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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über 2. Korinther 7:1-8:6 ermutigt Christopher Kramp die Zuhörer zur Reinigung von Sünde und zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht. Er beleuchtet den Unterschied zwischen gottgewollter Betrübnis, die zur Buße und zum Heil führt, und weltlicher Traurigkeit, die ohne Hoffnung ist. Zudem wird die tiefe Freude des Apostels Paulus über die Reue der Korinther und die außergewöhnliche Freigebigkeit der Gemeinden in Mazedonien hervorgehoben, die sich selbst dem Herrn hingaben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite"! Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen für deine Liebe, für deine Gnade, für die Kraft und Schönheit deines Evangeliums, das uns so sehr anspricht in unserem Herzen. Wir möchten auch heute davon profitieren und möchten dich bitten, dass du uns Kraft schenkst, uns von allem zu trennen, was uns von dir wegzieht, dass wir uns absondern von allem, was weltlich und sündig ist, und dass wir ganz mit dir leben als neugeschaffene Menschen in Christus und für ihn. Herr, wir möchten deine Kinder sein heute an diesem Tag. Führe du uns als unser guter Vater. Im Namen Jesu, Amen.

[1:24] Wir beginnen heute mit 2. Korinther Kapitel 7. Paulus hat in 2. Korinther 6 die Korinther daran erinnert, dass heute der Tag des Heils ist. Sie können heute, indem sie sich auf Jesus berufen, an ihn glauben, ihre Sünden bekennen, eine neue Kreatur werden. Und das bedeutet auch, dass sie sich von allem absondern, von allem trennen, was weltlich ist, was gegen Gott und sein Wort kämpft, was zum Belial, zum Satan gehört. Sie sollen nicht gleichzeitig mit der Welt gemeinsame Sache machen, sondern sich absondern und dadurch die Verheißung in Anspruch nehmen, dass Gott ihr Vater ist und ihr Gott. Diese Verheißung, dass Gott versprochen hat, dass er unser Vater sein möchte und wir seine Söhne und seine Töchter, zitiert er.

[2:16] Und wir lesen jetzt in 2. Korinther Kapitel 7 Vers 1: "Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht." Paulus sagt, weil wir diese Verheißung haben – und wir haben ja gesehen, dass die Verheißung in Christus ihr Ja und Amen finden – weil es diese Verheißung gibt, wollen wir sie auch anwenden. "Heute ist der Tag des Heils", sagt Paulus. Wir wollen diese Verheißung auch annehmen. Wir wollen nicht nur die Theorie des Evangeliums haben, wir wollen sie tatsächlich in unserem Leben realisiert, praktisch sehen. Und deswegen alles, was das Fleisch und den Geist befleckt, alles, was sündig ist, alles, was weltlich ist, alles, was von Gott wegführt, hinwegtun, damit unsere Heiligkeit vollendet wird.

[3:11] Das Evangelium kennt den Moment der Bekehrung, der Neuschöpfung, und doch ist auch die Schöpfung Gottes ein Prozess gewesen. Und so ist auch das Evangelium ein Prozess. Es gibt da noch Dinge, die entfernt werden müssen, Dinge, die geheiligt werden müssen, Dinge, die gereinigt werden müssen. Und das macht Gottesfurcht aus. Und im ewigen Evangelium wird die Furcht Gottes an erster Stelle präsentiert in Offenbarung 14 Vers 7.

[3:45] "Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemand Unrecht getan, niemand geschädigt, niemand übervorteilt." Paulus greift hier einen Gedanken auf, den wir vorhin schon in Kapitel 6 gesehen haben, als er gesagt hat, es ist eng in eurem Herzen mir gegenüber und meinen Mitarbeitern. Und er sagt, ich habe doch nichts Verkehrtes gemacht, ich habe euch nicht geschadet, niemand geschädigt, niemand übervorteilt. "Ich erwähne das nicht, um zu verurteilen; denn ich habe vorhin gesagt, dass ihr in unseren Herzen seid, so dass wir mit euch sterben und mit euch leben. Ich bin sehr freimütig euch gegenüber und rühme euch viel. Ich bin mit Trost erfüllt, ich fließe über von Freude bei all unserer Bedrängnis."

