In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Samuel 12:24-13:11. Er spricht über Gottes Gnade und Liebe, die sich in der Geburt Salomos zeigt, selbst inmitten der Konsequenzen von Davids Sünde. Der Fokus verschiebt sich dann auf die tragischen Ereignisse um Davids Kinder Amnon und Tamar, die die verheerenden Auswirkungen von Sünde auf eine Familie und die Bedeutung von weisem Rat verdeutlichen.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Samuel 12:24-13:11
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Samuel, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute: Seite 354.
[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst, dass du uns auch zeigst, wo wir falsch liegen, wo wir gesündigt haben. Dass du uns die Gelegenheit schenkst, durch deinen Geist angesprochen umzukehren. Lass uns lernen von David, dass wenn wir schwer gefallen sind, dass du uns Gnade schenken möchtest und dass du uns nicht aufgibst. Und wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch deinen Heiligen Geist zu unseren Herzen sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:14] Wir sind in 2. Samuel 12. Der Prophet Nathan hat den König David mit seiner Sünde konfrontiert. David hat bereut. Und doch ist dann der kleine Sohn, das kleine Kind, das Bathseba geboren hatte, gestorben. Und wir lesen ab Vers 24:
[1:36] „Und David tröstete seine Frau Bathseba, und er ging zu ihr ein und lag bei ihr, und sie gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Salomo. Und der Herr liebte ihn, und er sandte ihm eine Botschaft durch den Propheten Nathan und gab ihm den Namen Jedidja um des Herrn willen.“
[1:54] Was für ein Lichtblick, was für eine Ermutigung, ein Trost in dieser traurigen Geschichte von Sünde und Konsequenzen der Sünde, dass dieses kleine Kind, das ja nichts dafür konnte, was David alles zuvor getan hatte, von Gott in besonderer Weise geliebt worden ist und auch eine Botschaft an dieser Liebe erhalten hat.
[2:20] Vielleicht sind wir in Umständen groß geworden, die von Sünde und von Verbrechen vielleicht sogar gekennzeichnet gewesen sind, in Umständen, die zumindest sehr suboptimal gewesen sind. Aber Gott verurteilt uns nicht für Schwierigkeiten und Sünden, die unsere Eltern oder Großeltern getan haben. Er liebt jeden einzelnen von uns, und auch inmitten dieser ganzen Katastrophe, die entstanden ist, ist Gottes Liebe hier offenbar und sichtbar.
[2:47] Joab aber kämpfte gegen die Stadt Rabba und nahm die Königsstadt ein. Und Joab sandte Boten zu David und ließ ihn sagen: „Ich habe gegen Rabba gekämpft und auch die Wasserstadt eingenommen. Sammle du nun das übrige Volk und belagere die Stadt und erobere du sie, damit nicht sie erobere und sie nach meinem Namen genannt wird.“ Da sammelte David das ganze Volk und zog hin nach Rabba und kämpfte gegen die Stadt und nahm sie ein.
[3:11] Ein interessanter Gedanke, dass derjenige, der die Stadt erobert, der sie besiegt hat, der sie überwunden hat, dass nach seinem Namen die Stadt genannt wird. Und es wird gesagt in der Bibel, dass auch die Stadt Jerusalem nach dem Namen Gottes genannt ist und dass wir als das Volk Gottes auch nach seinem Namen genannt sind. Er hat den Sieg errungen für dich und für mich.
[3:40] Und er nahm die Krone ihres Königs von dessen Haupt, deren Gewicht ein Talent Gold trug – betrug 36 Kilo ungefähr – und die mit Edelsteinen besetzt war, und sie kam auf das Haupt Davids. Er führte auch sehr viel Beute aus der Stadt. Auch das Volk darin führte er weg und stellte sie an die Sägen und an eiserne Werkzeuge, dann an eiserne Beile und brachte sie zu den Ziegelformen. So machte er es mit allen Städten der Ammoniter. Dann kehrte David samt dem ganzen Volk wieder nach Jerusalem zurück.
[4:13] Absalom aber, der Sohn Davids, hatte eine schöne Schwester, die hieß Tamar. Und es geschah, dass Amnon, Davids Sohn, sich in sie verliebte.
