Christopher Kramp schließt die Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit einer Betrachtung von 2. Mose 40 ab. Er beleuchtet, wie Moses Gehorsam zur Erfüllung des Werkes und zur Manifestation der Herrlichkeit Gottes in der Stiftshütte führte. Anhand der Wolkensäule, die Israel führte, wird Jesus als der Führer seines Volkes in der Endzeit identifiziert. Die Andacht fasst die evangelische Botschaft des 2. Buches Mose zusammen, die von Befreiung, Gottes Offenbarung und der vollständigen Erfüllung seines Plans durch Gnade und Vermittlung Jesu spricht.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Mose 40:31-40:38
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 111. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für deine unermessliche Gnade, die wir im Leben von Aaron gesehen haben. Danke, dass du auch uns so vergeben möchtest und uns so wiederherstellen möchtest und uns solche wichtige Aufgaben auch geben möchtest, jedem, wie du es geplant hast. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du heute durch den Heiligen Geist zu uns sprichst, dass wir begeistert werden von deinem wunderbaren Wesen. Im Namen Jesu. Amen.
[1:09] 2. Mose 40. Und gerade bei der Aufrichtung der Stiftshütte durch Mose in Vers 31 lesen wir: „Und Mose, Aaron und seine Söhne wuschen ihre Hände und Füße daraus. Sie wuschen sich so oft sie in die Stiftshütte gingen und zum Altar traten, so wie der Herr es Mose geboten hatte.“ Diese Formulierung „So wie der Herr es Mose geboten hatte“ kommt in diesem Kapitel 40 siebenmal vor, aber das ist bestimmt kein Zufall. Mose tat alles genau so, wie es der Herr damals schon in 2. Mose 25 bis 30 geboten hatte. Die Gnade führte zu Gehorsam. Die Gnade, die sie nach dem Goldenen Kalb erlebt hatten, führte dazu, dass sie durch den Heiligen Geist geleitet alles so taten, wie Gott es ihnen gesagt hatte. Und er richtete den Vorhof auf rings um die Wohnung und um den Altar und hängte den Vorhang für den Eingang des Vorhofs auf. So vollendete Mose das Werk. Das Werk, die Arbeit, kam ans Ende. Sie wurde vollendet. Gottes Werk ist nicht nur etwas, das so halb fertig sein soll. Nein, Gottes Werk soll und darf und wird vollendet werden in unserem Leben, in der Gemeinde.
[2:39] Und dann heißt es in Vers 34: „Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung.“ Als Mose all das getan hatte, wie Gott es gesagt hat, aufgrund seiner Gnade und aufgrund des Wirkens des Heiligen Geistes, erfüllte die Herrlichkeit Gottes das Heiligtum. Diese Herrlichkeit, die sich dem Mose auf dem Sinai gezeigt hatte und ihm offenbart hatte, wer er ist, die sich schon dem Volk Israel am Sinai offenbart, als sie noch zurückgewiesen worden ist, die offenbart sich jetzt hier und erfüllt die Wohnung. Wann werden wir erfüllt mit dem Heiligen Geist? Wann werden wir mit der Herrlichkeit des Herrn in unserem Leben erfüllt? Wenn wir die Gnade Gottes annehmen, wenn wir das Wirken des Heiligen Geistes erkennen und mit ihm kooperieren und uns im Glauben an das halten, was Gott uns präzise über das Evangelium und über seinen Plan für unser Leben und für die Gemeinde gesagt hat. Wenn wir uns daran halten, dann wird die Herrlichkeit Gottes mein Leben erfüllen, dann wird die Herrlichkeit Gottes unsere Gemeinde erfüllen. Und dann werden wir nach Hause gehen können. Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte gehen, weil die Wolke darauf ruhte und die Herrlichkeit des Herrn die Wohnung erfüllt. Ihr könnt in Offenbarung 15 eine ganz ähnliche Formulierung finden und vielleicht einmal selbst überlegen, welche Verbindung hier besteht zwischen dem Ende der Gnadenzeit und auch der Herrlichkeit, die die ganze Welt erfüllen soll.
