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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Korinther 8:7-9:9. Er erklärt Paulus‘ Aufruf an die Korinther, großzügig für bedürftige Gläubige in Judäa zu spenden. Der Sprecher betont, dass Gott nicht auf die Menge, sondern auf die Herzensbereitschaft des Gebers schaut und einen fröhlichen Geber liebt, der aus freiem Willen und nicht aus Zwang gibt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite heute. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, weil wir dich brauchen. Wir brauchen dich, um uns den Spiegel vorzuhalten, zu erkennen, wo wir Veränderung brauchen. Wir brauchen dich, damit du uns offenbarst und ganz deutlich zeigst, wie Jesus uns in allen Problemen helfen kann und will, dass wir durch deine Gnade, die sich zeigt am Kreuz von Golgatha, zu dir gezogen werden. Wir brauchen dich, damit du uns hilfst, Sünden in unserem Leben zu überwinden, dass wir uns reinigen und dass wir in der Heiligung durch deine Kraft voranschreiten. Wir brauchen dich, damit wir jetzt verstehen, was du uns sagen möchtest. Das bitten wir alles im Namen Jesu und bitten dich um Vergebung, wo wir gegen dich gesündigt haben, und danken dir für die Gnade, das Evangelium. Amen.

[1:44] Wir sind in 2. Korinther Kapitel 8. Paulus berichtet den Geschwistern in Korinth von der geradezu überbordenden Bereitwilligkeit der Geschwister in Makedonien, Geld für Gottes Werk und für die Mission bereitzustellen. Und Paulus erwähnt, dass er dem Titus dann den Rat gegeben hat, nicht nur in Makedonien, sondern eben auch in Korinth, das heißt in Südgriechenland, zu sammeln.

[2:09] Wir lesen weiter in 2. Korinther 8 Vers 7: "Aber wie ihr in allem reich seid im Glauben, im Wort, in der Erkenntnis und in allem Eifer, sowie in der Liebe, die ihr zu uns habt, so möge auch dieses Liebeswerk bei euch reichlich ausfallen."

[2:28] Paulus wünscht sich, dass der Glaube der Korinther sich auch in dieser Frage als reichlich, ja, herausstellt.

[2:36] "Ich sage das nicht als Gebot, sondern um durch den Eifer anderer auch die Echtheit eurer Liebe zu erproben."

[2:42] Paulus sagt: "Ich befehle euch nicht, Geld zu geben. Es soll nicht gezwungen sein. Ich will euch zeigen, was andere bereit sind, für das Evangelium zu geben, damit ihr seht, wie groß die Liebe zu Gott sein kann."

[2:55] "Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet."

[3:03] Jesus hat wirklich alles besessen. Er war der König und ist der König des Universums. Und doch wurde er arm, geboren in einem Stall von Eltern, die nicht einmal das reguläre Opfer aufbringen konnten bei seiner Darstellung im Tempel, in bitterer Armut, in einfachen Verhältnissen groß geworden, sein Leben lang kein eigenes Haus besessen. Jesus ist wirklich arm geworden, damit wir geistlich reich werden und die Schätze des Himmels einmal unser Erbe sein können.

[3:40] "Und ich gebe hierin einen Rat: Es ist gut für euch, weil ihr nicht nur das Tun, sondern auch das Wollen seit vorigem Jahr angefangen habt, dass ihr jetzt auch das Tun vollbringt, damit der Bereitschaft des Willens auch das Vollbringen entspricht, aus dem, was ihr habt."

[3:59] Paulus hatte schon am Ende des ersten Korintherbriefs angedeutet, dass sie jeden Sonntag etwas Geld zurücklegen sollten für Sammlungen, sobald diese dann bei ihnen auch durchgeführt werden würden.

[4:12] "Denn wo die Bereitwilligkeit vorhanden ist, da ist einer wohlgefällig entsprechend dem, was er hat, nicht entsprechend dem, was er nicht hat."

[4:19] Gott schaut auf unsere Bereitschaft. Er schaut nicht darauf, wie viel wir tatsächlich real geben, weil es bei jedem unterschiedlich sein kann. Er schaut darauf, wie viel wir geben im Verhältnis zu dem, was wir haben: unsere Bereitschaft, unsere Willigkeit. Jemand hat vielleicht sehr wenig, aber gibt alles, was er hat, wie die Witwe mit den zwei Scherflein, und die hat mehr gegeben, sagt Jesus, als die, die aus ihrem Überfluss einiges gegeben haben.

[4:45] "Nicht damit andere Erleichterung haben, ihr aber Bedrängnis, sondern des Ausgleichs wegen. In der jetzigen Zeit soll euer Überfluss ihrem Mangel abhelfen."

[4:54] Paulus macht also deutlich, es geht nicht darum, eine Gruppe von Gläubigen zu fördern und eine Gruppe auszupressen. Es geht darum, dass es gerade in Judäa damals sehr viele Gläubige gab, die enorme Hilfe brauchten, und die griechischen Geschwister diese Hilfe geben konnten. Sie sollten ausgleichen.

[5:16] "Damit auch ihr Überfluss eurem Mangel abhilft, so dass ein Ausgleich stattfindet, wie geschrieben steht: Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluss, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel."

[5:28] Es ist der geistliche Überfluss aus Judäa, aus dem Land Israel, der hinübergeschwappt ist zu den Heiden nach Griechenland. Und so sagt Paulus: Es ist jetzt eure Gelegenheit, etwas auszugleichen, jetzt wo es finanzielle Probleme dort in Jerusalem und der Umgebung gibt, von eurem Überfluss dorthin zu geben.

