In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblischen Berichte aus 2. Könige 3 und 4. Er zeigt, wie Gott in Notsituationen nicht nur unmittelbare Hilfe leistet, sondern auch weitreichende Siege schenkt. Anhand der Geschichten von Elisa und den Königen sowie der Witwe mit dem Öl verdeutlicht er Gottes umfassende Fürsorge und seinen Wunsch, uns über unsere Alltagsprobleme hinaus zu segnen.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Könige 3:12-4:5
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Könige, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute mit 2. Könige 3:12-4:5. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass wir in jeder Notsituation, in diesen Schwierigkeiten, die wir in unserem Alltag hineingeraten, wir uns immer an dich wenden können und dass dein Wort immer für uns zur Verfügung steht und dass du uns niemals alleine lässt. Herr, bitte sprich auch heute durch dein Wort und gib, dass wir aus deinem Wort etwas lernen für unseren Alltag, das in die Praxis umsetzen können und merken, wie du uns segnest durch deinen Heiligen Geist. Sprich durch diesen Heiligen Geist jetzt zu uns. Lass dein Wort uns ganz klar vor Augen stehen. Halt du alles Störende fern. Sei du unser Lehrer. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:22] Wir sind in 2. Könige Kapitel 3. Der moabitische König Mescha ist vom Nordreich Israel abgefallen. Der König Joram und Josaphat, König des Südreiches Juda, haben sich gemeinsam verbündet und die Edomiter dazu genommen, um auf der Route von Süden her kommend Moab anzugreifen. Sie geraten allerdings in eine schwierige Situation. Der Joram, König des Nordreiches, ist verzweifelt, aber der Josaphat möchte gern, dass man einen Propheten befragt, und man findet den Elisa.
[2:03] Wir lesen ab Vers 12: „Und Josaphat sprach: Das Wort des Herrn ist bei ihm. So zogen der König von Israel und Josaphat und der König von Edom zu ihm hinab.“
[2:13] „Elisa sprach zum König von Israel: Was habe ich mit dir zu tun? Geh hin zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter, also von Ahab und Isebel, den Propheten des Baal und den Propheten der Aschera, die wir schon aus den Geschichten von Elia erkennen. Der König von Israel aber sprach zu ihm: Nein, denn der Herr hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand der Moabiter zu geben. Das ist diese Idee, der Joram glaubt, dass Gott sie jetzt strafen will und sie alle drei den Moabitern ausliefert.“
[2:48] „Elisa sprach: So wahr der Herr der Heerscharen lebt, vor dessen Angesicht ich stehe: Wenn ich nicht auf Josaphat, den König von Juda, Rücksicht nähme, ich wollte dich nicht ansehen noch beachten. So bringt mir nun einen Saitenspieler. Und als der Saitenspieler die Saiten schlug, kam die Hand des Herrn über ihn.“
[3:09] Hier sehen wir auch, welche Bedeutung Musik in geistlichen Dingen hat. Musik hat hier, gute geistliche Musik, direkt auch mit der Prophetie zusammengewirkt.
[3:24] „Und er sprach: So spricht der Herr: Macht in diesem Tal Grube an Grube! Denn so spricht der Herr: Ihr werdet keinen Wind noch Regen sehen, dennoch soll dieses Tal voll Wasser werden, sodass ihr zu trinken habt, ihr und auch euer kleines und großes Vieh. Und das ist noch ein Geringes vor dem Herrn. Er wird auch die Moabiter in eure Hand geben, sodass ihr alle festen Städte und alle auserlesenen Städte schlagen werdet und ihr werdet alle guten Bäume fällen und alle Wasserquellen verstopfen und alle guten Äcker mit Steinen verderben.“
[4:03] Die Allianz dieser drei Könige war in einer Notsituation für das Wasser, und sie baten jetzt um Hilfe an. Gott gibt ihnen nicht nur mehr als genügend Wasser, sondern gleichzeitig die Zusage des Sieges in dem vor ihnen liegenden Kampf. Wenn wir Gott um etwas bitten, was wir wirklich brauchen, dann gibt uns Gott noch mehr. Er möchte uns nicht nur schnell Abhilfe schaffen bei den Problemen, die wir gerade im Alltag haben, sondern er verbindet die Hilfe im Alltag mit einer Botschaft, dass wir auch weitergehend in den großen Fragen des Lebens durch seine Kraft, durch seine Gnade erfolgreich sein können, überwinden können, Sieger sein dürfen in jedem Detail, das er uns zeigt.