[4:24] "Denn als wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern wir wurden auf alle Art bedrängt: von außen Kämpfe, von innen Ängste." Paulus beschreibt, wie immer wieder – wir haben das gesehen – wie er in Ephesus fast am Leben verzweifelt ist, wie er in Troas innere Unruhe hat. Er sagt dann, als wir nach Mazedonien kamen, hatten wir auch Schwierigkeiten von außen, der Widerstand, von innen die Angst und die Sorge. "Aber Gott, der die Geringen tröstet, er tröstete uns durch die Ankunft des Titus." Paulus sagt, Gott weiß, was wir benötigen, und manchmal ist es nur ein Mensch, den Gott in unseren Weg stellt, den er zur rechten Zeit in unser Leben bringt und mit ihm begegnen lässt, damit wir wieder Trost fassen können, gestärkt werden. Auch Paulus, der große Apostel Paulus, brauchte manchmal Ermutigung durch die Gegenwart eines jungen Mitarbeiters. Gott tröstet die Geringen, und er weiß, wie er uns tröstet, mit dem, was wir brauchen.

[5:25] "Und nicht allein durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, den er bei euch empfangen hatte, als er uns berichtete von eurer Sehnsucht, eurer Klage, eurem Eifer für mich, da freute ich mich noch mehr." All das Positive, was es in der Gemeinde Korinth gab, das hat Paulus Freude gemacht. Paulus war nicht jemand, der nur die Schwierigkeiten sah, der nur die negativen Dinge sah und dann ein überzeichnetes und entstelltes Bild von einer Gemeinde oder von Menschen hatte. Paulus sah all das Gute, er sah das Positive und das, was Gott gewirkt hatte, und dafür war er von Herzen dankbar. Es hat ihm auch Kraft gegeben in all den Schwierigkeiten, und das zeigt uns auch, was uns Kraft geben kann, wenn es manchmal auch zum Verzweifeln sein mag: wenn wir uns über all das Positive freuen, all den Segen, den wir schon erlebt haben.

[6:09] "Denn wenn ich euch auch durch den Brief betrübt habe, so bereue ich es nicht – wenn ich es auch bereut habe –, denn ich sehe, dass euch jener Brief betrübt hat, wenn auch nur für eine Stunde. Nun freue ich mich nicht darüber, dass ihr betrübt wurdet, sondern darüber, dass ihr zur Buße betrübt worden seid; denn ihr seid in gottgewollter Weise betrübt worden, sodass ihr von uns keinerlei Schaden genommen habt." Der Brief, der erste Korintherbrief, hat offensichtlich etwas bewirkt in der Gemeinde in Korinth. Menschen sind dadurch traurig geworden, Gemeindeglieder haben Buße erlebt, sie sind zur Buße geführt worden. Und echte Buße hat auch Traurigkeit. Wer seine Sünde erkennt, wird auch über seine Sünde weinen.

[6:50] "Denn die gottgewollte Betrübnis bewirkt eine Buße zum Heil, die man nicht bereuen muss; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod." Es gibt zwei Betrübnisse. Es gibt die Betrübnis, die der Heilige Geist bewirkt, eine echte Reue, eine echte Buße, ein Traurigsein über das, was man falsch gemacht hat, was uns dazu führt, uns Jesus anzunehmen, was uns in die Arme von Jesus treibt, um Vergebung und Frieden zu finden. Die Betrübnis der Welt dagegen ist ohne Hoffnung, sie ist ohne Ziel, sie ist ohne Lösung, sie ist eine bodenlose Betrübnis, eine Trauer, die keine Hoffnung hat. Für welche Betrübnis wollen wir uns entscheiden? Durch den Heiligen Geist betrübt zu werden, um dadurch geheilt zu werden, oder irgendwann in endloser Traurigkeit zu versinken, weil wir in unseren Sünden gefangen sind und keine Hoffnung mehr haben, weil wir die Erlösung abgelehnt haben?

