In dieser Predigt zur Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Korinther 1:16-2:17. Er erklärt Paulus‘ Reisepläne und seine Motivation, die Korinther zu schonen, anstatt sie zu betrüben. Die Botschaft betont Gottes Treue, die Erfüllung aller Verheißungen in Jesus Christus und die Wichtigkeit von Vergebung und Liebe in der Gemeinde, um Satans Spaltungsversuchen entgegenzuwirken. Abschließend wird die Verantwortung der Gläubigen als „Wohlgeruch des Christus“ und als unverfälschte Überbringer des Wortes Gottes hervorgehoben.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Korinther 1:16-2:17
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. KorintherPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute Seite 12. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du ein Gott allen Trostes bist, dass wir nirgendwo solchen Trost finden können wie bei dir, dass du den einzigen Trost schenkst, der wirklich heilt und der uns in unseren größten Schmerz und unseren größten Schwierigkeiten wirklich helfen kann. Herr, wir danken dir, dass wir uns in deine Arme begeben dürfen, dass du uns auffängst, dass du uns trägst, dass du uns nicht aufgibst. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du heute auch durch dein Wort zu uns sprichst und stärkst und tröstest und dass wir dich besser kennenlernen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:26] Wir sind in 2. Korinther Kapitel 1. Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth über die enormen Schwierigkeiten, die er in Ephesus erlebt hat, die Verzweiflung, dass er schon gedacht hat, er müsste dort sterben, aber wie Gott ihn gestärkt und gerettet und getröstet hat und wie er jetzt auch den Korinthern von diesem Trost weitergeben möchte, wie dankbar er auch für die Gebete und die Unterstützung ist, die er von den Korinthern empfangen hat, die ihn geistlich durch Gebet und Fürbitte unterstützt haben. Und er hat davon gesprochen, dass er sich mit Zuversicht vorgenommen hatte, zuerst zu den Korinthern zu kommen, um sie weiter im Glauben durch eine Geistesgnade zu stärken.
[2:19] Wir lesen weiter in 2. Korinther 1 Vers 16: „Und über euch durchzureisen nach Mazedonien und von Mazedonien wieder zu euch zu kommen, um von euch nach Judäa geleitet zu werden.“ Paulus hatte sich also vorgenommen, zweimal Korinth zu besuchen: über Korinth, also Südgriechenland, dann nach Mazedonien und dann wieder zurück nach Südgriechenland und dann von dort nach Judäa, um von den Korinthern noch einmal eine Ausrüstung für die lange Reise nach Judäa zu bekommen.
[2:50] „Habe ich nun leichtfertig gehandelt, als ich mir dies vornahm, oder mache ich überhaupt meine Pläne nach dem Fleisch, sodass bei mir das Ja auch Nein, Verzeihung, so dass bei mir das Ja Ja auch Nein Nein wäre?“ Also Paulus stellt hier eine interessante Frage: Glaubt ihr, dass ich mir einfach so Pläne mache, die ich schnell wieder verwerfe?
[3:11] „Doch Gott ist treu, so dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein gewesen ist. Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der durch uns unter euch verkündigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern in ihm ist das Ja geschehen.“ Gott spricht nicht zu uns gleichzeitig Ja und Nein, sagt nicht: „Vertrau darauf“, und dann ist es doch ganz anders. Gott ändert nicht seine Pläne hin und her. Wir müssen nicht ständig uns fragen, ob noch gilt, was Gott einmal uns versprochen hat.
[3:40] „Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm – das heißt in Jesus Christus – ist das Ja und in ihm auch das Amen, Gott zum Lob durch uns.“ Paulus sagt, wann immer es eine Verheißung in der Bibel gibt, im Alten oder im Neuen Testament, wenn wir sie im Glauben an Jesus, durch Jesus in Anspruch nehmen, dann dürfen wir wissen: Gott spricht dazu Ja. Er sagt ja nicht heute Nein, er sagt Ja und Ja und Ja. In Jesus erfüllt sich jede Verheißung, jedes Versprechen. Er ist das Ja und Amen zu allem, was Gott versprochen hat. Heißt aber auch, dass alle diese Verheißungen auf Christus hinzielen und nur mit Jesus wirklich im Alltag in Anspruch genommen werden können.
