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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die letzten der Zehn Gebote aus 2. Mose 20 und die ersten Zivilgesetze aus 2. Mose 21. Er erklärt, wie Gottes Gesetz über bloße Taten hinausgeht und die Herzenshaltung betrifft, und warum die Israeliten Gottes direkte Gegenwart fürchteten. Abschließend reflektiert er über die Bedeutung von Freiheit und die Wahl, die wir treffen, wenn wir uns für oder gegen die Sünde entscheiden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 84. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:41] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dich uns offenbarst, dass du uns in deinem Gesetz zeigst, wie du wirklich bist und dass wir durch deinen Heiligen Geist und aus Liebe und aus Dankbarkeit für deine Erlösung dein Gesetz halten dürfen und können. Darum bitten wir dich jetzt im Namen Jesu. Amen.

[1:06] Wir sind in 2. Mose 20, mitten in den Zehn Geboten.
[1:11] Vers 7: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. Denn der Herr wird den nicht unbestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“
[1:23] Mit Gottes Namen ist seine Identität, sein Wesen, damit sein Charakter verbunden.

[1:31] „Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du noch dein Sohn noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch den Fremdling, der in deinen Toren lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbat gesegnet und geheiligt.“

[1:59] Mitten im Zentrum der Gebote ist das Zeichen für die Schöpfermacht Gottes, der Tag, den er für alle Menschen gemacht hat, damals bei der Schöpfung, wie wir in 1. Mose 2 gelesen haben. Einen Tag, den Gott den Israeliten sagt, dass auch die Fremdlinge, die Nicht-Israeliten, einhalten sollen. Ein Tag für alle Menschen, ein Tag, der hier nicht neu eingeführt wird, sondern an den sich die Israeliten wieder erinnern sollten. Sie kannten ja schon seit 2. Mose 16 wieder die genaueren Bestimmungen um den Sabbat.
[2:33] Sie sollten ihn als ein besonderes Zeichen halten. In diesem vierten Gebot ist der Name Gottes, sein Titel und sein Herrschaftsgebiet enthalten, so wie in einem königlichen Siegel. Sechs Tage sollten sie arbeiten und einen Tag sich nehmen, den siebenten Tag, den Gott bestimmt hat, um über ihn und über seine schöpferische Kraft nachzudenken.

[3:00] „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“
[3:05] Gott wünscht sich nicht nur, dass wir ihn ehren und ihm den obersten Gehorsam zollen. Nein, er wünscht sich auch, dass wir denen Autorität, denen Ehre erweisen, die Autorität in unserem Leben haben, wenn auch eine beschränkte, zum Beispiel unsere Eltern, von allen menschlichen Autoritäten vielleicht die höchste, denn sie haben uns erzogen.
[3:30] Da gehören auch Lehrer dazu und Beamte, gehören Menschen des Staates dazu, die in einem bestimmten Bereich des Lebens Autorität haben. Wir sollen sie entsprechend ehren. Mal ganz besonders haben wir eine Verpflichtung unseren Eltern gegenüber, die so viel für uns getan haben und die durch ihr Leben uns auch gezeigt haben und da hätten wir zeigen sollen, wie Gott wirklich ist.

[3:51] „Du sollst nicht töten.“

[3:55] „Du sollst nicht ehebrechen.“ In der Bergpredigt, und ihr könnt die Verse Matthäus 5 selbst finden, hat Jesus gezeigt, dass hinter diesen Worten nicht nur die Tat steht, sondern schon die Intention, die Gedanken, die Worte sich damit verbinden, die dahin führen könnten.
[4:14] Einmal, Gottes Gesetz betrifft nicht nur die Ebene unserer Handlung, sondern dringt hinein in unser Herz. Und wir müssen uns die Frage stellen, ob unsere Gedanken und Worte so sind, dass sie ein Leben eines anderen zerstören, ob wir vielleicht in Gedanken oder mit Worten die Ehe brechen. Und all das kann man auch für die nächsten Gebote entsprechend anwenden.

[4:35] „Du sollst nicht stehlen.“

[4:37] „Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten.“ Sagen wir die Wahrheit über andere Menschen? Stellen wir sie in einem richtigen Licht oder reden wir schlecht über sie, ohne genau zu wissen?

[4:48] „Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das der Nächste hat.“
[4:59] Hier ist die eigentliche Wurzel. Wenn wir begehren, was uns nicht gehört, dann folgen sehr schnell all die anderen Sünden. Mit dieser Sünde begann auch der große Kampf im Himmel. Der Satan begehrte Dinge, die ihm nicht zustanden.

