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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Rückkehr Absaloms nach Jerusalem und seine subtilen Schritte zur Rebellion gegen König David. Er analysiert Absaloms manipulatives Verhalten und seine äußere Schönheit, die eine innere Schlechtigkeit verbirgt. Dabei zieht Kramp Parallelen zum „Großen Kampf“ zwischen Gut und Böse und zeigt, wie die Taktiken des Feindes auch im menschlichen Alltag erkennbar sind.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit 2. Samuel 14:19-15:7. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr Danke sagen, dass du darauf sinnst, dass der Verstoßene nicht von dir verschlossen bleibt, dass du dir so sehr wünschst, dass wir leben und das ewige Leben haben dürfen und dass du uns mit allen Mitteln zu dir zurückholen möchtest. Bitte sprich auch heute durch dein Wort. Und das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:02] Wir sind in 2. Samuel Kapitel 14. David wünscht sich, dass Absalom eigentlich wieder zurückkehrt. Und Joab hat eine kluge Frau aus Tekoa beauftragt, durch eine erfundene Geschichte David zu zeigen, was eigentlich seine Pflicht sei. David realisiert, dass diese Frau wohl nicht aus eigenem Antrieb gehandelt hat und stellt sie jetzt zur Rede.

[1:22] Wir lesen den Vers 19: "Und der König sprach: Ist nicht Joabs Hand mit dir bei alledem? Die Frau antwortete und sprach: So wahr deine Seele lebt, mein Herr und König, es ist nicht möglich, weder zur Rechten noch zur Linken auszuweichen bei allem, was mein Herr, der König, sagt. Ja, dein Knecht Joab hat es mir befohlen, und er selbst hat alle diese Worte deiner Magd in den Mund gelegt, um der Sache ein anderes Aussehen zu geben. Hat dein Knecht Joab dies getan? Aber mein Herr ist so weise wie ein Engel Gottes, dass er alles auf Erden weiß." Da sprach der König zu Joab: "Ich will dies tun. So geh nun hin und hole den jungen Mann Absalom zurück." Da fiel Joab auf sein Angesicht und verneigte sich und segnete den König. Und Joab sprach: "Heute erkenne dein Knecht, dass ich vor deinen Augen Gnade gefunden habe, mein Herr und König, da der König getan hat, was sein Knecht sagt." So machte sich Joab auf und ging nach Gesur und brachte Absalom nach Jerusalem.

[2:19] Aber der König sprach: "Lass ihn wieder in sein Haus gehen, aber mein Angesicht soll er nicht sehen." So kehrte Absalom wieder in sein Haus und sah das Angesicht des Königs nicht. Aber in ganz Israel war kein Mann so berühmt wegen seiner Schönheit wie Absalom. Von der Fußsohle bis zum Scheitel war kein Makel an ihm. Und wenn er sein Haupt scheren ließ (dies geschah nämlich am Ende jedes Jahres, denn es war ihm zu schwer, so dass man das abschneiden musste), so wog sein Haar 200 Schekel nach königlichem Gewicht, [ca.] 1,4 Kilo. Absalom war außergewöhnlich schön. Und nicht nur das, wird er uns jetzt auch in dieser Geschichte weiter entfaltet zu einem sehr bemerkenswerten Typus, auf den Fall Luzifers, der auch von einer unfassbaren, makellosen Schönheit gewesen ist und doch gegen Gott selbst rebelliert hat, wie wir jetzt auch gleich hier im Leben von Absalom sehen werden.

[3:22] Und Absalom wurden drei Söhne geboren, eine Tochter, die Tamar, die war eine Frau von schönem Aussehen. Und Absalom blieb zwei Jahre lang in Jerusalem, ohne dass er das Angesicht des Königs sah. Dann aber sandte Absalom nach Joab, um ihn zum König zu schicken. Aber er wollte nicht kommen. Er mahnte noch einmal, dennoch wollte Joab nicht kommen. Da sprach Absalom zu seinen Knechten: "Habt ihr das Feld Joabs gesehen, das neben dem meinen liegt und auf dem die Gerste ist? Geht hin und zündet es an!" Da steckten die Knechte Absaloms das Feld in Brand.

[3:55] Joab hatte sich sehr eingesetzt für ihn. Joab hatte einiges riskiert, um ihn wieder zurückzubringen. Die Entscheidung, dass David ihn nicht von Angesicht sehen wollte, war ja Davids Entscheidung gewesen. Wir sehen etwas vom Charakter Absaloms: Er ein Ziel verfolgt und dabei auch einen Gefährten, einen Alliierten, einen, der für ihn eigentlich Fürsprache gesprochen hat, dass er diesen mit brutalen Methoden versucht, auf seine Seite zu ziehen oder etwas durchzudrücken.