[4:28] „Gott aber, der uns zusammen mit euch in Christus festgegründet und uns gesalbt hat“ – das heißt, mit dem Heiligen Geist erfüllt hat – „und er hat uns auch versiegelt und das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben.“ Gott hat uns mit dem Heiligen Geist erfüllt und hat uns den Heiligen Geist gegeben als sozusagen erste, ziemlich große Anzahlung auf das, was wir einmal in der Ewigkeit als sündlose Menschen bei ihm für immer haben werden: die Herrlichkeit der Gemeinschaft mit ihm.
[5:09] „Ich berufe mich aber auf Gott als Zeugen für meine Seele, dass ich, um euch zu schonen, noch nicht nach Korinth gekommen bin.“ Paulus erklärt also, dass, obwohl er sich schon vorgenommen hatte, längst in Korinth zu sein, er bisher noch nicht dort gewesen ist, nicht weil er seine Pläne einfach hin und her ändert, sondern weil er sie schonen wollte.
[5:31] „Nicht dass wir Herren sein wollten über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude, denn ihr steht fest im Glauben.“ Paulus will nicht den Eindruck erwecken, dass er ein Diktator ist, ein Guru, dem alle zu folgen haben, sondern er möchte helfen, er möchte die Gemeinde aufbauen und möchte ganz deutlich machen, dass ihr Glaube nicht an ihm hängt. Das ist ein wichtiges Prinzip, dass wir lernen müssen, auch für die Gemeindearbeit heute, dass niemand von uns ein Herr über den Glauben von anderen sein darf, sondern der Einzige, der unser Herr ist, ist Jesus Christus.
[6:09] „Ich habe mir aber vorgenommen, nicht wieder in Betrübnis zu euch zu kommen. Denn wenn ich euch betrübe, wer ist es dann, der mich erfreut, wenn ich der bin, welcher von mir betrübt wird? Darum habe ich euch dies auch geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme, von denen Betrübnis habe, über die ich mich freuen sollte, da ich doch zu euch allen das Vertrauen habe, dass meine Freude euer aller Freude ist. Ich habe euch nämlich aus viel Bedrängnis und Herzensnot herausgeschrieben unter vielen Tränen, nicht damit ihr betrübt werdet, sondern damit ihr die Liebe kennt, die ich in besonderer Weise zu euch habe.“ Paulus sagt, ihr dürft mein Schreiben an euch nicht missverstehen. Ich will euch nicht in die Enge treiben, ich will euch nicht einen über den Kopf hauen mit dem Wort Gottes. Ich möchte, dass ihr seht, wie sehr ihr mir am Herzen liegt, und das ist die wahre Motivation eines jeden, der mit Gott zusammenarbeitet.
[7:03] „Hat aber jemand Betrübnis verursacht, so hat er nicht mich betrübt, sondern zum Teil – damit ich nicht zu viel sage – euch alle. Für den Betreffenden sei die Bestrafung von Seiten der Mehrheit genug, sodass ihr ihm nun im Gegenteil besser Vergebung und Trost gewährt, damit der Betreffende nicht in übermäßiger Traurigkeit versinkt.“ Hier sehen wir also auch, dass es nicht nur nötig ist, Gemeindezucht anzuwenden, sondern auch denjenigen, der entsprechend korrigiert werden musste, auch mit Liebe und Sanftmut, mit Trost und Vergebung auch zu helfen, damit er nicht in eine Depression versinkt.
[7:41] „Darum ermahne ich euch, Liebe gegen ihn walten zu lassen. Denn ich habe euch auch deshalb geschrieben, um eure Zuverlässigkeit zu erkennen, ob ihr in allem Gehorsam seid. Wenn ihr aber jemandem etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn wenn ich auch jemandem etwas vergebe, so vergebe ich es um euretwillen vor dem Angesicht des Christus, damit wir nicht von dem Satan übervorteilt werden, seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt.“ Paulus sagt, wenn der Fall bei euch geklärt ist und ihr vergebt, dann werde ich das akzeptieren und werde nicht versuchen, da von außen noch das Neue aufzurühren. Und er ermahnt sie und bittet sie, in Liebe miteinander umzugehen. Er sagt, dass wir wissen können, welche Absichten Satan hat. Satans Absichten sind nicht die Einheit der Gemeinde. Satans Absichten sind nicht, dass Liebe unter den Geschwistern herrscht. Satans Absicht ist Streit und Spaltung. Und wenn wir das wissen, dann müssen wir klug handeln, dass wir ihm nicht noch helfen, sondern Gottes Willen für unser Leben, unsere Familien und unsere Gemeinden erfüllen.
