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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die tragische Geschichte von König David, Bathseba und Uria aus 2. Samuel Kapitel 11. Er zeigt auf, wie Davids Versuch, seine Sünde zu vertuschen, zu Ehebruch, Täuschung und schließlich zum Mord an dem loyalen Uria führte. Die Predigt unterstreicht, dass Gott alle Taten sieht und wie eine Sünde die nächste nach sich zieht, während sie gleichzeitig zur Buße aufruft.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 352. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, wie schnell in unserem Herzen sich die Sünde festsetzen kann. Das beginnt mit Gedanken, denen wir nachgehen, und dann frisst sich immer weiter um sich. Und aus den Gedanken werden Pläne und werden Worte und Taten. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du mit deinem Geist in unserem Herzen wirkst, wenn es Böses in unserem Herzen gerade gibt, und dass du uns aufhältst, bevor die Katastrophe immer schlimmer wird, dass wir mit reinem Herzen vor dir stehen können. Vergib uns alle Schuld und bewahre uns davor, an Sünde festzuhalten. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:27] Wir sind in 2. Samuel Kapitel 11. David ist zu Hause geblieben und nicht mit in den Krieg gegen die Ammoniter gezogen. Er hat eine schöne Frau gesehen, erfahren, dass sie eine verheiratete Frau ist, die Frau Urias, des Hethiters, Bathseba. Und dass er sich trotzdem entschieden, Ehebruch mit ihr zu begehen, und sie ist schwanger geworden. Wir lesen in Vers 6: "Er sandte David zu Joab und ließ ihm sagen: Sende mir Uria, den Hethiter." Und Joab sandte Uria zu David. David muss jetzt, so meint er, mit menschlichen Methoden das Unheil, irgendwie das Unrecht irgendwie vertuschen.

[2:09] Wie oft geschieht es, dass wenn wir gesündigt haben, wir meinen, jetzt irgendwie das Ganze verbergen zu können. Und als Uria zu ihm kam, fragte David nach dem Wohlergehen Joabs und nach dem Wohlergehen des Volkes und ob es mit dem Kampf gut stehe. All das ist natürlich zum Teil nur geheuchelt, weil er ein ganz anderes Ziel verfolgt. Und David sprach zu Uria: "Geh in dein Haus hinab und wasche deine Füße." Und als Uria das Haus des Königs verließ, folgte ihm ein Geschenk des Königs.

[2:41] Die Strategie dann selbstverständlich klar: Er möchte, dass Uria einfach schnell mit der Bathseba schläft, und wenn sie dann schwanger ist, dann wird außer David und einigen ganz wenigen Menschen niemand wissen, dass das Kind gar nicht von Uria ist.

[2:58] Aber Uria legte sich vor der Tür des königlichen Hauses bei allen Knechten seines Herrn schlafen und ging nicht in sein Haus hinab.

[3:03] Als man nun David berichtete: "Uria ist nicht in sein Haus hinabgegangen." Da sprach er zu ihm: "Bist du nicht von der Reise gekommen? Warum bist du nicht in dein Haus hinabgegangen?" Uria sprach zu David: "Die Lade und Israel und Juda halten sich in Hütten auf, und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Feld, und ich sollte in mein Haus gehen, essen und trinken und bei meiner Frau liegen? So wahr du lebst und deine Seele, ich tue dies nicht!"

[3:31] Was für ein Schlag ins Gesicht, ohne dass er das überhaupt böse meinen mag! Denn was er sagt, ist hier ein Ausdruck echter Treue, die in einem scharfen Kontrast steht zu der Untreue Davids.

[3:44] David hätte bei Joab im Heerlager sein sollen und schon gar nicht sich eine andere Frau nehmen. Uria, der das Recht gehabt hätte, bei seiner Frau zu sein, der weigert sich, weil er sagt: "Ich möchte nicht für mich Luxus in Anspruch nehmen, den andere jetzt gerade nicht haben können."

[4:09] Und David sprach zu Uria: "So bleibe heute auch hier. Morgen will ich dir einen Auftrag geben." So blieb Uria an jenem und am folgenden Tag in Jerusalem. Und David lud ihn ein, vor ihm zu essen und zu trinken, und er machte ihn trunken. Er ging aber am Abend gleichwohl hin, um sich auf einem Lager bei den Knechten seines Herrn schlafen zu legen und ging nicht in sein Haus hinab.

[4:30] David möchte nachhelfen auf einem sehr zwielichtigen Weg. Macht ihn betrunken, in der Hoffnung, dass dann sein Urteilsvermögen geschwächt wird. Und tatsächlich schwächt Alkohol unser Urteilsvermögen. Aber selbst dann war der Uria immer noch nicht bereit, so etwas zu begehen, was viel aussagt über das Urteilsvermögen von David, der im nicht betrunkenen Zustand eine solche Sünde mit Bathseba begangen hatte.

