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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ geht es um die dramatischen Ereignisse rund um König Davids Flucht vor Absalom. Nach der gescheiterten Spionageaktion und dem Selbstmord Ahithophels, der seinen Rat nicht befolgt sah, erreicht David Mahanaim und erhält unerwartete Unterstützung. Während David seine Truppen für die bevorstehende Schlacht ordnet, ermahnt er seine Heerführer eindringlich, Absalom zu schonen – ein Befehl, der weitreichende Konsequenzen haben wird.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit 2. Samuel 17. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du allein unser Lehrer bist, dass du unser bester und wichtigster Ratgeber bist und dass wir niemanden so sehr schätzen und so sehr hoch achten als Autorität wie dich. Wir möchten dich bitten, dass du heute unser Lehrer bist, dass du durch deinen Geist zu uns sprichst, was wir dein Wort verstehen können, so wie du es gemeint hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:12] Wir sind in 2. Samuel 17. Am Hof von Absalom wird Kriegsrat gehalten, wie man den flüchtigen David am besten besiegen kann. Ahithophel hat dazu geraten, schnell mit einer Eingreiftruppe ihm nachzujagen und ihn schnell zu besiegen und damit dann das gesamte Volk zu einen. Aber Huschai, der sozusagen in Undercover-Mission für David dort Absalom berät, hat einen gegenteiligen Rat gegeben. In dem Bemühen, David mehr Zeit zu verschaffen, hat er geraten, dass man erst einmal wartet, bis ganz Israel versammelt wird zum Kriegsdienst, so dass das ganze Volk dann durch die schiere Masse den David besiegen kann.

[2:03] Nun hat er die Botschaft geheim an David schicken lassen, und wir lesen ab Vers 17: „Jonathan aber und Ahimaaz standen bei En-Rogel, und eine Magd ging hin und berichtete es ihnen, und sie gingen hin und meldeten es dem König David, denn sie durften sich nicht sehen lassen und in die Stadt kommen. Aber ein Bursche sah sie und brachte es Absalom dar. Da flohen die beiden schnell und kamen in das Haus eines Mannes in Bahurim. Er hatte einen Brunnen in seinem Hof. Dort stiegen sie hinunter, und die Frau nahm eine Decke und breitete sie über die Öffnung der Zisterne und streute Getreidekörner darüber, so dass man nichts merkte. Als nun Absaloms Knechte zu der Frau in das Haus kamen, fragten sie: ‚Wo sind Ahimaaz und Jonathan?‘ Die Frau antwortete: ‚Sie sind über den Bach gegangen.‘ Da suchten sie die beiden, konnten sie aber nicht finden und kehrten wieder nach Jerusalem zurück.“

[2:54] Die Geschichte erinnert ein wenig an die Geschichte von Rahab in Josua 2. Wir haben damals schon gesehen, dass auch eine Notlüge nicht Gottes Willen entspricht. Und ja, auch hier sehen wir, dass dieser ganze Versuch, mit menschlicher Spionage einzuwirken, letztendlich immer wieder neue Fehler und neue Abweichungen von Gottes Willen zur Folge hat und letztlich wohl nicht der beste Weg gewesen ist. Gott hat andere Möglichkeiten gehabt, David zu schützen, und da haben wir gesehen, dass Gott David und seine Freunde nicht verlässt, sondern sie Stück für Stück führt.

[3:32] „Als aber diese weg waren, stiegen jene aus der Zisterne herauf und gingen hin und berichteten das dem König David und sprachen zu David: ‚Macht euch auf und geht rasch über den Fluss, denn so und so hat Ahithophel Rat gegeben gegen euch.‘“ Wir sehen also hier, dass Huschai sich längst noch nicht ganz sicher war, ob Ahithophels Rat nicht doch vielleicht umgesetzt wird, und dass man versucht, jetzt so schnell wie möglich Zeit zu gewinnen.

[3:58] „Dann machte sich David auf und das ganze Volk, das bei ihm war, und sie setzten über den Jordan. Und als es lichter Morgen wurde, fehlte keiner, der nicht über den Jordan gegangen wäre.“ Dieser Jordanübergang war strategisch wichtig, da er militärisch natürlich schwer ist, und wenn man den Jordan im Rücken hat, ist es schwerer, sich zu verteidigen, als wenn erst der Feind über den Jordan kommen muss.

[4:20] „Als aber Ahithophel sah, dass sein Rat nicht ausgeführt wurde, sattelte er seinen Esel, machte sich auf und ging heim in seine Stadt und bestellte sein Haus und erhängte sich und starb und wurde in das Grab seines Vaters gelegt.“

[4:35] Wenn wir Menschen auf ein Podest heben, wo nur Gott hingehört, wenn wir ihren Rat für so hoch achten, als wäre es die Stimme Gottes, dann schaden wir ihnen selbst. Denn dann glauben sie irgendwann, dass wirklich ihr Rat unersetzbar ist und nichts anderes getan werden kann, als was sie denken. Und wenn sie dann merken, dass es doch Situationen gibt, in denen sie nicht so geschätzt werden, dann ist ihr eigenes Ich, der völlig aufgeblähte Stolz, schwer gekränkt. Wer Menschen überhöht, der treibt sie in ihr Verderben.

