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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt zu 2. Korinther 11 verteidigt Christopher Kramp Paulus gegen falsche Apostel in Korinth. Er beleuchtet Paulus‘ tiefes Anliegen, die Gemeinde in reiner Hingabe an Christus zu bewahren und warnt eindringlich vor den listigen Verführungen des Satans und Irrlehren, die das Evangelium verfälschen. Kramp betont die Notwendigkeit einer echten Gotteserfahrung, um Täuschungen zu erkennen, und hebt Paulus‘ Leiden als Beweis seiner wahren Apostelschaft hervor.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Zweiter Korinther Kapitel 11. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, danke für deine unendliche Liebe, deine Gnade und deine Güte. Und danke, dass du zu meinem und zu unserem Herzen sprichst jeden Tag. Danke, dass wir in deinem Wort deine Stimme zu unserer Seele erfahren dürfen. Wir möchten dich bitten heute, dass wir mit all unseren Gedanken, mit all unseren Sorgen, Zweifeln, Sünden, mit allem, was uns belastet und quält, zu dir kommen dürfen, es bei dir abgeben dürfen und dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst und dass wir gestärkt werden, auferbaut und getröstet werden, dass wir unsere Gedanken gefangen nehmen können durch deine Kraft, durch den Heiligen Geist, zum Gehorsam gegenüber Jesus Christus, der für uns gestorben ist und jetzt für uns eintritt. Das danken und beten wir in seinem Namen. Amen.

[1:42] Wir beginnen heute mit Zweiter Korinther Kapitel 11. In Kapitel 10 hat Paulus sich verteidigt gegen üble Nachrede. Menschen in der Gemeinde Korinth waren der Meinung, er könnte zwar ganz gute Briefe schreiben, aber wäre als Prediger doch eher zweitrangig. Und Paulus macht ganz deutlich, dass er nicht mit fleischlichen Methoden kämpft, sondern dass der Geist Gottes durch ihn wirkt und dass er mit der Kraft des Geistes auch sehr starke, vermeintlich starke Gegenargumente gegen das Evangelium zunichtemachen kann, weil nämlich die Waffen seines Kampfes eben nicht fleischlich sind, sondern mächtig durch Gott. Und er macht ganz deutlich, dass es nicht sein Wunsch ist, sich zu rühmen gegenüber anderen, sondern er sagt: Nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der von Jesus Christus empfohlen wird.

[2:42] Wir lesen weiter in Zweiter Korinther Kapitel 11, Vers 1: „Möchtet ihr mich doch ein wenig in Torheit ertragen? Doch ihr ertragt mich ja schon, denn ich eifre um euch mit göttlichem Eifer, denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen.“ Er sagt: Hört mir noch ein bisschen zu. Und er weiß auch, dass die Korinther bereit sind, ihm zuzuhören. Er sagt: Ich habe ein Anliegen, ich möchte, dass ihr als Gemeinde eine innige, enge Verbindung zu Jesus Christus habt. Es ist nicht sein Ansinnen gewesen, dass diese Gemeinde ihm nachfolgt, sondern er hat den einzigen Wunsch gehabt, dass die Gläubigen mit Jesus sich so fest verbunden, so wie eine Jungfrau ihrem Bräutigam zugeführt wird. Das erinnert uns ein bisschen an das, was Johannes der Täufer gesagt hat. Der gesagt hat, dass es seine größte Freude ist, wenn der Bräutigam da ist und die Braut den Bräutigam findet, und er, der Freund des Bräutigams, freut sich, wenn die beiden sich finden. Er möchte nicht selbst in den Mittelpunkt gestellt werden.

[3:46] „Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben und abgewandt werden von der Einfalt gegenüber Christus.“ Paulus wusste auch: Auch wenn wir Jesus angenommen haben und zum Glauben gekommen sind, ist es keine Garantie, dass wir beim Glauben bleiben werden. Das habe ich in meinem eigenen Leben oft erlebt. Der Satan versucht uns abzuwenden, er versucht uns auf die falsche Bahn zu bringen, er versucht uns in unserem einfachen, kindlichen Glauben gegenüber Jesus zu erschüttern. Und Paulus erinnert an die Geschichte mit Eva, als die Schlange der Eva einredete, es gäbe Dinge, die Gott ihnen vorenthalten würde, die in Wirklichkeit gut für sie gewesen sind. Und Paulus sagt: So wie die Schlange die Eva verführt hat, so kann der Satan auch uns heute verführen, und dann würden wir unseren einfachen Glauben an Jesus verlieren.

[4:46] Lasst uns darum beten, dass wir in Gottes Kraft fest bei Jesus bleiben. Und wenn der Satan uns vom Weg abgebracht hat durch listige Kunstgriffe, durch Verführung, dann wollen wir in der Kraft Jesu zurückkehren und um Vergebung bitten und uns diese Einfalt gegenüber Jesus neu schenken lassen.

