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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von Naaman aus 2. Könige 5. Er zeigt, wie Naaman durch Gottes Wort Heilung erfährt, obwohl er zunächst zögert, und betont, dass Gottes Gnade umsonst ist. Gleichzeitig warnt er vor der Gier am Beispiel von Elisas Diener Gehasi, dessen Betrug zu tragischen Konsequenzen führt. Das Video ermutigt dazu, allein auf Gottes Wort zu vertrauen und materiellem Wohlstand nicht über die Treue zu Gott zu stellen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 415. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Danke sagen, dass wir auf jeder Seite der Bibel, in jeder Geschichte, etwas lernen können über Jesus und sehen können, wie er in den Geschichten, den Prophezeiungen, den Prinzipien überall zum Vorschein kommt, sein Wesen und sein Werk, was er getan hat. Und wir hoffen, dass wir durch das Lesen des Wortes ihn und dadurch auch dich besser kennenlernen können. Sprich doch heute durch den Heiligen Geist zu unserem Herzen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:21] Wir sind in 2. Könige Kapitel 5. Der Aramäer, der Heerführer Naaman, hat erfahren von einem jungen Mädchen, das er geraubt hat aus Israel, dass es in Israel einen Propheten gibt, einen Mann Gottes, der ihm helfen könnte mit der schlimmen Krankheit. So sandte der König von Aram auf seine Bitte hin einen Brief an den König von Israel, der allerdings das Ganze missversteht und glaubt, die Aramäer suchen nur einen Anlass zum Krieg. Wir lesen in Vers 8: "Und es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hörte, dass der König von Israel seine Kleider zerrissen hatte, da sandte er zum König und ließ ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Er soll zu mir kommen, dann wird er erkennen, dass es einen Propheten in Israel gibt."

[2:06] Der König hätte die Gelegenheit gehabt, den Mann gleich zu dem Propheten Elisa zu schicken. Er hätte zeigen können, welche Macht Gott hat und welches Vorrecht Israeliten haben, in einem direkten Kontakt mit Gott sein zu können. Das alles hat der König verpasst. Aber Elisa ergreift die Gelegenheit und man hört davon. Elisa ruft den Naaman zu sich. So kam der Naaman mit seinen Pferden und mit seinen Wagen und hielt vor der Tür des Hauses Elisas. Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: "Geh hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wiederhergestellt und du wirst rein werden." Elisa kommt nicht einmal selbst aus dem Haus, sondern lässt nur das Wort Gottes durch einen Propheten verkünden.

[2:59] Da wurde Naaman zornig, ging weg und sprach: "Siehe, ich dachte, er wird sicher zu mir herauskommen und hintreten und den Namen des Herrn, seines Gottes, anrufen und mit seiner Hand über die Stelle fahren und so den Aussätzigen befreien." Der Naaman hatte seine Vorstellung, wie Gott retten soll. Auch wir haben manchmal unsere Vorstellung, was passieren soll, mit einem großen Wunder, mit einer spektakulären Sache, wie Gott unser Problem beheben soll. Vielleicht wünschen wir uns eine große emotionale Erfahrung, die uns deutlich macht, dass unsere Sünden vergeben sind. Und es gibt Situationen, in denen Gott auch manchmal durch außergewöhnliche Dinge zeigen möchte, dass er da ist. Aber nicht immer arbeitet Gott durch spektakuläre Zeichen und Wunder. Gottes Wort allein reicht aus, nicht nur um den Aussätzigen Naaman zu heilen, sondern auch, dass, wenn ich durch den Glauben es annehme, Gott mir persönlich und dir, liebe Freundin, deine Sünden vergibt, so wie er es versprochen hat in 1. Johannes 1,9.

[4:05] Aber Naaman versteht das nicht, oder er ist wütend: "Sind nicht die Flüsse Abana und Parpar in Damaskus besser als alle Wasser in Israel? Kann ich mich nicht darin waschen und rein werden?" Und er wandte sich ab und ging zornig davon. Er sah keine Notwendigkeit, ausgerechnet im Fluss Israels sich zu waschen. Das könnte er genauso gut auch in den Flüssen seiner Heimat tun. Manchmal fragen sich Menschen: "Was ist jetzt so besonders an den konkreten Lehren und Aussagen der Bibel? Gibt es nicht viele andere Religionen, die ganz Ähnliches sagen?" Aber es gibt nur ein Wort Gottes, denn es gibt nur einen wahren Gott, und sein Wort allein hat Kraft, auch wenn es uns menschlich ganz unscheinbar aussieht, was Gott da sagt.

