In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in 2. Mose 21, Verse 7-34, ein und beleuchtet die alttestamentlichen Rechtsvorschriften. Er analysiert Gottes detaillierte Gesetze zu Sklavenrechten, vorsätzlicher und unvorsätzlicher Tötung, Körperverletzung und der Verantwortung für Tiere. Dabei wird deutlich, wie Gottes Gerechtigkeit nicht nur Taten, sondern auch die dahinterliegende Motivation beurteilt und die Bedeutung von Wiedergutmachung sowie die Rolle ordentlicher Gerichte hervorhebt. Entdecken Sie, wie diese alten Texte Prinzipien der Gerechtigkeit offenbaren, die bis heute relevant sind.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Mose 21:7-21:34
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Mose, Bibel, BibelstudiumPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 85. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danke sagen, dass du uns von der Sünde frei machst durch das Blut Jesu und dass du uns das Gesetz der Freiheit schenkst. Sprich du auch heute durch dein Wort und schreibe dein Gesetz in unser Herz. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[0:58] Wir sind in 2. Mose 21 und gerade bei dem Recht der hebräischen Sklaven. In Vers 7 lesen wir: "Wenn aber jemand seine Tochter als Sklavin verkauft, so soll sie nicht wie die männlichen Sklaven freigelassen werden. Wenn sie ihrem Herrn, der sie für sich bestimmt hatte, missfällt, so soll er sie loskaufen lassen; aber er hat keine Macht, sie unter ein fremdes Volk zu verkaufen, weil er treulos an ihr gehandelt hat. Verheiratet er sie aber mit seinem Sohn, so soll er nach dem Recht der Töchter mit ihr handeln. Wenn er sich aber eine andere nimmt, soll er ihr nicht schmälern an Nahrung, Kleidung und der ehelichen Pflicht. Wenn er diese drei Dinge nicht tut, so soll sie umsonst frei werden ohne Lösegeld."
[1:41] Vergleicht man das mit den Bestimmungen anderer Völker, so ist es ganz erstaunlich, wie viele Rechte eines Sklaven in Gottes Augen hier in seiner Ordnung bekommen hat. Gott hat sich schon immer ganz besonders für die Schwachen, die Entrechteten, die Unterdrückten eingesetzt.
[1:58] "Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, der soll unbedingt sterben." Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern hat Gott es seine Hand geschehen lassen, so will ich dir einen Ort bestimmen, wohin er fliehen soll. "Wenn aber jemand gegen seinen Nächsten tückisch handelt, sodass er ihn vorsätzlich umbringt, von meinem Altar sollst du ihn wegholen, damit er stirbt."
[2:18] In Gottes Augen macht es einen großen Unterschied, ob wir etwas vorsätzlich planen oder nicht. Gott sieht nicht nur die Tat, er beachtet auch die Motivation mit.
[2:30] "Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, der soll unbedingt sterben." "Wer Menschenraub begeht, sei es, dass er ihn verkauft oder dass man ihn noch in seiner Hand findet, der soll unbedingt sterben." "Auch wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, soll unbedingt sterben."
[2:46] Wir sehen hier, dass die Sünde als Übertretung der Zehn Gebote, als Gesetzlosigkeit, tatsächlich den Tod als Folge hat.
[2:55] "Wenn Männer miteinander streiten und einer schlägt den anderen mit einem Stein oder mit der Faust, dass er nicht stirbt, aber im Bett liegen muss; wenn er dann soweit wieder hergestellt wird, dass er auf einen Stock gestützt ausgehen kann, so soll der, welcher ihn geschlagen hat, straflos bleiben. Nur soll er ihn für das Versäumte entschädigen und für seine völlige Heilung sorgen."
[3:17] Interessant ist hier, dass Wiedergutmachung nicht dasselbe ist wie Strafe – ein ganz interessantes Prinzip, das man in vielen Bereichen des Lebens anwenden kann.
[3:24] "Und wer seinen Sklaven oder seine Sklavin mit einem Stock schlägt, sodass sie ihm unter der Hand stirbt, der soll unbedingt bestraft werden. Steht sie aber nach einem oder zwei Tagen wieder auf, soll er nicht bestraft werden, weil es sein eigener Schaden ist."
[3:38] Ein Prinzip hier ist, dass wenn wir sündigen, wir uns oft selbst auch schädigen oder eigentlich immer auch schädigen.
[3:46] "Wenn Männer sich streiten und eine schwangere Frau stoßen, sodass eine Frühgeburt eintritt, aber sonst kein Schaden entsteht, so muss dem Schuldigen eine Geldstrafe auferlegt werden, wie sie der Ehemann der Frau festsetzt, und er soll sie auf richterliche Entscheidung hin geben."
[4:01] Hier sehen wir ganz deutlich, dass es nicht nur keine Selbstjustiz gab, sondern dass ordentliche Gerichte in diesen Fällen letztendlich entscheiden mussten.
[4:10] Das gilt auch für die nächsten Verse: "Wenn aber ein Schaden entsteht, so sollst du geben: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Beule um Beule."
[4:25] "Wenn jemand seinen Knecht oder seine Magd ein Auge ausschlägt, so soll er sie freilassen für das Auge. Und wenn er dem Knecht oder der Magd einen Zahn ausschlägt, soll er sie auch freilassen für den Zahn."
[4:37] "Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau zu Tode stößt, so soll man es unbedingt steinigen und sein Fleisch nicht essen. Der Eigentümer des Rindes aber soll unbestraft bleiben. Ist aber das Rind seit mehreren Tagen stößig gewesen und wurde sein Eigentümer deshalb verwarnt, hat er es aber doch nicht in Verwahrung, so soll das Rind, das einen Mann oder eine Frau getötet hat, gesteinigt werden und auch sein Eigentümer soll sterben."
[5:02] Wir sind verantwortlich für das, was wir tatsächlich verhindern können in unserem Leben.
[5:13] "Wird ihm aber ein Lösegeld auferlegt, so soll er zur Lösung seiner Seele so viel geben, wie man ihm auferlegt. Wenn es einen Sohn oder eine Tochter stößt, soll man ihn auch nach diesem Recht behandeln. Wenn das Rind einen Sklaven stößt oder eine Sklavin, so soll man ihrem Herrn 30 Schekel Silber bezahlen; das Rind aber muss gesteinigt werden."
[5:32] Diese 30 Schekel Silber sind ganz interessant. 30 Silberlinge sind einmal bezahlt worden für den König der Könige. Wir können das in Matthäus 27 nachlesen, wo also Judas offensichtlich seinen Herrn und Meister wie einen Sklaven behandelt hat.
[5:50] "Wenn jemand eine Zisterne aufdeckt oder eine solche gräbt und sie nicht zudeckt, und es fällt ein Rind oder Esel hinein, so hat der Zisternenbesitzer den Eigentümer des Tieres mit Geld zu entschädigen; das tote Tier aber soll ihm gehören."
[6:07] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du bist der Einzige, der ganz gerecht urteilen kann. Du siehst nicht nur unsere Taten, du siehst unsere Motive, du siehst unsere Motivation. Wir möchten dich bitten, dass du uns ganz reinigst von allem Bösen und dass wir deinem Gesetz nicht nur in der Tat, sondern auch im Geist wirklich ganz gehorsam sind. Das bitten wir im Namen Jesu.
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