[5:07] „Denn wenn der, welcher zu euch kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.“ Paulus weiß, dass auch diese relativ junge Gemeinde in Korinth bereits mit Irrlehrern konfrontiert worden sind. Menschen, die das wahre Evangelium verdreht haben, die eben nicht im Heiligen Geist gewirkt haben und die Jesus anders dargestellt haben, als er in Wirklichkeit gewesen ist. Und auch heute gibt es diese Gefahr um uns herum. Überall über Jesus wird anders gesprochen, als es die Bibel offenbart. Ein anderer Geist verkleidet sich als vermeintlich Heiliger Geist, und das Evangelium wird verändert, verdreht, wichtige Elemente hinausgenommen, verwässert, verfälscht. Und deswegen ist es so wichtig, dass jeder von uns, dass ich persönlich und du, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir eine echte, eine wirklich aufrichtige Erfahrung, eine echte, reale Erfahrung mit Jesus und dem wahren Evangelium, mit seinem Wort machen, damit wir wissen, was wir glauben, und uns nicht von Irrlehrern und falschen Theorien über das Evangelium in die Irre leiten lassen.

[6:30] „Denn ich meine, dass ich jenen bedeutenden Aposteln in nichts nachstehe. Und wenn ich auch in der Rede ein Unkundiger bin, so doch nicht in der Erkenntnis, sondern wir sind euch gegenüber auf jede Weise in allem offenbar geworden.“ Paulus sagt: Auch wenn ich kein ausgebildeter Rhetoriker bin, so weiß ich doch, was Gottes Wort sagt. Und das ist das Entscheidende. Nicht der, der die geschliffensten rhetorischen Mittel anwenden kann, sollte unsere größte Aufmerksamkeit in der Verkündigung bekommen, sondern der, der das Wort Gottes so erklärt, wie es in der Bibel tatsächlich auch zu finden ist.

[7:11] „Oder habe ich eine Sünde begangen, indem ich mich selbst erniedrigte, damit ihr erhöht würdet, sodass ich euch unentgeltlich das Evangelium Gottes verkündigt habe?“ Paulus hatte eben sich nicht als großer, bedeutender Lehrer aufgespielt, der jetzt finanziell unterstützt werden müsste als hauptamtlicher Evangelist in der Stadt Korinth. Er kam einfach als Pionier, als Missionspionier, und hat dort gewirkt und hat sich nicht dafür bezahlen lassen. Und möglicherweise hat das tatsächlich dazu geführt, dass einige ihn dann eher verachtet haben und andere Apostel für höher eingeschätzt haben. Aber Paulus macht deutlich: Das war ja eine Erniedrigung zu euren Gunsten, damit ihr das Evangelium eher annehmt.

[7:52] „Andere Gemeinden habe ich beraubt und von ihnen Lohn genommen, um euch zu dienen. Und als ich bei euch war und Mangel litt, bin ich niemand zur Last gefallen, denn meinen Mangel füllten die Brüder aus, die aus Mazedonien kamen. Und in allem habe ich mich gehütet, euch zur Last zu fallen, und werde mich auch ferner hüten.“ Auch schon im Ersten Korintherbrief haben wir gesehen, wie Paulus deutlich gemacht hat, dass er das Recht gehabt hätte, Geld zu verlangen, dass er davon aber keinen Gebrauch gemacht hat, weil er dem Evangelium kein Hindernis in den Weg legen wollte. Und Paulus hat sich unterstützen lassen von anderen, die ihn schon gut kannten und die aus Dankbarkeit ihn dann in seiner Missionstätigkeit in Korinth unterstützt haben, indem sie aus Mazedonien kamen, aus Makedonien, und dort Dinge mitgebracht haben. Aber von denen, denen er jetzt gerade das Evangelium zum ersten Mal predigt in Korinth, hat er nichts genommen.

[8:44] „So gewiss die Wahrheit des Christus in mir ist, soll dieser Ruhm mir nicht verwehrt werden in den Gegenden von Achaia. Warum? Das, weil ich euch nicht lieb habe? Gott weiß es! Was ich aber tue, das werde ich auch ferner tun, um denen die Gelegenheit abzuschneiden, welche eine Gelegenheit suchen, um in dem, dessen sie sich rühmen, so erfunden zu werden wie wir.“ Paulus sagt: Ich werde es auch in Zukunft so machen. Ich werde den Kurs, den ich bei euch eingeschlagen habe, den werde ich in Zukunft weiter so fahren.

