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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ widmet sich Christopher Kramp den ersten Versen des 2. Korintherbriefes. Er beleuchtet den Kontext des Briefes, Paulus‘ Erfahrungen in Ephesus und die Bedeutung von Gottes Trost in Bedrängnis. Der Sprecher betont, wie wir selbst zu Kanälen des Trostes werden können, wenn wir Gottes Hilfe erfahren haben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit 2. Korinther 1:1-5. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke von ganzem Herzen, dass du uns eine Gemeinde geschenkt hast, dass du uns Menschen geschenkt hast, mit denen wir gemeinsam über dich unsere Erfahrung mit dir sprechen können. Hab Dank, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllen möchtest, dass wir dich besser kennenlernen, unsere Liebe zu dir wachsen und gleichzeitig auch anderen Menschen ein Segen sein können. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort auch zu uns sprichst, dass wir lernen, wie wir die Gemeinde aufbauen statt niederreißen, dass wir lernen, wie wir für unsere Geschwister ein Segen sein können. Das bitten wir im Namen Jesu, dass du jetzt zu uns sprichst durch dein Wort. Amen.

[1:35] Wir beginnen heute mit 2. Korinther. Paulus hat diesen ersten, diesen gewichtigen 1. Korintherbrief in Ephesus geschrieben und einige Missstände in der Gemeinde angesprochen: zwischenmenschlicher, theologischer, disziplinarischer, also seelsorgerlicher Art. Und mit viel Liebe und großartigen Gedanken diesen Brief durchzogen und dann auch abgeschlossen. Paulus schreibt jetzt einige Zeit später einen zweiten Brief, weil es noch einige Dinge zu sagen gibt und auch noch zu vertiefen gilt.

[2:15] Wir lesen in 2. Korinther 1 und dort Vers 1: „Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder, an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, samt allen Heiligen, die in ganz Achaia sind.“ Das heißt, wir haben schon gesehen, dass auch der 1. Korintherbrief natürlich nicht nur allein, ausschließlich, exklusiv an die Gemeinde in Korinth verfasst war. Sehen wir auch hier, dass dieser 2. Korintherbrief auch an alle Gläubigen in Südgriechenland besonders gerichtet gewesen ist. Paulus schreibt hier zusammen mit Timotheus, den er schon am Ende vom 1. Korintherbrief erwähnt hat, als jemand, der sein wichtiger Mitarbeiter ist, den die Gemeinde Korinth aufnehmen und weiterleiten, also weiter unterstützen sollte in seiner Missionsreise. „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.“ Auch hier haben wir wieder diese ganz typische Briefeinleitungsformel, diese Grußformel, die deutlich macht, dass alle diese Briefe mit diesem geistlichen Gruß beginnen. „Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes.“

[3:25] Wieder beginnt Paulus, wie auch den Römerbrief und den 1. Korintherbrief, mit einem Dank, mit einem Lobpreis. Es gibt wieder – das werden wir sehen – im 2. Korintherbrief einige Dinge, die ihm auf dem Herzen liegen, die in seiner Seele brennen, die er unbedingt weitergeben möchte. Aber er beginnt damit, dass Gott gelobt werden soll, der Gott alles Trostes.

[3:46] Wir lesen weiter in Vers 4: „Der uns tröstet in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.“ Wenn wir Schwierigkeiten im Alltag in unserem Leben erleben und wir den Trost Gottes erfahren dürfen – durch sein Wort, durch das Wirken des Heiligen Geistes, vielleicht auch durch das Einsetzen von, also indem sich Menschen für uns einsetzen – wenn wir getröstet werden durch Gott, dann dürfen wir, dann sollen wir wiederum andere trösten mit dem Trost, den wir selbst empfangen haben. Gottes Trost ist keine Einbahnstraße, sondern wir werden zum Kanal des Trostes. Denn Schwierigkeiten gibt es überall. Probleme haben viele Menschen. Es gibt eigentlich niemand, der keine Probleme hat. Wenn wir Trost empfangen haben, lasst uns den Trost weitergeben.

[4:43] „Denn wie die Leiden des Christus sich reichlich über uns ergießen, so fließt auch durch Christus reichlich unser Trost.“ Paulus sagt: „Wir haben viel zu erleiden. Es gibt viele Schwierigkeiten, weil wir Jesus nachfolgen. Und Jesus selbst, der so viel gelitten hat, so leiden auch wir vieles, weil es einen solchen Kampf gegen die Wahrheit und das Evangelium gibt. Aber obwohl wir viel leiden, so wie Jesus auch gelitten hat, empfangen wir auch großen Trost, und das bindet uns noch näher an Jesus.“ „Haben wir Bedrängnis, so geschieht es zu eurem Trost und eurer Rettung, die sich wirksam erweist in standhafter Erduldung derselben Leiden, die auch wir erleiden. Werden wir getröstet, so geschieht es zu eurem Trost und eurer Rettung.“ Paulus ist sich sicher: „Alles, was ihm widerfährt, die Schwierigkeiten und der Trost, haben einen Nutzen für die anderen Geschwister in der Gemeinde.“