[4:57] Da traten seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm und sprachen: "Mein Vater, wenn dir der Prophet etwas Großes befohlen hätte, würdest du es nicht tun? Wie viel mehr denn, da er zu dir gesagt hat: Wasche dich, so wirst du rein!" Da stieg er hinab und tauchte sich siebenmal im Jordan, nach dem Wort des Herrn, des Mannes Gottes. Und sein Fleisch wurde wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein. Gott sei gelobt für Menschen, die guten Rat geben. Wenn der Naaman alleine gewesen wäre, er wäre wohl nie vom Aussatz befreit worden. Dabei gab es ein paar Menschen, die ein bisschen mehr Glauben hatten als er und die ihn dazu brachten, doch das Wort Gottes für sich anzunehmen. Lasst uns heute auch Menschen sein, die einem Menschen, der vielleicht enttäuscht ist, doch helfen, auf Gottes Wort zu vertrauen.

[5:47] Siebenmal tauchte er sich unter. Nach dem siebten Mal wurde er ganz gesund. Wenn wir auf das Wort Gottes hören und wenn wir dem Wort Gottes glauben und das tun, was das Wort Gottes sagt, dann wissen wir, dass die Kraft Gottes wirkt, die er in sein Wort hineingelegt hat. Wir dürfen rein werden von aller Sündenkrankheit in dem Blut des Lammes, das Jesus am Kreuz von Golgatha vergossen hat. Und wenn wir uns darin ganz hineintauchen – die Zahl Sieben symbolisiert ja auch die Vollzahl, die heilige Zahl, der siebte Tag war die Welt bei der Schöpfung vollendet – wenn wir uns völlig hineintauchen in das Blut Jesu, so wie es der Naaman völlig hineintauchte in den Jordan, so werden wir auch ganz rein sein, weil Gott es versprochen hat.

[6:46] Es gibt zwei Männer in der Bibel, die beide Hauptmänner gewesen sind. Der eine hier, Naaman, war nicht bereit, auf das bloße Wort Gottes zu vertrauen und wollte, dass der Elisa direkt zu ihm kommt. Ein anderer, Jahrhunderte später im Neuen Testament, in Matthäus, zum Beispiel die Geschichte nach Matthäus 8: Er hatte einen größeren Glauben, der römische Hauptmann. Der wollte gar nicht, dass Jesus zu ihm persönlich kommt. Er war der festen Überzeugung, dass schon das Wort allein ausreichen würde, dass Jesus sprechen würde, um seinen Knecht, der damals krank war, zu heilen. Und das zeigt uns, wie Altes und Neues Testament so wunderbar sich ergänzen und erklären.

[7:31] Und er kehrte wieder zu dem Mann Gottes zurück, er und sein ganzes Gefolge. Und er ging hinein, trat vor ihn und sprach: "Siehe, nun weiß ich, dass es keinen Gott auf der ganzen Erde gibt außer in Israel. Und nun nimm doch ein Geschenk an von deinem Knecht." Die Erfahrung der Rettung, die Erfahrung der Heilung bringt ihn zu einer Erkenntnis des wahren Gottes. Elisa sprach: "So wahr der Herr lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, ich nehme nichts!" Und Naaman nötigte ihn, es zu nehmen, aber er weigerte sich. So wie diese Heilung umsonst sein sollte, so ist auch die Erlösung, die Jesus uns anbietet, vollkommen umsonst. Wir können sie nicht bezahlen.