[9:14] „Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden.“ Dort kamen also Apostel nach Korinth, die sich als bedeutend und groß und mächtig darstellten, in Wirklichkeit aber gar nicht echte Apostel waren, sondern nur Schauspieler sozusagen. Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit, aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein.

[9:46] Der Satan versucht uns nicht, indem er sagt: Ich bin der Satan und will dich in die Irre führen. Der Satan hat schon immer versucht, sich äußerlich so zu verstecken, so zu verkleiden, so zu verbergen, dass man ohne geistliche Erkenntnis ihm nicht so leicht auf die Schliche kommt. Der Eva trat er als ein Geschöpf Gottes entgegen, das im Garten Eden gewesen ist, als Schlange. Und wir wissen, dass er Jesus in der Wüste als ein Engel entgegentrat und so tat, als ob er für Gott spricht. Und immer wieder finden wir das in der Bibel: Der Satan verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Und wir müssen die Prinzipien des Evangeliums kennen und Gott aus eigener Erfahrung kennen, um die betrügerischen Verführungen und Fälschungen des Satans erkennen zu können.

[10:41] „Ich sage nochmals: Niemand soll mich für töricht halten. Anderenfalls aber nehmt mich als einen Törichten an, damit auch ich mich ein wenig rühmen kann. Was ich jetzt rede, das rede ich nicht dem Herrn gemäß, sondern wie in Torheit in diesem zuversichtlichen Rühmen. Da viele sich rühmen nach dem Fleisch, will auch ich mich rühmen.“ Paulus sagt: Da sich die anderen, diese falschen Apostel, rühmen mit all den großen Dingen, die sie getan haben, und deswegen das Vertrauen der Korinther erschlichen haben, sagt er: Ich will mich jetzt einfach mal, ich will euch mal was dagegenhalten auf dieser Ebene. Ich will ihnen mal auf dieser Ebene begegnen, um euch das Ganze noch deutlicher zu machen.

[11:19] „Ihr, die ihr klug seid, ertragt ja gerne die Törichten. Ihr tragt es ja, wenn jemand euch versklavt, wenn jemand euch aufzehrt, wenn jemand euch einfängt, wenn jemand sich überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt.“ „Zur Schande sage ich das, dass wir so schwach waren. Worauf aber jemand pocht – ich rede in Torheit –, darauf poche ich auch.“ Paulus weiß, dass diese Irrlehrer der Gemeinde sehr geschadet haben, dass ihre falschen Theorien dazu geführt haben, dass Menschen wieder ihre Freiheit in Christus verloren haben, sich quasi versklavt haben, dass sie eben nicht die Gnade und die Geduld und die Liebe Gottes erlebt haben, sondern einen ganz anderen Geist, der kaputt macht und der zerstört und der zerreißt. All das haben die Korinther schon erlebt. Und Paulus möchte deutlich machen, dass das, was diese falschen Lehrer für sich in Anspruch nehmen, er selbst viel mehr in Anspruch nehmen könnte. Selbst wenn es nur auf dieser Ebene gehen würde, wäre er ein bedeutenderer Apostel, obwohl er deutlich gezeigt hat, dass es ja in Wirklichkeit sogar noch um ganz andere Dinge geht, um die geistliche Erkenntnis und das Wirken im Heiligen Geist.

[12:21] „Sie sind Hebräer? Ich bin es auch. Sie sind Israeliten? Ich auch. Sie sind Abrahams Same? Ich auch. Sie sind Diener des Christus? Ich rede unsinnig, weil sie ja falsche Apostel sind. Ich bin’s noch mehr: Ich habe weit mehr Mühsal über die Maßen, viele Schläge ausgestanden, weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den Juden habe ich fünfmal vierzig Schläge weniger einen empfangen. Dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden. Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht.“ Paulus sagt: Selbst wenn diese falschen Apostel echte Missionare wären, ich habe mehr erlitten als sie, und all ihr Rühmen hat nicht den geringsten Anlass, dass ihr mich verachtet und sie besonders hoch achtet. Denn all das, wessen sie sich rühmen, viel mehr davon habe ich selbst erlebt, plus Paulus ist natürlich ein echter, ein wirklicher Apostel, der das Evangelium Jesu mit Vollmacht gepredigt hat.

[13:25] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt noch viel besser als wir, du weißt alleine wirklich, wie schwach wir sind. Wir sehen uns oft als so stark, aber du kennst unsere Schwachheit. Du warnst uns und du versuchst uns vor unseren Fehlern zu bewahren. Herr, der Satan geht umher wie ein brüllender Löwe. Herr, wir wollen dich um Vergebung bitten, wo wir ihm geglaubt haben und nicht dir, und wollen dich bitten, dass du uns bewahrst, dass du uns einen Glauben schenkst, der dich beim Wort nimmt, und dass der Satan unsere Gesinnung nicht verderben kann. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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