[4:52] „Und es geschah am Morgen zur Zeit der Darbringung des Opfers, siehe, da kam Wasser den Weg von Edom her, und das Land wurde voll Wasser. Als aber ganz Moab hörte, dass die Könige heraufgezogen waren, um gegen sie zu kämpfen, da wurden alle aufgeboten, die alt genug waren, um das Schwert zu ziehen, und sie besetzten die Grenze. Und als sie sich morgens früh aufmachten und die Sonne über dem Wasser aufging, da erschien den Moabitern das Wasser drüben rot wie Blut. Und sie sprachen: Es ist Blut! Die Könige haben sich gewiss gegenseitig aufgegeben und untereinander erschlagen. Und nun macht euch auf zur Plünderung!“
[5:31] Der große Segen Gottes, die wunderbare Erfüllung seines Wortes, dass die Könige, all die Soldaten, das Vieh, alle, die dabei waren, erfrischt hat, wurde von den Feinden völlig falsch gedeutet, und das führt jetzt zu weiteren Siegen für das Volk Israel.
[5:52] „Als aber die Moabiter zum Lager Israels kamen, da machten sich die Israeliten auf und schlugen die Moabiter, dass sie von ihnen flohen. Jene aber drangen ins Land ein und schlugen sie. Sie rissen die Städte nieder, und jeder warf seinen Stein auf alle guten Äcker, bis sie voll waren, und verstopften alle Wasserquellen und fällten alle guten Bäume, bis nur noch Kir-Hareseth mit seiner Steinmauer übrig blieb. Nur die Schleuderer umzingelten und beschossen sie.“
[6:23] „Als aber der König der Moabiter sah, dass ihm der Kampf zu stark wurde, nahm er 700 Mann mit sich, die das Schwert zogen, um gegen den König von Edom durchzubrechen, die offensichtlich der Schwächste von den dreien waren mit der geringsten Armee. Aber sie konnten es nicht. Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Stelle König werden sollte, und opferte ihn als Brandopfer auf der Mauer. Da kam ein großer Zorn über Israel, sodass sie von ihm abzog und wieder in ihr Land zurückkehrten.“
[6:59] Hier sahen die Israeliten einmal die hässliche Fratze des Götzendienstes in ihrer ganzen Abscheulichkeit. Der König opfert seinen eigenen Sohn, verbrennt ihn auf der Mauer. Die Israeliten haben sich vor Zorn zurückgezogen.
[7:20] „Und eine Frau unter den Frauen der Prophetensöhne schrie zu Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben, aber du weißt, dass er, dein Knecht, den Herrn fürchtete. Und ist der Gläubiger gekommen und will sich meine beiden Söhne als leibeigene Knechte nehmen.“
[7:35] Schuldsknechtschaft war damals im Alten Orient eine gängige Praxis. Wir haben Spuren davon auch, die sich in den Texten der 5. Mose erhalten haben.
[7:46] „Und Elisa sprach zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sage mir, was hast du im Haus? Sie antwortete: Deine Magd hat nichts im Haus als nur einen Krug Öl.“
[7:56] Wenn wir in Notsituationen sind, dann wird Gott uns helfen wollen und können. Aber trotzdem fragt er, was wir im Haus haben. Jesus hat gefragt, als die 5000 Männer plus Frauen und Kinder gesättigt werden sollten, was denn schon an Nahrungsmitteln da sei, und es waren fünf Brote und zwei Fische. Hier war es nur ein Krug mit Öl, und es erinnert schon ein wenig an die Situation, die der Elia hatte Jahre zuvor, als er auf der Flucht war und in Sarepta die Witwe traf, die nur noch ein wenig Mehl und wenig Öl hatte.
[8:34] „Er sprach: Geh hin und erbitte dir draußen Gefäße von allen deinen Nachbarinnen, leere Gefäße, und nimm nicht wenige. Daran hing jetzt sehr viel, dass, je mehr sie nahmen, desto größer der Segen sein konnte. Und geh hinein und schließ die Tür hinter dir und deinen Söhnen zu, und gieße Öl in alle diese Gefäße, und was voll ist, trage weg. Und sie ging von ihm weg und schloss die Tür hinter sich und ihren Söhnen ganz zu, und die brachten ihr die Gefäße, und sie goss ein.“ Gott sorgt für ausreichend viel Öl. Das Öl hörte nicht auf. Dasselbe Wunder, was Elia bei der Witwe von Sarepta erlebte, erlebt jetzt diese Frau hier mit Elisa.
[9:18] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass, wenn wir in einer Notsituation sind und wir zu dir beten, dass du uns in der konkreten Situation hilfst, aber noch weiter reichen und segnest, dass dein Segen nicht auf die Alltagssituation allein beschränkt ist, sondern wir dadurch dazu geführt werden, durch den Segen, den du uns im Alltag schenkst, auch größere Siege zu erlangen, wenn wir darüber nachdenken, was du für uns getan hast. Danke, dass du nicht kurzatmig bist in deinen Segnungen, sondern das große Ganze siehst und auch das, was wir noch in Zukunft erreichen können durch deine Gnade. Und dafür möchten wir dir von Herzen Dank sagen. Amen.
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