In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Mose 24 und 25. Er erklärt die Bedeutung des Bundes, den Gott mit Israel schließt, und die Rolle des Blutes als Grundlage. Der Sprecher betont, wie Gott sich den Ältesten offenbart und seinen Wunsch, nicht nur Regeln zu geben, sondern inmitten seines Volkes zu wohnen, was sich im Bau der Stiftshütte und der Bundeslade widerspiegelt.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Mose 24:7-25:13
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 89. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns versprochen hast, dass du, wenn wir Jesus folgen, uns den Sieg schenken möchtest über jede Sünde. Ich möchte dich bitten, dass du uns Kraft schenkst, alles aus unserem Leben zu entfernen, was uns irgendwie von dir wegbringen würde. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:01] Wir sind gerade in 2. Mose 24. Gott macht mit dem Volk jetzt einen Bund, basierend auf den zusätzlichen Gesetzen, die er dem Mose verkündet hat. In Vers 7 lesen wir: "Darauf nahm er das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und sie sprachen: 'Alles, was der Herr gesagt hat, das wollen wir tun und darauf hören.'" Und wir haben schon darüber gesprochen letztes Mal, dass hier vor allem das Versprechen des Volkes im Vordergrund steht als Kennzeichen des Alten Bundes. Und doch geht Gott mit diesem Volk einen Bund ein, das zwar bereit ist, seine Gesetze zu halten, aber nicht bereit ist, seine Stimme tatsächlich selbst zu hören, wie wir am Sinai gesehen haben. Gott ist bereit, auch auf Distanz erstmal das Volk zu führen, damit es ihn immer besser kennenlernen kann.
[1:58] Dann nahm Mose das Blut und sprengte es auf das Volk und sprach: "Seht, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte." Mose macht deutlich, was Gott wirklich möchte, ist, dass seine Worte die Grundlage des Bundes sind und dass ohne Blut kein Bund geschehen kann. Auch wenn dieser Alte Bund mit dem Blut von Böcken und Stieren geschlossen worden ist, sollte er doch schon hinweisen auf den eigentlichen, wahren Bund, den wir alle mit Gott schließen können, wenn wir das Blut Jesu, das auf dem Kreuz von Golgatha für uns vergossen worden ist, auf uns persönlich anwenden.
[2:39] Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und 70 von den Ältesten Israels hinauf. Und sie sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie ein Gebilde von Saphirplatten und so klar wie der Himmel selbst. Das war nicht Gott der Vater, denn niemand hat den Vater gesehen. Aber hier offenbart sich der Sohn Gottes, er, der selbst sein Leben geben würde, der den Erlösungsplan möglich macht. Er offenbart sich hier in seiner Herrlichkeit bei der Bundesschließung des Alten Bundes. Selbst dort offenbart sich die Herrlichkeit des Evangeliums, weil Jesus überall das Zentrum ist, auf das alles sich fokussiert. Und er legt seine Hand nicht an die Auserwählten der Kinder Israels. Und sie schauten Gott und aßen und tranken.
[3:29] Es scheint so zu sein, als ob Gott zeigen wollte: "Schaut, ihr müsst mich nicht fürchten. Ihr müsst nicht einfach nur schriftlich die Regeln befolgen. Ihr könnt auch in meiner Gegenwart sein, ohne dass ihr verzehrt werdet, wenn ihr glaubt, wenn ihr mir vertraut, wenn ihr mich liebt, dann können wir einen noch engeren Bund haben als nur das Einhalten von schriftlichen Regeln. Dann kann ich dieses Gesetz auf euer Herz schreiben."
[3:51] Und der Herr sprach zu Mose: "Steige zu mir herauf auf den Berg und bleibe dort. So will ich dir die steinernen Tafeln geben und das Gesetz und das Gebot, das ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen." Das Gesetz zur Belehrung, zur Unterweisung, das nennen wir auch Thora, die Unterweisung. Dann machte sich Mose auf samt seinem Diener Josua. Und Mose stieg auf den Berg Gottes. Zu den Ältesten aber hatte er gesagt: "Erwartet uns hier, bis wir wieder zu euch kommen. Seht, Aaron und Hur sind bei euch. Wenn jemand eine Angelegenheit hat, der wende sich an sie."
