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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video beleuchtet Christopher Kramp 2. Samuel 1:19-2:13, beginnend mit Davids ergreifendem Klagelied über den Tod Sauls und Jonatans. Er betont Davids bemerkenswerte Feindesliebe und seine Gewohnheit, Gott vor jeder wichtigen Entscheidung um Rat zu fragen. Anschließend wird Davids Salbung zum König über Juda und die politische Gegenreaktion Abners, der Isch-Boschet als Marionettenkönig über den Rest Israels einsetzt, thematisiert.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 342. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns auch heute mit deiner Liebe erfüllst, dass wir nicht nur die lieben, die uns Gutes tun, sondern jeden Menschen, so wie du. Und dass wir dadurch zu einem Licht werden in dieser dunklen Welt, in der die Liebe bei vielen erkaltet. Gib, dass wir heute aus deinem Wort etwas Wertvolles lernen können für unseren Alltag, dass wir es verstehen und annehmen können, umsetzen durch die Kraft deines Geistes. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:12] Wir sind in 2. Samuel 1. David hat die Nachricht erhalten, dass Saul und Jonatan auf dem Schlachtfeld gegen die Philister gestorben sind. Und nun singt er ein Klagelied um die beiden. Vers 19: "Deine Zierde, Israel, liegt auf deinen Höhen erschlagen. Sie sind die Helden gefallen. Berichtet es nicht in Gat, verkündet es nicht auf den Straßen Aschkelons, dass sich nicht freuen die Töchter der Philister, dass nicht frohlocken die Töchter der Unbeschnittenen."

[1:47] Interessant ist, wie er hier Jonatan und Saul Helden bezeichnet. Und er möchte nicht, dass die Feinde Gottes und die Feinde der Wahrheit darüber jubeln, dass Menschen, die eigentlich im Volk Gottes große Verantwortung gehabt haben, jetzt gefallen sind. Manchmal gibt es wirklich traurige Nachrichten in der Gemeinde, traurige Niederlagen im Volk Gottes, aber es ist nicht unsere Aufgabe, es dort hinauszuposaunen, wo sowieso gegen Gott und gegen uns eine Welt für diese Zeit opponiert wird. Wir sollen nicht den Feinden der Wahrheit noch Anlass zum Jubeln geben, indem wir die Probleme im Volk breit veröffentlichen.

[2:37] Das ist etwas, wovon wir alle, ich und jeder von uns, was lernen sollten. "Ihr Berge von Gilboa, es soll weder Tau noch Regen auf euch fallen, noch mögen Felder das sein von den Hebeopfern kommen, denn dort ist der Schild der Helden schmählich hingeworfen worden, der Schild Sauls, als wäre er nicht mit Öl gesalbt. Vom Blut der Erschlagenen, vom Fett der Helden ist Jonatans Bogen nicht zurückgewichen und Sauls Schwert ist nie leer wiedergekommen. Saul und Jonatan, geliebt und lieblich im Leben, sind auch im Tod nicht geschieden. Sie waren schneller als Adler, stärker als Löwen. Ihr Töchter Israels, weint über Saul, der euch mit köstlichen Karmesin kleidete, der eure Kleider mit goldenem Schmuck verzierte."

[3:23] Dass er Jonatan als geliebt und lieblich bezeichnet, das verwundert nicht. Jonatan war sein bester Freund. Aber dass er Saul so bezeichnet, und das wirklich von Herzen, das zeigt uns, dass etwas von der Liebe Gottes wirklich im Herzen von David lebte, dass tatsächlich dieses Prinzip der Feindesliebe für ihn nicht nur blanke Theorie war, sondern etwas, das sich ganz wirklich in seinen Worten und seinem Leben äußerte.

[3:54] "Sie sind die Helden gefallen mitten im Kampf. Jonatan liegt erschlagen auf deinen Höhen. Es ist mir leid um dich, mein Bruder Jonatan. Du bist mir sehr lieb gewesen. Wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe." Das war eine echte Freundschaft, die die beiden gehabt haben, eine Freundschaft, die nicht nur auf gemeinsamen Interessen basierte, sondern die wirklich dadurch gekennzeichnet war, dass man etwas füreinander opferte. Jonatan hat aus Freundschaft und Überzeugung seinen eigenen Thronanspruch geopfert, um seinen Freund David zu stärken.

[4:34] "Sie sind die Helden gefallen und verloren die Waffen des Krieges." Und es geschah danach, da befragte David den Herrn und sprach: "Soll ich in einer der Städte Judas hinaufziehen?" Und der Herr sprach zu ihm: "Zieh hinauf!" Und David sprach: "Wohin soll ich ziehen?" Er sprach: "Nach Hebron."

