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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video beleuchtet die Ereignisse in 2. Samuel 15:31-16:16, als König David vor seinem Sohn Absalom flieht. Es wird Davids Umgang mit Verrat durch Ahithofel und die Unterstützung durch Husai thematisiert, sowie seine Begegnung mit Ziba und dem verfluchenden Schimei. Der Sprecher hebt Davids demütige und geduldige Reaktion auf Anfeindungen hervor und zieht Parallelen zu Jesu Charakter.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 359.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir in deinem Wort so viel über dein Wesen und deinen Charakter erfahren können, dass wir in den Geschichten des Alten Testamentes immer wieder Eigenschaften von Jesus erkennen und sehen, wie er sich durch die gesamte Bibel hindurchzieht. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute uns die Augen öffnest, dass wir Schönheiten deines Charakters und des Evangeliums erkennen in dem, was wir lesen, und dass du es uns durch den Heiligen Geist in unser Herz schreibst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:20] Wir sind in 2. Samuel Kapitel 15. Absalom hat gegen seinen Vater rebelliert und einen Großteil des Volkes ihm abspenstig gemacht, und David entscheidet sich mit seinen Getreuen, die Hauptstadt Jerusalem zu verlassen.

[1:41] Wir lesen in Vers 31: "Als man aber David berichtete, dass Ahithofel mit Absalom verschworen war, sprach David: 'Herr, mache doch den Rat Ahithofels zur Torheit!' Und es geschah, als David auf die Höhe kam, wo man Gott anzubeten pflegte, siehe da begegnete ihm Husai, der Arkiter, mit zerrissenen Kleidern und Erde auf seinem Haupt." Noch gab es keinen Tempel. David hatte ja geplant, einen Tempel zu bauen, aber Gott hatte ihn davon abgehalten und gesagt, sein Sohn würde ihn bauen. Es gab einen Ort auf der Höhe, wo man gewohnheitsmäßig Gott angebetet hat. Und David sprach zu ihm: "Wenn du mit mir hinübergehst, wirst du mir eine Last sein. Wenn du aber in die Stadt zurückkehrst und zu Absalom sprichst: 'Ich will dein Knecht sein, König, wie ich bisher der Knecht deines Vaters war, so will ich nun dein Knecht sein', so kannst du mir den Rat Ahithofels zunichtemachen. Sind nicht die Priester Zadok und Abjatar dort bei dir? So teile nun alles, was du aus dem Haus des Königs erfährst, den Priestern Zadok und Abjatar mit. Siehe, ihre beiden Söhne sind dort bei ihnen: Ahimaaz, der Sohn Zadoks, und Jonatan, der Sohn Abjatars. Durch sie könnt ihr mir alles weitergeben, was ihr erfahren habt." So begab sich Davids Freund Husai in die Stadt. Absalom aber zog in Jerusalem ein.

[3:11] Interessant ist hier, was mir persönlich auffällt, dass David darum bittet, dass Gott den Rat des Ahithofels zur Torheit macht, aber dann selbst, also ein bisschen mit Spionagearbeit, versucht, das Ganze selbst zu bewerkstelligen. Wir werden noch sehen, dass das einige Konsequenzen haben wird.

[3:34] Und als David gerade die Höhe überschritten hatte, siehe da kam ihm Ziba, der Knecht Mefiboschets, entgegen mit einem Paar gesattelter Esel. Darauf waren 200 Brote, 100 Rosinenkuchen, 100 Kuchen von getrocknetem Obst und ein Schlauch Wein. Das erinnert uns da so ein wenig an die Abigail, die damals in 1. Samuel 25 dem David entgegenkam mit einer ganz ähnlichen Menge an Lebensmitteln, um David damals davon abzuhalten, ihren Mann und alles, was ihr Mann besaß, vor Frust, Zorn und Wut umzubringen.

[4:10] Da sprach der König: "Was willst du damit?" Ziba sprach: "Die Esel sind für das Haus des Königs zum Reiten und die Brote und das Obst zur Speise für die jungen Männer, der Wein aber zum Trinken für den, der in der Wüste ermattet." Und der König sprach: "Und wo ist der Sohn deines Herrn?" Ziba sprach zum König: "Siehe, er bleibt in Jerusalem, denn er sprach: 'Heute wird das Haus Israel mir das Reich meines Vaters zurückgeben.'" Ziba war ja eigentlich ein Knecht von Mefiboschet, so hatte es David angeordnet, und Ziba behauptet jetzt hier, dass Mefiboschet von David abgefallen sei, in dem offenbar irrigen Glauben, dass der Weggang von David eine Möglichkeit eröffnen würde, dass die Dynastie Sauls wieder an die Macht kommt. Und das war natürlich völlig abwegig. Die Frage ist natürlich, die wir uns stellen müssen, ob Ziba hier die Wahrheit sagt oder ob er zu seinem eigenen Vorteil etwas behauptet. Wir werden das im Laufe des Studiums noch weiter ausführen.

[5:17] Da sprach der König zu Ziba: "Siehe, alles, was Mefiboschet hat, soll dir gehören." Und Ziba antwortete: "Ich verbeuge mich. Lass mich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr und König."

