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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Mose 18:10-19:7. Er spricht über Jetros weisen Rat an Mose zur Delegation von Aufgaben, um Überlastung zu vermeiden und die Gemeinde effektiv zu organisieren. Zudem betont er, wie Gottes Volk durch die Erfahrung der Erlösung zu einem besonderen Königreich von Priestern berufen ist, das andere mit Gott verbinden soll.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 82. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:41] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass Jesus für uns gestorben ist, dass er sein Blut für uns vergossen hat, so wie damals am Felsen, der Felsen geschlagen worden ist und Wasser hinauslief zur Erfrischung für das Volk. Wir danken dir für das lebendige Wasser des Lebens und wir möchten dich bitten, dass du auch heute uns erfrischst durch dein Wort, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest, dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:12] Wir sind in 2. Mose Kapitel 18. Jetro besucht seinen Schwiegersohn Mose und erfährt von ihm alles, was Gott in Ägypten und auf dem Weg bis zum Berg Gottes, bis zum Sinai, getan hat.

[1:27] Wir lesen in Vers 10: "Und Jetro sprach: Gelobt sei der Herr, der euch errettet hat aus der Hand Ägyptens und aus der Hand des Pharao, der sein Volk aus der Gewalt Ägyptens errettet hat. Nun weiß ich, dass der Herr größer ist als alle Götter, denn in der Sache, worin sie in Überheblichkeit handelten, ist er über sie gekommen."

[1:50] Das Zeugnis von Mose bringt Jetro zu einem klareren Verständnis des wahren Gottes. Vielleicht gibt es Menschen, die eine vage Idee vom wahren Gott so ein wenig kennen, aber unser Zeugnis über das, was Gott in unserem persönlichen Leben getan hat, bringt sie näher zur Erkenntnis der Wahrheit.

[2:08] Und Jetro, Moses' Schwiegervater, brachte Brandopfer und Schlachtopfer, um Gott zu opfern. Da kamen Aaron und alle Ältesten von Israel, um mit Moses' Schwiegervater ein Mahl zu halten vor dem Angesicht Gottes.

[2:22] Und es geschah am folgenden Tag, da setzte sich Mose, um das Volk zu richten, und das Volk stand um Mose her vom Morgen bis zum Abend. Als aber Moses' Schwiegervater alles sah, was er mit dem Volk tat, sprach er: "Was tust du denn mit dem Volk? Warum sitzt du allein? Das ganze Volk steht um dich her vom Morgen bis zum Abend."

[2:42] Mose antwortete dem Schwiegervater: "Das Volk kommt zu mir, um Gott zu befragen, denn wenn sie eine Rechtssache haben, kommen sie zu mir, dass ich entscheide, wer von beiden recht hat, und damit ich ihnen Gottes Ordnungen und seine Gesetze verkündet."

[3:00] Es passiert ganz leicht, dass wir glauben, dass wir unabkömmlich sind im Werk Gottes und dass wir schnell Aufgaben auf uns aufhäufen, die vielleicht gar nicht unsere Aufgaben sind.

[3:13] Aber Moses' Schwiegervater sprach zu ihm: "Es ist nicht gut, was du tust. Du wirst müde und kraftlos, sowohl du als auch das Volk, das bei dir ist, denn diese Sache ist zu schwer für dich. Du kannst sie allein nicht ausrichten."

[3:28] Gott hat keinen Gefallen daran, selbst wenn wir so talentiert und so begabt sind wie Mose, dass wir uns im Werk Gottes zu Tode arbeiten. Er möchte nicht, dass wir müde und kraftlos werden, weil wir Aufgaben übernehmen, die auch andere übernehmen könnten.

[3:43] Und übrigens wird nicht nur derjenige hier müde und kraftlos, der alles alleine macht, sondern auch das Volk selbst. Vielleicht ist so manche Gemeinde auch deswegen so kraftlos, weil zu wenige mitarbeiten.

[3:58] "So höre nun zu, höre auf meine Stimme, ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein. Tritt du für das Volk vor Gott und bringe du ihre Anliegen vor Gott und erkläre ihnen die Ordnungen und Gesetze, dass du ihnen den Weg verkündest, auf dem sie wandeln und die Werke, die sie tun sollen. Sieh dich aber unter dem ganzen Volk nach tüchtigen Männern um, die Gott fürchten, Männer der Wahrheit, die dem ungerechten Gewinn feind sind. Die setze über sie als Oberste über Tausend, über Hundert, über Fünfzig und über Zehn, damit sie dem Volk allezeit recht sprechen. Alle wichtigen Sachen aber sollen sie vor dich bringen, und alle geringen Sachen sollen sie selbst richten. So wird es dir leicht werden, wenn sie die Bürde mit dir tragen."

