In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Korinther 9:10-10:18. Er erklärt, wie Paulus die Korinther zur Freigebigkeit ermutigt, die nicht nur materielle Bedürfnisse stillt, sondern auch die Einheit der Gemeinden stärkt. Zudem verteidigt Paulus seine apostolische Autorität, indem er die geistliche Natur des Kampfes betont und davor warnt, sich selbst zu rühmen, sondern allein im Herrn.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Korinther 9:10-10:18
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. KorintherPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit 2. Korinther 9:10-10:18. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken sagen, dass wir so viel Segen von dir empfangen. Jeden Tag sind wir die Empfänger all deiner guten Gaben, und wenn wir unsere Augen wirklich aufmachen, dann sehen wir, dass du diese Welt überschüttest mit viel Segen. Und Herr, wir möchten weitergeben von diesem Segen. Wir möchten dich bitten, dass du uns das Herz öffnest, die Augen öffnest und die Hände, dass wir dort, wo wir Gelegenheit haben, andere unterstützen zu deiner Ehre, um dein Werk voranzubringen und Menschen zu dir zu führen. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns auch heute durch dein Wort ermutigst, stärkst und tröstest, ermahnst und dass wir aus deinem Wort leben dürfen. Sprich du durch deinen Heiligen Geist zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:30] Wir sind in 2. Korinther Kapitel 9. Paulus ermutigt die Gemeinde in Korinth bei der anstehenden Sammlung, die von den Gemeinden aus Mazedonien angeregt worden ist, ebenfalls sich reichlich zu beteiligen und fröhlich, gerne mit Segen zu geben, reichlich zu geben, weil Gott sie so reich gesegnet hat und segnen wird. Gott hat einen fröhlichen Geber lieb, sagt er. Wir lesen weiter in 2. Korinther Kapitel 9 und dort Vers 10: "Er aber, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise, er möge euch die Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen, sodass ihr in allem reich werdet zu aller Freigebigkeit, die durch uns Gott gegenüber Dank bewirkt."
[2:22] Es ist Gott, der uns auch in unserem Beruf segnet, der uns darin segnet, dass wir genug zu essen und zu trinken und Kleidung haben. Und er kann uns so segnen, dass wir auch für das Werk Gottes Freigebigkeit zeigen können und damit für andere zum Segen werden. Denn die Besorgung dieses Dienstes füllt nicht nur den Mangel der Heiligen aus, sondern ist auch überreich durch die vielen Dankgebete zu Gott. Das Miteinander in der Gemeinde durch diesen internationalen Hilfsdienst der Gemeinden in Griechenland für die Gemeinden in Judäa, der bewirkt nicht nur einen finanziellen Ausgleich, eine Hilfe, sondern bewirkt auch ein enges Zusammenwachsen der Gemeinden. Er bewirkt, dass man sich als eine Einheit versteht, was ja gerade auch in der Zeit von entscheidender Bedeutung war, als noch nicht jedem in Judäa klar war, dass auch die Heidenchristen auf dieselbe Art und Weise Volk Gottes sind wie sie selbst auch. Und vielleicht ist das doch einer der Punkte, den Paulus sehr bewegt haben, wirklich seine Schafe hier in Griechenland so sehr dafür zu ermutigen, damit auch in Judäa die Gläubigen durch ihre Dankgebete einmal Gott näher kommen und auch den Geschwistern im Ausland.
[3:43] Indem sie durch den Beweis dieses Dienstes zum Lob Gottes veranlasst werden für den Gehorsam eures Bekenntnisses zum Evangelium von Christus und für die Freigebigkeit der Unterstützung für sie und für alle. Und in ihrem Flehen für euch werden sie eine herzliche Zuneigung zu euch haben wegen der überschwänglichen Gnade Gottes euch gegenüber. Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe. Das Miteinander, das Füreinanderdasein, das auch mit finanziellen Mitteln einander unterstützen, bringt die Gemeinde zusammen. Diese Gemeinde, diese Urgemeinde, die aus verschiedenen Kulturen besteht, die aus verschiedenen Hintergründen besteht, wird durch diese, auch durch diese finanzielle Unterstützung, zusammengeschweißt und näher zu Gott gebracht. Das ist, was Paulus erkennt, warum er diesen Dienst, diese Kollekte so fördert und so hier auch hervorhebt.
