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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die dramatische Geschichte aus 2. Könige 6:25-7:10. Er schildert die Hungersnot in Samaria während der Belagerung durch die Aramäer und die darauf folgende Prophezeiung Elisas. Die mutige Entscheidung von vier Aussätzigen, die das verlassene Lager der Feinde entdecken, wird zum Anlass genommen, über die Bedeutung des Evangeliums und die Notwendigkeit, gute Nachrichten zu teilen, nachzudenken.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 417. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass dies ein prophetisches Wort ist und zeigt, was der Feind vorhat, dass wir durch dein Wort gewarnt werden vor den Schlingen und Fallstricken, die der Satan unserem Leben auslegt, und dass wir, wenn wir uns ganz fest an dich klammern und halten, wir sicher den Weg bis ins neue Jerusalem gehen können.

[1:07] Und so möchten wir dich bitten, dass du uns heute durch dein Wort zeigst, was wichtig ist für unser Leben, und du mit deinem Heiligen Geist uns es nicht nur zeigst, sondern uns die Kraft schenkst, es auch zu tun. Das bitten wir im Namen Jesu, der uns das versprochen hat. Amen.

[1:31] Wir sind im zweiten Könige Kapitel 6. Der aramäische König Ben-Hadad ist mit seiner Armee in Israel eingerückt und belagert die Hauptstadt Samaria.

[1:41] Vers 25: Da entstand in Samaria eine große Hungersnot, und siehe, sie belagerten die Stadt so lange, bis ein Eselskopf 80 Silberlinge und ein Viertel Kab Taubenmist fünf Silberlinge wert war. Es war wirklich dramatisch.

[2:02] Als aber der König von Israel auf der Mauer entlang ging, flehte ihn eine Frau an und sprach: „Hilf mir, mein Herr und König!“ Er sprach: „Wenn dir der Herr nicht hilft, von woher soll ich dir Hilfe bringen? Von der Tenne oder von der Kelter?“ Und der König fragte sie: „Was willst du?“ Sie sprach: „Diese Frau da sprach zu mir: ‚Gib deinen Sohn her, dass wir noch heute essen; morgen wollen wir dann meinen Sohn essen.‘ So haben wir meinen Sohn gekocht und gegessen. Und am anderen Tag sprach ich zu ihr: ‚Gib deinen Sohn her, dass wir ihn essen!‘ Aber sie hat ihren Sohn versteckt.“

[2:39] Diese grausame Geschichte zeigt, dass das Volk tief gefallen war. In 5. Mose 28 wird vorhergesagt, dass bei Segen und Fluch im Falle des Ungehorsams Katastrophen das Land einbrechen würden, bis dann sogar es zu solch schlimmen Belagerungen kommen würde. Hier haben wir ein erstes Beispiel davon. Ähnliches wiederholt sich dann später bei der katastrophalen Belagerung Jerusalems einige Generationen später durch die Neubabylonier und dann noch einmal Jahrhunderte später beim Fall Jerusalems, einige Jahrzehnte nachdem Jesus gestorben und auferstanden ist.

[3:22] Und es geschah, als der König die Worte der Frau hörte, da zerriss er seine Kleider, während er auf der Mauer entlang ging. Das sah das Volk, dass er darunter auf seinem Leib Sacktuch trug. Und er sprach: „Gott tue mir dies und das, wenn das Haupt Elisas, des Sohnes Schaphats, heute auf ihm bleibt!“

[3:40] Elisa aber saß in seinem Haus, und die Ältesten saßen bei ihm. Und der König sandte einen Boten vor sich her. Aber ehe der Bote zu ihm kam, sprach er zu den Ältesten: „Seht ihr nicht, wie dieser Mördersohn her sendet, um mir den Kopf abzuhauen? Habt acht, wenn der Bote kommt, verschließt die Tür und stellt euch mit der Tür gegen ihn! Höre ich nicht die Fußtritte seines Herrn hinter ihm her?“

[4:05] Interessanterweise ist die Androhung des Königs von Israel hier fast gleichlautend mit der Drohung der Isebel, die wir in 1. Könige 19 gelesen haben. Elia ist damals panikerfüllt geflohen und war am Ende, aber Elisa bleibt und weiß, dass er nichts zu befürchten hat.

[4:27] Während er noch mit ihnen redete, siehe, da kam der Bote zu ihm hinab. Und er sprach: „Siehe, dieses Unglück kommt vom Herrn! Was sollte ich noch auf den Herrn warten?“ Da sprach Elisa: „Hört das Wort des Herrn! So spricht der Herr: Morgen um diese Zeit wird im Tor von Samaria ein Maß Feinmehl einen Schekel gelten und zwei Maß Gerste einen Schekel.“

[4:53] Hier spricht der Prophet ein Evangelium, eine gute Nachricht, die so unvorstellbar gut ist, dass es den Umstehenden schwerfällt, sich vorzustellen, dass so etwas in so kurzer Zeit sich so zum Besseren wenden kann. Da antwortete der Offizier, auf dessen Arm sich der König stützte, dem Mann Gottes und sprach: „Siehe, selbst wenn der Herr Fenster am Himmel machte, wie könnte dies geschehen?“ Er aber sprach: „Siehe, du wirst es mit eigenen Augen sehen, aber nicht davon essen.“

[5:26] Das Evangelium, diese gute Nachricht, würde sich materialisieren, sie würde eintreffen. Aber dieser Mann würde aufgrund seines Unglaubens persönlich nicht davon profitieren. Und das ist eine sehr wichtige Lektion: Die gute Nachricht, dass Jesus für mich und für dich gestorben ist, die gute Nachricht, dass Jesus wiederkommen wird und einmal diese Erde ganz neu machen wird ohne Sünde – die ist eingetroffen und sie wird eintreffen. Aber ob wir persönlich davon profitieren, das hängt davon ab, ob wir dem Wort, das diese gute Nachricht uns kommuniziert, auch wirklich persönlich glauben.