[8:54] „Als ich aber nach Troas kam – das liegt ganz an der Nordwestküste von Kleinasien – um das Evangelium von Christus zu verkündigen, und mir eine Tür geöffnet war im Herrn, mit anderen Worten, es gab dort eine Gelegenheit, Leute waren interessiert, hatte ich gleichwohl keine Ruhe in meinem Geist, weil ich meinen Bruder Titus nicht fand, sondern ich nahm Abschied von ihnen und reiste nach Mazedonien.“ Titus war einer der jungen Mitarbeiter von Paulus, die er ausgebildet hat für den Missionsdienst und ausgesandt hat.
[9:25] „Gott aber sei Dank, der uns allezeit in Christus triumphieren lässt.“ Es erinnert an diesen römischen Triumphzug, den Sieger, den also römische Feldherren und dann später die Kaiser, die das dann für sich allein beansprucht haben, diesen Triumphzug in Rom durchgeführt haben, um sich feiern zu lassen für einen bedeutenden militärischen Sieg über Feinde des römischen Volkes. Paulus verwendet dieses Bild vom Triumphzug mehrmals, auch später dann im Kolosserbrief, um ja, um das Evangelium auch zu illustrieren, deutlich zu machen, dass Jesus der Sieger ist über Sünde, Tod und den Teufel und dass wir mit ihm triumphieren können.
[10:08] „Gott aber sei Dank, der uns allezeit in Christus triumphieren lässt und den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an jedem Ort offenbar macht.“ Paulus sagt, dass wir nicht nur ab und zu, an besten Tagen, mal einen Triumph feiern dürfen, sondern dass wir in Christus allezeit Sieger sein können, Überwinder im Triumphwagen mit Jesus sozusagen durch den Alltag ziehen können.
[10:32] „Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch des Christus unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren gehen; den einen ein Geruch des Todes zum Tode, den anderen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Und wer ist hierzu tüchtig?“ Paulus zeigt, was für eine enorme Verantwortung wir als Christen haben. Unser Leben, unser Zeugnis, unsere Arbeit für Gott – all das sind Bausteine, die auf andere einen Einfluss haben auf das Leben von anderen und sie entweder zum ewigen Leben hinführen oder aber zum ewigen Tod, was natürlich auch ganz wesentlich mit der Entscheidung des anderen zusammenhängt. Aber Paulus zeigt hier, was für eine große Verantwortung das ist und fragt selbst: Wer kann das eigentlich? Wer ist tüchtig dazu? Es ist nur Gottes Kraft, die uns dazu befähigt.
[11:25] „Denn wir sind nicht wie so viele, die das Wort Gottes verfälschen, sondern aus Lauterkeit von Gott aus reden wir vor dem Angesicht Gottes in Christus.“ Paulus weist hier darauf hin, dass es schon damals viele gab, die Gottes Wort verfälscht haben. Auch heute ist das ein Thema, vielleicht nicht mehr so sehr, indem Manuskripte versucht werden zu fälschen oder so, aber indem das Wort Gottes verdreht wird. Paulus sagt, wir gehören nicht dazu. Paulus, der das Evangelium von Ort zu Ort predigte, war jemand, der das Wort Gottes ganz hochgehalten hat, unverfälscht weitergegeben hat. Auch wir brauchen heute Menschen, die Gottes Wort unverfälscht weitergeben.
[12:04] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank für dein Wort. Und Herr, wir möchten dein Wort so weitergeben, wie es ist, unverfälscht, und möchten mit dir zusammenarbeiten. Und wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass jede Zusage im Wort Gottes in Jesus ihr Ja und Amen findet. Das möchten wir heute für uns persönlich in Anspruch nehmen im Namen Jesu. Amen.
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