpunkt gab es ja kein Nordreich mehr, und zu diesem Zeitpunkt, zur Zeit von Josia, war das assyrische Reich bereits im Zusammenfallen begriffen, so dass Josia hier für eine kurze Zeit als König Judas auch sich recht frei im Norden bewegen konnte und tatsächlich jetzt hier eine Prophezeiung erfüllte, die zuvor zu Beginn des geteilten Reiches Nord und Süd von dem Mann Gottes aus dem Süden gegenüber Jerobeam ausgesprochen worden ist.
[4:29] Und Josia sah, als er blickte, die Gräber, die dort auf dem Berg waren, und sandte hin und ließ die Gebeine aus den Gräbern nehmen und verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte ihn nach dem Wort des Herrn, dass der Mann Gottes verkündet hatte, als er dies ausrief. Viele Generationen, ja, Jahrhunderte waren ins Land gegangen, aber Gottes Wort erfüllte sich präzise. Sogar der Name des Königs war vorhergesagt worden. Josia hat genau das getan, was das Wort Gottes gesagt hatte.
[4:56] Und er sprach: „Was ist das für ein Grabmal, das ich hier sehe?“ Sprachen die Leute der Stadt: „Es ist das Grab des Mannes Gottes, der von Juda kam und diese Dinge, die du getan hast gegen den Altar von Bethel, ankündigte.“ Da gab es Menschen immer noch, die genau wussten, was dieser Mann Gottes gesagt hatte. Da sprach er: „So lasst ihn liegen, niemand rühre seine Gebeine an.“ So blieben seine Gebeine erhalten samt den Gebeinen des Propheten, der von Samaria gekommen war.
[5:24] Josia beseitigte auch alle Höhenhäuser in den Städten Samarias, welche die Könige von Israel gemacht hatten, um den Herrn zu erzürnen, und verfuhr mit ihnen ganz so, wie er es in Bethel getan hatte, und schlachtete alle Höhenpriester, die dort waren, auf den Altären, und er verbrannte Menschengebeine darauf und kehrte dann nach Jerusalem zurück.
[5:48] Für einen kurzen Zeitpunkt hatte der König des Südens, Juda, sogar eine wichtige Funktion hier in dem ehemaligen Nordreich und hat auch dort den Götzendienst ausgefegt.
[6:03] Da gebot der König dem ganzen Volk und sprach: „Feiert dem Herrn, eurem Gott, das Passah, wie es in diesem Buch des Bundes geschrieben steht.“ Es war kein solches Passah gehalten worden seit der Zeit der Richter, die es angerichtet hatten, während der ganzen Zeit der Könige von Israel und der Könige von Juda. Selbst unter Hiskia, der bereits das Passah wieder eingeführt hatte, war das Passah nicht so gehalten worden, wie es im Buch des Gesetzes präzise gestanden hatte.
[6:28] Josia war nicht nur jemand, der das Wort Gottes wieder entdeckt hatte, sondern er ließ auch tatsächlich den Gottesdienst, das persönliche Leben, das Leben in der Gemeinde, alles präzise nach dem Wort Gottes ausrichten. Wir brauchen heute Männer und Frauen, die echte Reformer sind, die sich die Frage stellen: „Was sagt das Wort Gottes in Bezug auf diese Sache? Was sagt das Wort Gottes in Bezug auf diese Praxis?“ Und die das Wort Gottes als Grundlage ihres Glaubens und auch ihres Tuns alleine in Anspruch nehmen.
[7:02] Im 18. Jahr des Königs Josia ist dieses Passah dem Herrn in Jerusalem gefeiert worden. Auch die Geisterbefrager und die Wahrsager, die Teraphim und Götzen und alle Gräuel, die im Land Juda und in Jerusalem gesehen wurden, rottete Josia aus, um die Worte des Gesetzes zu vollstrecken, die geschrieben standen in dem Buch, das der Priester Hilkija im Haus des Herrn gefunden hatte.
[7:24] Er war von dem Wort Gottes beeindruckt, und jetzt wollte er das Wort Gottes auch umsetzen, nicht nur teilweise, nicht nur ein bisschen, nicht nur so viel es vielleicht politisch angenehm war, sondern eins zu eins. Gott sehnt sich nach Menschen, die von seinem Wort wirklich getroffen sind und dann den Wunsch haben, das zu tun, was sein Wort sagt.
[7:45] Und seinesgleichen ist vor ihm kein König gewesen, der sich so von ganzem Herzen und von ganzer Seele und mit allen seinen Kräften dem Herrn zuwandte, ganz nach dem Gesetz Moses. Auch nach ihm ist keiner seinesgleichen aufgestanden. Es war nicht nur eine emotionale Sache, dem Herrn zu folgen. Es war eine Sache, die an dem Wort Gottes messbar war. Die Erweckung und die Reformation Josias, seine persönliche Hinwendung zu Gott, war messbar an dem Wort Gottes. In der Tat, was das Wort Gottes sagte, das nicht aus eigener Kraft, sondern durch die Kraft, die das Wort Gottes selbst beinhaltet, durch die Kraft, die der Heilige Geist jedem Einzelnen von uns geben möchte.
[8:29] Doch wandte sich der Herr nicht ab von der Glut seines großen Zornes, womit er über Juda erzürnt war, um aller Herausforderungen willen, mit denen Manasse ihn herausgefordert hatte. Denn der Herr sprach: „Ich will auch Juda sein Angesicht hinwegtun, wie ich Israel hinweggetan habe, und ich will diese Stadt Jerusalem, die ich erwählt habe, verwerfen und auch das Haus, von dem ich gesagt habe: Mein Name soll dort sein.“
[8:58] Die Sünde war so tiefgreifend gewesen, dass alle Reformation, die Josia, dieser größte aller jüdischen Könige nach David, durchgeführt hat, dass selbst diese Reformation das Wurzelübel nicht, das Übel nicht mal an den Wurzeln packen konnte. Der Prophet Jeremia schreibt viel davon, wie trotz der Reformen Josias viele Sünden im Volk doch bestehen blieben.
[9:26] Was aber mehr von Josia zu sagen ist und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda?
[9:33] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, mach aus mir, mach aus uns, mach aus jedem, der jetzt zuhört und zuschaut, einen Mann und eine Frau nach deinem Herzen, dass es auch über uns gesagt werden kann, dass es zuvor und danach keinen Menschen gab, der so sehr aus Liebe zu dir aus dem Wort Gottes lebte. Herr, du weißt, wo in unserem Leben wir zu kurz kommen. Du weißt, wo wir gegen dich rebelliert haben, wo wir Fehler machen und sie bisher nicht haben einsehen wollen. Wir bitten dich, dass du mit deinem Heiligen Geist zu uns sprichst und dass wir bereit sind, weil es selbst für uns das allerbeste ist, deinem Wort zu folgen, egal was es sagt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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