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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Samuel 10-11:5. Er beschreibt Davids beeindruckende militärische Triumphe über die Ammoniter und Aramäer, die den Höhepunkt seiner Herrschaft markieren. Doch gerade in dieser Zeit des größten Erfolgs warnt der Sprecher vor der Gefahr der Selbstzufriedenheit, die zu Davids folgenschwerem Fehltritt mit Batseba führte.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 351.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du uns segnest. Wir möchten dich bitten, dass du uns auch heute an diesem Tag die Augen dafür öffnest, den Segen, den wir von dir empfangen haben, weitergeben können an andere Menschen. Lass uns heute einem Menschen helfen und ihm Gutes tun, weil du uns so unverdient – und wir es nicht verdient haben – uns so sehr gesegnet hast. Zeige uns die Gelegenheiten. Wir danken dir, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprechen möchtest und uns mit deinem Heiligen Geist erfüllen wirst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:25] Wir sind in 2. Samuel 10. Bei den Ammonitern gibt es einen Thronwechsel. Der König ist gestorben, und nun wird sein Sohn neuer König. In Vers 2 heißt es: „Da sprach David: Ich will Güte erweisen an Hanon, dem Sohn des Nahash, wie sein Vater an mir Güte erwiesen hat.“ Da sandte David Boten hin, um ihn durch seine Knechte zu trösten wegen seines Vaters. Als aber die Knechte Davids in das Land der Ammoniter kamen, da sprachen die Fürsten der Ammoniter zu ihrem Herrn Hanon: „Meinst du, dass David deinen Vater vor deinen Augen ehren will, wenn er sie zu dir gesandt hat? Hat er nicht vielmehr seine Knechte deshalb zu dir gesandt, um die Stadt auszuforschen und zu erkunden und zu durchstöbern?“ Nahash war ein böser König gewesen, der die Stadt Jabesch in Gilead ein halbes Jahrhundert zuvor bedroht hatte und mit grausamen Methoden sie untertan machen wollte. Die Stadt, die damals der noch junge König Saul, erfüllt vom Geist, gerettet hatte. Dieser Nahash hatte viele Jahrzehnte lang regiert, und er hatte in den letzten Jahren seiner Regierung offensichtlich eine sehr positive Einstellung zu David, weil der ja in seinen Augen der Feind Sauls gewesen ist. Und David hat sich davon wohl täuschen lassen, hat wohl geglaubt, dass dieser König Nahash wirklich ganz aufrichtig eine gute Verbindung zu Israel wünschte. Aber Menschen können uns enttäuschen. Menschen mögen freundlich zu uns sein, in Wirklichkeit sind sie uns eigentlich gar nicht wirklich wohlgesonnen. Das musste David hier auch an dieser Stelle erneut lernen.

[3:10] Da ließ Hanon die Knechte Davids ergreifen und ihnen den Bart halb abscheren und ihre Obergewänder halb abschneiden bis an ihr Gesäß, und er sandte sie fort. Das war ein Zeichen der Demütigung. Als dies David berichtet wurde, sandte er ihnen entgegen, denn die Männer waren sehr beschämt, und der König ließ ihnen sagen: „Bleibt in Jericho, bis euer Bart wieder gewachsen ist, dann kommt wieder heim.“ David hat auch Mitgefühl mit diesen Boten und wollte nicht, dass sie sich unnötig noch blamieren.

[3:41] Als aber die Ammoniter sahen, dass sie sich bei David verhasst gemacht hatten, da warben sie die Aramäer von Bet-Rehob und die Aramäer von Zoba, 20.000 Mann Fußvolk, und von dem König von Maacha 1.000 Mann und 12.000 Mann von Tob. Als David das hörte, sandte er Joab mit dem ganzen Heer der Helden. Die Ammoniter aber waren ausgezogen und rüsteten sich zum Kampf vor dem Stadttor. Die Aramäer von Zoba und Rehob und die Männer von Tob und von Maacha stellten sich für sich auf dem Schlachtfeld. Als Joab sah, dass ihm von vorn und hinten Angriff drohte, traf er eine Auswahl unter der Mannschaft in Israel und stellte sich gegen die Aramäer auf. Das übrige Volk aber übergab er dem Befehl seines Bruders Abischai, damit er sich gegen die Ammoniter aufstellte. Und er sprach: „Wenn die Aramäer mir überlegen sind, so komm mir zu Hilfe. Wenn aber die Ammoniter dir überlegen sind, so will ich dir zu Hilfe kommen. Sei stark! Lasst uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes. Der HERR tue, was ihm gefällt.“

[4:45] Zusammenarbeit bedeutet manchmal auch im Volk Gottes, dass man an verschiedenen Fronten kämpfen muss. Manchmal geht es nicht um Uniformität, sondern manche sind berufen, an dieser Front zu kämpfen, und manche dürfen an jener Front zu kämpfen. Wichtig ist, dass man sich bewusst ist, dass man gemeinsam einen Kampf kämpft, und wenn der eine Hilfe benötigt, ist der andere bereit zu helfen. Wir müssen nicht alle in exakt dieselbe Richtung laufen. Wir müssen nur wissen, dass wir in derselben Armee sind, und je nachdem, an welcher Position uns Gott gestellt hat, um zu kämpfen, dürfen wir kämpfen und uns bewusst machen, dass wir füreinander da sind.