[8:12] Da sprach Naaman: "Könnte deinem Knecht nicht eine doppelte Maultierlast Erde gegeben werden? Denn dein Knecht will nicht mehr anderen Göttern Brandopfer und Schlachtopfer darbringen, sondern nur dem Herrn." Damals hatten viele Menschen die Vorstellung, dass Götter auf ein bestimmtes Territorium beschränkt waren. Das Volk Israel hatte das Verständnis, dass das Land Israel eine ganz besondere Bedeutung hatte. Das ist ein Typus auch schon war auf die neue Erde, die Gott schaffen würde. Insofern ist es also nicht ganz unverständlich, dass Naaman hier Erde mitnehmen möchte, um dann in Damaskus, auf dem Boden des gelobten Landes sozusagen, im Glauben dann Gott zu dienen. "Nur darin wolle der Herr deinem Knecht vergeben: Wenn mein Herr in das Haus des Rimmon geht, um sich dort niederzuwerfen, und er stützt sich auf meinen Arm, und auch ich beuge mich nieder im Hause Rimmon, ja, wenn ich mich niederbeuge im Hause Rimmon, so wolle der Herr deinem Knecht in dieser Sache vergeben."

[9:18] Naaman war noch nicht ganz so weit, dass er verstand, dass Gott ihm die Kraft geben könne, in jeder Situation völlig treu zu sein. Er dachte, dass politische Erwägungen dazu führen müssen, dass er in dieser Sache einen kleinen Kompromiss machen muss. Und Elisa antwortete ihm: "Geh hin in Frieden!" Und er zog eine Wegstrecke von ihm fort. Dieser kleine Passus zeigt uns, dass auch ein Mensch, der von Gott geheilt ist, der völlig freigemacht worden ist von seinem Problem, noch nicht immer gleich völlig in seinem ganzen Ausmaß versteht, was es bedeutet, Gott zu dienen. Das ist noch viele Dinge gibt, die wir lernen müssen, Schritt für Schritt.

[9:54] Da dachte Gehasi, der Diener Elisas, des Mannes Gottes: "Siehe, mein Herr hat Naaman, diesen Aramäer, geschont und nichts von ihm genommen, was er mitbrachte. So wahr der Herr lebt, ich will ihm nachlaufen und etwas von ihm nehmen." So jagte Gehasi dem Naaman nach. Und als Naaman sah, dass er ihm nachlief, sprang er vom Streitwagen ihm entgegen und sprach: "Geht es gut?" Und er sprach: "Ja, mein Herr hat mich gesandt und mir zu sagen: Siehe, jetzt sind zwei junge Männer von den Prophetensöhnen aus dem Bergland zu mir gekommen. Gib ihnen doch ein Talent Silber und zwei Festgewänder." Es ist ganz interessant, dass ein anderer Mann im Alten Testament auch nach Gold, Silber und einem Festgewand lüstete, und das war Achan, der daran gestorben ist.

[11:34] Was für eine Dummheit von dem Knecht, dem Burschen, den Diener des Propheten, den Propheten Gottes anlügen zu wollen, dem doch Gott offenbaren konnte, was Gehasi getan hat. Gehasi hat mit einer Lüge begonnen und dann durch eine Lüge diese Gier befriedigt. Und eine Lüge zieht die nächste nach sich. Wer einmal sich entscheidet zu sündigen, der wird diesen Weg nur aufrechterhalten können, indem er immer weiter neue Sünde an Sünde fügt und so im Verderben endet. Die Frage von Elisa, seine Frage, die auch wir uns stellen können: Ist es jetzt in dieser letzten Zeit an der Zeit, für materiellen Wohlstand und Luxus zu sorgen?

[12:23] "So soll nun der Aussatz Naamans an dir haften und an deinem Samen ewiglich!" Und er ging von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee. Er hatte jetzt Reichtum, aber hatte auch ein großes Problem.

[12:38] Lasst uns aus der Geschichte von Gehasi lernen und nicht nach dem Luxus und dem Mammon dieser Welt unser Verlangen haben, sondern treu zu Gott stehen und wahrhaftig sein.

[12:51] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Danke sagen, dass wir wissen dürfen, dass wenn wir uns vollständig in das Blut Jesu tauchen, wenn wir dein Wort akzeptieren, dass du das Evangelium gesagt hast, dass wir es im Glauben annehmen, dann werden wir genauso rein und geheilt wie Naaman damals in dieser Geschichte. Danke, dass wir in jeder Geschichte etwas über das Evangelium und deinen großen Plan lernen können. Und schenke uns auch die Bereitschaft, dir ganz treu zu bleiben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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