In dieser Predigt aus 2. Könige 4 beleuchtet Christopher Kramp zwei bemerkenswerte Wunder durch den Propheten Elisa. Zuerst geht es um die Witwe, deren Öl sich wundersam vermehrt, was uns lehrt, wie unsere Offenheit für Gottes Segen unser Empfangen beeinflusst. Anschließend wird die Geschichte der Schunemiterin erzählt, die durch ihre Gastfreundschaft einen Sohn empfängt und später mit unerschütterlichem Glauben um dessen Auferstehung ringt. Die Botschaft ermutigt zu tiefem Vertrauen in Gottes Wort und seine überreiche Versorgung, selbst in größter Not.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Könige 4:6-4:30
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. KönigePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit 2. Könige 4:6-4:30. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen dürfen, dass wir dein Wort haben und dass du jeden Tag zu uns sprichst. Herr, wir möchten unsere Herzen weit machen und dich bitten, dass du wirklich mit deinem Heiligen Geist uns dein Gesetz in unser Herz schreibst, damit wir lernen, im Alltag mit dir zu leben. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.
[1:08] Wir sind in 2. Könige Kapitel 4. Eine Prophetenwitwe ist in schwerer finanzieller Not. Sie bittet Elisa ihr zu helfen, und der sagt ihr, sie solle sich viele Gefäße von ihren Nachbarinnen leihen und dann in die Gefäße das wenige Öl gießen, was ihr noch übrig geblieben ist. Das tut sie. Wir lesen in Vers 6: "Und es geschah, als die Gefäße voll waren, da sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr her! Da versiegte das Öl." Das Öl reichte so lange, so lange offene und noch leere Gefäße da waren.
[1:54] Wie lange wird Gott uns segnen? Solange wir offen sind für ihn, solange da noch Möglichkeit zum Segen ist, solange segnet er. Wenn unsere Herzen zu sind und wir nur wenig erwarten, dann werden wir nur wenig empfangen können. "Und sie kam und erzählte es dem Mann Gottes. Und er sprach: Geh hin, verkaufe das Öl und bezahle deine Schuld. Du aber und deine Söhne, ihr könnt von den übrigen leben." Wenn sie nur ein oder zwei Gefäße genommen hätte, dann hätte sie vielleicht nicht einmal die ganze Schuld abbezahlt. Aber weil sie viele Gefäße hatte, weil sie viel erwartete, obwohl sie ja menschlich wusste, dass nur ein wenig Öl noch übrig war, weil sie viel erwartete, konnte sie viel erleben. Sie empfing noch mehr Öl, als für die Tilgung der Schuld notwendig war. Gott segnete sie über das hinaus, was ihr direkter Bedarf war, sodass sie von dem Rest leben konnte. Gott segnet uns überreich. David sagt: "Mein Becher fließt über." Aber das erleben wir nur, wenn wir unsere Hand auch wirklich aufmachen, wenn wir offen sind für das Wirken des Heiligen Geistes, der in der Bibel immer wieder auch mit dem Symbol des Öls dargestellt wird, zum Beispiel in Sacharja 4, wo ihr die Verse dann selbst finden könnt.
[3:17] "Und es geschah eines Tages, dass Elisa nach Schunem ging. Dort wohnte eine vornehme Frau, und die nötigte ihn, bei ihr zu essen. So oft er nun vorbei kam, kehrte er dort ein, um zu essen. Und sie sprach zu ihrem Mann: Siehe doch, ich erkenne, dass dies ein heiliger Mann Gottes ist, der immer bei uns vorbeikommt. Lasst uns doch ein kleines gemauertes Obergemach errichten und für ihn ein Bett, sowie Tisch, Stuhl und Leuchte da hineinstellen, damit er dort einkehren kann, wenn er zu uns kommt." Es geschah aber eines Tages, dass er dorthin kam, und er kehrte in das Obergemach ein und legte sich darin hin. Und sprach zu seinem Burschen Gehasi: "Rufe diese Schunemiterin!" Und sie trat vor ihn hin. Und er sprach zu ihm: "Sage ihr doch: Siehe, du hast unser wegen so viel Sorgen gehabt. Was kann ich für dich tun? Hast du etwa etwas, weswegen ich mit dem König oder mit dem Heerführer für dich reden sollte?" Sie sprach: "Ich wohne ja mitten unter meinem Volk." Mit anderen Worten: Mir geht es gut, ich bin glücklich und zufrieden. Er sprach: "Was könnte man für sie tun?" Gehasi sprach: "Sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt."
[4:30] Da sagte er: "Rufe sie!" Und als sie rief, trat sie unter die Tür. Und er sprach: "Um dieselbe Zeit übers Jahr wirst du einen Sohn ans Herz drücken." Sie sprach: "Ach nein, mein Herr, du Mann Gottes, belüge deine Magd nicht." Eine ganz bemerkenswerte Geschichte, eine Geschichte von Gastfreundschaft, von einer Frau, die nach biologischen Gesichtspunkten möglicherweise nicht mehr schwanger werden kann. Ihr Mann ist schon alt. Und eine Formulierung, die uns sehr an eine ganz ähnlich gelagerte Geschichte, nämlich in 1. Mose 18 erinnert, wo es auch um Gastfreundschaft geht, wo Abraham den drei vermeintlichen Männern, die in Wirklichkeit der Sohn Gottes und zwei Engel sind, ein Gastmahl bereitet, und wo diese ihm dann genau das sagen, dass in einem Jahr einen Sohn haben wird, und wo auch die Frau es nicht so richtig glauben will. "Aber die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn um dieselbe Zeit im nächsten Jahr, sowie Elisa ihr geheißen hatte." So wie Isaak tatsächlich nach einem Jahr geboren worden ist, so ist auch dieser Sohn geboren.