[6:01] Es waren aber vier aussätzige Männer am Eingang des Tores, und einer sprach zum anderen: „Weshalb bleiben wir hier, bis wir sterben? Wenn wir sprechen: ‚Wir wollen in die Stadt gehen‘, also nach Samaria, wo doch Hungersnot in der Stadt herrscht, so müssten wir dort sterben. Bleiben wir hier, so müssen wir auch sterben. So kommt nun, wir wollen zum Heer der Aramäer überlaufen. Lassen sie uns leben, so leben wir; töten sie uns, so sind wir tot.“

[6:25] Diese Männer verstanden: Wenn man nichts zu verlieren hat, dann kann man auch etwas wagen. Sie wussten, dort wo sie sind, werden sie sterben. In Samaria werden sie sterben. Wenn sie im Lager der Aramäer sterben, dann passiert nichts Außergewöhnliches, aber vielleicht können sie leben. Diese Einstellung darf dir, lieber Freund, liebe Freundin, helfen, das Angebot Jesu in Anspruch zu nehmen. Vielleicht denkst du, dass das zu hoch für dich ist, vielleicht denkst du, dass du das nicht in Anspruch nehmen kannst. Aber warum es nicht wenigstens wagen? Denn wenn du in deinen Sünden bleibst, dann wirst du sterben, dann bist du verloren. Warum nicht wagen, das in Anspruch zu nehmen, was Jesus uns gibt? Mehr als sterben und verloren gehen kannst du eh nicht. Aber wenn du es wagst und es in Anspruch nimmst, wirst du ein solches Wunder erleben, wie es diese Aussätzigen hier auch erlebt haben.

[7:12] Und sie machten sich in der Dämmerung auf und gingen zum Lager der Aramäer. Als sie nun an den Rand des Lagers der Aramäer kamen, siehe, da war kein Mensch da. Denn der Herr hatte das Heer der Aramäer ein Getöse von Streitwagen hören lassen, auch ein Getümmel von Pferden und ein Geschrei einer großen Heeresmacht, sodass sie untereinander sprachen: „Siehe, der König von Israel hat die Könige der Hethiter (gab es zu der Zeit noch etliche kleine Reiche nördlich) und die Könige der Ägypter gegen uns angeworben, damit sie uns überfallen sollten.“ Mit anderen Worten: Sie hatten den Eindruck, dass sie von Norden und Süden jetzt eingekesselt werden sollten. Und sie machten sich auf und flohen in der Dämmerung und ließen ihre Zelte zurück und ihre Pferde und ihre Esel, das Lager, wie es stand, und flohen, um ihr Leben zu retten.

[8:00] Als nun jene Aussätzigen an den Rand des Lagers kamen, gingen sie in ein Zelt und aßen und tranken. Und sie nahmen Silber, Gold und Kleider daraus mit und gingen hin und verbargen es. Und sie kamen wieder und gingen in ein anderes Zelt, nahmen daraus und gingen fort und verbargen es.

[8:15] Aber einer sprach zum anderen: „Wir handeln nicht recht! Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft, ein Tag des Evangeliums sozusagen. Wenn wir schweigen und warten, bis es hell am Morgen wird, so wird uns Strafe treffen. So kommt nun, wir wollen gehen und es dem Haus des Königs melden.“

[8:34] Hast du das Evangelium gefunden? Hast du die gute Nachricht in deinem eigenen Leben erlebt? Weißt du, was Gott Großes für dich getan hat? Behalte es nicht für dich! Wenn du wirklich verstanden hast, was Jesus für dich tut, dann möchtest du es anderen auch weitergeben. Denn das, was Jesus für dich tun kann, kann er anderen auch geben. Bist du ein Bettler, der Brot gefunden hat im Wort Gottes? Dann sage anderen, wo auch sie satt werden können, sich satt essen können an dem Brot, das vom Himmel herabkommt.

[9:02] Und sie kamen und riefen dem Torhüter der Stadt und verkündeten es ihm und sprachen: „Wir sind zum Lager der Aramäer gekommen, und siehe, es ist niemand da, und man hört auch keinen Menschen, sondern nur Pferde und Esel, die sind angebunden, und die Zelte, wie sie waren.“

[9:17] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass dein Wort uns die gute Nachricht gibt und dass wir diese gute Nachricht in Anspruch nehmen können, selbst wenn unsere äußeren Umstände völlig deprimierend aussehen. Und Herr, wenn wir erlebt haben, wie gut du bist, wenn wir gesehen und geschmeckt haben, was dein Evangelium in unserem Leben tun kann, dann bitten wir dich, dass du uns Kraft und Einsicht schenkst, dass wir anderen davon erzählen und auch sie zu der Quelle führen, wo es mehr als genug gibt von allem, was wir brauchen. Dafür danken wir dir und bitten dich das im Namen Jesu. Amen.


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