[4:35] "Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch angesichts der Sanftmut und Freundlichkeit des Christus, der ich von Angesicht zu Angesicht demütig bin bei euch, abwesend aber mutig gegen euch. Und ich bitte euch, dass ich nicht bei meiner Anwesenheit mutig sein muss in der Zuversicht, mit der ich entschlossen gegen etliche aufzutreten gedenke, die von uns meinen, wir würden gemäß dem Fleisch wandeln." Hier sehen wir also erneut, was das Problem ist. Es gibt einige in der Gemeinde Korinth, die eine relativ schlechte Meinung von Paulus haben, die der Meinung sind, dass er fleischlich ist, dass er nach dem Fleisch wandelt. Und Paulus sagt jetzt, und er ermahnt sie angesichts der Sanftmut und Freundlichkeit des Christus, dass er bisher immer sehr demütig mit ihnen gewesen ist. In den Briefen zwar deutlich und klar geschrieben hat, aber von Angesicht zu Angesicht sehr zurückhaltend gewesen ist, dass er jetzt nicht deutlicher werden muss.
[5:35] "Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, so kämpfen wir doch nicht nach Art des Fleisches. Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, sodass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus. Und auch bereit sind, jeden Ungehorsam zu bestrafen, sobald euer Gehorsam vollständig geworden ist." Paulus sagt, ja, wir gehen zwar im Fleisch, wir haben noch einen fleischlichen Körper, aber wir kämpfen geistlich. Diesen großen Kampf kämpfen wir nicht fleischlich, sondern geistlich. Und dieser geistliche Kampf, die Waffenrüstung Gottes, die uns dann in Epheser 6 von Paulus beschrieben wird, die hilft uns auch gegen große Angriffe bestehen zu können. Die hilft uns, jeden Gedanken gefangen zu nehmen im Gehorsam gegen Jesus. Es ist nicht menschliche Kraft, die uns hilft, unsere Gedanken unter Christus unterzuordnen. Ein Mensch kann sich vielleicht sogar zwingen, bestimmte Dinge nicht zu tun, aber kein Mensch kann aus eigener Kraft seine Gedanken beherrschen. Das ist nur möglich durch die Kraft des Heiligen Geistes.
[6:45] "Schaut ihr auf das, was vor Augen liegt? Wenn jemand von sich selbst überzeugt ist, dass er Christus angehört, so möge er andererseits von sich selbst aus den Schluss ziehen, dass gleich wie er Christus angehört, so auch wir Christus angehören. Denn wenn ich mich auch noch etwas mehr rühmen wollte wegen unserer Vollmacht, die der Herr uns gegeben hat zu eurer Erbauung und nicht zu eurer Zerstörung, so würde ich nicht zu Schanden werden. Doch ich will nicht den Anschein erwecken, als wollte ich euch durch die Briefe einschüchtern." Paulus sagt, ich könnte noch mehr sagen, und das würde mir nicht als Fehler ausgelegt werden von Gott. Aber ich will euch auch nicht in die Enge treiben, ich will euch nicht. Hier sehen wir das Feingefühl von Paulus. Paulus wollte nicht seine ganzen theologischen Erkenntnisse und missionarischen Erfahrungen benutzen, um diese junge Gemeinde, die in manchem noch zu kämpfen hatte, von oben herabzudrücken, sondern er wollte ihnen helfen.
