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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in die zivil- und strafrechtlichen Bestimmungen aus 2. Mose 21 und 22 ein. Er beleuchtet biblische Prinzipien der Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und des Schutzes von Schwachen. Der Sprecher betont Gottes detaillierte Betrachtung von Umständen und die Bedeutung von Empathie gegenüber Fremden, Witwen und Waisen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:19] [Musik]

[0:33] Hallo Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 86. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass Jesus das Lösegeld für uns bezahlt hat. Wenn wir jetzt dein Wort studieren, sprich durch den Heiligen Geist zu uns. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.

[0:55] Wir sind gerade in 2. Mose 21 bei den verschiedenen zivilrechtlichen und strafrechtlichen Bestimmungen der Gebote, die Mose empfangen hatte zur Erklärung der Zehn Gebote.

[1:14] In Vers 35 heißt es: Wenn jemandes Rind das Rind eines anderen zu Tode stößt, so sollen sie das lebendige Rind verkaufen und das Geld teilen und das tote aufteilen. Wusste man aber, dass das Rind schon seit etlichen Tagen stößig war und hat es seither nicht in Verwahrung getan, so soll er das Rind ersetzen und das tote behalten. Wenn jemand ein Rind stiehlt oder ein Schaf und er schlachtet oder verkauft, so soll er fünf Rinder für eines erstatten und vier Schafe für eines. Wird ein Dieb beim Einbruch ertappt und geschlagen, so dass er stirbt, so hat man keine Blutschuld. Ist aber die Sonne über ihm aufgegangen, so hat man Blutschuld. Der Dieb soll Ersatz leisten. Hatte er aber nichts, so verkauft man ihn um den Wert des Gestohlenen.

[2:03] Auch hier sehen wir wieder, dass es einen großen Unterschied macht, unter welchen Umständen eine bestimmte Tat geschehen ist. Gott beurteilt nicht nur, was wir tun, sondern auch in welchen Umständen, in welcher Situation, was die Begleitumstände gewesen sind.

[2:23] Wird das Gestohlene noch lebend bei ihm vorgefunden, es sei ein Rind, ein Esel oder ein Schaf, so soll er es doppelt wieder erstatten. Wenn jemand ein Feld einfällt oder einen Weinberg abweiden lässt und er lässt dem Vieh freien Lauf, das auch das Feld eines anderen abweidet, so soll er das Beste seines eigenen Feldes und das Beste seines Weinbergs dafür geben.

[2:42] Wir haben es schon erlebt, dass ohne unser eigenes persönliches Verschulden vielleicht jemand anders doch zu Schaden gekommen ist. Die Wiedergutmachung sollte so sein, dass wir nicht irgendetwas geben, sondern das Beste, was wir haben.

[2:54] Das sind Prinzipien, die wirklich Gerechtigkeit und Frieden wiederherstellen.

[3:02] Bricht Feuer aus und ergreift eine Dornenhecke und frisst einen Garbenhaufen oder das stehende Getreide oder das ganze Feld, so soll der, welcher den Brand verursacht hat, unbedingt den Schaden ersetzen. Wenn einer seinem Nächsten Geld oder Hausrat zur Verwahrung gibt und es wird aus dem Haus des Betreffenden gestohlen, so soll der Dieb, wenn er erwischt wird, es doppelt ersetzen. Ist aber der Dieb nicht zu finden, so soll der Hausherr vor Gott treten, ob er sich nicht am Gut seines Nächsten vergriffen hat. Bei jedem Fall von Veruntreuung, sei es ein Rind, ein Esel, ein Schaf, ein Kleid oder was sonst abhanden gekommen sein mag, wovon einer behauptet, der hat es, so soll beider Aussage vor Gott gelangen. Wen Gott schuldig spricht, der soll es seinem Nächsten doppelt ersetzen.

[3:49] Es gibt Fälle, da können wir nicht genau sagen, wer schuldig ist. Wir können uns aber an Gott wenden und wir dürfen wissen, dass am Ende Gott jede Ungerechtigkeit wiedergutmachen wird.

[4:01] Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgendein Vieh zu hüten gibt und es kommt um oder nimmt Schaden oder wird geraubt, ohne dass es jemand sieht, soll ein Eid bei dem Herrn zwischen beiden entscheiden, dass jener sich nicht am Gut seines Nächsten vergriffen hat. Und der Eigentümer soll ihn annehmen und keine Entschädigung erhalten. Ist es ihm aber wirklich gestohlen worden, so soll er es dem Eigentümer ersetzen. Wenn es aber zerrissen worden ist, so soll er das Zerrissene zum Beweis beibringen. Bezahlen muss er es nicht.

[4:35] Gott anerkennt hier, dass es manchmal höhere Gewalt gibt, für die wir nichts können und die uns auch nichts zur Last gelegt wird.

[4:44] Leiht jemand etwas von seinem Nächsten und es wird beschädigt oder kommt um, ohne dass der Eigentümer dabei ist, so muss er es ersetzen. Ist der Eigentümer dabei, so braucht er das nicht zu ersetzen. Ist es ein gemietetes Vieh, so ist es inbegriffen in seiner Miete. Wenn ein Mann eine Jungfrau verführt, die noch nicht verlobt ist, und er liegt bei ihr, so muss er sie sich durch Bezahlung des Brautpreises zur Ehefrau nehmen. Will aber ihr Vater sie ihm überhaupt nicht geben, so soll er ihm so viel bezahlen, wie der Brautpreis für eine Jungfrau beträgt.

[5:13] Unsere Entscheidungen haben deutliche Konsequenzen.

[5:20] Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen. Jeder, der bei einem Vieh liegt, soll unbedingt sterben. Jeder, der den Göttern opfert und nicht dem Herrn allein, der soll dem Bann verfallen. Den Fremdling sollst du nicht bedrängen noch bedrücken, denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen im Land Ägypten.

[5:37] Wir sollten uns immer daran erinnern, was wir selbst erlebt haben und andere entsprechend so behandeln, wie wir auch hätten behandelt werden wollen. Dazu gehört auch, dass ein Christ auch für Ausländer ein Herz hat und sie nicht bedrückt.

[5:55] Ihr sollt keine Witwen und Waisen bedrücken. Wenn du sie denn noch in irgendeiner Weise betrügst und sie schreit zu mir, so werde ich ihr Schreien gewiss hören.

[6:02] Gott hört auf das Elend und die Not der Ärmsten und der Entrechteten.

[6:08] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, lass uns lernen durch all diese Beispiele, andere so zu behandeln, wie wir uns wünschen, behandelt zu werden, wenn uns Unrecht geschieht. Bitte wirke in unserem Herzen, dass wir solche Gerechtigkeit an den Tag legen, wie sie in diesen Versen geschrieben ist. Und wir glauben, dass du das durch deinen Heiligen Geist bewirken möchtest. Im Namen Jesu. Amen.


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