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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Korinther 12:16-13:13. Er erklärt Paulus‘ tiefes Anliegen für die Gemeinde in Korinth und Gottes Wunsch, durch Korrektur und Buße aufzubauen statt zu zerstören. Die Botschaft ermutigt zur Selbstprüfung, zum Annehmen der Wahrheit und zur Pflege von Frieden und Einheit in der Gemeinschaft, abgerundet durch einen trinitarischen Segen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Zweite Korinther 12. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, danke, dass deine Kraft nicht unsere Kraft braucht, um zu wirken, sondern dass deine Kraft in Schwachheit zur Vollendung kommt. Und dass egal wie schwach wir uns fühlen, egal wie unwürdig wir uns fühlen, egal wie fertig wir vielleicht sind, dass deine Kraft nicht nur ein wenig hilft, nicht nur uns etwas unterstützt, sondern dass deine Kraft im Evangelium zur Vollendung kommt in unserer Schwachheit. Und Herr, wir wünschen uns von ganzem Herzen heute eine frische Erfahrung mit der Kraft deines Evangeliums. Ich persönlich, jeder von uns, der dieses Video sieht und hört, möchte dich bitten, dass du jedem von uns heute in deinem Wort begegnest, dass wir dich verstehen, wie du wirklich bist. Fülle uns mit deinem Heiligen Geist und hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:50] Wir sind in Zweite Korinther Kapitel 12. Paulus macht deutlich, wie sehr er um die Gemeinde in Korinth ringt. Er hat ihnen deutlich gemacht, dass er sich nicht wegen all der großen Dinge rühmen möchte, die er erlebt hat, sondern der Schwachheiten, denn in den Schwachheiten wird die Kraft Gottes sichtbar und kommt zur Vollendung. Und er erinnert sie daran, dass er als ein echter Apostel bei ihnen gewirkt hat und die Zeichen und die Wunder und die Geduld und all das, was einen echten Apostel ausmacht, dort bei ihnen geschehen ist, außer dass er von ihnen sich hat finanziell unterstützen lassen. Und nun kündigt er an, ein drittes Mal nach Korinth kommen zu wollen, und zwar nicht, um etwas von ihnen zu bekommen, sondern um ihnen etwas zu geben, weil er sie immer mehr liebt, selbst wenn sie ihn weniger lieben sollten.

[2:50] Wir lesen weiter in Zweite Korinther 12 ab Vers 16: "Doch sei es so, dass ich euch nicht belästigt habe, weil ich aber schlau bin, habe ich euch mit List gefangen. Habe ich euch etwa übervorteilt durch irgendjemand von denen, die ich zu euch gesandt? Ich habe den Titus gebeten und mit ihm den Bruder gesandt. Hat etwa Titus euch übervorteilt? Sind wir nicht in demselben Geist gewandelt, nicht in denselben Fußstapfen? Meint ihr wiederum, wir verteidigen uns vor euch? Vor dem Angesicht Gottes in Christus reden wir und das alles, Geliebte, zu eurer Erbauung."

[3:24] Paulus hat nur ein einziges Ziel, warum er zu der Gemeinde in Korinth manchmal auch mit deutlichen Worten redet: Er möchte die Gemeinde erbauen. Er möchte nicht niederreißen, er möchte nicht kaputt machen. Er hat genau das Anliegen, was Jesus hat für dein und für mein Leben. Er möchte uns erbauen. Und wenn wir manchmal im Wort Gottes Worte lesen, die uns ins Herz dringen, die uns deutlich machen, dass wir falsch gedacht, falsch geredet, falsch gehandelt haben, dann möchte Gott – sagt Gott das niemals, um uns zu vernichten, um uns zu zerreißen, um uns kaputt zu machen, sondern wenn er uns schlägt, dann deswegen, um uns zu heilen. Wenn er uns in den Staub hinabdrückt, um uns danach in seiner Kraft aufzuheben, damit wir verstehen, dass wir wirklich Hilfe brauchen und nicht in unserem törichten Selbstbetrug ins Verderben laufen. Jedes deutliche Wort der Bibel ist geschrieben, weil Jesus uns lieb hat und weil er dich und mich erbauen möchte.