[5:13] Und das ganze Volk nahm das Donnern und die Flammen wahr und den Schall der Schofarhörner und den rauchenden Berg. Als das Volk das wahrnahm, zitterte es und stand von Ferne und sprach zu Mose: „Rede du mit uns, und wir wollen hören, aber Gott soll nicht mit uns reden, sonst müssen wir sterben.“ Sowie Adam und Eva haben sie Angst vor Gott. Gott war nicht gekommen, sie zu töten. Er war gekommen, um sich zu offenbaren.
[5:39] Aber die Israeliten sehen, dass sie in ihrem sündigen Zustand die Gegenwart Gottes gar nicht richtig ertragen können. Sie wollen lieber jemanden, der ihnen erklärt, was Gott von ihnen möchte, statt eine tatsächliche, reale Beziehung zu Gott zu haben. Schauen wir, was Mose sagt.

[5:54] Mose sprach zum Volk: „Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt.“
[6:02] Gott wollte den Israeliten keine Angst machen. Er möchte uns niemals Angst machen, aber er möchte uns prüfen. Und diese Idee mit dem Prüfen und der Gottesfurcht, die kennen wir aus 1. Mose 22. Dort hatte Gott den Abraham geprüft, um zu sehen, ob er ihn fürchtet.
[6:21] Er war bereit gewesen, das Liebste, was er hatte, zu geben. Waren die Israeliten bereit, das Liebste, was sie haben, zu geben für ihren Gott? Oder wollten sie vielleicht an manchen Sünden und Gewohnheiten festhalten und nahmen deswegen das Gesetz Gottes als eine Bedrohung wahr? Wie oft nehmen wir vielleicht das Gesetz Gottes als eine Bedrohung wahr, nicht weil es uns bedroht, sondern weil wir an Sünde festhalten.
[6:46] Aber Gott wünscht sich, dass wir nicht sündigen. Das ist die ganze Intention des Evangeliums und des Gesetzes.

[6:53] Und das Volk stand von Ferne. Mose aber nahte er sich zu dem Dunkel, in dem Gott war. Und der Herr sprach zu Mose: „So sollst du zu den Kindern Israels sprechen:
[7:02] Ihr habt gesehen, dass ich vom Himmel her zu euch geredet habe. Darum sollt ihr neben mir keine Götter aus Silber machen, auch Götter aus Gold solltet ihr euch nicht machen. Einen Altar aus Erde sollst du mir machen und darauf deine Brandopfer, deine Friedensopfer, deine Schafe oder Rinder darbringen. An jedem Ort, wo ich meines Namens gedenken lasse, dort will ich zu dir kommen und dich segnen. Und wenn du mir einen steinernen Altar machen willst, sollst du nicht aus behauenen Steinen bauen. Denn wenn du deinen Meißel darüber schwingst, so würdest du ihn entweihen.“
[7:32] Die Anbetung Gottes soll nicht bestehen aus unseren eigenen Werken, sondern aus dem, was Gott gemacht hat. „Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit deine Blöße nicht aufgedeckt wird vor ihm.“

[7:48] Und das sind die Rechtsbestimmungen, die du ihnen vorlegen sollst.

[7:52] „Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre lang dienen, und im siebten soll er unentgeltlich freigelassen werden. Ist er allein gekommen, so soll er auch allein entlassen werden. Ist er aber verheiratet gekommen, so soll seine Frau mit ihm gehen. Hat ihm aber sein Herr eine Frau gegeben und sie ihm Söhne oder Töchter geboren, so soll die Frau samt ihren Kindern seinem Herrn gehören. Er aber soll allein entlassen werden.
[8:16] Wenn aber der Sklave erklärt: „Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht freigelassen werden“, so soll ihn sein Herr vor Gott bringen und ihn an die Tür oder den Pfosten stellen. Und er soll ihm seine Ohren mit einem Pfriem durchbohren, damit er ihm diene für alle Zeiten.“

[8:35] Freiheit ist ein hohes Gut, aber es gab Menschen, die nicht unbedingt frei sein wollten. Und ein Zeichen sollte allen Israeliten zeigen: Dieser Mensch schätzt die Freiheit nicht. Schätzt du die Freiheit, die Freiheit von der Sünde?
[8:50] Lasst uns die Freiheit wählen, ganz egal, was es kostet.

[8:56] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns deine Gebote gegeben hast, in denen du zeigst, wie du selbst bist. Und Herr, lass uns immer daran denken, dass durch die Kraft des Evangeliums und die Kraft des Heiligen Geistes, durch Anschauen, wir so verändert werden können, dass dein Gesetz in unserem Herzen ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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