[4:24] In Offenbarung 18 ab Vers 1. „So oft sich aber die Wolke von der Wohnung erhob, brachen die Kinder Israels auf während aller ihrer Wanderung. Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, so brachen sie nicht auf, bis zu dem Tag, da sie sich erhob.“ Es war Jesus, der Sohn Gottes, in der Wolke, der das Volk Gottes führte, der auch heute noch sein Volk führen möchte. In Offenbarung 10 wird er dargestellt, ihr könnt das selbst nachlesen, als derjenige, der auch noch in der Endzeit sein Volk führen möchte. Und wir sollten nur dann uns bewegen, wenn sich auch Jesus bewegt. Wir sollten ihm folgen und nicht auf unseren eigenen Wegen gehen. „Denn die Wolke des Herrn war bei Tag auf der Wohnung und bei Nacht war Feuer darin vor den Augen des ganzen Hauses Israels während aller ihrer Wanderung.“ Gott selbst durch seinen Sohn ging mit dem Volk mit. Das war die Frage gewesen, die Mose gestellt hatte: „Willst du nicht mit uns gehen?“ Durch die Gnade Gottes selbst war es möglich, dass er seinem Volk weiter voranging und dass er auch uns in unserem Leben vorangeht, trotz all unserer Sünden.
[5:51] Wir sind ans Ende gekommen mit 2. Mose. Was für ein dramatisches und schönes und spannendes Buch! 1. Mose begann mit der Schöpfung, begann mit dem Paradies und endete mit einem in einem Sarg in Ägypten. Das Buch 2. Mose beginnt mit der Sklaverei und Unterdrückung in Ägypten und endet hier mit der Herrlichkeit Gottes, die den Tempel erfüllt. Dazwischen haben wir gesehen, wie Gott sich offenbart, wie er zu dem Volk kommt, das Volk dort abholt, wo es ist, es herausführt, es durch das Blut des Lammes freimacht und sich selbst offenbart, immer mehr sein Gesetz offenbart und dann selbst durch die schreckliche Sünde des Volkes, durch den Abfall, sich nicht davon abbringen lässt, seinen Plan mit dem Volk erfüllen zu wollen, weil jemand für das Volk eintritt, der ein Typus ist, Mose für Jesus selbst, der für uns eintrat. So dürfen wir in 2. Mose eine sehr genaue und sehr intensive und sehr mutmachende Beschreibung des Evangeliums sehen. Dort wird beschrieben, wie wir von der Knechtschaft der Sünde frei werden. Dort wird beschrieben, wie das Blut des Lammes das Zeichen, dass wir uns öffentlich bekennen müssen. Dort wird geschrieben, wie die Zehn Gebote seinen Charakter offenbaren, wie er das Volk, das ihn kennt, seine Erlösung angenommen hat, zu einem Licht für die ganze Welt machen möchte, zu Königen und Priestern. Dort wird beschrieben, wie Gott in unserem Alltag wohnen möchte, wie er mitten unter uns im Lager sein möchte. Es wird beschrieben, wie Gott selbst dann einen Bund mit uns macht, wenn wir noch auf Distanz zu ihm gehen. Dort wird beschrieben, wie selbst nach dem größten Abfall durch die Vermittlung Jesu und durch die Gnade Gottes, die sein Charakter selbst ist, Gottes Plan in unserem Leben nicht nur ansatzweise, nicht nur stückweise, sondern so vollständig erfüllt werden kann, dass die Herrlichkeit Gottes sich offenbart. Und das ist genau das, was wir für die Endzeit benötigen.
[7:59] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für dieses so unglaublich kraftvolle Evangelium, das wir heute das Buch 2. Mose nennen. Danke, dass du dich so unfassbar schön darin offenbarst. Schenk uns weitere Gelegenheiten, über diese kurze Andachten hinaus, dass wir uns mit dem Buch 2. Mose beschäftigen. Das Evangelium, das sich dort so wunderbar zeigt in Symbolen, Geschichten und in dem ganzen großen Aufbau des Buches, dass wir dieses Evangelium schätzen lernen, annehmen, auf uns persönlich anwenden, so dass auch wir erfüllt werden mit der Herrlichkeit, die du bist, in dem Christus in uns offenbart, so wie es Paulus auch in Kolosser 1,27 sagt: „Die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Danke, dass wir sehen dürfen, dass das nicht nur eine Theorie ist, sondern dass das in unserem Leben Realität werden kann, wenn wir dir vertrauen und zwar in jedem einzelnen Detail. Du hast uns vergeben und weil dein Heiliger Geist uns kooperieren möchte. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
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