[4:23] Als nun Mose auf den Berg stieg, bedeckte eine Wolke den Berg. Und die Herrlichkeit des Herrn ruhte auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage lang. Am siebten Tag aber rief er Mose von der Wolke aus zu. Und die Herrlichkeit des Herrn war vor den Augen der Kinder Israels wie ein verzehrendes Feuer oben auf dem Gipfel des Berges. Als also das Feuer Gottes bei der Bekanntgabe der Zehn Gebote auf dem Sinai auf den Berg gekommen war, da war die Herrlichkeit Gottes, sein Charakter, offenbart worden. Mose aber ging mitten in die Wolke hinein, als er den Berg bestiegen. Und Mose blieb 40 Tage und 40 Nächte auf dem Berg.
[5:11] Und der Herr redete zu Mose und sprach: "Sage den Kindern Israels, dass sie mir freiwillige Gaben bringen. Und von jedem, den sein Herz dazu treibt, sollt ihr die freiwillige Gabe für mich annehmen." Ein Leben mit Gott ist immer nur dann Wirklichkeit, wenn es freiwillig von uns kommt. Gott möchte mit niemandem gezwungenermaßen zusammenleben. Er wünscht sich, dass Menschen gerne ihn in ihrem Alltag haben.
[5:37] "Das sind aber die Gaben, die ihr von mir nehmen sollt: Gold, Silber, Erz, blauen und roten Purpur und Karmesin, weißes Leinen und Ziegenhaar, rötliche Widderfelle und Seehundsfelle und Akazienholz, Öl für den Leuchter, Spezerei für das Salböl und für wohlriechendes Räucherwerk, Onyxsteine und Steine zum Besatz für das Ephod und für das Brustschild. Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne."
[6:07] Gott möchte bei seinem Volk sein. Ihm war es nicht genug, ihnen nur Regeln zu geben, Vorschriften, Gesetze. Nein, er wollte bei ihnen sein. Und als die Israeliten seine Stimme nicht mehr hören wollten, da hatten die Israeliten Angst vor ihm, weil ihr Herz noch nicht ganz völlig mit ihm verbunden war, da hat er das akzeptiert. Aber er hat nach einem Weg gesucht, wie er trotzdem so nah wie möglich bei ihnen sein kann. Wenn wir nicht bereit sind, Gott ganz zu folgen, sucht er doch nach Wegen und Möglichkeiten, so nah wie möglich bei uns zu sein. Er möchte nicht nur am Rande unseres Lebens sein, sondern mitten in unserem Alltag wohnen.
[6:45] "Genauso wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen. Diese Stiftshütte sollte ganz genau nach dem Original gebaut werden, weil es in jedem einzelnen Detail etwas über das Wesen Gottes und unser Leben mit ihm offenbaren sollte. Und wir sollen eine Lade aus Akazienholz anfertigen. Zweieinhalb Ellen soll ihre Länge sein, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Höhe. Die sollst du mit reinem Gold überziehen. Inwendig und auswendig sollst du sie überziehen und mache ringsum einen goldenen Kranz haben, wie eine Krone."
[7:24] Es geht also hier um die Königsherrschaft Gottes. "Du sollst auch vier goldene Ringe für sie gießen und sie an ihre vier Ecken setzen, und zwar so, dass zwei Ringe auf der einen Seite und zwei Ringe auf der anderen Seite sind. Und stelle Tragstangen aus Akazienholz her und überziehe sie mit Gold."
[7:45] Die Gegenstände sollten transportabel sein. Gott wollte nicht einen Ort zu haben, wo die Menschen ab und zu hinkommen sollten. Er wollte zeigen: "Ich gehe mit euch, ich bin bei euch, ich bin beweglich. Wo immer ihr hinzieht, will ich euch führen. Dort ist meine Gegenwart, euch auch da."
[8:04] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass in all diesen Gesetzen, in dem Heiligtumsdienst, in all dem, was wir manchmal als den Alten Bund bezeichnen, trotzdem die Herrlichkeit deines Charakters sichtbar wird. Wir möchten dich bitten, dass wenn wir mehr darüber nachdenken, wir deine Herrlichkeit so sehen, wie damals die 70 Ältesten von Israel, die den Gott Israels gesehen haben. Wir möchten dich bitten, dass du heute in unserem Alltag dich uns offenbarst, dass wir mit dir leben dürfen nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu. Amen.
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