[4:28] All seine Schönheit kann die Schlechtigkeit seines Charakters nicht verbergen.

[4:35] Dann machte sich Joab auf und kam zu Absalom ins Haus und sprach zu ihm: "Warum haben deine Knechte mein Feld in Brand gesteckt?" Absalom sprach zu Joab: "Ich sandte nach dir und ließ dir sagen: Komm her, dass ich dich zum König sende und sagen, warum bin ich von Gesur gekommen? Es wäre besser für mich, dass ich noch dort wäre. Und nun möchte ich das Angesicht des Königs sehen. Und wenn eine Ungerechtigkeit an mir ist, so soll er mich töten." Da ging Joab zum König hinein und sagte es ihm. Und er rief Absalom, und er kam zu dem König und verneigte sich vor dem König mit dem Angesicht zur Erde. Und der König küsste Absalom.

[5:11] Es sieht aus wie ein Happy End, aber in Wirklichkeit ist es nur der Übergang zu einer großen Katastrophe. Das zeigt sich an der Art und Weise, wie Absalom hier schon manövriert und taktiert hat. Er war berühmt wegen seiner Schönheit, aber sein Inneres war sehr zweifelhaft.

[5:27] Wie viele Menschen sind heute berühmt wegen Äußerlichkeiten, und man setzt sich sehr für sie ein, und in Wirklichkeit haben sie doch Schlechtes im Sinn, wie sich jetzt zeigen wird.

[5:37] Dann aber geschah es, dass Absalom sich Wagen und Pferde verschaffte und 50 Mann, die vor ihm herliefen. Und Absalom machte sich morgens früh auf und stellte sich neben den Torweg auf. Und es geschah, wenn jemand einen Rechtsstreit hatte, so dass er zum König vor Gericht kommen musste, so rief ihm Absalom zu sich und fragte ihn: "Aus welcher Stadt bist du?" Antwortete er dann: "Dein Knecht ist aus einem der Stämme Israels." So sprach Absalom zu ihm: "Siehe, deine Sache ist gut und recht, aber beim König ist niemand, der dir Gehör schenkt." Und Absalom sprach: "Ach, dass man doch mich zum Richter im Land einsetzte, damit jedermann zu mir käme, der einen Rechtsstreit und Rechtshandel hat. Ich würde ihm zu seinem Recht verhelfen."

[6:16] Sieh hier, das ist eine Methode, die schon der Satan im Himmel angewandt hat, als er ein Drittel aller Engel verführte, Zweifel an der Regierung Gottes gesät und sich selbst emporgehoben, sich selbst erhöht, um zu sagen: Wenn er noch mehr Macht und Autorität hätte, dann würde es den Engeln besser gehen. Genau dasselbe finden wir hier.

[6:36] Wir sehen, wie das Prinzip des großen Kampfes sich auch im Leben von Menschen offenbart. Wenn wir den großen Kampf, die Prinzipien des Evangeliums und auch die Verhaltensweisen und Taktiken des Feindes anhand der Bibel kennengelernt haben, dann werden wir auch im Alltag sehen, wo diese Prinzipien wieder auftauchen. Und das wird uns helfen, Situationen geistlich beurteilen zu können.

[7:01] Und es geschah: Wenn jemand kam, um sich vor ihm niederzuwerfen, so streckte er seine Hand und ergriff ihn und küsste ihn. So machte das Absalom mit allen Israeliten, die zum König vor Gericht kamen. Und so stahl sich Absalom die Herzen der Männer von Israel. Er hat ihre Sympathie gestohlen. Das ist Propaganda, ganz subtile Form von Propaganda, die dazu führte, dass das Königtum Davids sozusagen von innen erodierte. Und es geschah am Ende von 40 Jahren,

[7:30] dann sprach Absalom zu dem König: "Ich möchte doch hingehen nach Hebron und mein Gelübde erfüllen, das ich dem Herrn gelobt habe." Auch hier täuschte er etwas vor, was der König gutgläubig glaubt, aber in Wirklichkeit verdeckte er damit nur seine Rebellion.

[7:50] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, wie du bist und auch wie der Satan operiert und dass wir die Prinzipien des großen Kampfes verstehen dürfen, so dass wir auch im Alltag sehen können, wenn Menschen sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, dass wir sehen können, wie das zusammenhängt mit dem großen Kampf. Ich möchte dich bitten, dass du uns geistliche Augen schenkst, dass wir die Prinzipien der Wahrheit und auch die Prinzipien der Täuschung im Alltag erkennen. Und darum bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[8:21] [Musik]


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