[5:44] Aber mit Isaak gab es noch eine große Prüfung. Interessanterweise gibt es auch in dieser Geschichte noch eine große Prüfung. "Als aber der Knabe heranwuchs, geschah es eines Tages, dass er zu seinem Vater zu den Schnittern hinausging. Da sprach er zu seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Jener befahl einem Knecht: Trage ihn zu seiner Mutter! Der Junge hatte einen Hitzeschlag. Der hob ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter. Und er saß auf ihrem Schoß bis zum Mittag. Dann starb er. Da ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes, schloss hinter ihm zu und ging hinaus. Und sie rief ihren Mann und sprach: Sende mir doch einen von den Knechten und eine Eselin. Ich will schnell zu dem Mann Gottes gehen, aber bald wieder kommen." So wie Abraham damals in 1. Mose 22, als er seinen Sohn aufgeben sollte, nichts sagte, was er dort tun würde, so behält auch sie die Anliegen hier für sich. Er sprach: "Warum gehst du heute zu ihm? Es ist auch weder Neumond noch Sabbat?" Sie sprach: "Lebewohl!"
[6:49] Dieser Vers ist in sich auch ein recht interessantes Zeugnis dafür, dass offensichtlich zu der Zeit man am Sabbat zum Propheten zu gehen pflegte, weil der Prophet das Wort Gottes hatte, und das war wohl üblich zu den Festen, zum Sabbat und auch zum Neumondfest, jeden Monat ein besonderes Fest zu Beginn des Monats gefeiert wurde, dass man dort zu dem Propheten ging, um Gottes Wort zu hören. "Und sie sattelte die Eselin und sprach zu ihrem Knecht: Treibe das Tier immerzu an und halte mich nicht auf beim Reiten, es sei denn, dass ich es dir sage." So gingen sie denn und kamen zu dem Mann Gottes auf dem Berg Karmel. Als aber der Mann Gottes sie aus einiger Entfernung sah, sprach er zu seinem Diener Gehasi: "Siehe, dort die Schunemiterin! Nun laufe ihr doch entgegen und sprich zu ihr: Geht es dir gut? Geht es deinem Mann gut? Geht es dem Kind gut?" Sie sprach: "Ja wohl!" Als sie aber zu dem Mann Gottes auf dem Berg Karmel kam, fasste sie seine Füße. Da trat Gehasi dazu, um sie wegzustoßen. Werden uns an die Jünger später zur Zeit von Jesus, die Kinder wegstoßen wollten. "Lasst die Kinder zu mir kommen! Ihre Seele ist betrübt."
[7:55] Da aber der Mann Gottes sprach: "Lass sie, denn ihre Seele ist betrübt, und der Herr hat es mir verborgen und es mich nicht wissen lassen." Ein Prophet, der vom Heiligen Geist inspiriert ist, weiß nicht automatisch alles und kann nicht jeden Fall sofort erkennen, sondern nur das, was Gott offenbart. Und ich habe hier ein Beispiel dafür, wie ein gewaltiger Prophet Gottes, ein mächtiger Mann Gottes, eben nicht wusste, was vorgefallen war, weil der Herr es eben nicht offenbart hatte. "Sie aber sprach: Habe ich denn von meinem Herrn einen Sohn erbeten? Sagte ich nicht: Du solltest mich nicht täuschen?"
[8:30] Dieser versteht, was er damit sagen will. Da sprach er zu Gehasi: "Gürte deine Lenden, nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin! Wenn dir jemand begegnet, so grüße ihn nicht, und grüßt dich jemand, so antworte ihm nicht, und lege meinen Stab auf das Angesicht des Knaben." Aber die Mutter des Knaben sprach: "So wahr der Herr lebt und so wahr deine Seele lebt, ich lasse nicht von dir!" Dann machte er sich auf und folgte ihr. Das waren dieselben Worte, die auch Elisa zu Elia gesagt hat: "Ich lasse dich nicht, ich bleibe bei dir!" Es erinnert uns auch an die Geschichte von Jakob, der eben sich an Jesus klammert, an den Sohn Gottes, und sagte: "Ich lasse nicht von dir, es sei denn, du segnest mich!"
[9:17] Lasst uns diesen Glauben haben, diese Mutter gehabt hat. Sie wollte sich nicht mit einem Burschen, einem Knecht abspeisen lassen. Sie wollte, dass Elisa selbst kommt und ihr Kind heilt.
[9:31] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir auch in dieser Geschichte sehen können, dass sich dein Wort erfüllt. Sara konnte nicht glauben, dass sie schwanger werden wird, und da wurde sie schwanger geworden, genau zu der Zeit, die du vorher gesagt hast. Und diese Schunemiterin konnte nicht vorstellen, dass sie schwanger wird, und sie ist genau zu der Zeit schwanger geworden, als du es vorher gesagt hast. Erfüllt uns Vertrauen in die Kraft deines Wortes, dass wir, wenn wir auch in schwierige Situationen in unserem Leben kommen, wir wissen, dass bei deinem Wort, bei dir Trost und Hoffnung und Rettung zu finden ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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