[5:26] Und Joab rückte mit dem Volk, das bei ihm war, zum Kampf gegen die Aramäer vor, und die Aramäer flohen vor ihm. Als aber die Ammoniter sahen, dass die Aramäer geflohen waren, flohen auch sie vor Abischai und zogen sich in die Stadt zurück. So kehrte Joab von den Ammonitern und kam nach Jerusalem. Als aber die Aramäer sahen, dass sie von Israel geschlagen worden waren, kamen sie zusammen. Und Hadad-Eser sandte hin und ließ die Aramäer von jenseits des Stromes ausziehen, und sie kamen nach Helam, und Schobach, der Heerführer Hadad-Esers, zog vor ihnen her. Als dies David berichtet wurde, versammelte er ganz Israel und zog über den Jordan, kam nach Helam, und er stellte sich gegen die Aramäer und kämpfte mit ihnen. Und die Aramäer flohen vor Israel, und David tötete von den Aramäern 700 Wagenkämpfer und 40.000 Reiter. Dazu schlug er Schobach, ihren Heerführer, sodass er dort starb. Als aber alle Könige, die Hadad-Eser untertan waren, sahen, dass sie von Israel geschlagen waren, machten sie Frieden mit Israel und wurden ihnen dienstbar und verpflichteten sich, den Ammonitern nicht weiterhin zu helfen.

[6:33] David eilt von Erfolg zu Erfolg, ein Schlachtensieg nach dem anderen. Die ganzen Aramäer nun tributpflichtig und unterworfen. Es ist der äußere Höhepunkt seiner Herrschaft. Er ist so stark wie nie zuvor. 2. Samuel 10 beschreibt seinen größten militärisch-politischen Sieg.

[7:06] Und genau in dem Moment, wo David an der Spitze seines Ruhmes und seines Erfolges angekommen ist, läutet die Gefahr ein. Auf den größten Sieg folgt die größte Niederlage. Und das geschah im folgenden Jahr, zu der Zeit, da die Könige zum Kampf ausziehen – immer von Frühjahr bis Herbst war die Zeitperiode, in der man Schlachten schlug, in der man Feldzüge unternahm. Da sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel, und sie schlugen die Ammoniter nieder und belagerten Rabba, die Hauptstadt Ammons. David aber blieb in Jerusalem.

[7:41] Wie wäre die Geschichte, die Weltgeschichte ausgegangen, wenn David mit in den Kampf gezogen wäre, das, was eigentlich seine Aufgabe gewesen wäre? Manchmal, wenn wir zu viel Freizeit haben, wenn wir uns nicht einbringen ins Werk Gottes, wenn wir uns zurückziehen und einfach nur dem Müßiggang hingeben, dann bekommt der Satan ein Einfallstor und kann uns angreifen. Und das geschah, als David zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Dach des königlichen Hauses wandelte. Da sah er vom Dach aus eine Frau sich baden, und die Frau war von sehr schönem Aussehen. Er konnte nichts dafür, diese Frau zufällig zu sehen, aber schon als er sich entschied, länger hinzuschauen, begann die Sünde in seinem Herzen. Und diese in seinem Herzen wollte Ausdruck finden, und sie fraß um sich. Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau. Da sprach man: „Ist das nicht Batseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hethiters, eines seiner wichtigsten Männer?“ Einer verheirateten Frau. Hier war die Grenze, hier war das Stoppzeichen, das Gott durch sein Gesetz aufgerichtet hatte. Aber die Sünde war schon in seinem Herzen, und David überfuhr dieses Stoppschild. Und David sandte Boten hin und ließ sie holen, und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr. Sie hatte sich gerade von ihrer Unreinheit gereinigt, und sie kehrte wieder in ihr Haus zurück. Und die Frau wurde schwanger und sandte hin und ließ es David ausrichten und sagen: „Ich bin schwanger geworden.“

[9:21] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, dass gerade dann, wenn wir manchmal unsere größten Erfolge feiern, wenn wir besonders viel erreicht haben in einem Werk, dass wir dann manchmal zur Selbstzufriedenheit neigen, ja, manchmal dazu neigen, das Ganze als Selbstläufer zu betrachten, und im Müßiggang der Satan uns besonders angreift, dass manchmal auf die größten Siege die schwersten Niederlagen folgen können. Und darum möchten wir dich bitten, dass du uns Wachsamkeit schenkst und dass wir die Warnzeichen deines Gesetzes nicht ignorieren. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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