[4:40] "Denn ich fürchte, wenn ich komme, könnte ich euch nicht so finden, wie ich wünsche, und ihr könntet auch mich so finden, wie ihr nicht wünscht. Es könnte Streit unter euch sein, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Verläumdung, Verbreitung von Gerüchten, Aufgeblasenheit, Unruhen, sodass mein Gott mich nochmals demütigt bei euch, wenn ich komme, und ich trauern muss über viele, die zuvor schon gesündigt und nicht Buße getan haben wegen der Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie begangen haben."

[5:08] Und Paulus sagt: "Ich wünsche mir so sehr, dass ihr Buße tut, dass ihr in eurer Unreinheit nicht bleibt. Und wenn Unreinheit geschehen ist und wenn Unzucht geschehen ist und wenn böse Dinge, Selbstsucht, Verläumdung, Verbreitung von Gerüchten, all diese Dinge geschehen sind, dann sagt Paulus, wünsche ich mir, dass ihr Buße tut und Jesus Christus annimmt." Denn für Paulus wäre es eine Tragödie, wenn er seine selbst gegründete Gemeinde dort antrifft, wie sie in der Sünde leben. Das würde Paulus traurig machen. Ich glaube, es macht Jesus traurig, wenn wir, obwohl wir vom Evangelium gehört haben, in der Sünde leben und keine Buße tun wollen und ihn nicht einmal um Buße anflehen. Lasst uns, wenn wir mit diesen Dingen zu tun haben, die hier in Zweite Korinther 12 stehen, lasst uns Gott um Buße bitten, um echte Herzensbuße, die er gerne schenkt und uns vergeben wird.

[6:16] "Dieses ist das dritte Mal, dass ich zu euch komme. Durch zweier oder dreier Zeugen Mund soll jede Sache bestätigt werden. Ich habe es euch vorausgesagt und sage es im Voraus, wie bei meiner zweiten Anwesenheit, so schreibe ich auch jetzt in meiner Abwesenheit denen, die zuvor gesündigt haben und allen übrigen, dass ich nicht schonen werde, wenn ich nochmals komme."

[6:36] Paulus sagt, so wie im Mund von zwei oder drei Zeugen eine Sache bestätigt ist – das ist ja aus dem Alten Testament genommen, im Kontext eigentlich von Gerichtsverhandlungen auch, wo Zeugen durch ihr übereinstimmendes Zeugnis bestätigen, dass eine Sache so ist und dann noch ein entsprechendes Urteil gefällt wird – macht Paulus deutlich, dass wenn er noch einmal nach Korinth kommt und die Dinge dann immer noch nicht bereinigt sind, immer noch nicht Buße und Vergebung stattgefunden hat, dass es auch entsprechende Konsequenzen geben wird.

[7:04] "Weil ihr ja einen Beweis verlangt, dass Christus durch mich redet, der euch gegenüber nicht schwach ist, sondern mächtig unter euch. Denn wenn er auch aus Schwachheit gekreuzigt wurde, so lebt er doch aus der Kraft Gottes. So sind auch wir mit ihm. So sind auch wir zwar schwach mit ihm, doch werden wir mit ihm leben aus der Kraft Gottes für euch. Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid. Stellt euch selbst auf die Probe oder kennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist, es sei denn, dass ihr unecht seid."

[7:40] Paulus sagt: "Denkt einmal drüber nach, ob ihr wirklich Christen seid. Probt euch, stellt euch auf die Probe, prüft euch." Ich glaube, ein wichtiger Rat auch für uns, dass wir uns immer wieder auf die Probe stellen, dass wir uns selbst prüfen: Bin ich ein echter Christ oder spiele ich nur Gott und anderen etwas vor? Meine ich es wirklich aufrichtig? Möchte ich von ganzem Herzen Jesus nachfolgen?

[8:04] Und Paulus, das ist interessant, finde ich, in der Frage, die er stellt, macht er deutlich, dass er eigentlich davon ausgeht, dass sie echte Christen sind. Er stellt die Frage nicht so und die Aufforderung nicht so, als dass er damit ausdrücken möchte, dass er sowieso Zweifel hat, dass sie echte Christen sind, sondern so auf eine solche Art und Weise, dass er davon ausgeht, dass sie doch eigentlich echte Christen sind. Und das vermittelt Hoffnung, das vermittelt Zuversicht. Und es ist so, wie Jesus auch mit Menschen, auch mit dir und mit mir umgeht, wie er seit Adam mit Menschen, die auch in Sünde gefallen sind, umgegangen ist. Er vermittelt uns immer die Hoffnung, dass er es gut mit uns meint und dass er auch der Hoffnung ist, dass auch wir den richtigen Weg gehen werden.