[4:46] Gott möchte gerne, dass die Gemeinde strukturiert und organisiert arbeitet, und dazu ist eine Hierarchie sogar notwendig, die wir hier sehen, dass alle gerecht behandelt werden können, dass allen Anliegen auch Gerechtigkeit widerfahren kann.

[5:06] "Wenn du das tun wirst und wenn es dir Gott gebietet, so wirst du bestehen können, und dann wird auch dieses ganze Volk in Frieden an seinen Ort kommen."

[5:17] Gemeindeorganisation ist kein lästiges Übel, sondern eigentlich dazu da, die Gemeinde fähig zu machen, wirklich ihr Ziel zu erreichen. Wir sollten Gemeindeorganisationen respektieren und schätzen, aber wir sollten sie auch so gestalten, dass sie genau dieses Ziel auch erreichen kann.

[5:36] Mose folgte der Stimme seines Schwiegervaters und tat alles, was er sagte. Und Mose erwählte tüchtige Männer aus ganz Israel, machte sie zu Häuptern über das Volk, zu Obersten über Tausend, über Hundert, über Fünfzig und über Zehn, damit sie dem Volk allezeit recht sprechen sollten. Die schweren Sachen brachten sie vor Mose, die geringen aber richteten sie selbst.

[5:58] Es lohnt sich einmal auszurechnen, wie viele Männer ungefähr hier in diese Arbeit mit einbezogen worden sind. Es waren viel mehr, als man vielleicht so auf den ersten Blick meinen könnte. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Gemeinde Gottes war in die Leitung der Gemeinde, wenn auch auf verschiedenen Ebenen, involviert und eingebunden, und das war eine ganz entscheidende Verbesserung für das Volk Gottes.

[6:26] Im dritten Monat nach dem Auszug der Kinder Israels aus dem Land Ägypten kamen sie an eben diesem Tag in die Wüste Sinai. Sie waren von Refidim ausgezogen und in die Wüste Sinai gekommen und lagerten sich in der Wüste, und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber.

[6:43] Mose aber stieg hinauf zu Gott, denn der Herr rief ihm vom Berg aus zu und sprach: "So sollst du zum Haus Jakobs sagen und den Kindern Israels verkündigen: Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlers Flügeln getragen und euch zu mir gebracht habe."

[7:02] Gott sagt: "Ihr wisst, wie ich euch erlöst habe und wie ich euch getragen habe. Und nun, wenn ihr nun wirklich meiner Stimme gehorchen werdet und meinen Bund haltet, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein."

[7:23] "Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst." Gott sagt: "Ich kenne alle Völker, aber ihr seid die Einzigen, die mich kennt, denn ihr habt erfahren, was Erlösung bedeutet, und ihr sollt ein besonderes Volk sein, nicht weil ihr klüger oder schöner oder besser seid, weil ihr die Erlösung erlebt habt."

[7:43] Liebe Freunde, wenn wir Erlösung erlebt haben, sind wir das besondere Volk Gottes, und auch wir sollen ein Königreich von Priestern sein. Priester sind Menschen, die andere Menschen mit Gott verbinden. Du kannst in 1. Petrus 2 den Vers suchen, der genau diese Idee auch auf die neuzeitliche Gemeinde überträgt und damit auf dich und auf mich.

[8:06] Und Mose kam und rief die Ältesten des Volkes zu sich und legte ihnen alle diese Worte vor, die der Herr ihm geboten hatte.

[8:14] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke für die Erfahrung der Erlösung und bitte gib, dass wir wirklich dir vertrauen, deinen Worten gehorchen und dadurch verstehen, welche besondere, einzigartige Rolle wir haben als Menschen, die die Erlösung erlebt haben, verstehen und anderen weitergeben können. Gib, dass wir verstehen, dass du uns für eine besondere Aufgabe in dieser Welt ausgewählt hast, und gib, dass wir durch deine Kraft dieser Aufgabe auch gerecht werden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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