[4:51] Je mehr Geschichte man von David liest, es fällt auf, dass es Geschichten gibt, in denen er einfach handelt, und Geschichten gibt, in denen er Gott fragt, was er tun soll und ob er es wirklich tun soll und wohin er gehen soll. Immer dann, wenn er Gott befragt und Gott ihm eine Antwort gibt und er diesem Wort folgt, entstehen wirklich gute Sachen. Wenn er dagegen einfach so losgeht, dann gibt es meistens Probleme und Schwierigkeiten, die selbst gemacht sind. Wir können daraus lernen, dass wir in allem, was wir tun, Gott fragen, was sein Wille ist.

[5:26] So zog David dorthin auf mit seinen beiden Frauen, Ahinoam, der Jesreeliterin, und Abigajil, der Frau Nabals des Karmeliters. Dazu führte David seine Männer hinauf, die bei ihm waren, jeden mit seinem Haus, und sie wohnten in den Städten Hebrons. Und die Männer von Juda kamen und salbten David dort zum König über das Haus Juda.

[5:46] Als David berichtet wurde, dass die Männer von Jabesch in Gilead Saul begraben hätten – etwas, das wir am Ende, ganz am Ende von 1. Samuel Kapitel 31 gelesen haben –, sandte David Boten zu den Männern von Jabesch in Gilead und ließ ihnen sagen: "Gesegnet seid ihr vom Herrn, dass ihr solche Barmherzigkeit an Saul, eurem Herrn, geübt und ihn begraben habt. Und weise nun der Herr Barmherzigkeit und Treue an euch, und auch ich will euch Gutes tun, weil ihr dies getan habt." Auch hier sehen wir wieder das ganz ehrliche, ungeheuchelte Interesse an Saul und auch daran, dass auch nach seinem Tod er nicht verachtet worden ist, sondern noch in Ehren gehalten worden ist.

[6:31] "So lasst nun eure Hände stark werden und seid tapfere Männer, denn Saul, euer Herr, ist tot, und außerdem hat das Haus Juda mich zum König über sich gesalbt." Aber Abner, der Heerführer Sauls, nahm den Sohn Sauls und brachte ihn nach Mahanaim. Und er machte ihn zum König über Gilead und über die von Ascher und über Jesreel, über Efraim und über Benjamin, ja, über ganz Israel.

[7:01] Abner, ein extrem populärer und mächtiger Heerführer, der General Israels, wollte nicht mit David kooperieren, obwohl er wusste – wie wir noch sehen werden –, dass David der von Gott Auserwählte war. Stattdessen setzt er den Isch-Boschet – hier als Isch-Boschet um den Namen beibehalten zu können bezeichnet wird – er setzte ihn sozusagen als eine Art Marionettenkönig ein im Ostjordanland, Mahanaim. Und genau der Ort, wo Jakob viele Jahrhunderte zuvor dieses Doppellager der Engel gesehen hatte. Und so wird Isch-Boschet, der oft vernachlässigt wird in der Geschichtsschreibung, ist selbst für eine kurze Zeit tatsächlich König über den größten Teil von Israel.

[7:48] Isch-Boschet, Sauls Sohn, war 40 Jahre alt, als er König wurde über Israel, und er regierte zwei Jahre lang. Nur das Haus Juda hielt zu David. Es lässt sich aus diesem Vers vermuten, ein bisschen spekulieren, dass, wenn es so ist, dass Jonatan vermutlich noch älter war als Isch-Boschet, worauf einiges hindeutet. Er war ja der Sohn, der immer am nächsten mit Saul zu tun hatte in den Kämpfen. Er war der Thronfolger. Demzufolge ist er vermutlich der erstgeborene Sohn. Das ist nicht absolut erwiesen, aber die wahrscheinlichste, plausibelste Sache. Dann folgt daraus, dass Jonatan – und das ist nicht überraschend – mehr als zehn Jahre älter war als David. Auch das vielleicht noch mal ein bezeichnendes Licht auf diese Freundschaft, die sich nicht einfach darauf basierte, dass sie einfach Kameraden waren im gleichen Alter, sondern dass hier wirklich tiefer liegende geistliche Prinzipien eine Rolle gespielt haben.

[8:47] Die Zeit aber, die David in Hebron über das Haus Juda regierte, betrug sieben Jahre und sechs Monate. Und Abner, der Sohn Ners, zog zum Kampf aus samt den Knechten Isch-Boschets, des Sohnes Sauls, von Mahanaim nach Gibeon. Und Joab, der Sohn der Zeruja, zog auch aus samt den Knechten Davids. Und sie stießen aufeinander am Teich von Gibeon, und die einen setzten sich diesseits, die anderen jenseits des Teiches fest.

[9:15] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, lass uns doch lernen aus diesen Geschichten von David, dass wir bei allem, was wir vorhaben, dich um Rat fragen und um Wegweisung, dass wir nicht einfach loslaufen, sondern dich fragen, was du vorgesehen hast und es aus deiner Hand nehmen. Darum bitten wir dich auch für den heutigen Tag, dass du uns den Weg weist, was wir tun und was wir lassen sollen, im Namen Jesu. Amen.


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