[7:44] "Denn siehe, wie viel ernstes Bemühen hat dies bei euch bewirkt, dass ihr in gottgewollter Weise betrübt worden seid: dazu Verantwortung, Entrüstung, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in jeder Sache, in jeder Hinsicht bewiesen, dass ihr in der Sache rein seid." Paulus zeigt, diese Betrübnis hat etwas bewirkt. Sie hat euch nicht apathisch werden lassen, sondern sie hat dazu geführt, dass ihr wirklich die Sache angenommen habt, die Sache bereinigt habt, und jetzt kann man sehen, ihr seid wirklich in dieser Sache rein.

[8:13] "Wenn ich euch also geschrieben habe, so geschah es nicht um dessen willen, der Unrecht getan hat, auch nicht um dessen willen, dem Unrecht geschehen ist, sondern damit unser Eifer für euch zu euren Gunsten offenbar würde vor dem Angesicht Gottes." Paulus sagt, ich wollte, dass ihr seht, wie sehr ihr mir am Herzen liegt. "Deswegen sind wir getröstet worden in eurem Trost. Wir haben uns aber auch – wir haben uns aber noch viel mehr über die Freude des Titus gefreut; denn sein Geist ist von euch allen erquickt worden." Paulus sagt, ich bin so froh und dankbar, dass es euch in dieser Hinsicht geistlich gut ging und dass Titus so wunderbar über euch berichten konnte.

[8:49] "Denn wenn ich euch ihm gegenüber gerühmt habe, bin ich damit nicht zu Schanden geworden, sondern wie wir euch gegenüber stets die Wahrheit gesprochen haben, so ist auch unser Rühmen dem Titus gegenüber wahr geworden. Und sein Herz ist euch jetzt noch viel mehr zugetan, da er sich an den Gehorsam von euch allen erinnert, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern aufgenommen habt. Ich freue mich nun, dass ich mich in allem auf euch verlassen kann." Paulus sagt, ich bin so froh, dass auch jemand, der von außen kam, der euch noch nicht kannte, festgestellt hat, dass ihr wirklich eine geistliche Gemeinde seid und Buße erlebt habt und auch wirklich auf das Wort Gottes gehört habt.

[9:38] "Wir wollen euch aber, ihr Brüder, von der Gnade Gottes berichten, die den Gemeinden Mazedoniens gegeben worden ist: In einer großen Prüfung der Bedrängnis hat ihre überfließende Freude und ihre tiefe Armut die Schätze ihrer Freigebigkeit zutage gefördert. Denn nach ihrem Vermögen – ja, ich bezeuge es, über ihr Vermögen hinaus – waren sie bereitwillig und sie baten uns mit vielem zu reden, dass wir die Liebesgabe und ihre Gemeinschaft am Dienst für die Heiligen annehmen sollten." Paulus erzählt jetzt den Geschwistern in Korinth, was im Norden Griechenlands in Mazedonien passiert ist, dass dort die Geschwister mehr als das, was recht gewesen wäre, mehr als das, was man hätte verlangen können, unbedingt die Mission unterstützen wollten, unbedingt auch die Gläubigen in Jerusalem unterstützen wollten.

[10:22] "Und sie gaben nicht nur so, wie wir es erhofften, sondern sich selbst gaben sie hin, zuerst dem Herrn und dann uns durch den Willen Gottes, sodass wir Titus zuredeten, dieses Liebeswerk, wie er es angefangen hatte, nun auch bei euch zu vollenden." Paulus hat also Titus ermutigt, diese ganze Sammlung auch auf Südgriechenland auszudehnen. Wie sehr ist unsere Bereitschaft, das Werk Gottes zu unterstützen? Sind wir bereit, auch uns selbst hinzugeben, wie es diese Geschwister in Mazedonien waren?

[10:56] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns manchmal betrübst, nicht weil du Freude daran hast, uns traurig zu sehen, sondern weil du uns unsere Sünden zeigen musst und wir erkennen müssen, dass wir auf dem falschen Weg sind, dass wir falsch gedacht und falsch gehandelt haben und dass diese Betrübnis uns zum Heil wird. Dafür danken wir dir. Danke, dass die Traurigkeit, die du schenkst, anders ist als die Traurigkeit der Welt. Und Herr, wir wollen uns reinigen durch deine Kraft. Wir wollen die Heiligkeit vollenden in Gottesfurcht, um weiter deine Kinder sein zu können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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