[8:50] "Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, dass wir nicht unecht sind. Ich bete aber zu Gott, dass ihr nichts Böses tut, nicht damit wir bewährt erscheinen, sondern damit ihr das Gute tut. Wir aber wie unbewährte sein." Paulus sagt: "Ich wünsche mir so sehr, dass ihr wirklich mit Jesus lebt und zwar nicht, damit wir recht haben, damit wir geehrt werden, sondern damit ihr selbst ein gutes Leben habt, das im Gutes tun überfließend ist." Paulus wünscht sich von ganzem Herzen das Wohlergehen der Gemeinde. Und als er hier mit einer Situation konfrontiert wird, wo seine Integrität und seine Arbeit angezweifelt wird, da ist ihm das größte Anliegen nicht, sich selbst zu verteidigen, sondern dass es der Gemeinde gut geht, dass die Gemeinde geistlich wächst und gestärkt wird.

[9:42] "Denn wir vermögen nichts gegen die Wahrheit, sondern nur für die Wahrheit." Auch das ein interessantes Prinzip, das Paulus deutlich macht: Man kann die Wahrheit nicht besiegen. Alles, was gegen die Wahrheit entgegengebracht wird, wird am Ende dafür nur sorgen, dass die Wahrheit noch herrlicher leuchtet, noch stärker zum Vorschein kommt. Die Wahrheit kann nicht besiegt werden und deswegen ist es das Dümmste, was wir tun können, uns gegen die Wahrheit zu stellen.

[10:13] "Wir freuen uns nämlich, wenn wir schwach sind, ihr aber stark seid. Das aber wünschen wir euch: euer Zurechtkommen. Darum schreibe ich dies abwesend, damit ich anwesend nicht Strenge gebrauchen muss gemäß der Vollmacht, die mir der Herr gegeben hat zum Erbauen und nicht zum Zerstören. Im Übrigen, ihr Brüder, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes, haltet Frieden, so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein."

[10:37] Was sollen wir tun, damit wir wissen dürfen, dass Gott in unserem Leben mit uns ist? Lasst uns bereit sein, uns zu korrigieren, lasst uns zurechtbringen, lasst uns einen Geist haben, der Tadel und Korrektur in Jesus annimmt, bereit zu sein, sich ermahnen zu lassen. Bist du bereit? Bin ich bereit? Sind wir bereit, dass wir Ermahnung auch annehmen, wenn sie von Herzen aufrichtig, basierend auf dem Wort Gottes an uns herangetragen wird? Sind wir bereit, mit anderen Geschwistern eines Sinnes zu sein, Frieden zu halten? Denn dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit uns sein.

[11:15] "Grüßt einander mit einem heiligen Kuss. Es grüßen euch alle Heiligen. Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen." Hier haben wir einen interessanten Vers, der die Dreieinigkeit präsentiert: die Gnade des Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes – das ist der Vater –, die Gemeinschaft des Heiligen Geistes. Gott in seiner ganzen Fülle, alle drei Personen sollen mit uns sein mit ihren Eigenschaften, mit ihrem Wesen. Amen.

[11:43] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, schenk du uns die Bereitschaft, Ermahnung und Tadel in deinem Geist zu ertragen. Herr, schenk uns die Bereitschaft, dass wir uns korrigieren lassen, wo wir falsch liegen, dass wir nicht anderen durch unbedachte Worte Schaden zufügen und dass wir selbst nicht blind werden für die Sünde in unserem Leben. Herr, schenk uns einen belehrbaren Geist und die Bereitschaft, Frieden miteinander zu halten. Herr, lass uns auf dich schauen und wir wünschen uns so sehr, dass deine Liebe, Gemeinschaft des Heiligen Geistes, die Gnade Jesu in meinem Leben, in unserem Leben uns den ganzen Tag begleitet, jeden Tag aufs Neue. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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