[5:12] Zudem wird hier auch noch eine Rolle spielen, dass Ahithophel, klug wie er war, natürlich gewusst hat, dass der Rat von Huschai letztendlich dazu führen wird, dass David wahrscheinlich den Krieg gewinnen wird und dass er als Verräter dann schlechte Karten hatte. So hat er sich hier selbst umgebracht. Eine ganz traurige Geschichte eines Mannes, der offensichtlich über überdurchschnittliche Qualitäten verfügt, Talente, die allerdings am Ende nicht zur Ehre Gottes eingebracht hat, sondern auf die Gegenseite geworfen hat und am Ende einen schmählichen Tod hier stirbt. Sollte uns dazu führen, dass wir uns selbst die Frage stellen: Wenn Gott uns mit Intelligenz und mit anderen Gaben gefüllt hat, wie wir sie einsetzen? Zu dessen Ehre wir sie benutzen? Zu unserer eigenen Selbsterhöhung oder dazu, um das Evangelium, das Reich Gottes in dieser Welt zu verkündigen?

[6:09] „David aber war nach Mahanaim gekommen. Als Absalom über den Jordan zog, er und alle Männer von Israel mit ihm. Und Absalom setzte Amasa an Joabs Stelle über das Heer.“ Dieser Amasa war der Sohn eines Mannes namens Jether, eines Israeliten, der zu Abigajil eingegangen war, der Tochter des Nahasch, der Schwester der Zeruja, der Mutter Joabs. Mit anderen Worten, diese Abigajil ist eine Schwester von David.

[6:39] „Und Israel und Absalom lagerten sich im Land Gilead. Und es geschah, als David nach Mahanaim gekommen war (dieser Ort ist ja bekannt aus der Geschichte von Jakob, der dort das Doppellager, das Lager, das Heerlager Engel gesehen hat), da brachten Schobi, der Sohn des Nahasch, aus Rabba der Ammoniter, und Machir, der Sohn Ammiels, aus Lodebar, und Barzillai, der Gileaditer, außerdem Betten, Becken, Töpfergefäße, auch Weizen, Gerste, Mehl und geröstete Körner, Bohnen, Linsen und geröstete sowie Honig und Dickmilch, Schafe und Kuhkäse als Speise David und für das Volk, das bei ihm war.“

[7:17] „Denn sie sprachen: ‚Das Volk wird hungrig, müde und durstig sein in der Wüste.‘“ Sein eigenes Volk, sein eigener Sohn, sie rebellieren gegen ihn, aber die Ammoniter und andere unterstützen ihn mit allem Lebensnotwendigen. Es ist manchmal interessant, welche Wege Gott hat, um uns zu erhalten, um uns zu stützen, in Situationen, in denen vielleicht Menschen, die uns sehr nahe sind, sich gegen uns wenden. Wenn wir das Gefühl haben, von allen verlassen zu sein, hat Gott Tausende von Wegen, von dem wir nichts wissen, um uns von ganz unerwarteter Seite Hilfe zuteilwerden zu lassen.

[7:57] „Und David musterte das Volk, das bei ihm war, und setzte Oberste über je Tausend und über Hundert. Und David ließ das Volk ausziehen, ein Drittel unter Joab, ein Drittel unter Abischai, dem Sohn der Zeruja, Joabs Bruder, und ein Drittel unter Ittai.“ Wo der König sprach zu dem Volk: „Ich will auch mit euch in den Kampf ziehen.“ Aber das Volk sprach: „Du sollst nicht in den Kampf ziehen. Denn wenn wir fliehen müssten, so sieht man sich nicht um uns kümmern, und selbst wenn die Hälfte von uns umkäme, würde man sich nicht um uns kümmern. Denn jetzt bist du so viel wie 10.000 von uns. So ist es nun besser, dass du uns von der Stadt aus beistehst.“

[8:37] Der König sprach zu ihnen: „Was gut ist in euren Augen, das will ich tun.“ Und der König stand beim Tor, während das ganze Volk zu Hunderten und zu Tausenden auszog. Und der König gebot dem Joab, dem Abischai und dem Ittai und sprach: „Geht mir schonend um mit dem Jungen, mit Absalom.“ Das ganze Volk hörte, wie der König allen Hauptleuten wegen Absalom befahl. Das wird noch wichtig werden in der Geschichte, dass das gesamte Volk sehr deutlich verstanden hat, dass Davids Wille gewesen ist, den Absalom lebendig zu fangen.

[9:11] So zogen denn die Leute ins Feld, Israel entgegen, und es kam zur Schlacht im Wald Ephraim. Und das Volk Israel wurde dort vor den Knechten Davids geschlagen, und es fand an jenem Tag dort eine große Niederlage statt: 20.000 Mann.

[9:30] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du tausend Wege hast, von denen wir nichts wissen. Und dass, wenn es so aussieht, als ob uns unsere Nächsten, zum besten Freund, zum liebsten Verwandten, uns verlassen, uns verraten, uns sich gegen uns stellen, hast du Wege, von denen wir nichts wissen, um uns von völlig unerwarteter Seite zu stützen und uns zu helfen. Und dafür danken wir dir, dass auch wenn wir uns niemals völlig auf Menschen verlassen können, wir uns völlig auf dich verlassen können. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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