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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte des Goldenen Kalbes aus 2. Mose 32. Er analysiert Moses‘ leidenschaftliche Fürbitte für das Volk Israel und Aarons schwache Verteidigung. Dabei wird Moses‘ Bereitschaft, sein eigenes ewiges Leben für die Sünder aufs Spiel zu setzen, als Vorbild für Jesus Christus hervorgehoben, der als unser Hohepriester für uns eintritt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:19] [Musik]

[0:33] Hallo Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 100. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass wir einen Fürsprecher haben, der für uns eintritt und alles für uns gibt. Danke, dass wir durch deinen Heiligen Geist heute mehr über ihn erfahren dürfen, über Jesus Christus, unseren Erlöser. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.

[1:03] Wir sind in 2. Mose 32, in der Geschichte vom goldenen Kalb. Mose ist gerade dabei, mit allem, was er hat, mit seinem Glauben für das Volk Israel einzutreten. In Vers 12 lesen wir: "Warum sollen die Ägypter sagen: Zum Unheil hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und von der Erde zu vertilgen? Wende dich ab von der Glut deines Zorns und lass dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk bringen willst. Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und zu denen du gesagt hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und dieses ganze Land, das ich versprochen habe, eurem Samen zu geben, sollen sie ewiglich besitzen." Da reute den HERRN das Unheil, das er seinem Volk anzutun gedroht hatte.

[1:57] Natürlich hat Gott nicht einfach seine Meinung geändert, aber Gott hat hier Mose etwas illustriert. Mose konnte nicht gute Werke der Israeliten vorbringen und sagen: "Schau mal, sonst waren sie mal ganz toll, jetzt haben sie halt mal einen Fehler gemacht." Nein, Mose wusste genau, dass es mit den Werken und dem Charakter der Israeliten es nicht getan war. Aber Mose wusste, dass es etwas gab, was in Gottes Augen stärker war als die Sünde der Israeliten, und das waren die Verheißungen Gottes selbst. Mose berief sich nicht auf irgendwelche selbstgerechten Taten oder irgendwelche Verdienste des Volkes. Er berief sich auf die Verheißungen Gottes, auf das, dass Gott versprochen hatte. Und das sollte die Grundlage aller Vergebung werden, die Grundlage, dass dem Volk Israel auch diese schwere Sünde vergeben worden ist. Wir können nicht auf uns selbst schauen und auch nicht eigene Verdienste anbringen, aber wir können uns auf die Verheißungen Gottes berufen. Liebe Freunde, lasst uns die Verheißungen kennen, denn die sind stärker als alles Böse, das wir überhaupt tun können.

[3:01] Mose aber wandte sich um und stieg vom Berg hinab, die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand. Diese waren auf beiden Seiten beschrieben, vorn und hinten waren sie beschrieben. Und die Tafeln waren das Werk Gottes, und die Schrift war die Schrift Gottes, eingegraben in die Tafeln. Diese Zehn Gebote, das Zeugnis über den Charakter Gottes, war Gott so wichtig, dass er nicht einmal einem Engel es erlaubte, sie aufzuschreiben, sondern Gott selbst schrieb diese Zehn Gebote in menschliche Worte auf, so wie Gott selbst es formulierte.

[3:38] Als nun Josua das Geschrei des Volkes hörte, da sprach er zu Mose: "Es ist kein Kriegsgeschrei im Lager." Josua hatte offensichtlich zunächst einmal nicht gewusst, dass das Volk Israel in Sünde gefallen war. Mose war nicht als allererstes zu ihm gerannt und sagte: "Schau mal, was das Volk Böses tut." Auch das ist ein interessanter Wesenszug, den wir von Mose kennenlernen können. Und interessant auch, dass Josua die Gottesdienstmusik für Kriegsgeschrei gehalten hat – etwas, das Gott nicht gefallen kann, auch in modernen Zeiten nicht.

[4:13] Mose aber antwortete: "Das klingt nicht wie Siegesgeschrei oder wie Geschrei der Niederlage, sondern ich höre einen Wechselgesang." Mose kannte die ägyptischen Kultgesänge. Er wusste, wie Gottesdienstmusik in Ägypten klang und konnte sehr schnell diese falsche Gottesdienstmusik, die jetzt hier gebraucht wurde, identifizieren.

[4:35] Es geschah aber, als er zum Lager kam und das Kalb und die Reigentänze sah, da entbrannte Moses Zorn, und er warf die Tafeln weg und zerschmetterte sie unten am Berg. Ein deutlicher Ausdruck dafür, dass die Zehn Gebote gebrochen worden waren. Der Bund, den man so feierlich begangen hatte, der war nicht gehalten worden.

[4:56] Mose nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und verbrannte es mit Feuer und zermalmte es zu Pulver und streute es auf das Wasser und gab es den Kindern Israels zu trinken. Sünde hat immer bittere Konsequenzen.