[4:26] Gott hatte David vergeben, aber die Konsequenzen seiner Sünde, die sich auswirken auch auf das moralische Bewusstsein seiner Söhne, die sollten sich jetzt in all ihrer Dramatik zeigen.
[4:40] Und Amnon bekümmerte sich so, wurde krank wegen seiner Schwester Tamar, denn sie war eine Jungfrau. Und es schien möglicherweise, dass in gewisser Weise sein moralischer Maßstab zunächst einmal noch ganz aufrecht stand und seine Gefühle zwar sehr stark waren, aber seine Willensentscheidung noch mit dem Gesetz Gottes übereinstimmte.
[5:04] Dann aber hatte Amnon einen Freund, der hieß Jonadab, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids. Und Jonadab war ein sehr kluger Mann.
[5:11] Das bedeutet hier nicht unbedingt weise im Sinne des Evangeliums, sondern einfach im Sinne von intellektueller Schärfe.
[5:17] Er sprach zu ihm: „Warum bist du jeden Morgen so niedergeschlagen, Königssohn? Willst du es mir nicht sagen?“ Da sprach Amnon zu ihm: „Ich bin verliebt in die Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom.“ Da sprach Jonadab zu ihm: „Lege dich auf dein Bett und stelle dich krank. Wenn dann dein Vater kommt, um dich zu besuchen, so sprich zu ihm: Lass doch meine Schwester Tamar kommen und vor meinen Augen Speise zubereiten und ein Essen vor meinen Augen zubereiten, damit ich zusehe und aus ihrer Hand esse.“
[5:47] Er hat nicht alles vorgeschlagen, was dann später sich ereignet hat, aber dieser Ratschlag war mit Sicherheit nicht von Gott inspiriert. Ein Ratschlag, der in seiner tendenziösen Richtung viel, viel Unheil gebracht hat und das Leben von Amnon und auch von Absalom in den Ruin getrieben hat und auch von Tamar natürlich. Wir sollten uns sehr überlegen, welchen Rat wir unseren Freunden geben und unter keinen Umständen mit unseren Worten noch sündiges Denken unterstützen.
[6:23] So legte sich Amnon nieder und stellte sich krank. Als der König kam, um ihn zu besuchen, sprach Amnon zum König: „Lass doch meine Schwester Tamar kommen, dass sie zwei Herzkuchen vor meinen Augen mache und ich von ihrer Hand esse.“ Da sandte David zu Tamar ins Haus und ließ ihr sagen: „Geh doch hin in das Haus deines Bruders Amnon und bereit ihm eine Speise.“
[6:45] Was für eine dramatische Wendung! Urija hatte auf Geheiß von David die Botschaft seines eigenen Todes unwissend weitergegeben. Und hier bringt David jetzt selbst unwissend eine Botschaft an Tamar, die seine geliebte Tochter ins schreckliche Verderben stürzen wird.
[7:09] Und Tamar ging hin in das Haus ihres Bruders Amnon. Er aber lag im Bett. Und sie nahm einen Teig und knetete und bereitete ihm vor seinen Augen und backte die Herzkuchen. Und sie nahm die Pfanne und setzte sie ihm vor, aber er weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: „Lasst jedermann von mir hinausgehen!“ Da ging jedermann von ihm hinaus. Da sprach Amnon zu Tamar: „Bring mir das Essen in die Kammer, dass ich von deiner Hand esse.“ Da nahm Tamar die Herzkuchen, die sie gemacht hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon in die Kammer. Und als sie ihm diese zum Essen hineinreichte, da ergriff er sie und sprach zu ihr: „Komm her, liege bei mir, meine Schwester!“
[7:43] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, wie sehr wir mit Worten oft falsches Verhalten und falsche Gedanken unterstützen können. Wir möchten dich um Weisheit bitten, dass du uns hilfst, dass wir unsere Worte gut wählen, sie niemandem in seinem falschen Weg noch unterstützen möchten. Wir möchten dich bitten, dass du uns vor Sünde bewahrst, denn wir sehen an dieser Geschichte sehr deutlich, wie weitreichend Sünde eine ganze Familie zerstören kann. Wir möchten dich bitten, dass du uns heute an diesem Tag bewahrst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.