[5:47] "Gott aber sei Dank, der dem Titus denselben Eifer für euch ins Herz gibt. Denn er nahm den Zuspruch an, aber weil er so großen Eifer hatte, reiste er freiwillig zu euch ab. Wir sandten aber den Bruder mit ihm, dessen Lob wegen des Evangeliums bei allen Gemeinden verbreitet ist. Und nicht nur das, sondern er ist auch von den Gemeinden zu unserem Reisegefährten erwählt worden bei diesem Liebeswerk, das von uns besorgt wird zur Ehre des Herrn selbst und zum Beweis eures guten Willens. Weil wir das verhüten wollen, dass uns jemand wegen dieser reichen Gabe, die durch uns besorgt wird, übel nachredet, und weil wir auf das bedacht sind, was recht ist, nicht nur vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen."

[6:27] Paulus sagt mit anderen Worten: "Wir haben dafür Sorge getragen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass Paulus und Titus sich hier selbst bereichern wollen, sondern es sind Leute mit erwählt worden, die mitreisen, die auch damit dann den Auftrag haben, zu gewährleisten, dass Geld nicht veruntreut wird, sodass nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern auch von außen keine schlechte, keine üble Nachrede möglich ist. Das zeigt uns auch, dass wir auch in finanziellen Angelegenheiten in der Gemeinde auch Maßstäbe erfüllen müssen, die von der Welt gesetzt werden, was Transparenz und Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit betrifft."

[7:07] "Wir sandten aber mit ihnen unseren Bruder, den wir vielfach und in vielen Dingen als eifrig erfunden haben, der jetzt aber in seinem großen Vertrauen zu euch noch viel eifriger ist. Was Titus betrifft, so ist er mein Gefährte und Mitarbeiter für euch. Unsere Brüder aber sind Gesandte der Gemeinden, eine Ehre des Christus."

[7:24] Paulus sagt: "Da kommt also eine Gruppe zu euch. Der Titus ist mein direkter Mitarbeiter. Die anderen sind sozusagen Delegierte der Gemeinden, die dieses Werk von deren Seite aus repräsentieren."

[7:33] "So liefert nun den Beweis eurer Liebe und unseres Rühmens von euch ihnen gegenüber und vor den Gemeinden."

[7:40] Paulus sagt: "Ich habe euch so sehr gerühmt. Titus hat schon gesehen, dass das wirklich stimmt, aber damit auch die anderen Gemeinden sehen in Makedonien, was für eine Gemeinde ihr seid, enttäuscht mich nicht mit anderen Worten."

[7:55] "Denn ich halte es für überflüssig, euch über den Dienst für die Heiligen zu schreiben, denn ich kenne ja eure Bereitwilligkeit, die ich den Mazedoniern gegenüber von euch rühme, dass Achaia seit dem vorigen Jahr bereit gewesen ist, und euer Eifer hat viele angespornt. Ich habe aber die Brüder gesandt, damit unser Rühmen von euch in dieser Hinsicht nicht zunichtewird, damit ihr bereit seid, so wie ich es gesagt habe, dass nicht etwa, wenn die Mazedonier mit mir kommen und euch unvorbereitet finden, wir, um nicht zu sagen ihr, mit diesem zuversichtlichen Rühmen zu Schanden werden."

[8:33] Also Paulus sagt: "Stellt euch vor, die Makedonier kommen und die finden dann keine große Spende vor. Dann, wie stehe ich dann da, der ich euch so sehr gerühmt habe? Und das würdet ihr doch auch nicht wollen."

[8:46] "Darum habe ich es für nötig gehalten, die Brüder zu ermahnen, zu euch vorauszureisen, um diese vorher angekündigte Segensgabe rechtzeitig zuzubereiten, damit sie bereit ist, so dass sie eine Segensgabe ist und nicht eine Gabe des Geizes."

[8:57] Paulus sendet also einige schon im Voraus, mit dem Titus, um die Gemeinden in Korinth und überhaupt in Achaia, das heißt in Griechenland, vorzubereiten, dass sie entsprechend sich darauf einrichten können, dass jetzt bald eine größere Kollekte stattfinden wird.

[9:12] "Das aber bedenkt: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten, und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. Jeder, wie es sich im Herzen vornimmt, nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb."

[9:24] Paulus macht ganz deutlich: Es macht keinen Sinn, Leute zu manipulieren oder sie zu drücken oder zu pressen, denn Gott wünscht sich, dass wir von Herzen, dass wir freudig, dass wir fröhlich geben. Und auch wir dürfen uns die Frage stellen, ob wir wirklich von Herzen gerne reichlich geben für das Werk Gottes. Ich möchte mir diese Frage stellen, und auch du darfst dir diese Frage stellen.

[9:47] "Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, sodass ihr in allem alle Zeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk."

[9:57] Mit anderen Worten: Paulus sagt, Gott kann euch so segnen, dass ihr nicht einmal Mangel habt, wenn ihr jetzt reichlich gebt.

[10:03] "Wie geschrieben steht: Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben, seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit."

[10:10] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, Herr, schenk du uns offene Augen für die Gelegenheiten, die du geschaffen hast, wo wir auch durch finanzielle Mittel dein Werk unterstützen können, Geschwistern helfen können, wirklich zum Segen sein können, dass wir nicht nur kärglich und geizig geben, sondern mit vollem Herzen und systematisch, sodass dein Werk keinen Mangel leidet. Herr, danke für all die Segnung, die du uns geschenkt hast, und gib, dass wir auch auf diesem Wege etwas Segen weitergeben können, und schenk uns echte, tiefe Liebe zu dir, dass wir das fröhlich und ungezwungen tun. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[10:58] Amen.
[11:00] [Musik]


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