[7:37] "Denn die Briefe, sagen einige, sind gewichtig und stark, aber die leibliche Gegenwart ist schwach und die Rede verachtenswert." Es gab also in der Gemeinde Korinth einige, die sagten, ja, die Briefe, die haben Substanz, aber wenn Paulus da ist, die Predigten, die sind irgendwie langweilig, das hat nicht so richtig Kraft. Man war vielleicht von Apollos, dem großen, rhetorisch begabten Prediger, mitreißende Predigten vielleicht gewohnt, so hat es den Anschein. Und Paulus sagt in Vers 11: "Der betreffende aber soll bedenken: So wie wir als Abwesende mit dem Wort in Briefen sind, ebenso werden wir als Anwesende auch mit der Tat sein. Denn wir wagen es nicht, uns denen zuzurechnen oder gleichzustellen, die sich selbst empfehlen. Sie aber sind unverständig, indem sie sich an sich selbst messen und sich mit sich selbst vergleichen." Paulus sagt, wir machen da gar nicht mit. Wir machen nicht mit in diesem weltlichen Denken, wer der größte, der beste, der stärkste, wer die meisten Empfehlungsschreiben hat, wer die besten Referenzen hat. Da machen wir nicht mit, denn wenn Menschen sich untereinander vergleichen, dann ist das immer schon ein falscher Maßstab. Und deswegen ist Paulus auch so sehr darauf bedacht, schon im ersten Korintherbrief, dass man nicht Apollos gegen Paulus, gegen Petrus ausspielt, sondern sie sind ja alle gemeinsam Mitarbeiter mit verschiedenen Gaben und Fähigkeiten. Aber der geistliche Mensch erkennt, dass sie alle notwendig sind und nicht miteinander verglichen werden sollen.
[9:00] "Wir aber wollen uns nicht ins Maßlose rühmen, sondern nach dem Maß des Wirkungskreises, den uns Gott als Maß zugemessen hat, nämlich dass wir auch bis zu euch gelangt sind. Denn wir strecken uns nicht zu weit aus, als wären wir nicht bis zu euch gelangt. Wir sind ja auch mit dem Evangelium von Christus bis zu euch gekommen. Wir rühmen uns auch nicht ins Maßlose aufgrund der Arbeiten anderer. Wir haben aber die Hoffnung, wenn euer Glaube wächst, bei euch noch viel mehr Raum zu gewinnen, unserem Wirkungskreis gemäß, um das Evangelium auch in den Gemeinden jenseits von euch zu verkündigen und uns nicht im Wirkungskreis eines anderen Ruhm zu holen, wo die Arbeit schon getan ist." Paulus sagt, Paulus' Gedanke ist, dass er nicht einfach nur dort wirken will, wo schon längst die Menschen das Evangelium kennen. Paulus war ein echter Missionspionier. Er wollte dorthin, wo das Evangelium noch nicht verkündigt worden ist.
[10:00] "Wer sich aber rühmen will, der rühme sich des Herrn. Denn nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt." Paulus sagt deswegen ja schon in 2. Korinther 3, das haben wir gelesen, dass er nicht wieder anfangen möchte mit Empfehlungsschreiben. Er sagt, ihr seid mein Empfehlungsschreiben. Ihr als Gemeinde seid, so wie ihr seid, ein Beweis dafür, dass Gott durch mich gewirkt hat. Und deswegen muss ich mich gar nicht mit anderen vergleichen und rate euch das auch nicht zu tun. Denn wer sich selbst empfiehlt und wer selbst seine Referenz präsentiert, der ist nichts im Vergleich zu dem, den Gott durch seinen Heiligen Geist empfiehlt.
[10:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, Herr, vergib uns, wo wir selbst uns in den Mittelpunkt stellen wollten, wo wir selbst uns empfehlen wollten vor anderen, wo wir selbst unsere Referenzen wichtig gemacht haben und übersehen haben, dass du doch der Einzige bist, der uns Gnade und Kraft schenkt und dass du dafür sorgst, dass jeder, der es möchte und sehen will, sehen kann, wen du erwählt hast. Herr, gib, dass wir auf dich vertrauen und dir in allem die Ehre geben. Und hab Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.
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