[5:29] Als aber König David nach Bachurim kam, siehe da trat von dort ein Mann von dem Geschlecht des Hauses Sauls heraus, der hieß Schimei, der Sohn Geras. Der kam heraus und fluchte und warf mit Steinen nach David und allen Knechten des Königs David, denn das ganze Volk und alle Helden waren zu seiner Rechten und zu seiner Linken. So sprach Schimei, indem er fluchte: "Geh weg, geh weg, du Blutschuldiger, du ruchloser Mensch! Der Herr hat alles Blut des Hauses Sauls, an dessen Stelle du König geworden bist, auf dich zurückgebracht, und der Herr hat das Königreich in die Hand seines Sohnes Absalom gegeben. Und siehe, nun steckst du in deinem Unglück, denn du bist ein Mann der Blutschuld."

[6:18] Die Worte, die der Schimei sprach, waren offensichtlich dazu angetan, David auch emotional herabzudrücken. David wusste, dass er kein perfektes Leben gelebt hatte. David wusste, dass er auch Dinge getan hatte, die Gott sehr traurig gemacht hat. Aber es ist beeindruckend an David in dieser Geschichte, dass er bereit ist, demütig die Stadt zu verlassen, und besonders beeindruckend ist, wie er jetzt mit diesem Mann umgeht, der noch nachtritt. Wir alle wissen, es gibt im Leben Situationen, wo man eine persönliche Niederlage erleidet, wo man gedemütigt wird, wo alles bergab zu gehen scheint, und wo es dann Menschen gibt, die diese Gelegenheit nutzen, um nachzutreten, um gehässig zu sein.

[7:02] David kannte eine solche Situation hier aus eigener Erfahrung, und das Interessante ist, wie David damit umgeht. Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, sprach zum König: "Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen? Lass mich doch lieber gehen und ihm den Kopf hauen!"

[7:18] Abischai, der Bruder von Joab, war ähnlich gewalttätig wie der besagte General. Man findet uns vielleicht auch im Neuen Testament Personen wie Johannes, der Jünger, der auch vorschlägt, als ein Dorf von Samaritern Jesus ablehnt, dass man diese Stadt mit Feuer verbrennen soll, das vom Himmel herab gebeten werden soll. Dieser ungeistliche Geist der Rachsucht, der ist auch heute immer noch zu spüren in unserem Volk Gottes.

[7:51] Aber der König sprach: "Ihr Söhne der Zeruja, was habe ich mit euch zu tun? Lasst ihn doch fluchen! Wenn der Herr zu ihm gesagt hat: 'Fluche dem David!', wer will dann sagen: 'Warum tust du dies?'" David sprach zu Abischai und zu allen seinen Knechten: "Siehe, mein Sohn, der von meinem Leib gekommen ist, trachtet mir nach dem Leben. Warum nicht jetzt auch dieser Benjaminiter Schimei fluchen, denn der Herr hat es ihm geboten."

[8:17] "Vielleicht wird der Herr mein Elend ansehen, und der Herr wird mir sein heutiges Fluchen mit Gutem vergelten."

[8:25] David hat viele große Momente erlebt in seinem Leben, viele große Siege, viele glanzvolle Höhepunkte erlebt, aber selten war David so groß wie in diesem Moment, als er den Schimpf und die Schande, das böse Nachtreten gehässiger Menschen geduldig und demütig ertrug, ohne sich selbst zu rächen. Und hier in diesem Verhalten von David blitzt wieder etwas auch von dem Charakter Jesu, der den Fluch und die Gehässigkeit der Menschen still ertragen hat, der stumm war wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, wie Jesaja 53 sagt, als Menschen ihm, der im Gegensatz zu David vollkommen sündenschuldlos war, nachgetreten haben, ihn beleidigt haben, ihn verflucht haben.

[9:21] So gingen David seines Weges mit seinen Leuten. Schimei aber ging an der Seite des Berges ihm gegenüber und fluchte immerzu und warf mit Steinen nach ihm und schleuderte Staub vor ihm. Was für ein Bild! Der König geht demütig aus seiner eigenen Stadt, weil er von seinem Sohn vertrieben wird, und während er mit seinen letzten Getreuen dort geht, gibt es diesen bösen Schimei, der die gesamte Zeit ihn verflucht und auf ihn Steine wirft, nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder. Und David erträgt es, erträgt es in Geduld und Demut.

[9:53] Als aber der König samt dem ganzen Volk, das bei ihm war, müde bei einem Rastplatz ankamen, erquickte er sich dort. Absalom aber und das ganze Volk, die Männer von Israel, waren nach Jerusalem gekommen, und Ahithofel mit ihm. Und als Husai, der Arkiter, Davids Freund, zu Absalom hineinkam, sprach er zu Absalom: "Es lebe der König! Es lebe der König!"

[10:16] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, dass auch wir in unserem Leben immer wieder solche Situationen erleben, wo Menschen uns gehässig behandeln, wo sie noch nachtreten, wo sie in unserem Unglück uns noch mehr Böses wünschen. Du weißt, wie bitter sich das anfühlt, aber wir wollen heute lernen von David und durch David von dir, Herr Jesus, das alles zu ertragen im Glauben daran, dass du uns nicht verlässt und dass wir nicht uns selbst verteidigen, nicht uns selbst rächen, sondern alles gerechte Gericht dir übergeben. Und wir danken dir, dass wir von David lernen können, auch Schmach und Schande zu ertragen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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