[5:09] Zu Aaron aber sprach Mose: "Was hat dir dieses Volk angetan, dass du eine so große Sünde über sie gebracht hast?" Da sagte Aaron: "Mein Herr, lass deinen Zorn nicht anbrennen. Du weißt, dass dieses Volk bösartig ist." Für die Menschen schien Aaron der Milde zu sein, der auf ihre Wünsche einging; Mose der Harte, der die Zehn Gebote zerschmetterte und der ihnen jetzt dieses bittere Wasser zu trinken gab. Aber Mose hatte für sie gebetet, und Mose würde noch sein ewiges Leben für sie aufs Spiel setzen. Aaron dagegen war nicht bereit, für sie einzutreten.

[5:53] Aaron sagte: "Sie sprachen zu mir: Mache uns Götter, die uns vorangehen, denn wir wissen nicht, was aus diesem Mose geworden ist, der uns aus dem Land Ägypten herausgeführt hat. Da sprach ich zu ihnen: Wer Gold hat, der reiße es ab. Da gaben sie mir es, und ich warf es ins Feuer, und daraus ist dieses Kalb gekommen." Er möchte fast noch den Eindruck erwecken, als hätte er ein Wunder gewirkt, als hätte Gott selbst irgendwie das mitgestaltet, als wäre er selbst gar nicht wirklich schuld gewesen.

[6:19] Wenn wir in Sünde fallen und nicht wirklich bereuen, dann suchen wir immer eine Ausrede, versuchen die Schuld nicht wirklich anzuerkennen.

[6:25] Als nun Mose sah, dass das Volk zügellos geworden war – denn Aaron hatte es zügellos gelassen, seinen Widersachern zum Spott –, da stellte sich Mose im Tor des Lagers auf und sprach: "Her, wer hier dem HERRN angehört!" Da sammelten sich zu ihm alle Söhne Levis. Er sprach zu ihnen: "So spricht der HERR, der Gott Israels: Jeder gürte sein Schwert an seine Hüfte und geht hin und her von einem Tor zum anderen im Lager, und jeder schlage seinen Bruder, seinen Freund und seinen Nächsten." Und die Söhne Levis machten es, wie ihnen Mose gesagt hatte. Und an jenem Tag fielen vom Volk an die dreitausend Männer. Und Mose sprach: "Füllt heute eure Hände für den HERRN, denn jeder ist gegen seinen Sohn und gegen seinen Bruder gewesen, damit er euch heute Segen gebe." Wir sehen, dass es einige Menschen gab, die offensichtlich nicht einmal ihren Fehler eingesehen haben.

[7:14] Und es geschah am folgenden Tag, da sprach Mose zum Volk: "Ihr habt eine große Sünde begangen, und nun will ich zu dem HERRN hinaufsteigen, vielleicht kann ich nun erwirken für eure Sünde."

[7:25] Als Mose wieder zum HERRN kam, sprach er: "Ach, dieses Volk hat eine große Sünde begangen, dass sie sich goldene Götter gemacht haben. Und nun vergib ihnen doch ihre Sünde! Wenn aber nicht, so tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast."

[7:40] Ihr könnt in der Bibel einiges finden, wie dieses Buch des Lebens in Offenbarung 3 oder Offenbarung 20 und an anderen Stellen, in denen die Menschen eingetragen werden, die sich für Gott und seinen Weg entschieden haben und die durch den Glauben ein Anrecht haben auf ewiges Leben.

[7:59] Mose war bereit, auf sein ewiges Leben zu verzichten zugunsten dieser Rebellen. Und damit zeigt er, welche Einstellung unser Hohepriester im Himmel hatte, der bereit war, sein ewiges Leben auf den Altar zu legen, damit wir die Möglichkeit haben, erlöst zu werden.

[8:18] Der HERR sprach zu Mose: "Ich will den aus meinem Buch tilgen, der gegen mich gesündigt hat. Und nun geh hin, führe das Volk an den Ort, von dem ich zu dir geredet habe. Siehe, mein Engel soll vorangehen. Aber am Tag meiner Heimsuchung will ich ihre Sünde an ihnen heimsuchen."

[8:36] Und der HERR schlug das Volk, weil sie sich das Kalb gemacht hatten, das Aaron angefertigt hatte.

[8:42] Mose konnte nicht für die Schuld des Volkes sühnen. Kein Mensch kann für uns eintreten, außer dem, der jetzt im Himmel für uns eintritt, nämlich Jesus Christus.

[8:57] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass Jesus alles aufgegeben hat und alles riskiert hat, damit ich und damit jeder, der jetzt zuschaut, die Möglichkeit haben, ewiges Leben haben zu können. Gib, dass uns das noch viel mehr bewusst wird und wir jeden Tag darüber nachdenken. Das danken wir in seinem Namen. Amen.


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