[5:48] „Und unsere Hoffnung für euch ist gewiss, da wir wissen: Gleichwie ihr Anteil an den Leiden habt, so auch am Trost. Denn wir wollen euch, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über unsere Bedrängnis, die uns in Asia widerfahren ist, dass wir übermäßig schwer zu tragen hatten, über unser Vermögen hinaus, sodass wir selbst am Leben verzweifelten.“ Paulus sagt, dort in Westkleinasien, in Asia, dort wo Ephesus die Hauptstadt gewesen ist, dort wo er längere Zeit gewesen ist – fast drei Jahre, sagt uns die Apostelgeschichte – dort hat es solche gigantischen Schwierigkeiten gegeben. Wir haben ja am Ende des 1. Korintherbriefs gesehen, dass Paulus gesagt hat, dass in Ephesus sich eine Tür geöffnet hat, aber dass es auch viele Widersacher gab. Jetzt schreibt er: „Es war so schlimm, sie sind fast am Leben verzweifelt.“ „Ja, wir hatten in uns selbst schon das Todesurteil, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ Paulus hat tatsächlich es für möglich gehalten, Ephesus und Asia nicht mehr lebendig zu verlassen. „Er hat uns denn auch aus solch großer Todesgefahr gerettet und rettet uns noch, und wir hoffen auf ihn, dass er uns auch ferner retten wird.“ Paulus kann sagen: „Er hat mich gerettet.“ Bist du schon in Situationen gewesen, wo du am Leben verzweifelt bist, wo du nicht mehr weiter wusstest, wo du gedacht hast: „Okay, jetzt wird mein Leben zu Ende sein.“ Ganz egal, ob schon einer solch krassen Situation gewesen sind wie Paulus – er berichtet ja in 1. Korinther 15, dass er in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft hat. Und das deutet darauf hin, dass er dort vermutlich von römischen Soldaten auf eine solche Art und Weise auch bestraft worden ist, wie wir es auch dann später aus der Christenverfolgung kennen, dass gläubige Menschen mit wilden Tieren kämpfen mussten. Und möglicherweise bezieht sich Paulus genau auf diese Stelle hier. Wie dem auch sei, er war in Todesgefahr und hat erlebt, dass Gott ihm geholfen hat, ihn getröstet hat, und deswegen schöpft er diese Hoffnung und weiß: „Gott wird mich auch weiterhin retten, so wie es seinem Willen und seiner Ehre und seiner Herrlichkeit entspricht.“

[8:01] „Wobei auch ihr mitwirkt durch eure Fürbitte für uns, damit wegen der von vielen Personen für uns erbetenen Gnadengabe auch von vielen gedankt werde um unser Willen.“ Paulus weiß: „Die Korinther haben für ihn gebetet, und er weiß, das hat eine Auswirkung auch auf seinen Dienst.“

[8:16] „Denn dies ist unser Ruhm: das Zeugnis unseres Gewissens, dass wir in Einfalt und göttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in göttlicher Gnade gewandelt sind – in der Welt, besonders aber bei euch.“ Paulus weiß, als er in Korinth zum 1. Mal dort das Evangelium verkündigt hat, was uns in Apostelgeschichte 18 beschrieben ist, da er nicht versucht mit großer Rhetorik und mit weltlicher Überredungskunst und intellektuellen Ergüssen hat er nicht versucht, die Griechen dort zum Evangelium zu bewegen. Er sagt ja selbst am Anfang des 1. Korintherbriefes, dass er sich vorgenommen hat, nichts anderes zu wissen als Christus und ihn gekreuzigt, dass es eben nicht in überredender Rhetorik war, sondern in der Erweisung der Kraft Gottes durch die Predigt des Evangeliums. Dass er einfältig und mit göttlicher Lauterkeit sie für das Evangelium gewonnen hat.

[9:20] „Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest oder auch anerkennt. Ich hoffe aber, dass ihr uns auch vollständig erkennen werdet, wie ihr uns zum Teil schon erkannt habt, nämlich dass wir euch zum Ruhm gereichen, so wie auch ihr uns am Tag des Herrn Jesus.“

[9:35] „In dieser Zuversicht nahm ich mir vor, zuerst zu euch zu kommen, damit ihr eine weitere Gnade empfangt.“

[9:44] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir in unserem Leben erlebt haben, dass du für uns da gewesen bist, dass du uns geholfen hast, herausgerettet hast aus großen Nöten und Schwierigkeiten. Danke, dass wir deinen Trost erleben durften, und hilf uns zu sehen, wo andere in dieser Welt, in unserem Umfeld, deinen Trost benötigen, wo wir ihn weitergeben können, wo wir sie unterstützen können, für sie da sein können, für sie beten können. Herr, zeig uns diese Menschen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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