[5:02] Und es geschah am Morgen, dass David einen Brief an Joab schrieb und sandte ihn durch Uria. Er schrieb aber so den Brief: "Stellt Uria voran, wo am heftigsten gekämpft wird, und zieht euch hinter ihm zurück, damit er erschlagen wird und stirbt."

[5:18] Die Sünde frisst weiter um sich. Sie begann mit einem Blick, der nicht sofort zurückgenommen worden ist, und führt jetzt zu geplantem Mord, weil die menschlichen Methoden, die David sich ausgedacht hatte, um seine Sünde zu verdecken, nicht fruchten, nicht funktionieren, scheitern an der Treue seines Untertans. Versuchte er diesen missliebigen, treuen Untertanen aus dem Weg zu räumen.

[5:49] Und es geschah, als Joab die Stadt einschloss, da stellte er Uria an den Ort, von dem er wusste, dass tapfere Männer dort waren. Uria hatte den Brief überbracht. Er war dabei, seine eigenen Todesnachricht zu überbringen, ohne es zu wissen. Und als die Männer der Stadt einen Ausfall machten und gegen Joab kämpften, da fielen etliche von dem Volk, von den Knechten Davids, und auch Uria, der Hethiter, kam um. Joab ließ sie aber dem David den ganzen Verlauf des Kampfes melden. Und er gebot dem Boten und sprach:

[6:23] "Wenn du dem König den ganzen Verlauf des Kampfes erzählt hast und du siehst, dass der König zornig wird und zu dir spricht: Warum seid ihr zum Kampf so nahe an die Stadt herangekommen? Wisst ihr nicht, dass man von der Mauer herab zu schießen pflegt? Wer schlug Abimelech, den Sohn Jerubbescheths? Beschäftigte eine Frau den oberen Stein einer Handmühle von der Mauer, so dass er in Tebez starb? Ist hier die Geschichte, die wir in Richter gelesen haben, die Jahrhunderte zuvor. Warum seid ihr so nahe an die Mauer herangekommen?" Dann sollst du sagen: "Auch dein Knecht Uria, der Hethiter, ist tot."

[6:56] Und der Bote ging hin und er kam und berichtete David alles, was ihm Joab aufgetragen hatte. Und der Bote sprach zu David: "Die Leute waren stärker als wir und machten einen Ausfall gegen uns auf das Feld. Wir bedrängten sie zurück bis vor das Tor. Und Schützen schossen von der Mauer auf deine Knechte, so dass etliche von den Knechten des Königs umkamen, und auch dein Knecht Uria, der Hethiter, ist tot."

[7:17] Da sprach David zu dem Boten: "Sage zu Joab: Lass diese Sache nicht böse sein in deinen Augen, denn das Schwert tötet bald diesen, bald jenen. Verstärke den Kampf in die Stadt und zerstöre sie." So sollst du ihn ermutigen.

[7:32] Das Leben dieses Untertans war eben nicht besonders wert. Vorher Sünde führt von einer Sünde zur nächsten, bis dahin, dass uns das Leben eines uns treu ergebenen Freundes nichts mehr wert ist.

[7:50] Als David Treue zu Gott hatte, hat er sogar über den Tod seines Feindes geweint. Jetzt trauert er nicht über den Tod dessen, der so viel besser war als er in diesem Zusammenhang.

[8:12] Als aber die Frau Urias hörte, dass ihr Mann Uria tot war, trug sie Leid um ihren Ehemann. Als aber die Trauer vorüber war, sandte David hin und ließ sie in sein Haus holen, und sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn.

[8:30] Aber die Sache, die David getan hatte, war böse in den Augen des Herrn. Menschlich schien es zwar derzeit so zu sein, als könnte David es einigermaßen überdecken, aber Gott wusste genau, was er getan hat.

[8:45] Und wenn wir der Meinung sind, dass wir mit unserer Sünde davonkommen, müssen wir wissen: Gott sieht alles, und er ändert sich nicht.

[8:54] Und daher sandte Nathan zu David. Als dieser zu ihm kam, sprach er zu ihm: "Es waren zwei Männer in einer Stadt, die eine reich, der andere arm."

[9:06] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass du uns vor der Sünde bewahrst. Wir sehen, wie schnell auch ein Mann David, den man den David nennt, der so viel miterlebt hat, abstürzen kann bis in die tiefsten Tiefen der Gesetzlosigkeit. Herr, niemand von uns ist vor der Sünde gefeit. Dazu bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du uns warnst, wenn wir auf dem falschen Weg sind, und dass du uns aufrüttelst, wenn wir mitten im Schlamassel stecken, und dass du uns zur Buße rufst, wenn wir in Sünde gefangen sind. Das bitten wir im Namen Jesu.
[9:45] [Musik]


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